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Re: Es ist längst nicht mehr ...

Wolfgang P., (vor 7240 Tagen)

Der allseits
bekannte Treibhauseffekt z.B. wird heute angezweifelt, im Gegenteil geht
man davon aus, dass es zu einer Abkühlung kommt! Irrwitzig, gell? Die USA
halten sich an die Aussagen ihrer Klimatologen, deshalb unterschreiben sie
das Kyoto-Protokoll nicht.

Nein! Den Treibhaus-Effekt von CO2 leugnet doch nicht wirklich irgendein seriöser Wissenschaftler - nicht einmal mehr in den USA. Auch nicht, dass wir derzeit in einer Phase der Erwärmung leben. Nur die direkte Ursache-Wirkungs-Beziehung kann nicht belegt werden und die Sekundär-Folgen sind höchst umstritten.

Wenn die globale Erwärmung den Golfstrom zum Erliegen bringt, kann das lokal für Mitteleuropa eine Abkühlung verursachen. Da die insgesamt von der Erde eingefangene Sonnenenergie durch das CO2 aber zunimmt, wird es dann andere Regionen geben, bei denen die Hitze umso dramatischer steigt. Aber es ist durchaus möglich, dass es einen anderen Regelkreis gibt, mit der die Erde die Auswirkungen der atmosphärischen Veränderungen wieder korrigieren kann.

Tatsache ist jedenfalls, das wir alle als Täter und Opfer gleichermaßen an einem riesigen Klima-Experiment teilnehmen, dessen Ergebnis niemand kennt. In Deutschland sind wir aber sicher sehr stark die Täter (weil wir z.B. sinnlos mit 200 km/h über die Autobahnen brausen), und vermutlich nur geringfügig die Opfer, denn "unser" Territorium wird nach allen Prognosen auch weiterhin für menschliches Leben geeignet sein, egal ob wir in 100 Jahren Rentiere oder Oliven züchten können.

Die USA sind in der gleichen komfortablen Situation (deshalb haben sie es nicht nötig, das Kyoto-Protokoll zu unterschreiben). Davon können die Bewohner anderer Regionen nur träumen.

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Re: Es ist längst nicht mehr ...

Der Juergen, (vor 7240 Tagen) @ Wolfgang P.

Hallo Wolfgang,

Nein! Den Treibhaus-Effekt von CO2 leugnet doch nicht wirklich irgendein
seriöser Wissenschaftler - nicht einmal mehr in den USA. Auch nicht, dass
wir derzeit in einer Phase der Erwärmung leben. Nur die direkte
Ursache-Wirkungs-Beziehung kann nicht belegt werden und die
Sekundär-Folgen sind höchst umstritten.

Damit hast Du Recht; von den meisten der sogenannten "Klimaskeptikern" wird soviel ich jetzt erlesen konnte, angezweifelt, ob die CO2-Anreicherung in der Atmosphäre hauptsächlich anthropogen ist (und damit natürlich, ob es "unnatürlich" ist). In einem Artikel von Hans Labohm (Ökonom und Wissenschaftspublizist, der die Szene der Klimatologie beobachtet und in diesem Artikel ein sehr schöne Zusammenfassung der Hypothesen augestellt hat) steht folgendes:

"Klimaskeptiker bezweifeln nicht den Klimawandel. Vielmehr ist Klimawandel seit bestehen Der Erde ein Normalzustand. Doch dies hat nichts mit einem signifikanten Einfluss des Menschen auf das Klima zu tun. Wir wissen nicht was ein "durschschnittliches", "stabiles" oder "optimales" Klima ausmacht. Was ist normal? Das heutige Klima? Oder das vor 100, 10.000, 100.000 Jahren? ist Klimapolitik mit dem Ziel, das heutige Klima zu erhalten, nicht menschliche Hybris?"

Wenn die globale Erwärmung den Golfstrom zum Erliegen bringt, kann das lokal
für Mitteleuropa eine Abkühlung verursachen. Da die insgesamt von der Erde
eingefangene Sonnenenergie durch das CO2 aber zunimmt, wird es dann andere
Regionen geben, bei denen die Hitze umso dramatischer steigt. Aber es ist
durchaus möglich, dass es einen anderen Regelkreis gibt, mit der die Erde
die Auswirkungen der atmosphärischen Veränderungen wieder korrigieren
kann.

