Hallo Ihr!
grundsätzlich gilt in Deutschland (und in einigen weiteren, vergleichsweise
wenig Ländern) ein allgemeines Betretungsrecht.
Zum Beispiel : Bayern ((Hallo Birgit, ich grüße Dich!)
Gruß zurück
!
Ja, das ist eine der wenigen guten Sachen hier, neulich hier im Forum wollte mir aber einer nicht glauben, daß man hier auch in Naturschutzgebieten die Wege verlassen darf, wenn es nicht ausdrücklich verboten ist!
Es geht ja noch weiter, auch Reiter, Leute im Rollstuhl, Fahrradfahrer haben hier in Bayern das prinzipielle Recht, das nur in begründeten Ausnahman eingeschränkt werden darf, alle Feld- und Waldwege, auch wenn sie privat sind, zu benutzen. Selbst Stoppelfelder und abgemähte Wiesen sind dafür freigegeben. Für eventuelle Flurschäden haftet man natürlich. Trotzdem versuchen es die Jagdpächter weiterhin, da wird Reitern z.B. erzählt, daß dies ein privater Wirtschaftsweg sei, auf dem man nicht reiten darf (gibts nicht). Oder der Nachbar stellt plötzlich auf seinem privaten Feldweg vollkommen illegale Reitverbotsschilder auf, bepflanzt diesen Weg ein Stück weiter zusätzlich noch quer mit jungen Fichten (diesmal um den Jagdpächtern die Zufahrt zum Wald zu verbauen, natürlich erst hinter seiner "illegalen" Bauschuttdeponie , sonst könnt er ja selber nicht mehr hinfahren). AUch die gerade laufende Flurbereinigung treibt seltsame Blüten, da werden bestehende Feldwege einfach umgeackert und mit Getreide angesät. Wenn ich also momentan zu meinem Hauswald laufe, muß ich über einen gerade frisch eingesäten Acker und mich durch die bisher noch kleinen Fichten wühlen.
Ich hatte hier auch letztes Jahr so einen lustigen Kauz, der mir mal
verbieten wollte, über eine Wiese zu gehen : ich habe ihn nach seinem
Namen gefragt: den muß er nämlich nennen (sich ausweisen), wenn er was
anordnen will. Bei uns steht das im § 34 des Jagdgesetzes oder sonstwo. Da
er dies nicht wollte, habe ich ihm gesagt, dann soll er mich in Frieden
lassen. Daraufhin bedrohte er mich- mit ein bißchen Fantasie könnte ich
sagen mit vorgehaltener Waffe-. Als ich ihn darauf aufmerksam machte, hat
er schnell erkannt, dass er grad mit seinem Waffenschein spielt: wir
gingen auseinander wie zwei die sich irgendwann wiedertreffen
werden.Leider ein nicht angenehmes Erlebnis. Mit dem alten Jäger konnte
ich wenigstens noch über die m.E. zu große Anzahl von Reh und Sau im Wald
streiten.
Leider sind mir unsere unverschämten Jagdpächter noch nie untergekommen, einige Leute hatten nämlich so ähnliche Erlebnisse wie du.
Liebe Grüße
Birgit