Hi Felix,
eine Espenrotkappe dürfte in dem Alter wirklich noch keine gefärbten Schüppchen haben. In dieser Gruppe ist das Artkonzept von Henk Den Bakker und Machiel Noordeloos wirklich überzeugend: Es gibt eine strikt an Pappel gebundene Art mit jung weißflockigem Stiel, die von den beiden jetzt L. albostipitatum genannt wird, und eine Art mit jung braunrötlichen Schuppen und sehr weitem Baumartenspektrum, von Eiche über Birke bis zu Buche und Pappel. Das ist das, was bisher L. quercinum, Eichenrotkappe, genannt wurde und von Den Bakker & Noordeloos jetzt L. aurantiacum genannt wird, also so, wie bisher die Espenrotkappe hieß ;-).
Ich selbst kenne mindestens einen Standort, an dem solche rotgeschuppten Rotkappen bei Birken und Pappeln stehen, ohne dass eine Eiche auch nur in der Nähe wäre.
Ich würde daher weiterhin nicht an eine Espenrotkappe glauben, sondern ihr lieber den schönen Namen "Laubwaldrotkappe" geben; da passen dann auch die Pappeln mit rein.
Viele Grüße
Thomas
: Hallo Thomas,
: ich habe mich auch über die Schüppchen in dem Alter gewundert.
: Die 2 standen keine 3 Meter auseinander. Keine Eichen in der Umgebung. Ist
: ein reiner Espen-Hang.
: Wer weis, ist ein sonniges Plätzchen - die war schon relativ trocken.
: Beste Grüße Felix