Wenn es eine signifikante globale Erwärmung gibt, könnte das durchaus passieren, ich habe da wenig Ahnung. Unter Klimatologen gibt es die Bezeichnung AGW (anthropogenic global warming) für die Hypothese, dass der Mensch für die globale Erwärmung des Klimas verantwortlich sei. Hans Labohm in SPIKE (Britisches Magazin):

"Die Klimaskeptiker betonen, dass die AGW-Hypothese nicht mehr ist als eine wissenschaftliche Hypothese. Hypothesen sollten durch Beobachtungen überprüft werden. Nach der AGW-Hypothese müsste in den oberen Schichten der Troposphäre und an den Polen die Erwärmung stärker sein als an der Erdoberfläche. Messungen zeigen jedoch, dass dies nicht der Fall ist. Nach der wissenschaftlichen Methode müssen Hypothesen, die mit Beobachtungen nicht übereinstimmen, verworfen und durch andere Hypothesen ersetzt werden."

Ein weiterer Klimatologe, Leroux (Klimaskeptiker) ist der Meinung, dass der durch Menschen verursachte Anteil am gesamten Treibhauseffekt lediglich 0,3 Prozent ausmacht. Der natürliche Übergang von Treibhausgasen (nicht nur CO2 sondern auch Wasser) zwischen Ozeanen, Land und Biosphäre ist beträchtlich. Der menschliche Anteil daran ist relativ gering. Zudem sei aus geologischer Sicht der gegenwärtige CO2-Anteil in der Atmosphäre nicht besonders hoch.

Tatsache ist jedenfalls, das wir alle als Täter und Opfer gleichermaßen an
einem riesigen Klima-Experiment teilnehmen, dessen Ergebnis niemand kennt.

Oder vielleicht auch nicht (Hans Labohm aus SPIKE):

"Einige Skeptiker, etwa wie Fiis-Christensen, Svensmark, Baliunas, De Jager und Van Geel, betonen den dominanten Einfluss der Sonne auf die Temperaturen auf der Erde und das Klima im Allgemeinen. Kürzlich hat der Astronom Khabibullo Abdusamatov vom "Pulkovo Astronomic Observatory" in St. Petersburg erklärt, die Erde werde, verursacht durch niedrige Sonnenaktivität, in der Mitte dieses Jahrhunderts eine "Mini-Eiszeit" erleben. Die Temperaturen werden etwa ab 2012 fallen, wenn die derzeitige globale Erwärmung, die durch relativ hohe Sonnenaktivität bedint sei, ihren Höhepunkt erreicht habe. Die niedrigste Durchschnittstemperatur werde etwa in den Jahren 2035 bis 2045 zu vermelden sein. Diese Sicht wird auch durch den belgischen Astronomen Dirk Callebut unterstützt, der in der Mitte des Jahrhunderts ein "großes Minimum" erwartet, vergleichbar dem MAUDER-MINIMUM (1650-1700), einer Periode, in der die Themse, die Seine und die holländischen Kanäle im Winter zugefroren waren."

In Deutschland sind wir aber sicher sehr stark die Täter (weil wir z.B.
sinnlos mit 200 km/h über die Autobahnen brausen), und vermutlich nur
geringfügig die Opfer, denn "unser" Territorium wird nach allen
Prognosen auch weiterhin für menschliches Leben geeignet sein, egal ob wir
in 100 Jahren Rentiere oder Oliven züchten können.

Ich habe daran auch immer geglaubt, vielleicht werden wir uns von der Vorstellung - des umweltzerstörenden "Homo fabers" - jedenfall in diesem Fall, verabschieden müssen. Der Mensch wird vielleicht "schuldlos" mit der Welt zugrunde gehen:-) Ich weiß es auch nicht.

Die USA sind in der gleichen komfortablen Situation (deshalb haben sie es
nicht nötig, das Kyoto-Protokoll zu unterschreiben). Davon können die
Bewohner anderer Regionen nur träumen.

