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Grob daneben

Werner, (vor 9509 Tagen)

Halloechen,

musste heute leider erfahren, dass ich recht hatte. Ich habe tatsaechlich ein fuer die Muenchner Gegend sehr seltenes Perlhuhn-Champignon Massenaufkommen gefunden.

Das erinnerte mich an andere 'Schicksalsschlaege'. In juengeren Jahren sammelte ich mal fleissig Roehrlinge - damals hatte ich noch annaehernd Null Ahnung. Roehrling hiess fuer mich damals automatisch essbar. Als ich nun mit stolzgeschwellter Brust und so ca. 4 kg nach Hause kam, briet ich gleich Zwiebeln an und schmiss mal so 1 kg in den Topf. Es roch ganz gut. Nach laengerer Garzeit kam dann die Offenbarung: eine kleine Geschmacksprobe liess mich fast umfallen. Bitter hoch drei. Loesung des Raetsels: ich hatte massenweise beste Gallenroehrlinge im Topf. In meiner Ahnungslosigkeit versuchte ich nun das Gallige rauszukochen, zu ueberwuerzen usw. Logisch - totaler Fehlschlag.

Hat vielleicht noch jemand solche Erfahrungen gemacht und ist nicht zu feige, davon zu berichten? Mich wuerden auch 'Bauchschmerzerfahrungen' mit ungeniessbaren/giftigen Pilzen interessieren. Andere wuerden sich sicherlich auch amuesieren. Habt Mut!

Viele Gruesse,

Werner

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Re: Grob daneben

Katja Tödter, (vor 9508 Tagen) @ Werner

Hallo Werner.

Warum nicht mal ein paar Gallengeschichten zum Besten geben. Mir ist es in meiner Anfangszeit ähnlich gegangen. War mit meinen Eltern Pilze sammeln und haben mit Stolz einen einzigen "Steinpilz" und viele Maronen nach Hause getragen. Es wurde ein wirklich wohlschmeckendes Mischgericht...bis auf diese weißlichen Stücke. Einer nach dem anderen rannte ins Bad, um diese wiederlichen Dinger so schnell wie möglich aus dem Mund zu bekommen. Wir hatten damals keine Ahnung was wir da im Essen hatten. Wir haben die hellen Stücke herausgesammelt und das übrige Pilzgericht aufgegessen. Der bittere Geschmack hatte sich glücklicher Weise nicht im ganzen Essen verteilt. Danach haben wir einen Pilzsachverständigen angerufen und gefragt, ob wir uns jetzt den Magen auspumpen lassen müssen. Er konnte uns natürlich beruhigen.

Ich glaube, solche Gallenröhrlingsgeschichten können wohl sehr viele erzählen.

Grüße

Katja

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Re: Grob daneben

Huperzia ⌂, (vor 9508 Tagen) @ Werner

Ich denk sofort an die unzähligen Täubling/Milchling-Geschmacksteste, die ich im Wald gemacht habe. Oft wirklich zungenbetäubend!

Seit ich trotzalledem einen scharfen Täubling in der Pfanne hatte, rühr ich die Dinger nicht mehr an.

Huperzia

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Re: Grob daneben

Birgit, (vor 9508 Tagen) @ Werner

Hallo Werner,

Hat vielleicht noch jemand solche Erfahrungen gemacht und ist nicht zu feige,
davon zu berichten? Mich wuerden auch 'Bauchschmerzerfahrungen' mit
ungeniessbaren/giftigen Pilzen interessieren. Andere wuerden sich
sicherlich auch amuesieren. Habt Mut!

Tja, ich bin letztes Jahr mit dem mildem Milchling (Lactarius mitissimus), der als eßbar und mild bezeichnet wird (ein Forumsteilnehmer hier hatte sie auch schon öfter gegessen, bei ihm waren sie mild), reingefallen. Die gesamte Beschreibung hat gestimmt, ich hab auch ne Kostprobe genommen und stundenlang drauf rumgekaut, nix bitter, immer mild. Also hab ich ein paar davon in die Pfanne gehauen daheim, Ergebnis war zwar nicht höllenscharf, aber dennoch ungenießbar scharf. Tja, dies Jahr hatte ich die gleichen zum Pilzverein mitgenommen, die Diagnose war auch hier L. mitissimus, nur wurde mir gesagt, daß das kein "richtiger" Speisepilz sei (warum nicht?).

