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Nach den Unwettern

Frank H., (vor 7346 Tagen)

Hallo Pilzfreunde,
nach den Unwettern von Sonntag und den sintflutartigen Regenfällen nach langer Trockenheit, habe ich gestern mal nach dem Rechten geschaut. Da ich auch zwei Wochen nicht mehr unterwegs gewesen bin, war ich selbst gespannt, was der Wald so zu bieten hat. Es waren zwar nicht mehr die ganz großen Mengen wie noch seinerzeit Ende August, aber genug zu bestaunen gab´s allemale. In riesigen Mengen konnte man den Ockergelben Täubling finden. Zudem gab es viel Fliegenpilze, Stinkmorcheln und Maronenröhrlinge und außerdem etliche Steinpilze. Was mich erstaunt hat, das alle Maronen und fast alle Steinpilze zu alt waren. Das bedeutet, das es trotz der Trockenheit noch lange Steinis gegeben haben muß und jetzt trotz des immensen Feuchtigkeitsnachschubs (bei uns waren es Sonntag ca. 40 l/qm) nicht mehr viel nachkommt. Aber dieses jahr scheint sowieso kein normales(!!!) zu sein. So konnte ich gestern sogar noch einen Sommersteinpilz finden, und das so weit im September. Oder kommt das schon mal vor?

Außerdem gab es noch einen persönlichen Erstfund zu verzeichnen, den Königsfliegenpilz.

Desweiteren wurden von mir identifiziert: Pfifferling, Samtiger Pfifferling, Körnchenröhrling, Birkenpilz, Rotkappe, Goldröhrling, Gallenröhrling, Parasol, Frauentäubling, Grüngefelderter Täubling, Milder Milchling, Falscher Pfifferling, Fichtenreizker, Flaschenbovist, Kartoffelbovist, Speisetäubling, Wieseltäubling, Ziegenlippe, Mehlräsling und Schopftintling. Es gab aber noch vieles mehr.

Alles in allem ein sehr zufreiedenstellender Spaziergang, wäre da nicht ein Makel. In einem vor einigen Wochen entdeckten Steinpilzwald sind meine Freunde die Holzrücker eingefallen und habe ziemlich ausgeholzt. Es ist zum Haare raufen. Wie gewonnen so zeronnen, könnte man sagen. Dort wird jedenfalls auf absehbare Zeit Ebbe sein, wie ich befürchte.

Gruß aus dem Rothaargebirge
Frank

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Re: Nach den Unwettern

Neu-Ostwestfale, (vor 7346 Tagen) @ Frank H.

Hallo*,

bzgl. meines gestrigen Ausflugs ins Sauerland gibt es Ähnliches zu berichten.

Zudem gab es viel Fliegenpilze, Stinkmorcheln und Maronenröhrlinge
und außerdem etliche Steinpilze. Was mich erstaunt hat, das alle Maronen
und fast alle Steinpilze zu alt waren. Das bedeutet, das es trotz der
Trockenheit noch lange Steinis gegeben haben muß und jetzt trotz des
immensen Feuchtigkeitsnachschubs (bei uns waren es Sonntag ca. 40 l/qm)
nicht mehr viel nachkommt.

So viele Steinpilzruinen habe ich auch noch nie gefunden. Riesengroße Exemplare, die optisch zwar noch fantastisch aussahen aber leider nicht mehr verwertbar waren.
Die Maronen waren allerdings so alt, dass es sich durchaus um mehrere Wochen alte Exemplare handeln könnten.
Im Gegensatz zu den Maronen könnte ich bei den Steinpilzen allerdings Nachwuchs finden!

Außerdem gab es noch einen persönlichen Erstfund zu verzeichnen, den
Königsfliegenpilz.
Desweiteren wurden von mir identifiziert: Pfifferling, Samtiger Pfifferling,
Körnchenröhrling, Birkenpilz, Rotkappe, Goldröhrling, Gallenröhrling,
Parasol, Frauentäubling, Grüngefelderter Täubling, Milder Milchling,
Falscher Pfifferling, Fichtenreizker, Flaschenbovist, Kartoffelbovist,
Speisetäubling, Wieseltäubling, Ziegenlippe, Mehlräsling und
Schopftintling. Es gab aber noch vieles mehr.

ähnliches Bild im Sauerland, nur Parasol fehlte bei mir, Pfifferlinge hätte es auch mehr sein können! Dafür gab es als optischen Reiz wunderschöne Fliegenpilze in Massen.

Gruß aus OWL

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Zum Sommersteinpilz....

Christoph G, (vor 7346 Tagen) @ Frank H.

Hallo Frank.

der Sommersteinpilz kommt in wärmeren Gegenden wie bei uns am Bodensee bis weit in den Oktober vor. Ich hab schon Prachtexemplare am 30. Oktober auf 600 m.ü.M. bei Engen im Buchenwald gefunden. Das "Sommer" bezieht sich drauf, dass er schon sehr zeitig im Juni auftaucht, wo sich edulis noch sehr rar macht.

LG Christoph

Hallo Pilzfreunde,
nach den Unwettern von Sonntag und den sintflutartigen Regenfällen nach
langer Trockenheit, habe ich gestern mal nach dem Rechten geschaut. Da ich
auch zwei Wochen nicht mehr unterwegs gewesen bin, war ich selbst
gespannt, was der Wald so zu bieten hat. Es waren zwar nicht mehr die ganz
großen Mengen wie noch seinerzeit Ende August, aber genug zu bestaunen
gab´s allemale. In riesigen Mengen konnte man den Ockergelben Täubling
finden. Zudem gab es viel Fliegenpilze, Stinkmorcheln und Maronenröhrlinge
und außerdem etliche Steinpilze. Was mich erstaunt hat, das alle Maronen
und fast alle Steinpilze zu alt waren. Das bedeutet, das es trotz der
Trockenheit noch lange Steinis gegeben haben muß und jetzt trotz des
immensen Feuchtigkeitsnachschubs (bei uns waren es Sonntag ca. 40 l/qm)
nicht mehr viel nachkommt. Aber dieses jahr scheint sowieso kein
normales(!!!) zu sein. So konnte ich gestern sogar noch einen
Sommersteinpilz finden, und das so weit im September. Oder kommt das schon
mal vor?
Außerdem gab es noch einen persönlichen Erstfund zu verzeichnen, den
Königsfliegenpilz.
Desweiteren wurden von mir identifiziert: Pfifferling, Samtiger Pfifferling,
Körnchenröhrling, Birkenpilz, Rotkappe, Goldröhrling, Gallenröhrling,
Parasol, Frauentäubling, Grüngefelderter Täubling, Milder Milchling,
Falscher Pfifferling, Fichtenreizker, Flaschenbovist, Kartoffelbovist,
Speisetäubling, Wieseltäubling, Ziegenlippe, Mehlräsling und
Schopftintling. Es gab aber noch vieles mehr.
Alles in allem ein sehr zufreiedenstellender Spaziergang, wäre da nicht ein
Makel. In einem vor einigen Wochen entdeckten Steinpilzwald sind meine
Freunde die Holzrücker eingefallen und habe ziemlich ausgeholzt. Es ist
zum Haare raufen. Wie gewonnen so zeronnen, könnte man sagen. Dort wird
jedenfalls auf absehbare Zeit Ebbe sein, wie ich befürchte.
Gruß aus dem Rothaargebirge
Frank