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Herbstlorchel - schmackhaft gekocht, oder nicht?

Daniel Jösch, (vor 7339 Tagen)

Hallo Pilzfreunde !

Habe heute außer ein paar Steinis, Maronen und besonders Rotfüßen auch noch 3 Herbstlorcheln gefunden. In meinem einen Pilzbuch steht "ungenießbar", im anderen steht "Abgekocht eßbar". Nun wolchte ich nachfragen, ob jemand von Euch den Pilz schon gegessen und als schmackhaft eingestuft hat, ansonsten würde ich sie zurück unter die Bäume legen ;-)

Liebe Grüße,
Daniel

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Re: Herbstlorchel - schmackhaft gekocht, oder nich

Schwammerlkönig, (vor 7339 Tagen) @ Daniel Jösch

Hallo Daniel,
leg sie lieber wieder zurück unter die Bäume. Bei Lorcheln wäre ich äußerst vorsichtig, sie enthalten in mehr oder weniger großen Mengen das Gift Gyromitrin. Was dem einem nichts ausmacht, kann bei einem anderen großes Kotzen, Flitzekacke usw. auslösen. Ausserdem gibt es doch viele andere schmackhafte Pilze die man in die Suppe tun kann.
LG Peter

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Re: Herbstlorchel - schmackhaft gekocht, oder nich

Daniel Jösch, (vor 7339 Tagen) @ Schwammerlkönig

Dann kann ich ja jetzt über den weiteren Verlauf berichten - wir haben sie mit den Herbsttrompeten zu einer chinesischen Soße verarbeitet.
Wir haben weder im Buch noch im Internet etwas schlechtes über die Herbstlorchel lesen können. Das Gift das Du beschreibst wird immer in Verbindung mit der Frühjahrslorchel gebracht. Vielleicht hast Du Dich da geirrt.

Siehe hier zum Thema Herbstlorchel:

http://www.natur-lexikon.com/Texte/FM/001/00002/fm00002.html

Fleisch:
brüchig, angenehmer Geruch und Geschmack.
Wert:
eßbar, über den Geschmack gibt es unterschiedliche Aussagen – von wertlos bis gut.
Der Pilz ist etwas zäh und erdig – dumpf, darum wird Abbrühen empfohlen. Pilz zerkleinern und das Innere auf Insekten usw. kontrollieren, die sich gern in den Hohlräumen aufhalten.

Hallo Daniel,
leg sie lieber wieder zurück unter die Bäume. Bei Lorcheln wäre ich äußerst
vorsichtig, sie enthalten in mehr oder weniger großen Mengen das Gift
Gyromitrin. Was dem einem nichts ausmacht, kann bei einem anderen großes
Kotzen, Flitzekacke usw. auslösen. Ausserdem gibt es doch viele andere
schmackhafte Pilze die man in die Suppe tun kann.
LG Peter

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Re: Herbstlorchel - schmackhaft gekocht, oder nich

Schwammerlkönig, (vor 7339 Tagen) @ Daniel Jösch

Hallo Daniel,
den Grünling, den rotstieligen Ledertäubling, oder früher auch den Kahlen Krempling und noch einige mehr hat man auch lange für essbar gehalten. Es muss halt erst irgendeiner mal überreagieren oder eine gewisse Unverträglichkeit festgestellt werden, dann gibt es sogleich wieder ein Geschrei. Ich werde weiterhin keine Lorcheln verzehren.
LG Peter

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Re: Herbstlorchel - schmackhaft gekocht, oder nich

Werner Stangl, (vor 7338 Tagen) @ Schwammerlkönig

Hallo Daniel,
den Grünling, den rotstieligen Ledertäubling, oder früher auch den Kahlen
Krempling und noch einige mehr hat man auch lange für essbar gehalten. Es
muss halt erst irgendeiner mal überreagieren oder eine gewisse
Unverträglichkeit festgestellt werden, dann gibt es sogleich wieder ein
Geschrei. Ich werde weiterhin keine Lorcheln verzehren.
LG Peter

