Hallo Jogi
Das Problem ist meiner Erachtens dies das die Leute zu viel oder mehr
Freizeit haben. Ich seh das immer wieder im Frühling wenn die Morcheln
stossen. Vor 15 Jahren war man fast noch allein und heute kommen die
"Sammler" in Massen. Zudem machen auch die Medien noch Werbung
zum Pilzesammeln. In unserer Gegend finden wir relativ viele
Burgundertrüffel und vor einiger Zeit hat doch tatsächlich ein
Medienvertreter darüber berichtet das der Lagotto Romagnolo ein guter
Trüffelhund ist; und wenn ich schaue wieviele von diesen Hunden heute in
unseren Trüffelgebieten herumstreunen ist es nur eine Frage der Zeit bis
diese Trüffel auch zunehmend verschwinden.
Gruss
Tom
Die Medien anzuprangern halte ich für verfehlt. Teilweise mag das stimmen, aber ich kenne auch genug Zeitungsberichte, in denen ausdrücklich davor gewarnt wird, Pilze zu sammeln, die man nicht kennt und dort die Schonzeiten einzuhalten, wo welche vorgegeben sind. Ausserdem findet man in den Zeitungen auch viele wertvolle Tips zum Pilzesammeln. Etwa den, dass man Pilze nicht in Plastiksäcken sammeln soll oder ganz wichtig: das man seine Funde von einem erfahrenen Pilzkenner kontrollieren lassen soll. Auch die Menschen soll man nicht schlechter machen als sie sind. Beim Umgang mit Pilzen ist es schlicht so, dass viele Leute gar nicht wissen, was Pilze sind, respektive was für eine Bedeutung sie haben. Viele Leute ängstigen sich vor Pilzen, und da wird halt lieber mal was kaputt gemacht, als dass man sich ernsthaft mit der Materie auseinander setzt. Das dem so ist, rechne ich schon ein wenig den Schulen an. Im normalen Naturkundeunterricht wird einfach zuwenig auf das Thema "Mykologie" eingegangen. Dabei würden sich gerade Kinder sehr leicht und unbenommen dafür faszinieren lassen. Erfahrene Pilzkenner tun darum gut daran, ihr Wissen vermehrt in die Klassenzimmer zu tragen. Den Eltern was über Pilze beibringen zu wollen, ist ungleich schwerer.
Gruss, Wookie Trix