Re: Genial!
Hallo Hans-Jürgen,
wenn Du schon eine neue Baustelle aufmachst: Ich halte die auf der
angegebenen Seite ausgesprochene Empfehlung, Bilder generell
ÜBERzubelichten (noch dazu derart grausig, wie es die Bilder zeigen) für
einen gefährlichen Unsinn, auch wenn die zugrundeliegende Auskunft stimmt,
dass bei RAWs weitaus mehr Informationen in den Lichtern stecken als in
den Schatten. Denn: Wo keinerlei Bildinformation mehr vorhanden ist
(klassisch gesprochen: wo die Lichter ausgefressen sind), lässt sich auch
mit keinem RAW-Konverter der Welt mehr Information beibringen. Ich könnte
das an Beispielen belegen. Aber Du kannst das sicher auch so
nachvollziehen.
Keine Angst. So schnell schießen die Preussen nicht
Ich werde auch weiterhin versuchen, optimal zu belichten und höchstens in Notfällen korrigieren. Ich muß auch erst mal so einiges abchecken. IIRC kann ich dann auch keine Belichtungsreihen (also +1, 0 und -1 z.B.) mehr schießen, wenn ich auf RAW umstelle. Mir ist zwar aus dem Gelesenen klar, daß ich das dann nicht mehr brauche, allerdings muß ich dann viel mehr Bilder bearbeiten - denke ich zumindest. Ob mir das dann schmeckt, weiß ich jetzt noch nicht. Es kommt drauf an, was an Plus- und Minuspunkten dabei rauskommt.
Schließlich noch ein Wort zu den Datenmengen, zu Speichervolumina und
Aufnahmegeschwindigkeiten. Bei meiner Kamera (bei Canon wird es nicht viel
anders sein) belegt ein JPG mit den Abmessungen 3872 x 2592 px in
niedrigster Qualität/höchster Kompression etwa 1,2 MB. Das gleiche Bild in
RAW frisst zwischen 8 und 10 MB (und zwar bereits im - verlustfrei -
komprimierten Modus, sonst knapp das Doppelte). Würde ich das Bild
lediglich als gering komprimiertes JPG abspeichern, würde es auch zwischen
8 und 10 MB benötigen. Ich speichere grundsätzlich das RAW und dazu ein
JPG in einfachster Qualität (zum schnellen Ankucken und wenn man mal fix
Bilder weitergeben will). Auf einer 4 GB-Karte bringe ich damit rund 400
Aufnahmen unter. Das entspricht 11 36-Filmen, die haben früher mal für
einen ganzen Urlaub gereicht
Ich weiß jetzt grade nicht auswendig, wieviel ein RAW bei meiner Kamera frißt. Bisher bin ich mit ~2Mb für JPGs in bester Qualität und Auflösung ausgekommen. Ich habe nur eine 1 GB IBM-Festplatte für die Camera - hat mich damals ja noch 300 Euronen gekostet. Aber an einer weiteren Karte soll es ja nicht scheitern, wenn die Verbesserung sichtbar ist und ich mich wirklich mit dem ganzen Gepfriemel (Bearbeiten usw.) dauerhaft anfreunden kann.
Die Speichergeschwindigkeit auf der CF-Karte hängt nach meiner Erfahrung zu
einem ganz erheblichen Teil von der Karte ab (in c't war unlängst dazu ein
ausführlicher Praxisbericht und Test). Die Sandisk extreme irgendwas, die
ich benutze, erlegt mir da keinerlei Beschränkungen auf. Die Kamere
schießt damit bis zu 19 Bilder (bei 5 Bilder/sek) in Folge. Bei Pilzen,
selbst bei plasmodialen Schleimpilzen auf Hungertour, reicht das allemal.
Mal sehen. Die alte IBM ist da wohl sicher langsamer. Aber mein Datenvolumen ist ja wohl auch geringer - 4 MPixel. Ne Neue kommt mir erst ins Haus, wenn so was wie die EOS 1Ds Mark II bezahlbar ist - oder die alte den Geist aufgibt. Also noch 2-3 Jahre warten ...
Gruß,
Werner
