Nach den Unwettern
Hallo Pilzfreunde,
nach den Unwettern von Sonntag und den sintflutartigen Regenfällen nach langer Trockenheit, habe ich gestern mal nach dem Rechten geschaut. Da ich auch zwei Wochen nicht mehr unterwegs gewesen bin, war ich selbst gespannt, was der Wald so zu bieten hat. Es waren zwar nicht mehr die ganz großen Mengen wie noch seinerzeit Ende August, aber genug zu bestaunen gab´s allemale. In riesigen Mengen konnte man den Ockergelben Täubling finden. Zudem gab es viel Fliegenpilze, Stinkmorcheln und Maronenröhrlinge und außerdem etliche Steinpilze. Was mich erstaunt hat, das alle Maronen und fast alle Steinpilze zu alt waren. Das bedeutet, das es trotz der Trockenheit noch lange Steinis gegeben haben muß und jetzt trotz des immensen Feuchtigkeitsnachschubs (bei uns waren es Sonntag ca. 40 l/qm) nicht mehr viel nachkommt. Aber dieses jahr scheint sowieso kein normales(!!!) zu sein. So konnte ich gestern sogar noch einen Sommersteinpilz finden, und das so weit im September. Oder kommt das schon mal vor?
Außerdem gab es noch einen persönlichen Erstfund zu verzeichnen, den Königsfliegenpilz.
Desweiteren wurden von mir identifiziert: Pfifferling, Samtiger Pfifferling, Körnchenröhrling, Birkenpilz, Rotkappe, Goldröhrling, Gallenröhrling, Parasol, Frauentäubling, Grüngefelderter Täubling, Milder Milchling, Falscher Pfifferling, Fichtenreizker, Flaschenbovist, Kartoffelbovist, Speisetäubling, Wieseltäubling, Ziegenlippe, Mehlräsling und Schopftintling. Es gab aber noch vieles mehr.
Alles in allem ein sehr zufreiedenstellender Spaziergang, wäre da nicht ein Makel. In einem vor einigen Wochen entdeckten Steinpilzwald sind meine Freunde die Holzrücker eingefallen und habe ziemlich ausgeholzt. Es ist zum Haare raufen. Wie gewonnen so zeronnen, könnte man sagen. Dort wird jedenfalls auf absehbare Zeit Ebbe sein, wie ich befürchte.
Gruß aus dem Rothaargebirge
Frank