Vielleicht haben die USA einfach nur mehr Klimaskeptiker unter ihren Wissenschaftlern:-) Es könnte aber auch sein, dass die Nation mit dem größten Energie-Verbrauch einfach auf diejenigen hört, die den eigenen Vorstellungen (besser gesagt "Zielen") am besten entsprechen. Ich glaube Letzteres, aber es ist natürlich kein Beweis FÜR eine globale Klimakatasrophe:-)

Grüßle
und ein gutes neues Jahr
Juergen

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Re: Es ist längst nicht mehr ...

42, (vor 7240 Tagen) @ Wolfgang P.

Hallo Wolfgang,

In Deutschland sind wir aber sicher sehr stark die Täter (weil wir z.B.
sinnlos mit 200 km/h über die Autobahnen brausen), [...]

Na, na, Wolfgang, ich sehe zwar Dein 'z.B.', aber die Schnellfahrer
(mein Auto fährt - leider - keine 200 km/h) am Klimawandel als Haupttäter
zu nennen und das dann auch noch als 'sinnlos' zu bezeichnen (wenn einer
schnell fährt, wird er wohl einen Grund dazu haben) ist schon etwas hart ...

Und wenn die Schnellfahrer tatsächlich am kräftigsten an der Klimaschraube
drehten, dann ließe sich die Klimakatastrophe ja sehr leicht vermeiden - nur
leider fürchte ich, dass dem nicht so ist.

Beste Grüße
Thomas '42' Wallner

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Re: Es ist längst nicht mehr ...

Wolfgang P., (vor 7240 Tagen) @ 42

Na, na, Wolfgang, ich sehe zwar Dein 'z.B.', aber die Schnellfahrer
(mein Auto fährt - leider - keine 200 km/h) am Klimawandel als Haupttäter
zu nennen und das dann auch noch als 'sinnlos' zu bezeichnen (wenn einer
schnell fährt, wird er wohl einen Grund dazu haben) ist schon etwas hart ...

Ich habe nie von Haupttätern gesprochen. Vielleicht hätte ich beim "z.B." auch noch andere Beispiele nennen sollen... den Hausbesitzer, der das Dach nicht isolieren lässt, oder den Computerspielefreak, dessen Grafikkarte fast den Strombedarf einer Herdplatte erreicht und deswegen Wasserkühlung benötigt, usw. Die Liste leicht vermeidbarer Energieverschwendung ist endlos.

Das sind wohlgemerkt erstmal nur Dinge, die die Lebensqualität nicht spürbar senken. Ich nehme mich da selbst auch gar nicht aus. Mein Auto fährt zwar auch keine 200, aber auch bei 160 braucht es schon doppelt soviel Sprit wie bei 130, und trotzdem geb ich manchmal mehr Gas ....

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Re: Es ist längst nicht mehr ...

Bernhard Schülke, (vor 7239 Tagen) @ Wolfgang P.

Nein! Den Treibhaus-Effekt von CO2 leugnet doch nicht wirklich irgendein
seriöser Wissenschaftler - nicht einmal mehr in den USA. Auch nicht, dass
wir derzeit in einer Phase der Erwärmung leben. Nur die direkte
Ursache-Wirkungs-Beziehung kann nicht belegt werden und die
Sekundär-Folgen sind höchst umstritten.

Gut erkannt, bei komplexen Vorgängen (Erderwärmung, Ozon,) ist es prinzipiell unmöglich direkte kausale Aussagen zu treffen wie über konkrete Wetter in Mitteleuropa. Wir sind auf immer bessere Modellrechnungen angewiesen!

Wenn die globale Erwärmung den Golfstrom zum Erliegen bringt, kann das lokal
für Mitteleuropa eine Abkühlung verursachen. Da die insgesamt von der Erde
eingefangene Sonnenenergie durch das CO2 aber zunimmt, wird es dann andere
Regionen geben, bei denen die Hitze umso dramatischer steigt.

Gut gelesen, es kann durch die Erderwärmung wärmer und bei uns zeitweise (gleichzeitig kälter) werden. Das ist kein Widerspruch. Man hüte sich, an Hand von Einzelfallereignissen zu argumentieren. Viele Einzelfälle können nur ein Zeiger sein, mehr nicht. Einen absoluten Beweis wird es erst dann geben können, wenn es zu spät ist.

Aber es ist
durchaus möglich, dass es einen anderen Regelkreis gibt, mit der die Erde
die Auswirkungen der atmosphärischen Veränderungen wieder korrigieren
kann.

