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Steinpilzcarpaccio???

Noldi, (vor 7363 Tagen)

Hallo liebe Pilzfreunde,

ich bin neu im Forum und habe eine kulinarische Frage an euch.
Hat jemand schon Erfahrung mit Steinpilzcarpaccio denn ich bin etwas unsicher nachdem ich nach entsprechenden Rezepten "gegoggelt " habe. In einigen Rezepten werden die Steinpilze roh verarbeitet und in anderen wiederum kurz im Wasser blanchiert. Eigentlich schwebt mir vor das Carpaccio mit rohen Pilzen zuzubereiten,kann da was passieren wenn man die Steinpilze roh isst?
Bin auch sehr froh über entsprechende Rezepte die schon erfolgreich getestet wurden!

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Re: Rohe Steinpilze sind...

Andreas.J, (vor 7363 Tagen) @ Noldi

..nicht ganz unkritisch...! Hab schon Fälle in der Familie erlebt, die sich anschliessend den Magen verstimmt hatten, wahrscheinlich wenn man empfindlich ist..!

Gruess - Andreas

Hallo liebe Pilzfreunde,
ich bin neu im Forum und habe eine kulinarische Frage an euch.
Hat jemand schon Erfahrung mit Steinpilzcarpaccio denn ich bin etwas unsicher
nachdem ich nach entsprechenden Rezepten "gegoggelt " habe. In
einigen Rezepten werden die Steinpilze roh verarbeitet und in anderen
wiederum kurz im Wasser blanchiert. Eigentlich schwebt mir vor das
Carpaccio mit rohen Pilzen zuzubereiten,kann da was passieren wenn man die
Steinpilze roh isst?
Bin auch sehr froh über entsprechende Rezepte die schon erfolgreich getestet
wurden!

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Re: Rohe Steinpilze sind...

proletus, (vor 7363 Tagen) @ Andreas.J

..nicht ganz unkritisch...! Hab schon Fälle in der Familie erlebt, die sich
anschliessend den Magen verstimmt hatten, wahrscheinlich wenn man
empfindlich ist..!
Gruess - Andreas

Hi noldi
hab ich auch schon roh gegessen.Feingehobelt über Salat oder Nudelgericht..Das einzige Manko FBW (Paranoia).
gruss

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Re: Steinpilzcarpaccio???

bemschl, (vor 7363 Tagen) @ Noldi

Hallo liebe Pilzfreunde,
ich bin neu im Forum und habe eine kulinarische Frage an euch.
Hat jemand schon Erfahrung mit Steinpilzcarpaccio denn ich bin etwas unsicher
nachdem ich nach entsprechenden Rezepten "gegoggelt " habe. In
einigen Rezepten werden die Steinpilze roh verarbeitet und in anderen
wiederum kurz im Wasser blanchiert. Eigentlich schwebt mir vor das
Carpaccio mit rohen Pilzen zuzubereiten,kann da was passieren wenn man die
Steinpilze roh isst?
Bin auch sehr froh über entsprechende Rezepte die schon erfolgreich getestet
wurden!

Ich esse oft und gerne Steinpilzcarpaccio! natürlich roh! hatte noch nie probleme!

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Re: Steinpilzcarpaccio???

Sascha, (vor 7363 Tagen) @ Noldi

Normalerweise kann man Steinpilze roh essen.

Einer der wenigen Pilze die roh nicht giftig sind.

Allerdings würde ich wegen eines anderen Grundes stark von roh abraten!

Fuchsbandwürmer.
Das Risiko ist zwar vergleichsweise gering, aber warum das Risiko eingehen?
Wenn man sie erstmal hat, ist es vorbei.
Es gibt nichts wirklich wirksames dagegen, und wegen einem Pilzgericht qualvoll an Leberzirose zu sterben..das muss ja nicht sein.

Blanchieren ist eine Idee, sollte aber nicht ZU kurz sein.
Auf jeden Fall die Pilze in irgendeiner Form für eine kurze Zeit über 60 Grad bringen.

Gruss

Sascha

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Re: Steinpilzcarpaccio / Fuchsbandwurm?

Ernest, (vor 7361 Tagen) @ Sascha

Hallo,
wie soll man es mit rohen Erdbeeren halten?
Machen die Füchse einen Bogen um Erdbeerplantagen und Gärtnereien?
Füchse leben ja schon in den Städten.
Mir jedenfalls hat mein letztes Steinpilzcarpaccio gut gemundet!
Gruß Ernest

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Re: Steinpilzcarpaccio / Fuchsbandwurm?

Sascha, (vor 7360 Tagen) @ Ernest

Hallo Ernst,

so ungewöhnlich das klingt, aber grade Erdbeerfelder sind risikoreicher als man glauben mag.
Pilzsammlern passiert es nur selten, aber grade auf Erdbeerfeldern, ist die Gefahr recht hoch.