Ansonsten Gratulation zu dem "Perlhuhn"-FUnd, wenn man so was etwas Ausgefalleneres findet, gibts doch keinen Grund sich zu ärgern, auch wenns nicht eßbar ist.

Ciao

Birgit

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Re: Grob daneben

Rainer, (vor 9508 Tagen) @ Werner

Hallo Werner,

wir sind zweimal reingefallen. Mein Bruder war vor geraumer Zeit Pilze-sammeln und hatte auch massig "Steinpilze" mit nach Hause genommen. Die waren von der Konsistenz so genial, keine Maden, nix! Nun, die Dinger wurden geputzt, gewürzt und kamen in die Pfanne. Das Ergebnis kennst Du ja ;-)

Tja, und in jungen Jahren (ich war so um die 8) haben wir damals fleißig Wiesenchamignons gesammelt, zubereitet und da muss wohl ein Karbol-Egerling dabei gewesen sein, denn wir hatten alle zwei Tage lang Durchfall und Erbrechen. Das witzige war, das wir es damals auf die Schwermetallbelastung zurückgeführt hatten und mein Vater nicht wusste, dass es giftige Champis gibt ...

Ach ja, einen hab ich dann doch noch: Beim Champi-sammeln neulich im Wald standen einhellig nebeneinander der Knolli und Anisegerlinge. Da wäre fast auch ein Knolli zumindest im Korb gelandet, wenn ich nicht routinemäßig IMMER unter den Hut geschaut UND am Pilz gerochen hätte. Ich hatte mich da richtig erschreckt!

Man hat immer wieder "so seine Fehlschläge" und muss - mein ich - auch mal mit Humor dazu stehen (wenns nicht gerade Giftpilze sind, denn eine Vergiftung ist nicht zum lachen).

Gruß Rainer

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Re: Grob daneben

Thomas Pruß, (vor 9508 Tagen) @ Rainer

Hallo Werner,

Moin Werner,
glücklicherweise habe ich mir noch nie an giftigen oder ungenießbaren Pilzen den Magen oder sonst was verdorben. Ausnahme: Ich habe mal 3 Pfund Pilzragout alleine gegessen. War so ’ne Art Trotzreaktion, weil es meiner Mutter und meinem Bruder nicht geschmeckt hatte und ich unbedingt beweisen wollte, dass ich das Ragout wirklich nicht mit zu viel Mehl gebunden hatte… Ergebnis: 1 Tag lang ging’s mir jämmerlich. Aber das lag wohl eher an der Menge…

Ach ja, einen hab ich dann doch noch: Beim Champi-sammeln neulich im Wald
standen einhellig nebeneinander der Knolli und Anisegerlinge. Da wäre fast
auch ein Knolli zumindest im Korb gelandet, wenn ich nicht routinemäßig
IMMER unter den Hut geschaut UND am Pilz gerochen hätte. Ich hatte mich da
richtig erschreckt!

Ja, Rainer, so ist es mir auch ergangen. In einer Fichtenschonung (schön dunkel) standen in trauter Eintracht Perl- und Pantherpilze nebeneinander. Als ich das bemerkte, war das Gefühl ähnlich dem, das ich hatte, als ich letztens beim Angeln im Dunkeln an einem Vieh-Elektrozaun entlangstrich, ohne ihn zu sehen… ;-)

Grüsslis
Thomas

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Re: Grob daneben

tom, (vor 9508 Tagen) @ Werner

Hallo,

vor 10 Jahren habe ich mal bei einem Fahrradurlaub allein durch Finnland eine ganze Menge Birkenpilze und Maronenröhrlinge verdrückt. Ein, zwei Stunden später kam dann alles oben und unten wieder heraus, sehr heftig und schmerzhaft, und hat den ganzen nächsten Tag angehalten.

