anbei eine (für mich) Problem-Mycena von der gestrigen Regen-Tour.
Ich komme wie so oft nicht zu einem mich befriedigenden Ergebnis, leider sehe ich unterm Mikro auch
Vieles nur sehr verschwommen (was sich leider auch in den Mikrobildern äußert).
Oft hängt das bei mir mit gelifizierten Elementen der HDS zusammen, die mir das Quetschen aufs Minimum
unmöglich machen (gute Ausrede, gell...) - hierbei habe ich aber auch Schwierigkeiten, überhaupt die HDS
von den Lamellen zu trennen, geschweige denn, Cheilozystiden "freizulegen".
Evtl. haben die FK einen Frostschaden (und ich bereits einen Frustschaden), aber die über Nacht in der Dose
nachgereiften FK zeigen keine anderen Merkmale.
Was mir mit am meisten Probleme bereitet, ist die scheinbare Inamyloidität der Sporen, auch die von leeren
Sporenhüllen. Wenn das nicht so wäre, hätte ich vermutlich weniger Probleme, die Pilze als Mycena clavularis
abzulegen. Ich gehe mehr von einem Problem bei mir als in Literatur-Quellen aus - hat jemand weitere Tipps zum
Mikroskopieren, zur vermuteten Art oder gar vernünftigere Arbeitsnamen zum Fund?
Die FK sind bis max. 3 mm groß, das Laubholz im Auwald-ähnlichen Gelände konnte ich nicht bestimmen, auch hier
leiden die Makros unter meinen Möglichkeiten bei dieser geringen Größe. Die orangebraune Farbe der hier gezeigten
größeren Exemplare zeigt FK, die während des Bearbeitens zunehmend austrockneten - feucht gehaltene FK bleiben
weißlich bis beige:
Und wenn ich gerade bei unbestimmten Mycenen bin, noch eine von dort, auf an Boden liegenden, morschen Ästen.
Die hatte ich für dieses Jahr nach mehreren Versuchen schon vor Wochen bereits als für mich unbestimmbar abgehakt.
Mit weitaus größeren Hüten als die vorangegangene Art um 1,5-2 cm - viell. hat jemand hierzu makroskopisch noch
einen Tipp, einigermaßen frische Exemplare von gestern liegen noch draußen.
Grüße
Klaas