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Zwei Champignons, einer von heute *PIC*

operano, (vor 7275 Tagen)

Hallo, hier mal zwei Champis.....

Den hier hab ich heute mitten in der Stadt, unter Laubbäumen, überwiegend Eichen, gefunden. Eventuell A. perrarus? Was denkt ihr?

[image]

Und den hier hab ich vor drei Monaten im Nadelwald gefunden, ich denke es ist der Waldchampignon. Eher eine seltene Art?

[image]

Viele Grüße, Matthias

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Kennt denn wirklich keiner die Champignons ? *oT*

operano, (vor 7274 Tagen) @ operano

- kein Text -

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Re: Zwei Champignons, einer von heute

Werner E., (vor 7274 Tagen) @ operano

GriasDi Matthias,

der Zweite ist wohl ein ganz normaler Waldchampignon.

Zum Ersten kann ich Dir auch nur Champignon sagen.
Zur Bestimmung sind Angaben wie Verfärbungen des Fleisches, des Fleisches in der knolle, der Huthaut, sowie Geruch aüßerst wichtig.

Liebe Grüße aus München, Werner

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Re: Zwei Champignons, einer von heute

operano, (vor 7274 Tagen) @ Werner E.

Wenigstens eine Antwort, danke Werner.

Also kann man sich vielleicht darauf einigen, dass der erste zumindest eine essbare Art ist (da z.B. keine Gelbfärbung)?!

Gruss, Matthias

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Re: Zwei Champignons, einer von heute

Werner, (vor 7274 Tagen) @ operano

Wenigstens eine Antwort, danke Werner.

Sorry, Matthias, aber wenn Du wirklich Antworten kriegen willst, solltest Du viel deutlichere Beschreibungen anfügen - Werner hat's ja schon gesagt. Dazu braucht man bei den meisten Pilze Begleitbäume, Geruch, Geschmack (nur dann, wenn Du Dir sicher bist, daß es nichts extrem giftiges sein kann), gute Fotos, Angaben zur Fleischfarbe und -verfärbung usw.

Also kann man sich vielleicht darauf einigen, dass der erste zumindest eine
essbare Art ist (da z.B. keine Gelbfärbung)?!

Definitiv NEIN! Erstens gibt es durchaus auch gelbverfärbende Anischampignons, die eßbar sind und andererseits ist nicht alles eßbar, was nicht gilbt. Außerdem verbietet ja der Zustand des gezeigten Pilzes m.E. schon das Essen. Einen unbestimmten oder unbestimmbaren Pilz sollte man niemals essen!

Gruß,

Werner

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Re: Zwei Champignons, einer von heute

operano, (vor 7274 Tagen) @ Werner

Sorry, Matthias, aber wenn Du wirklich Antworten kriegen willst, solltest Du
viel deutlichere Beschreibungen anfügen - Werner hat's ja schon gesagt.
Dazu braucht man bei den meisten Pilze Begleitbäume, Geruch, Geschmack
(nur dann, wenn Du Dir sicher bist, daß es nichts extrem giftiges sein
kann), gute Fotos, Angaben zur Fleischfarbe und -verfärbung usw.

Hallo, ich dachte die Fotos wären relativ aussagefähig (zwar war das Fleisch nicht angeschnitten), man erkannte immerhin die leichte Schuppung auf dem Hut ganz gut. Dachte, die wäre zusammen mit dem Hinweis auf die Eichen, in deren Nähe der Pilz stand, vielleicht wegweisend. Angaben zu Geruch (etwas anisartig ist er schon), Geschmack usw... sind ja immer sehr subjektiv.

Definitiv NEIN! Erstens gibt es durchaus auch gelbverfärbende
Anischampignons, die eßbar sind und andererseits ist nicht alles eßbar,
was nicht gilbt. Außerdem verbietet ja der Zustand des gezeigten Pilzes
m.E. schon das Essen. Einen unbestimmten oder unbestimmbaren Pilz sollte
man niemals essen!

Schon klar, ich möchte auch keine Essenfreigabe aus der Ferne (dafür ist er mir auch zu alt). Als ich mal zur Pilzberatung war, wurde mir erklärt, dass ein Champignon, wenn er beim Kratzen oder Schneiden schnell gelb wird, als giftig anzusehen ist - und im Umkehrschluss einer, der das nicht wird und leicht nach Anis duftet, essbar ist. Ich finde, das ist eine brauchbare Orientierungshilfe für einen Pilzlaien, die natürlich eine fachliche Beratung nicht ersetzen kann.

Du sagst "andererseits ist nicht alles eßbar, was nicht gilbt". An welchen dachtest Du da?

Grüsse, Matthias

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Re: Zwei Champignons, einer von heute

Werner, (vor 7272 Tagen) @ operano

Hallo, ich dachte die Fotos wären relativ aussagefähig (zwar war das Fleisch
nicht angeschnitten), man erkannte immerhin die leichte Schuppung auf dem
Hut ganz gut. Dachte, die wäre zusammen mit dem Hinweis auf die Eichen, in
deren Nähe der Pilz stand, vielleicht wegweisend. Angaben zu Geruch (etwas
anisartig ist er schon), Geschmack usw... sind ja immer sehr subjektiv.

Naja, Fotos von so alten Schlappen (ich meine den ersten Pilz) sind meist nicht sehr aussagekräftig. Am besten ist immer eine Kollektion von 3 Stück, jung, mittel und alt. Wenn das nicht geht, sollte zumindest einer im mittleren Alter dabeisein.
Bei den Begleitbäumen (bei Agaricus sind die nicht immer so wichtig, weil Zersetzer) sollte man alle MÖGLICHEN Mykhorrizapartner anführen, also u.U. auch große Bäume im 30 m Umfeld, kleinere im ca. 10 m Umfeld.

Schon klar, ich möchte auch keine Essenfreigabe aus der Ferne (dafür ist er
mir auch zu alt). Als ich mal zur Pilzberatung war, wurde mir erklärt,
dass ein Champignon, wenn er beim Kratzen oder Schneiden schnell gelb
wird, als giftig anzusehen ist - und im Umkehrschluss einer, der das nicht
wird und leicht nach Anis duftet, essbar ist. Ich finde, das ist eine
brauchbare Orientierungshilfe für einen Pilzlaien, die natürlich eine
fachliche Beratung nicht ersetzen kann.

Nein, das ist nicht richtig. In der Stielbasis gelb werdenen Champignons sind i.d.R. nicht eßbar, dafür aber häufige, gilbende Arten wie A. essettei und nicht ganz so häufige wie A. porphyrizon u.a. sind durchaus eßbar. Dafür gibt es nicht gilbende Arten wie z.B. A. maleolens, die nicht eßbar sind. Auch A. phaeolepidotus habe ich in großen Mengen an einem Standort gefunden, wo kein Gilben feststellbar war - eher ein leichtes Röten. Die Stielbasen der älteren Exemplare waren alle zerfressen und deshalb farblich nicht auswertbar. Ein Gilben war also auch da überhaupt nicht erkennbar, trotzdem wird der Pilz allgemein als giftig geführt - auch wenn er selten ist. Ich denke, daß so eine Faustregel bei Agaricus zumindest leichtsinnig wäre. Grade bei Champignons sollte man die Arten schon recht gut kennen, bevor man sie ißt. Und Verwechseln darf man sich da eigentlich nur mit anderen, ungiftigen Arten leisten.

Was das o.a. Statement etwas richtiger macht: mir ist zumindest keine nach Anis riechende Agaricus-Art bekannt, die nicht eßbar wäre. Trotzdem gilben davon einige ordentlich.

Gruß,

Werner