Das ganze war abseits einer Straße, eine Straße, auf der onehin nur alle paar Tage jemand gefahren ist.
War ein etwas mulmiges Gefühl, irgendwo in der Pampa im (oder meistens neben :-)) dem Zelt zu hocken und keine Chance zu haben mit Leuten in Kontakt zu treten...

Was darin war weiß ich bis heute nicht. Eigentlich hatte ich keine Experimente gemacht. Vielleicht war die Menge an Pilzen einfach zu groß, oder wegen des Dauerregens war ein vergammelter dabei...?

tom

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Pantherpilz-Perlpilz-Grauer Wulstling?

Werner, (vor 9508 Tagen) @ Thomas Pruß

Ja, Rainer, so ist es mir auch ergangen. In einer Fichtenschonung (schön
dunkel) standen in trauter Eintracht Perl- und Pantherpilze nebeneinander.
Als ich das bemerkte, war das Gefühl ähnlich dem, das ich hatte, als ich
letztens beim Angeln im Dunkeln an einem Vieh-Elektrozaun entlangstrich,
ohne ihn zu sehen… ;-)

Hallo Thomas und andere Kenner,

das ist genau das, was mich immer ein bisschen ungern Perlpilze sammeln laesst. Wie findet ihr die Pantherpilze definitiv raus? Ist die Rotfaerbung bei den Perlpilzen ein gutes Merkmal, das immer funktioniert? Mit dem Geruch habe ich als Raucher so meine Probleme.

Ausserdem: wie sieht's denn mit dem Grauen Wulstling contra Pantherpilz aus? Ist da makromaessig ein definitiver Unterschied?

Es freut mich, dass ich nicht der Einzige 'Depp' bin, der schon mal Gallis verspeisen wollte :)

Viele Gruesse,

Werner

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Re: Pantherpilz-Perlpilz-Grauer Wulstling?

Katja Tödter, (vor 9508 Tagen) @ Werner

Hallo Thomas und andere Kenner,
das ist genau das, was mich immer ein bisschen ungern Perlpilze sammeln
laesst. Wie findet ihr die Pantherpilze definitiv raus? Ist die
Rotfaerbung bei den Perlpilzen ein gutes Merkmal, das immer funktioniert?
Mit dem Geruch habe ich als Raucher so meine Probleme.

Hallo Werner,

die Rotfärbung ist schon ein eindeutiges Zeichen, außerdem hat der Perlpilz immer eine geriefte Manschette. Sieht aus, wie die Abdrücke der Lamellen. Beim Pantherpilz ist die Manschette glatt. Gleiches gilt für den grauen Wulstling, der über dies noch stark nach Kartoffelkeller bzw. nach alten Rüben riecht. Müßte auch für einen Raucher zu riechen sein.

Katja

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Re: Pantherpilz-Perlpilz-Grauer Wulstling?

Thomas Pruß, (vor 9508 Tagen) @ Werner

Hallo Thomas und andere Kenner,
das ist genau das, was mich immer ein bisschen ungern Perlpilze sammeln
laesst. Wie findet ihr die Pantherpilze definitiv raus? Ist die
Rotfaerbung bei den Perlpilzen ein gutes Merkmal, das immer funktioniert?
Mit dem Geruch habe ich als Raucher so meine Probleme.
Ausserdem: wie sieht's denn mit dem Grauen Wulstling contra Pantherpilz aus?
Ist da makromaessig ein definitiver Unterschied?

