Hallo Markus,
ich möchte Dir jetzt weniger konkrete Suchtipps geben (da könnte man
Romane schreiben, je nachdem um welche Pilze es geht), aber vielleicht
hilft es Dir ja zu hören, wie ich vor nicht allzu langer Zeit vorgegangen
bin, als ich mich in einer ähnlichen Situation befand wie Du jetzt und
auf der Suche nach neuen guten Stellen war.
Zunächst mal ist es sicher ein bisschen frustrierend, zu Zeiten, in
denen sich allgemein wenig Pilze zeigen (wie zur Zeit), auf die Suche nach
neuen Stellen zu gehen - es sei denn, man geniesst einfach die Tatsache,
mal wieder im Wald gewesen zu sein.
Was mir viel gebracht hat, war zu Zeiten, als wirklich viel los war,
nicht nur die bekannten Pilzgründe zu checken, sondern einfach immer
wieder ganz neue Stellen auszuprobieren und zu schauen, was sich dort so
tut. Früher oder später hat man damit einfach Erfolg und man bekommt
automatisch ein immer besseres Gefühl dafür, wo es sich lohnen könnte
und wo nicht. So oder so ist es aber trotzdem immer wieder reizvoll, auch
einfach mal dem Zufall eine Chance zu geben und Stellen aufzusuchen, die
sich nicht von vorneherein aufdrängen. Viele interessante Pilze habe ich
so das erste Mal überhaupt gefunden. Zum Beispiel war ich lange Zeit
ziemlich auf Nadelwald fixiert, da hatte ich halt vorher immer die
meisten Maronen, Steinpilze und Perlpilze gefunden. Dass auch Laubwälder
eine Menge zu bieten haben (um nicht zu sagen, viel mehr), habe ich erst
eine ganze Zeit später gemerkt.
Aber wie gesagt, das ganze funktioniert natürlich nicht so richtig,
wenn überall noch die große Dürre herrscht und ganz egal, wo man ist,
einfach nichts los ist.
Ich selbst freu mich auch schon wieder auf die Hochsaison (wenn sie denn
noch kommt...) und darauf, dann wieder eine ganze Menge neuer Gebiete
zu checken.
Ansonsten gab's zu Deinen Fragen auch schon früher im Forum etliche
Beiträge, such einfach mal danach. Da wirst Du eine Menge Tipps und
Meinungen finden.
Viele Grüße,
Rainer.