Mutmaßungen führen uns nicht weiter. Man kann immer spekulieren, und zwar in jede Richtung. Die Hoffnung, die wir haben, sind Modellrechnungen. Sie waren schlecht und werden immer besser... aber niemals perfekt.

Hiervon ausgehend kann man zwei Fehler machen:

1. Ich nehme etwas an (hier: Erderwärmung), was nicht eintritt. Die Menschheit trifft Gegenmaßnahmen. Folge: Vergeudete Ressourcen. Effekt Null, falsche Kalkulationsbasis. Falsch Positiver Fehler (Ich weiß nicht mehr genau den richtigen Fachausdruck).

2. Ich weiß von einem Risiko, unterschätze es aber, und mache demzufolge nichts. Folge: Katastrophale Folgekosten infolge von Nichtstun. "Vorteil" aber: keine kurzfristigen Kosten (Wirtschaftsbosse und Politiker sind in der Regel selten dauerhaft im Amt).

Welcher Fehler ist schwerwiegender: Der Zweite. Nur Wirtschaftsinteressen und dumme Politiker (Anmerkung: Wer gut schwätze´ ka´, ka´ noch lange net gut denke´. Gelegentlich habe ich den Eindruck, dass Redegewandtheit und Denkvermögen sich ausschließen können.) machen es der Gesellschaft verdammt schwer, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Gute Indikatoren sind die langjährigen Gletscherrückgänge weltweit und unisono. Also in Richtung Eiszeit bewegen wir uns sicherlich, Frage: in 500, 5000 oder mehr Jahren. Aktueller ist aber das Risiko der CO2-induzierten Klimakatastrophe in den nächsten 50 Jahren. Übrigens in 500 Mio. Jahren wird das Wasser der Ozeane verdampft sein. Laßt Euch nicht durch dummes Geschwätz ins Bockshorn jagen, die nächsten 50 Jahre sind die, die wir beeinflußen. Und wenn wir so weitermachen, wird es eine CO2-induzierte Klimakatastrophe geben!

Die USA sind in der gleichen komfortablen Situation (deshalb haben sie es
nicht nötig, das Kyoto-Protokoll zu unterschreiben). Davon können die
Bewohner anderer Regionen nur träumen.

Einspruch: Viele großen Städte der USA liegen in Meeresnähe. Mehr Feuchtigkeit über dem Meer, mehr Klimainstabilitäten, mehr extreme Sturmereignissen bzw. überhaupt extreme Klimaereignisse. Einige Küstenstädte auch außerhalb der Zugbahnen tropischer Stürme wird es irgendwann einmal erwischen, rein statistisch gesehen. Man denke auch an den Einbruch der US-Landwirtschaft in den dreißiger Jahren wegen längerer Trockenheit mit Wüstenbildung.

Die Geschichte gibt so viel her... Wenn es im Wald hin und wieder knallt, was ist das? Es ist kein Jäger, der schießt. Es ist kein Krieg. Geschehen vor der französischen Revolution in einem harten Winter in Frankreich. Der Winter war so hart, dass selbst Buchen dem Frost nicht mehr widerstehen konnten. Das Knallen war das Aufplatzen der Rinde einer Buche. Ein Knall war eine sterbende Buche. Können Sie sich an solche kalten Winter erinnern? Wohl kaum! Wer jetzt noch von einer Eiszeit (besser: Kaltzeit) redet, den sollte man einstweilig erschießen.

Tipp zum Lesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Erderwärmung .

Tipp zumn Handeln: Je weniger Verkehr, desto besser. Fliegen ist weitaus schädlicher als Autofahren. Ratschläge gibt es schließlich genug...

Ein anderes, leider in Vergessenheit geratenes und verdrängtes Problem trifft uns Pilzfreunde direkt: Die fortwährende Stickstoffdüngung, so aus der Luft und über die Landwirtschaft. Folge: Verringerung der Pilzflora.

Interessante Links hierzu: http://www.innovations-report.de/html/berichte/umwelt_naturschutz/bericht-24408.html
http://science.orf.at/science/news/40886
http://optipage.de/hunger.html

Jeder Einzelne hat es in der Hand, in seinem kleinen Bereich anzufangen. Wer soll den sonst anfangen, wenn nicht wir?