Hi Werner,
sammel sie ruhig, die Perlpilze und Wulstlinge: Die Rotfärbung des Perlpilzes ist fast immer zu beobachten. Wenn Du Zweifel hast: Perlpilze und Wulstlinge haben IMMER eine GERIEFTE MANSCHETTE. Die des Pantherpilzes ist IMMER GLATT! Das sind die beiden zuverlässigsten makroskopischen Merkmale. Die Ringriefung ist selbst bei kleinen Resten noch deutlich zu erkennen.
Wenn es Dich beruhigt: Auch ich sammle die Perlpilze nicht einfach wahllos: Ich werfe bei jedem Pilz immer einen Blick auf die Manschette.
Ein weiteres, allerdings nicht immer zuverlässiges makroskop. Merkmal: Der Pantherpilz ist eher ein schmächtiges Kerlchen, während der Perlpilz zu einem ganz schönen „Oschi“ gedeihen kann und wesentlich massiver ist.
Grüsslis
Thomas

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Re: Pantherpilz-Perlpilz-Grauer Wulstling?

Uli Prokop, (vor 9508 Tagen) @ Werner

Hallo Thomas und andere Kenner,
Ausserdem: wie sieht's denn mit dem Grauen Wulstling contra Pantherpilz aus?
Ist da makromaessig ein definitiver Unterschied?

hallo thomas,

von wegen depp -
in den notzeiten nach dem 2. weltkrieg gab es immer wieder "patentrezepte" den gallenröhrling zu "entbittern". in einer frühen auflage von michael-hennig wurde dazu auch einiges gesagt. funktioniert hat meines wissens keines.
ich hab auch schon das eine oder andere versucht - erfolglos.

was die wulstlinge anbelangt: ich glaube schon, dass die fleischfarbenen töne und das unter der huthaut blassrötliche fleisch den perlpilz ausreichend kennzeichnen. zudem ist sein hutrand nicht gerieft, dafür aber die manschette.
der graue wulstling wäre ja keine arge verwechslung - ich denke er spielt in der selben kulinarischen liga. er kann recht hell sein, aber sein fleisch hat keine rottöne, sondern wird eher blassbräunlich. ich finde ihn hier in meinen steirischen sammelgebieten nicht häufig, aber sein geruch ist für mich sehr typisch ( rübenkeller! ).
der pantherpilz hat immer einen ganz deutlich gerieften hutrand und einen nicht gerieften ring.

grüße

uli

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Re: Pantherpilz-Perlpilz-Grauer Wulstling?

Thomas Pruß, (vor 9508 Tagen) @ Katja Tödter

Gleiches gilt für den grauen

Wulstling, der über dies noch stark nach Kartoffelkeller bzw. nach alten
Rüben riecht

– und schmeckt…
Grüsslis
Thomas

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Re: Grob daneben

abraxas, (vor 9508 Tagen) @ Werner

Hallo, ich hatte unangenehme Geschmackserlebnisse bisher nur mit Arten die eigentlich als essbar gelten. Letztes Jahr habe ich mit meiner Freundin Fichtenreizker gesammelt, nachdem ich gelesen hatte daß die paniert recht gut schmecken würden... igitt! Wie eine Mischung aus Pappe und Styropor, wir haben beide nach dem ersten Bissen das Gesicht verzogen. Ebenfalls gar nicht gut finde ich den Flaschenbovist, blöde "Bißqualität" und langweiliger Geschmack.

Halloechen,
musste heute leider erfahren, dass ich recht hatte. Ich habe tatsaechlich ein
fuer die Muenchner Gegend sehr seltenes Perlhuhn-Champignon
Massenaufkommen gefunden.
Das erinnerte mich an andere 'Schicksalsschlaege'. In juengeren Jahren
sammelte ich mal fleissig Roehrlinge - damals hatte ich noch annaehernd
Null Ahnung. Roehrling hiess fuer mich damals automatisch essbar. Als ich
nun mit stolzgeschwellter Brust und so ca. 4 kg nach Hause kam, briet ich
gleich Zwiebeln an und schmiss mal so 1 kg in den Topf. Es roch ganz gut.
Nach laengerer Garzeit kam dann die Offenbarung: eine kleine
Geschmacksprobe liess mich fast umfallen. Bitter hoch drei. Loesung des
Raetsels: ich hatte massenweise beste Gallenroehrlinge im Topf. In meiner
Ahnungslosigkeit versuchte ich nun das Gallige rauszukochen, zu
ueberwuerzen usw. Logisch - totaler Fehlschlag.
Hat vielleicht noch jemand solche Erfahrungen gemacht und ist nicht zu feige,
davon zu berichten? Mich wuerden auch 'Bauchschmerzerfahrungen' mit
ungeniessbaren/giftigen Pilzen interessieren. Andere wuerden sich
sicherlich auch amuesieren. Habt Mut!
Viele Gruesse,
Werner