Sehe das auch so. Es steht für mich genug unverdächtig gut essbares im Wald herum, als dass ich mit Herbstlorcheln probieren würde, über die es viel Widersprüchliches gibt. In manchen Ländern (Finnland) wird auch die Frühjahrslorchel verspeist, gut abgekocht werden die meisten Giftstoffe wohl zerstört. Das würde mich dennoch nicht dazu bringen, dort Lorcheln zu essen. Auch Kahler Krempling wird vielerorts verspeist - nein danke, nicht für mich!
(Den rotstieligen Ledertäubling habe ich aber schon gegessen, da wusste ich nix von Unverträglichkeiten. Aber vielleicht erklärt das die "Scheisserei" meines Bruders nach unserem gemeinsamen Pilzgericht vor ein paar Wochen. Dabei habe ich schon den Pilzen die Absolution erteilt (weil freilich eindeutig bestimmt) und meinem Bruder gesagt, es muss wohl was anderes gewesen sein).

Wie auch immer, wenn andere freiwillig und bewust dazu beitragen, experimentell etwas zum Wissen über den Giftwert von Pilzen beizutragen, warum nicht?

Liebe Grüße,
Werner

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Re: Herbstlorchel - schmackhaft gekocht, oder nich

Werner, (vor 7338 Tagen) @ Werner Stangl

Sehe das auch so. Es steht für mich genug unverdächtig gut essbares im Wald
herum, als dass ich mit Herbstlorcheln probieren würde, über die es viel
Widersprüchliches gibt. In manchen Ländern (Finnland) wird auch die
Frühjahrslorchel verspeist, gut abgekocht werden die meisten Giftstoffe
wohl zerstört. Das würde mich dennoch nicht dazu bringen, dort Lorcheln zu
essen. Auch Kahler Krempling wird vielerorts verspeist - nein danke, nicht
für mich!

Prinzipiell gebe ich Euch recht. Vor allem ist mein Mykophagendasein mit erheblich gestiegener Artenkenntnis deutlich reduziert worden. Heute lasse ich auch Maronen, Rotfüsse, Stockschwämmchen und viele andere Speisepilze meist stehen. Für die Eltern und Freunde nehme ich zwar noch Steinpilze mit, ich selbst genieße nur noch Mäandertrüffeln, Brätlinge und ab und zu mal irgendwas außer der Reihe wie Herbsttrompeten oder reguläre Speisepilze :-) Aber mir reicht inzwischen 3-4 mal im Jahr ein Pilzessen.

Wie auch immer, wenn andere freiwillig und bewust dazu beitragen,
experimentell etwas zum Wissen über den Giftwert von Pilzen beizutragen,
warum nicht?

Trotzdem war ich auch mal sehr neugierig und habe so einiges Zweifelhafte probiert. Immer nur in kleinen Dosen und separat ohne Gewürze angebraten, damit ich auch den Geschmack wirklich beurteilen konnte. So z.B. Gyromitra gigas, die Riesenlorchel (nach Trocknen).

Ich denke, es ist halt so: wenn man ganz genau weiß, was man tut, ist es kein wirkliches Risiko. Erstens ißt man von solchen Arten wenig und dann auch nicht öfters. Und zweitens ißt man solche Arten auch nur dann wenn man sie 100%ig sicher bestimmen kann.

Trotzdem möchte ich anmerken, daß diese meine Vorgehensweise für empfindliche Personen sicher ungeeignet ist. Und ich möchte auch deswegen davor warnen, solche Arten zu verspeisen. Die Herbstlorchel ist nach meinem Kenntnisstand jedoch so oft ohne Probleme verspeist worden, daß ich das Risiko als sehr gering einstufen würde. Nur frage ich mich schon, ob man sowas überhaupt essen muß - das Zeugs hat ja nicht mal Geschmack. In Mischgerichten macht es darüberhinaus überhaupt keinen Sinn, da man den Geschmack darin gar nicht entdecken könnte. Da würde ich lieber Russula ochroleuca - den Ockertäubling - essen. Der ist häufig und schmeckt wenigstens ein bisserl nach was.

Meine persönliche Überzeugung ist, daß man rein zum Magenfüllen keine Pilze essen sollte. Wenn man keinen wirklichen Genuß an einem Pilz hat ist er für mich inzwischen einfach ungenießbar. Ich esse auch keine Mischgerichte mehr, weil für mich das irgendwie nach Einheitsbrei schmeckt. Aber die Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden.