In diesem Sinne wünsche ich allen, die durchgehalten haben diesen Text zu lesen, ein schönes Neues Jahr.

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Re: Es ist längst nicht mehr ...

Bernhard Schülke, (vor 7239 Tagen) @ Wolfgang P.

Ich habe nie von Haupttätern gesprochen. Vielleicht hätte ich beim
"z.B." auch noch andere Beispiele nennen sollen... den
Hausbesitzer, der das Dach nicht isolieren lässt, oder den
Computerspielefreak, dessen Grafikkarte fast den Strombedarf einer
Herdplatte erreicht und deswegen Wasserkühlung benötigt, usw. Die Liste
leicht vermeidbarer Energieverschwendung ist endlos.
Das sind wohlgemerkt erstmal nur Dinge, die die Lebensqualität nicht spürbar
senken. Ich nehme mich da selbst auch gar nicht aus. Mein Auto fährt zwar
auch keine 200, aber auch bei 160 braucht es schon doppelt soviel Sprit
wie bei 130, und trotzdem geb ich manchmal mehr Gas ....

Im privaten Bereich sehr große CO2-Emissionsquellen:
1. Flugverkehr (eine Flugreise nach Australien können Sie mit einem Durchschnitts-PKW in Ihrem Leben nicht mehr einholen).
2. Heizung und PKW (wie hier die Reihenfolge aussieht, weiß ich nicht).

Gruß
Bernhard

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Ach, wie ist´s möglich dann....

Waldschrat, (vor 7239 Tagen) @ Bernhard Schülke

so beginnt ein deutsches Volkslied. Ich frage mich, wie kommt es, daß die Sinne aller Menschen objektiv dasselbe wahrnehmen, manche Hirne sich aber sträuben, das Wahrgenommene aufzunehmen. Einige reflektieren sogar dessen Gegenteil. Das ist eine außerordentlich interessante und bedeutende Frage. Allerding gehört sie nicht ins Pilzforum, höchstens in die pilzliche Winterdiät.
Gruß - Waldschrat

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Re: Ach, wie ist´s möglich dann....

phragmobasidie, (vor 7239 Tagen) @ Waldschrat

Sinne aller Menschen objektiv dasselbe wahrnehmen

gewagt...

aber eigentlich denke ich, falls ich Dich nicht falsch verstanden habe, etwas Ähnliches:

zu jeder These gibt es auch eine Antithese; aber an was glaubt ein jeder schließlich in Bezug auf
Dinge, die einem gänzlich aufzuschlüsseln nicht gegeben sind, weil zu komplex oder
(im günstigeren Fall) nicht genügend erforscht ?
Was man, mglw. zur eigenen Beruhigung, glauben möchte, oder was ein Gefühl uns sagt ?

Mein Gefühl sagt mir, dass die Menschheit richtig viel Scheisse baut und dass die Menschen, die die
Zeit haben, sich mit derlei Dingen zu beschäftigen, darum wissen oder eben spüren (ich zumindest).

Antithese: Wir sind auch nur Natur und können uns per definitionem gar nicht unnatürlich verhalten.
Was sollte es eine kosmische Ordnung jucken, wenn die Kruste eines lächerlichen Planeten ein wenig vibriert ?

Aber eben gerade bei Angelegenheiten, die zu überblicken ich nicht in der Lage bin, ist Gefühl
der einzige Anhaltspunkt, und das finde ich auch natürlich. Insofern bin ich kein Freund absoluter,
einseitiger Standpunkte, aber weiterentwickelnen möchte mich ich schon - also kippt die Einschätzung
der Sachlage ein wenig zugunsten des Gefühls. Und ich weiss, dass ich mich nicht besser oder beruhigter fühle,
wenn ich anderes glauben möchte, als dass die Menschheit vielleicht sogar bis hin zu klimatischen Auswirkungen
mitbeteiligt ist; und sei es vielleicht erst einmal nur zu dem Zweck, dass das Bewusstsein dafür wieder geschärft wird.

Ok, laber rhabarber, handeln oder zurückhalten ist gefragt, gilt ganz bestimmt auch für mich selbst.

