Hallöchen nochmal,
schade eigentlich, nach dem Horak passt der Hebeloma sacchariolens schon gut,
danach sollen die Lamellen auch relativ dicht sein.
Naja, daran alleine würde ich es auch nicht aufhängen. Habe grade eben noch mal ein paar Bilder in anderen Büchern angesehen, da ist das nie so eindeutig wie im BK. Vielleicht kann Wolfgang dazu ja noch was aus dem Vesterholt sagen. Meinen habe ich grad nicht parat und morgen fahre ich weg.
Allerdings wird dort
nicht die Zystidenform dargestellt.
Da wäre auch ein Vergleich mit dem Vesterholt nicht schlecht. Nach BK kommen Deine Zystiden aber niemals hin.
Nö, der Farbvergleich direkt nebeneinander zeigt eine weinrote Färbung mit
Melzer, also dextrinoid.
Ah ja. also doch.
Nach 30 Messungen ergeben sich folgende Maße
Länge: (11) – 13 – (16,5) my
Breite: (5,5) – 6 – (7,5) my
Im Mittel sind sie 13x6 my.
Das sind schon Brummer. Hast Du auf der Lamelle oder im Abwurf gemessen? (die abgebildeten Sporen sind wohl auf der Lamelle). Auf der Lamelle ist nicht so gut, da dort immer auch unreife Sporen sind. Da könnte man höchstens noch mit Phloxin tricksen. Die Sporenmasse würden allerdings schon passen.
Auf Deinen Fotos erkennt man auch Sporen, die wohl noch an den Basidien hängen. Sowas ist auf keinen Fall zum Messen geeignet und daß da die Formen keine Aussagekraft haben, dürfte auch klar sein. Trotzdem erscheinen mir Deine Sporen recht länglich und schmal, zumindest zum Teil. BK schreiben dazu, daß Gröger und Zschieschang sechs eigene Arten von süßriechenden H. aufschlüsseln, also noch H. fusisporum, H. fusipes, H. gigaspermum, H. latifolium, H. tomentosum. Von der Form und der Länge her würden die Sporen von z.B. gigaspermum besser passen. Von der Breite her wieder weniger. Allerdings wird dort als Standort "feuchte Stellen unter Salix (Weide) in Sümpfen und Mooren" angegeben. Was aber nicht viel heißen muß, dazu müßte man doch noch mehr Literatur studieren.
Ich gehe mal davon aus, dass man die Länge und die Breite jeder Spore misst,
oder kann man Längen- und Breitenmessungen an unterschiedlichen Sporen
durchführen?
Können tut man viel. Richtig ist es aber, immer nur jeweils eine Spore korrekt mit Länge und Breite zu messen. Wichtig ist auch, daß man nur korrekt liegende Sporen misst. Also keine, die irgendwie auch noch leicht vertikal liegen.
Sind dies missgebildete Sporen?
Nein. Das sind sicherlich welche, die noch an der Basidie hängen. Die sehe ich nur in dem Ausschnitt nicht. Beim unteren Pärchen kann man sie aber erahnen.
Weiß ich leider immer noch nicht !
Ich denke jetzt schon, daß die ein Perispor haben. Ich glaube es teilweise zu erkennen. Um ganz sicher zu sein, müßte ich aber durchfokussieren können. Die Spore, in der im Bild die 50 steht, hätte ich z.B. im Verdacht. Auch im Bild darunter das Pärchen rechts unterhalb der "mißgebildeten" Spore. Aber - wie gesagt - das kann man eigentlich in so einem Fall nur sicher beurteilen, wenn man selbst am Mikroskop sitzt oder wenn man eine perfekte Aufnahme einer Spore mit Perispor hat. Das ist schon so nicht ganz einfach zu sehen.
Ein einziges Mal habe ich so etwas wie einen zusätzlichen Rand gesehen, so
ähnlich wie eine Buchecker, aber leider nur einmal und nicht
fotografierbar. Zeichnen kann ich nicht, leider.
Wenn das bauchig ist, dann ja. Dies ist eine typische.
Das wäre jetzt nicht wirklich bauchig. Eher so ein Mittelding. Aber die Bilder, die Du uns vorher gezeigt hattest, zeigten für Hebeloma doch recht bauchige in Beitrag 105778.
Nach BK sollten die aber extrem länglich ohne Bauch sein. Da wäre wiederum ein Vergleich mit Vesterholt gut.
Ich habe nochmal nachgeschaut, doch Laubbäume, ein feuchter Standort im
sauren Mischwald (Fichten, Kiefern und Birken), unterhalb eines
Felshanges.
Tja, das revidiert wieder einiges. Laubbäume sollten nach der mir vorliegenden Literatur schon da sein.
Was meinst du dazu, klärt das etwas ? Ansonsten lege ich ihn bei Hebeloma
spec. ab.
Du kannst ihn ja als H. sacchariolens agg. ablegen (so mache ich das immer, wenn ich nicht ganz sicher bin - agg. steht für Aggregat, also eine Zusammenfassung von Arten, die man früher oft nicht trennte).
Viele Grüße,
Werner