Gruß,

Werner

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Re: Herbstlorchel - schmackhaft gekocht, oder nich

Steininger, (vor 7338 Tagen) @ Werner

Hallo,
ich wundere mich schon länger über die "Pilzfreunde",die anscheinend nur in den Wald gehen,um alles Essbare herauszuholen.So nach dem Motto "Sagt mir,dass ich Den essen kann und dann hole ich mir morgen noch ein paar Kilo".
Versteht mich bitte nicht falsch!Ich sammle auch Pilze,um sie zu essen,aber es sollten schon welche sein,die geschmacklich was hergeben und bei denen ich mir absolut sicher bin,dass der Genuss(!) keine negativen Folgen für mich hat.
Grüße
Wolfgang

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Re: Herbstlorchel - schmackhaft gekocht, oder nich

Daniel Jösch, (vor 7338 Tagen) @ Steininger

Hallo,
ich wundere mich schon länger über die "Pilzfreunde",die
anscheinend nur in den Wald gehen,um alles Essbare herauszuholen.So nach
dem Motto "Sagt mir,dass ich Den essen kann und dann hole ich mir
morgen noch ein paar Kilo".

Ja, dass verstehe ich sehr gut. Ich werde sie in zukunt auch nicht mehr sammeln - da ich natürlich auch keine Pilze sammeln möchte die geschmacklich, als auch inhaltsmäßig fragwürdig sind.
Ich dachte nur, okay, wenn sie geschmacklich etwas hergeben, dann nehm ich sie als Mischpilz zu den Herbsttrompeten. Also zumindest geht es uns allen gut, das süßsaure asiatische Soßchen war lecker und beim nächsten mal lasse ich sie stehen - ist ganz klar. Ich bin eben davon ausgegangen, dass sie in Ordnung sind nachdem sie abgekocht sind, wie auch viele andere schmackhafte Pilze - aber dem scheint nicht so zu sein.
Bei uns, wir haben das Gericht zu viert verzehrt, gab es keinerlei Nebenwirkungen - wie gesagt, ein zweites mal probieren wir's aber auch nicht.

Liebe Grüße,
Daniel

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Re: Herbstlorchel - schmackhaft gekocht, oder nich

Trüffel, (vor 7338 Tagen) @ Werner

Das ist ja nun auch so 'ne Sache: erstmal in geringen Dosen probieren, und wenn nix passiert, kann man ja beim nächsten Mal bißchen mehr davon essen usw. Mein Schwiegervater ist begeisterter Kremplingesser. Über meine Bedenken lacht er immer nur, "die esse ich schon seit vielen Jahren, da ist nie was pasiert". Aber ist es nicht so, daß beim Kahlem Krempling sich sie Giftstoffe sich im Körper sammeln und eine Vergiftung erst dann auftritt, wenn irgendwann mal "das Maß voll" ist?

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Re: Herbstlorchel - schmackhaft gekocht, oder nich

Steininger, (vor 7338 Tagen) @ Trüffel

Das ist ja nun auch so 'ne Sache: erstmal in geringen Dosen probieren, und
wenn nix passiert, kann man ja beim nächsten Mal bißchen mehr davon essen
usw. Mein Schwiegervater ist begeisterter Kremplingesser. Über meine
Bedenken lacht er immer nur, "die esse ich schon seit vielen Jahren,
da ist nie was pasiert". Aber ist es nicht so, daß beim Kahlem
Krempling sich sie Giftstoffe sich im Körper sammeln und eine Vergiftung
erst dann auftritt, wenn irgendwann mal "das Maß voll" ist?

Hallo Trüffel,

so ähnlich wie du das beschrieben hast ist es wohl:

http://www.natur-lexikon.com/Texte/FM/001/00055-kahler_krempling/fm00055-kahler_krempli...

Grüße und gute Nacht!
Wolfgang

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Re: Herbstlorchel - schmackhaft gekocht, oder nich

Trüffel, (vor 7338 Tagen) @ Steininger

Hallo Wolfgang,
ich hatte vor einigen Jahren schom öfter nach dem Genuß von Butterpilzen Sch###erei bekommen. Ich hatte zuerst an den Pfefferröhrling gedacht. Den hatte ich mir gelegentlich als Gewürz rangeschnippelt, der steht aber in Pilzbüchern als ungenießbar.