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Man dankt fuer die Aufklaerung *oT*

Werner, (vor 9508 Tagen) @ Thomas Pruß

- kein Text -

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Re: Pantherpilz-Perlpilz-Grauer Wulstling?

Birgit, (vor 9508 Tagen) @ Werner

Hallo Werner,

das ist genau das, was mich immer ein bisschen ungern Perlpilze sammeln
laesst. Wie findet ihr die Pantherpilze definitiv raus? Ist die
Rotfaerbung bei den Perlpilzen ein gutes Merkmal, das immer funktioniert?
Mit dem Geruch habe ich als Raucher so meine Probleme.

Welche Rotfärbung meinst du genau? Die rötliche Farbe des Hutes ist kein sicheres Kennzeichen, denn die Hutfärbung kann bei Perlpilzen ziemlich variieren. Dir Rotverfärbung in den Madengängen, Fraßstellen und bei Verletzungen hingegen ist alleine schon ein sicheres Kennzeichen, in Verbindung mit der gerieften Manschette erst recht.

Gruß

Birgit

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Das Tintlingsessen

Knud L., (vor 9508 Tagen) @ Werner

Hi Werner,

kann da auch mit einer lustigen Geschichte aufwarten.

So vor ca. 15 Jahren, fand ich erstmals (bewusst) eine riesige Menge Tintlinge auf einer Wiese. Mir war bekannt, dass sich junge Tintlinge hervoragend eignet um sie in weisser Soße zu kochen. Mein Pilzbuch meinte auch das so ein Schopftintling richtig nach Spargel schmecken würde.
Das prob. wir dann auch gleich mal aus. Gesagt, getan, vertig war eine wunderbare Pilzmalzeit, mit Schnitzel und Kartoffeln. Nur die schmeckten irgendwie nicht nach Spargel, waren dennoch recht lecker.
Zum Essen genemigten wir (mehrere Freunde) uns noch 2-3 gläschen Weisswein und natürlich den "Käuter" hinterher. So ging es dann noch fröhlich in den Abend hinein.
Nach einiger Zeit fing irgendjehmand aus dem feut-fröhlichen Haufen tierisch an zu lachen. Wie sieht der ... denn aus? Hahaha! Als wir dann auf die Idee kamen das Wohnzimmerlicht einzuschalten sahen wir das Dilemma. Jeder hatte diese blasse Nase und diese seltsame violett-rote Farbe auf Hals und Wangen.
Gott sei Dank hatte niemand schlimmere Symtome gezeigt und ein nochmalige Blick in das Pilzbuch machte uns dann um einiges Schlauer: Wir hatten den Faltentintling schlicht und einfach verwechselt und zusammen mit alk. Getränken genossen. Nun wurde uns auch klar warum dieser Tintling den Beinahmen:
Anti-Alkoholiker-Pilz führte;-)

Die nächsten Tage verliefen ungewohnt Trocken ;-)

Na ja so kann es gehen

Gruß Knud

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Re: Grob daneben

Katja, (vor 9508 Tagen) @ Werner

Naja, über den Gallenröhrling sind wohl schon einige gestolpert.
Das einzige, was bei mir Pilz-mässig schief gelaufen ist, war die die Sache mit der Hexe.
Eigentlich habe ich immer, wenn ich von einem Pilz ein Stück zum probieren abgeschnitten habe, auf diesem Stück herumgekaut und es dann ausgespuckt. Nur einmal hab ich´s geschluckt, und das war bei einer Hexe!
Seither weiß ich, daß sie wirklich roh giftig ist. Ich habe ca 4 Stunden an einer höllische "Magen-Darm-Verstimmung" gelitten.
So lernt man........

