Hallo,
eine interessante Erklärung für die Beschreibung " Mehlgeruch"
hörte ich auf der DGfM-Tagung in Regensburg. Es wurde vermutet, daß man
nicht den Geruch nach Mehl an sich meinte (denn Mehl riecht nicht so!),
sondern den Geruch in einer Mühle. Die alten Mühlen aus Holz na klar, bei
denen oft etwas daneben krümmelte und vor sich hin moderte. Fand ich
eigentlich ganz logisch 
Ansonsten denke ich bei "mehlig" auch oft an "gurkig",
denn wenn ich eine Salatgurke anschneide habe ich auch diesen
sauer-gratzenden Geruch.
Liebe Grüße aus Kiel
P.a. Habe den Mehlräsling auch noch nie gegessen!
Hallo zusammen,
bei der Diskussion um den Mehl-Räsling kann ich Euch vielleicht etwas Neuss dazusagen. Es gibt nämlich (mindestens) zwei verschiedene Arten:
Clitopilus prunulus im engeren Sinne: weiße Hüte, Lamellenschneide ohne Zystiden, Huthaut-Pigment nicht inkrustierend. Wächst vermutlich auf sauren Böden.
Clitopilus cystidiatus Hausknecht & Noordeloos: grau angefärbte Hüte, Lamellenschneide mit reichlich dünnen Zystiden, Huthautpigment inkrustierend. Wächst vermutlich auf Kalkböden.
Letztere Art, die erst vor kurzem beschrieben wurde (Österr. Zeitschr. Pilzk. 8, 1999) habe ich letztes Wochenende erstmals selber bestimmt. Gefunden habe ich sie wahrscheinlich schon sehr oft (zum Beispiel erinnere ich mich, daß die Mehlräslinge in Mainfranken auf Muschelkalk immer oder zumindest oft Grautöne hatten), Es scheint sich um zwei gute Arten zu handeln. Das ist die Chance: Neufunde für ganze Bundesländer sind derzeit noch leicht möglich. In der Literatur gibt es noch keine Funde aus Deutschland - in Bayern hat sie Herr Hausknecht inzwischen auch gefunden.
Vielleicht interessiert das ja tatsächlich jemand.
Gruß von Lothar