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Re: Herbstlorchel - schmackhaft gekocht, oder nich

Steininger, (vor 7337 Tagen) @ Trüffel

Hallo Wolfgang,
ich hatte vor einigen Jahren schom öfter nach dem Genuß von Butterpilzen
Sch###erei bekommen. Ich hatte zuerst an den Pfefferröhrling gedacht. Den
hatte ich mir gelegentlich als Gewürz rangeschnippelt, der steht aber in
Pilzbüchern als ungenießbar.

Hallo Trüffel,
der Pfefferröhrling gilt nicht als ungenießbar,weil er negative Auswirkungen auf die Gesundheit hat, sondern weil er so scharf ist. Trotzdem verwenden ihn Einige.wie du ja auch,als Würzpilz.
Beim Butterpilz ist das anders. In neueren Pilzbüchern steht, dass er allergische Reaktionen auslösen kann, und man deshalb vom Verzehr absehen soll,wenn diese nach einer Mahlzeit auftreten.Von dauerhaften gesundheitlichen Folgen ist mir nichts bekannt.
Gruß
Wolfgang

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Re: Herbstlorchel - schmackhaft gekocht, oder nich

Trüffel, (vor 7337 Tagen) @ Steininger

Ich bin sowieso auf mehr als 100 Sachen allergisch (kein Quatsch, medizinisch nachgewiesen). Und wenn es keine schwerwiegenden bleibenden Folgen hat, muß ich vielleicht deswegen auf ein paar Butterpilze nicht verzichten. Der Verzehr von Mandeln oder eines Apfels ist für mich wahrscheinlich gefährlicher.

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Re: Herbstlorchel - schmackhaft gekocht, oder nich

Werner, (vor 7337 Tagen) @ Trüffel

Das ist ja nun auch so 'ne Sache: erstmal in geringen Dosen probieren, und
wenn nix passiert, kann man ja beim nächsten Mal bißchen mehr davon essen
usw. Mein Schwiegervater ist begeisterter Kremplingesser. Über meine
Bedenken lacht er immer nur, "die esse ich schon seit vielen Jahren,
da ist nie was pasiert". Aber ist es nicht so, daß beim Kahlem
Krempling sich sie Giftstoffe sich im Körper sammeln und eine Vergiftung
erst dann auftritt, wenn irgendwann mal "das Maß voll" ist?

Das ist schon richtig. Nur gehen wir wohl von 2 verschiedenen Standpunkten aus. Ich meinte nicht generell, daß man erst eine geringe Dosis probieren soll, um sich anschließend immer den Magen vollzuschlagen. Das diente in meinem Beispiel lediglich zur Befriedigung meiner Neugier - weil a) die Riesenlorchel so gut roch und b) ich gelesen hatte, daß nach diversen Vorsichtsmaßnahmen dieser Pilz sehr gut schmeckt und die wesentlich giftigere Frühjahrslorchel im Osten immer noch gegessen wird und c)ich meine Neugier befriedigen wollte.

Außerdem habe ich ja davon abgeraten, sowas nachzumachen. Ich habe auch nie andere Leute in meine Versuche einbezogen.

Andererseits hielt ich das mit den geringen Dosen auch bei für viele Leute unverträglichen Pilzen so. Z.B. beim Hallimasch oder Netzstieligen Hexenröhrling. Wenn man sich von solchen Pilzen gleich das erste Mal eine Mahlzeitmenge reinhaut, kann man u.U. eine sehr negative Erfahrung machen.

Da ich kein großer Pilzesser mehr bin, bin ich mit meinen Versuchen durch und esse außer ganz selten Hallimaschsuppe sonst keine fragwürdigen Pilze mehr. Der Mykophage (vorsichtig ausgedrückt: Speisepilzliebhaber) sollte natürlich daraus nicht den Schluß ziehen, daß man jeden Versuchspilz zwangsläufig in Zukunft essen muß.

Viele Grüße,

Werner

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hab auch Lorcheln gegessen...