Grüße
Katja

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Re: Grob daneben

coco, (vor 9508 Tagen) @ abraxas

... Fichtenreizker gesammelt, nachdem ich gelesen hatte daß die paniert recht
gut schmecken würden... igitt! Wie eine Mischung aus Pappe und Styropor,
wir haben beide nach dem ersten Bissen das Gesicht verzogen. Ebenfalls gar
nicht gut finde ich den Flaschenbovist, blöde "Bißqualität" und
langweiliger Geschmack.

hallo abraxas,

für die boviste gibt es andere lanzenbrecher hier, aber lass mich die fichtenblutreizker verteidigen: wenn man sie wirklich sehr scharf anbrät (also in einem hocherhitzbaren öl), haben sie eine vorzügliche konsistenz.
und gegen die geschmackliche banalität gibts ja knoblauch, kräuter und alkoholika...

findet

coco

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Ich meinte schon die Fleischfaerbung *oT*

Werner, (vor 9507 Tagen) @ Birgit

- kein Text -

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Re: Grob daneben

Bimpfi, (vor 9507 Tagen) @ Werner

Grüß Gott, Werner,
kann es vielleicht sein, dass du damals bei deinem Gallenröhrlingserlebnis nicht alleine warst. Kommt mir so vor, als wäre ich mit dabei gewesen. So etwa 1982?
Fragt Bimpfi

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Re: Grob daneben

Werner, (vor 9507 Tagen) @ Bimpfi

Nee, wenn ich mich recht entsinne, war ich mit stolzgeschwellter Brust ob der reichen Pilzausbeute ganz allein am Kochen :) Ich weiss nicht mehr, wen ich zu meinem 'herrlichen Gericht' nach ersten Tests einladen wollte. Ich hatte eigentlich nur Angst davor, ich koennte mich 'verwuerzen' oder die Pilze anbrennen lassen etc.

Im Geiste waren aber wohl viele dabei!

Viele Gruesse,

Werner

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Re: Grob daneben

Bimpfi, (vor 9507 Tagen) @ Werner

Es war in der Küche Deiner Eltern. Gell??!! War glaub ich noch vor deiner "Heilpraktiker-Zeit".

Remember now, George?

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Re: Grob daneben

Werner, (vor 9507 Tagen) @ Bimpfi

Du hast recht Andi! Das Internet ist doch ein verdammt kleiner Platz :) Ich kann mich nur beim besten Willen nicht mehr dran erinnern, dass Du dabei warst. Kommt wohl von der Scham, die mit diesem frustrierenden Erlebnis verbunden war :-)

Naeheres per Email. Freue mich richtig, Dich hier zu treffen.