Ähnliches erlaube ich mir übrigens im Kleinen auch zu denken, was z.B. Studien über unbedenkliches Absammeln
aller Pilzfruchtkörper betrifft - da widerspricht mir einfach etwas zuviel meinem Gefühl und auch meiner Logik.

schöne Grüße
Robin

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Re: Ach, wie ist´s möglich dann....

Der Juergen, (vor 7238 Tagen) @ phragmobasidie

Hallo Robin,

Ähnliches erlaube ich mir übrigens im Kleinen auch zu denken, was z.B.
Studien über unbedenkliches Absammeln
aller Pilzfruchtkörper betrifft - da widerspricht mir einfach etwas zuviel
meinem Gefühl und auch meiner Logik.

Das Gefühl (Intuition) kann richtig liegen; also außersubjektiv zutreffen. Meistens lässt es uns aber im Stich. Daher gibt es die kritische, naturwissenschaftliche Methode. Natürlich können wissenschaftliche Erkenntnisse auch falsch sein, je nachdem ob die Untersuchung (Versuchsanordnung) was taugt oder eben nicht. Wir alle leben übrigens in einem sogenannten Paradigma, damit ist ein Hintergrundwissen(glauben) gemeint, welches wir nicht mehr kritisch hinterfragen, und von dem aus wir unsere Annahmen tätigen. So ein Paradigma könnte die vom Menschen erzeugte Klimakatastrophe sein (anthropogener Treibhauseffekt). Vor solch einem Hintergrund, werden die Indizien, die zu dieser Hypothese nicht passen (und es gibt genügend!), gar nicht mehr untersucht (falsifiziert, verifiziert) sondern nur "abgetan" oder in das Szenario "eingebaut". Der Tod aller kritischen Wissenschaft ist das Vorurteil und das Festhaltenwollen an liebgewonnenen Erkenntnissen:-)

Grüßle
Juergen

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Treibhaus

Dieter W, (vor 7238 Tagen) @ Wolfgang P.

Nein! Den Treibhaus-Effekt von CO2 leugnet doch nicht wirklich irgendein
seriöser Wissenschaftler - nicht einmal mehr in den USA. Auch nicht, dass
wir derzeit in einer Phase der Erwärmung leben. Nur die direkte
Ursache-Wirkungs-Beziehung kann nicht belegt werden und die
Sekundär-Folgen sind höchst umstritten.

Leider ist es noch schlimmer. Man darf den Treibhausffekt durch CO2 nicht mehr leugnen auch wenn fundamentale Naturgesetze dagegen sprechen und man sich mit Hilfe des Gesetzes von Lambert und Beer und einem Taschenrechener ausrechnen kann dass es so wie es immer propagiert wird einfach nicht ist. Wenn es einen Effekt gibt dann durch Methan. Sinnvoll währe es die Produktion von Reis sowie die Großviehhaltung einzuschränken aber wer traut sich denn schon so was zu sagen wo doch der BuhMann eindeutig gefunden ist? Das Problem ist das die ganze Problematik auf der Anwendung von Computermodellen beruht, die mit großem Aufwand versuchen ein chaotisches System zu simulieren und bei jedem Ergebnis was in die vorgezeigte Richtung geht gleich in Jubel ausbrechen. Dabei weiss doch jeder dass man mit einem Computer auch einen Besen zum fliegen oder Dinosaurier wiedererwecken kann.

Dieter W

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Re: Ach, wie ist´s möglich dann....

phragmobasidie, (vor 7238 Tagen) @ Der Juergen

Hallo Jürgen,

Das Gefühl (Intuition) kann richtig liegen; also außersubjektiv zutreffen.
Meistens lässt es uns aber im Stich. Daher gibt es die kritische,
naturwissenschaftliche Methode. Natürlich können wissenschaftliche
Erkenntnisse auch falsch sein, je nachdem ob die Untersuchung
(Versuchsanordnung) was taugt oder eben nicht. Wir alle leben übrigens in
einem sogenannten Paradigma, damit ist ein Hintergrundwissen(glauben)
gemeint, welches wir nicht mehr kritisch hinterfragen, und von dem aus wir
unsere Annahmen tätigen. So ein Paradigma könnte die vom Menschen erzeugte
Klimakatastrophe sein (anthropogener Treibhauseffekt). Vor solch einem
Hintergrund, werden die Indizien, die zu dieser Hypothese nicht passen
(und es gibt genügend!), gar nicht mehr untersucht (falsifiziert,
verifiziert) sondern nur "abgetan" oder in das Szenario
"eingebaut". Der Tod aller kritischen Wissenschaft ist das
Vorurteil und das Festhaltenwollen an liebgewonnenen Erkenntnissen:-)