Förster, Landwirte und Jäger sind die Haupt"ziel"gruppen.

Wie gesagt, das Risiko ist für Pilzsammler nicht hoch, aber warum ein Risiko eingehen?

Die Inkubationszeit geht von vielen Monaten bis einige Jahre. Da die Sache schmerz und symptomfrei bleibt, wird es meist erst im Endstadium erkannt, und dann ist meist nix mehr zu retten.

Die Leber dient dann als Brutstätte, und selbst eine Entfernung der befallenen Stellen oder sogar der ganzen Leber rettet einen oft nicht, da die Eier und Larven bereits gestreut haben, und andere Organe befallen.

Da es keine wirksame Behandlung gibt, verzichte ich lieber auf rohe Pilze.

Aber wenn einem ein Pilzgericht mit rohen Steinpilzen das Risiko wert ist, bitte.

Ich persönlich sehe darin ein schlechtes Risiko/Gewinn-Verhältnis.

Hier ein kleiner Text, diesbezüglich:
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Der kleine Fuchsbandwurm
Die Tollwut wurde bei uns erfolgreich bekämpft, doch seit wenigen Jahren verbreitet ein anderes Tier Angst, das ebenfalls mit dem Fuchs in Verbindung steht: Echinococcus multilocularis - der kleine Fuchsbandwurm. Er ist auf den Menschen übertragbar, obwohl Menschen im normalen Zyklus des Bandwurms eigentlich nicht vorgesehen sind. Der Fuchs scheidet die Bandwurm-Eier mit dem Kot aus. Gelangen sie in den menschlichen Körper, schlüpfen daraus im Darm die Larven, die sich anschließend durch die Darmwand bohren. Ihr Ziel ist es, in die Leber zu gelangen.

In der Leber entwickelt sich die Bandwurmlarve zu einem schwammartigen Gebilde, einem Tumor ähnlich. Das Larvengewebe wächst nur etwa einen Zentimeter pro Jahr. Durch das sehr langsame Wachstum und die hohe Belastbarkeit der Leber macht sich der "Tumor" meist erst bemerkbar, wenn der Großteil des Organs vom Wurm durchwuchert ist. Der Zeitpunkt der Infektion kann dann schon fünf bis zehn Jahre zurückliegen. Noch vor 15 Jahren bedeutete der Befall von Fuchsbandwurm für den betroffenen Menschen den sicheren Tod. Inzwischen gibt es aber Medikamente, die das Wachstum des Parasiten zumindest verlangsamen, manchmal sogar stoppen.

Landwirte besonders stark betroffen
Wer sich mit dem Bandwurm infiziert, der hat für lange Zeit Antikörper gegen ihn im Blut. Anhand dieser "serologischer Narbe" haben Wissenschaftler festgestellt, dass nur ein Bruchteil derer, die den Wurm schon einmal im Körper hatten, tatsächlich krank geworden sind. Möglicherweise kann also der menschliche Organismus den Eindringling sehr oft erfolgreich abwehren. Untersuchungen haben gezeigt, dass Förster und Jäger keineswegs häufiger an den Folgen des kleinen Fuchsbandwurms erkranken, als andere Berufsgruppen. In der Landwirtschaft dagegen ist die so genannte Echinokokkose mittlerweile als Berufskrankheit anerkannt. Denn in der Landwirtschaft arbeitende Menschen erkranken 20 mal so oft daran wie andere Berufsgruppen. Ein Grund dafür könnte sein, dass sie besonders intensiv mit Stäuben in Berührung kommen, die mit Fuchskot verschmutzt sein könnten - bei der Heuernte etwa.

Meist wird davor gewarnt, Waldbeeren nicht roh zu essen, weil ihnen Bandwurm-Eier anhaften könnten. Dafür gibt es zwar keine Beweise, aber auch keine Gegenbeweise. Wer überhaupt kein Risiko eingehen möchte, sollte Produkte aus Garten und Wald vor dem Verzehr erhitzen. Das tötet die Fuchsbandwurm-Eier ab. Keinen Schutz bietet dagegen das Einfrieren.
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Gruss

Sascha

Hallo,
wie soll man es mit rohen Erdbeeren halten?
Machen die Füchse einen Bogen um Erdbeerplantagen und Gärtnereien?
Füchse leben ja schon in den Städten.
Mir jedenfalls hat mein letztes Steinpilzcarpaccio gut gemundet!
Gruß Ernest

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Re: Steinpilzcarpaccio / Fuchsbandwurm?

bert, (vor 7360 Tagen) @ Sascha

Hallo,

ich pfeiff auf den Fuchsbandwurm. Völlig überzogene Panikmache.

Wurde hier im letzten Jahr ausführlichst diskutiert (Forumssuche benutzen).

Das Leben ist numal tödlich, soviel ist sicher.