Gruss,

Werner

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Re: Bingo *oT*

Bimpfi, (vor 9507 Tagen) @ Werner

- kein Text -

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Re: Grob daneben

david.ge, (vor 9506 Tagen) @ Werner

Hello
Leider habe auch ich etwas hier zu schreiben
vor zwei Jahren habe ich in Dorf viele Schirmlinge gesammelt, die sahen aehnlich an Parasols aus und riechten auch angenaehm. Damals wuste ich nicht dass "kleine Parasols" gefaerlich sind und habe mit Spass gegessen, zum Gluck alle andere vertrauten ihnen unbekannten Pilz nicht(hatten auch Hallimasch). Ich weiss auch jetzt nicht genau,welcher schirmling das war, aber Ergebniss war ganze Paralisieren auf eine Stunde, alle dachten dass ich schlaffe, ich selbst hoerte alles, fast keine Haluzination, keine schmerzen, nur Angst, weil keine Bewegung machen konnte, wollte um Hilfe rufen,aber konnte nicht auch Augen offnen.Nach eine Stunde Ploetzlich ging alles vorbei und ich habe niemand dass erzaehlt-sorgte fuer Reputation.
Zweitemal mit Halsbandritterling? in vorigem Jahr
Tricholoma focales haltet man in Russland fuer einsalzen gut, nach meinem Tschechischen Buch ist bitter, nach abkochen als mischpilz zu verwenden. Nach Gerchard irren sich beide andere Bucher und von ihnen beschreibter Art ist Fastberingter Ritterling(Tricholoma fracticum), selbst Halsbandritterling(Tricholoma focale)ist giftig, aber nicht bitter. Ich kann nur sagen dass von mich gesammelter Pilz der haeufigster im Kieferwald im Spaetherbst ist und ist wirklich bitter.
noch schlechter ist meine Angelnunfall
Bei uns in Bergfluessen ist "Handangeln" populer: in heissem Wetter liegen Forelen unter Steinen oder in Baumwurzeln. Mit nacken Haenden sie zu fangen ist sehr aufregend, schwer und interessant. Ich war schon auf Knien gestanden, unter gebogen(Wasser war dort etwa 40cm tief), einen Stein umgearmt und unter ihm Haende langsam von seiten nach mitte bewegt. Wasseroberflache vor meinen Brust wurde still und ich sah, dass unter den Stein eine Schlange liegt...
Nach Pilzvergiftung habe ich lust zum Pilzsammeln nicht verloren.Selbst verstehe dass kleine Wasserschlange kein Gefaehr ist, aber habe ich so schon 5Jahre nicht mehr geangelt
Wunsche allen nur Spass bei Pilzsammeln und Angeln
David

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Re: Grob daneben

abraxas, (vor 9506 Tagen) @ coco

Hi Coco,
bevor ich das probiere warte ich lieber bis mir mal ein L. deliciosus über den Weg läuft. Ich hoffe der Geschmack hält was der Name verspricht. Die Judasohren neulich hatten zwar tatsächlich auch kaum Geschmack, aber die Konsistenz ist dafür ein Spaß für sich. Im Gegensatz dazu waren die Reizker furztrocken, wenn dann noch der Geschmack fehlt finde ich das doch etwas fade. Das Rezept für panierte Reizker hatte ich aus einem alten Pilzbuch ("Taschenbuch der Pilze" von Wilhelm Cleff, 1909). Eigentlich ein sehr schönes Buch, aber die Rezepte klingen nach heutigem Geschmack wirklich verrückt. Dort wird z.B. empfohlen Hallimasch mit Sardellen und Heringen zu mischen. Ich dachte das klingt alles so verrückt daß man mal ein Rezept antesten sollte, aber dieses eine war wohl nix...
Gruß
Abraxas

für die boviste gibt es andere lanzenbrecher hier, aber lass mich die
fichtenblutreizker verteidigen: wenn man sie wirklich sehr scharf anbrät
(also in einem hocherhitzbaren öl), haben sie eine vorzügliche konsistenz.
und gegen die geschmackliche banalität gibts ja knoblauch, kräuter und
alkoholika...
findet
coco

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Re: Grob daneben

Kerstin, (vor 9506 Tagen) @ Werner

Hallo zusammen!

Bin schon lange nicht mehr im Forum gewesen, und wenn, dann still und leise. Aber heute dann doch mal eine kleine Geschichte:
letztes Jahr (!) fand ich - ich fühlte mich durchaus als erfahrene Pilzsammlerin - ich fand also einen kleinen festen Bovist. Jedenfalls sah er so aus. Roch auch ganz angenehm - nur der Standort (unter Eßkastanien) machte mich stutzig. Und der Pilz hatte auch eine Andeutung von einem Buckel. Kurz und gut ich schnitt ihn quer auf und konnte zuerst keinerlei Strukturen erkennen. Irgendwie blieb ich mißtrauisch und nahm die Lupe zur Hilfe und siehe da: die Lamellenanlagen waren ganz klitzeklein! Einige Tage später wuchsen an dem Standort wunderschöne Fliegenpilze. Es wird ja oft gewarnt vor dieser Art der Verwechslung - aber daß mir das fast passieren könnte hatte ich nicht für möglich gehalten.
Gruß
Kerstin