Kattugla, (vor 7337 Tagen) @ Werner

...daß nach diversen Vorsichtsmaßnahmen dieser Pilz sehr gut schmeckt und die
wesentlich giftigere Frühjahrslorchel im Osten immer noch gegessen wird

Das stimmt.
Ich bin ohne großartige Pilzliteratur im Hintergrund als Kind mit den Eltern in den Wald (meint hier Niederlausitzer Sandkasten) gezogen und wir haben im Frühjahr die Frühjahrs-Lorcheln körbeweise aus den Kiefernschonungen geholt.
Getrocknet und in der Suppe waren sie ein Hochgenuß. Gegessen habe ich damals wohl Unmengen davon.
Der Hochgenuß ist mir heute - nachdem ich so das eine oder andere darüber gelesen habe - einigermaßen vergangen, ich würde die Lorcheln - nach der entsprechenden Vorbehandlung - zwar noch immer essen, aber das mit gründlichem Mißtrauen.

Mit dem "Ausprobieren" halte ich ds übrigens ähnlich, so habe ich mich auch an den Hallimasch herangetastet, außerdem gibt es auch den einen oder anderen Pilz, der zwar nicht zu Speisezwecken taugt, dafür aber andere für mich interessante Sachen macht. Da macht halt die Dosis das Gift.

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Re: hab auch Lorcheln gegessen...

Trüffel, (vor 7337 Tagen) @ Kattugla

Mit dem "Ausprobieren" halte ich ds übrigens ähnlich, so habe ich
mich auch an den Hallimasch herangetastet, außerdem gibt es auch den einen
oder anderen Pilz, der zwar nicht zu Speisezwecken taugt, dafür aber
andere für mich interessante Sachen macht. Da macht halt die Dosis das
Gift.

Hast Du Erfahrung mit Fliegenpilzen?. Ich trau mich da nicht so richtig ran.

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Fliegenpilze

Kattugla, (vor 7337 Tagen) @ Trüffel

Hast Du Erfahrung mit Fliegenpilzen?. Ich trau mich da nicht so richtig ran.

Jau.

Empfehlungen oder Dosierungen werd ich öffentlich aber auf keinen Fall posten, dazu hat das Muscarin im allgemeinen zu fiese "Neben"wirkungen - also besser Finger weg.
Wenn Du Dich da nicht so richtig rantraust, wird das auch so in Ordnung sein. Da ist dann Dein Unterbewußtsein vermutlich schlauer als Du... ;o)

liebe Grüße
Kattugla

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Lorcheln

Hermann, (vor 7338 Tagen) @ Werner Stangl

Sehe das auch so. Es steht für mich genug unverdächtig gut essbares im Wald
herum, als dass ich mit Herbstlorcheln probieren würde, über die es viel
Widersprüchliches gibt. In manchen Ländern (Finnland) wird auch die
Frühjahrslorchel verspeist, gut abgekocht werden die meisten Giftstoffe
wohl zerstört. Das würde mich dennoch nicht dazu bringen, dort Lorcheln zu
essen.

Was auch wohl anzuraten ist. Das Gift wird nicht zu 100% durch Trocknen oder Hitze zerstört. Viele Helvellen enthalten das Gift, andere nicht oder nur in geringen Mengen, wer weiß, eventuell ist das wie so oft auch noch standortabhängig.
Gyromitrin ist nicht besonders hitzestabil, aber wer garantiert, daß Konsumenten eine genügend hohe Temperatur beim Kochen und Trocknen einhalten? Auch wenn es zumindest Nottherapien gibt (Vitamin B6 z.B.), würde ich generell eine Absage erteilen.

Mich erinnert das an Eiben: Sicher, das rote Fruchtfleisch ist ungiftig. Aber wer garantiert, daß niemend aus Versehen auf den Kern beißt?

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Rotstieliger Ledertäubling

phragmobasidie, (vor 7338 Tagen) @ Schwammerlkönig

Hallo Peter,

soweit ich gehört bzw. gelesen habe, ist der Rotstielige Ledertäubling schon essbar,
nur roh eben recht heftig Magen-Darm-giftig, was bei einem milden Täubling nicht
erwartet wurde.

schönen Gruß
Robin