Bert

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Re: Steinpilzcarpaccio / Fuchsbandwurm?

Sascha, (vor 7360 Tagen) @ bert

Das Risiko ist gering, das ist korrekt.
Es behauptet auch niemand etwas anderes.
Aber die Chance besteht.

Deshalb sollte man trotz des geringen Risikos überlegen, ob man auf Teufel komm raus, dass Risiko steigern möchte.

Warum soll ich das Forum durchsuchen?
Ging doch nur um Steinpilzcarpaccio.
Ich habe nur auf die Existenz dieses Risikos hingewiesen.

Wer es ignorieren möchte, dem sei das freigestellt.

Der Vollständigkeits halber sollte man es trotzdem zu Bedenken geben.

Nur so als kleiner Schwenker: Mit dem Flugzeug verunglücken, ist auch extrem unwarscheinlich. Trotzdem gehen jedes Jahr einige hundert Leute bei Flugzeugunglücken drauf. Solange man nicht dazugehört, ist alles Paletti.

Angst vorm Fliegen sollte man nicht haben, aber das Risiko kennen, sollte man schon.

Gruss

Sascha

Hallo,
ich pfeiff auf den Fuchsbandwurm. Völlig überzogene Panikmache.
Wurde hier im letzten Jahr ausführlichst diskutiert (Forumssuche benutzen).
Das Leben ist numal tödlich, soviel ist sicher.
Bert

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Re: Steinpilzcarpaccio / Fuchsbandwurm?

Noldi, (vor 7360 Tagen) @ Sascha

Das Risiko ist gering, das ist korrekt.
Es behauptet auch niemand etwas anderes.
Aber die Chance besteht.
Deshalb sollte man trotz des geringen Risikos überlegen, ob man auf Teufel
komm raus, dass Risiko steigern möchte.
Warum soll ich das Forum durchsuchen?
Ging doch nur um Steinpilzcarpaccio.
Ich habe nur auf die Existenz dieses Risikos hingewiesen.
Wer es ignorieren möchte, dem sei das freigestellt.
Der Vollständigkeits halber sollte man es trotzdem zu Bedenken geben.
Nur so als kleiner Schwenker: Mit dem Flugzeug verunglücken, ist auch extrem
unwarscheinlich. Trotzdem gehen jedes Jahr einige hundert Leute bei
Flugzeugunglücken drauf. Solange man nicht dazugehört, ist alles Paletti.
Angst vorm Fliegen sollte man nicht haben, aber das Risiko kennen, sollte man
schon.
Gruss
Sascha

Hallo zusammen,

danke für die Hinweise und Tipps betreffend meiner Anfrage, das Risiko betreffend dem FBW wäre mir in diesem Zusammenhang nicht sofort in den Sinn gekommen.
Habe nun ein wenig im Internet gestöbert und dort eine Studie des Landesamt für Arbeitschutz in Bayern gefunden die sich sehr ausführlich mit dem Thema beschäftigt. Der " normale" Zwischenwirt des FBW sind Mäuse,Ratten und Kleintiere welche die Eier durch den Verzehr von Pflanzen aufnehmen. Der Mensch ist ein Fehlwirt und kann scheinbar vor allem durch Katzen und Hunde infiziert werden welche infizierte Mäuse vertilgt haben.Gefährdet sind vor allem auch Landwirte,die die Eier des FBW durch Staub einatmen können.Auch schwankt die prozentuale Verseuchung der Füchse sehr ( von 10.61% in Mittelfranken bis zu 40.42 % in Schwaben, in der Schweiz von 2,7 % im Tessin bis 53% im Kanton Appenzell )
Tendentiell steigt die Verseuchung in den letzten Jahren kontinuierlich an.
Vor allem die sehr stark zunehmenden Stadtfüchse sind scheinbar ein grosses Problem.

Fact: Es wird empfohlen keine rohen Waldfrüchte zu verzehren,Waldbeeren,Bärlauch und Pilze sollten nur nach erhitzen über 70 Grad genossen werden.

Mein Fazit:
Ich werde mein Steinpilzcarpaccio mit sehr kurz in heissem Olivenoel angebratenen Pilzen machen, um auf der sicheren Seite zu sein. Dies obwohl ich jedes Jahr wenn ich Heidelbeeren hole auch mal welche roh mit Vanilleeis geniesse bevor der Rest zu Marmelade verarbeitet wird.Da steht dann der Genuss einmal im Jahr vor dem Risiko!

Viele Dank für die anregenden Antworten

P.S Die Steinpilze machten bei mir nach zwei unwahrscheinlichen Wochen erstmal eine Pause,weil es schon ziemlich trocken war aber in der letzten Nacht hat es ergiebig geregnet. Ich denke es gibt ein schönes Pilzjahr und freue mich jetzt schon auf die kommenden Wochen!

Grüessli

Noldi