Danke für die Erläuterung - es stimmt, irgendwas in mir möchte immer wieder loskommen von einer
nur-wissenschaftlichen Sicht der Dinge und ein bißchen "in der Gegend herum" philosophieren.
Aber ich habe Eure Argumentationen verschiedener wissenschaftlicher Anhaltspunkte
bis hierher aufmerksam verfolgt und ebenso wie Du lasse ich mir ungern nachsagen,
ich könnte Wahrheiten nicht vertragen, die nicht meiner vorgefertigten Meinung entsprechen.
Nur gibt es hier eine Vielzahl von "Wahrheiten". Ergo kann ich nur sagen: ich bin ein Laie,
ich weiss nicht, was stimmt - und dann bleibt alles beim Alten. Damit verschiebt sich
das Paradigma nur all zu gerne zugunsten des "Brainwash" in dem wir alle leben, oder des Konservatismus.
Wissenschaft soll Wissenschaft bleiben, aber Hypothesen gehen eben immer über das Bekannte hinaus
und ich werde in diesem einen Leben wohl kaum die Zeit haben, die Echtheit aller meiner
Empfindungen / Eindrücke oder auf der anderen Seite die der wissenschaftlichen Einsicht komplexer
Problematiken zu überprüfen. Wie oft war Schokolade schon krebshemmend oder -fördernd ?
Wenn man es auf die Spitze treibt, darf man überhaupt nichts glauben, was man nicht im eigenen
Analyse-Labor oder mit der eigenen Klima-Forschungsstation verifiziert hat.
Das ist mein eigentliches Problem. Und eine für mich erkennbare Tendenz des Menschen,
sich immer wieder in den eigenen Schlaf zu wiegen. Im Übrigen finde ich den Vorschlag
von Bernhard nicht so schlecht, auch mal wieder auf kleinere Systeme zu blicken.
Also, eine sehr fixe Position habe ich nicht zum Thema mglw. anthropogene Klimaveränderung,
eher halt eine Einstellung (und Lust, zum Jahresbeginn ein wenig zu schwafeln :)

schöne Grüße
Robin

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Re: Treibhaus

phragmobasidie, (vor 7238 Tagen) @ Dieter W

Hallo Dieter,

und bei jedem Ergebnis was in die
vorgezeigte Richtung geht gleich in Jubel ausbrechen.

Gilt meistens bis immer für beide Seiten. Und ein weiteres Problem ist oft, welche Verfechter
der einen oder der anderen These die weitreichenderen Publikationsorgane haben.

schöne Grüße
Robin

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Re: Ach, wie ist´s möglich dann....

Waldschrat, (vor 7238 Tagen) @ phragmobasidie

Ähnliches erlaube ich mir übrigens im Kleinen auch zu denken, was z.B.
Studien über unbedenkliches Absammeln
aller Pilzfruchtkörper betrifft - da widerspricht mir einfach etwas zuviel
meinem Gefühl und auch meiner Logik.

Hallo Robin,
mir geht´s genau so. Emotio zwingt mich immer 1/4 der Fruchtkörper stehen zu lassen, obwohl mir Ratio sagt, das ist sinnlos.
Gruß - Waldschrat

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bzgl. der Pilze...

phragmobasidie, (vor 7238 Tagen) @ Der Juergen

...muss ich mich etwas revidieren; es widerspricht nicht meiner Logik, ein Vergleich zu den Früchten eines Apfelbaums, das Argument, Pilzsporen können auch beim Tragen eines Sammelkorbs verbreitet werden oder die Beobachtung(!) des Auftretens vieler sehr seltener Pilzarten bei geeigneter Witterung gerade im vergangenen Jahr, leuchten mir schon ein. Hier wird sich dann jedoch wieder auf einen vergleichsweise kurzen Zeitraum von einigen Jahren bezogen. Darf ich vermuten, dass es eine Schnittmenge gibt, zwischen Leuten, die der Argumentation der Unschädlichkeit des Absammelns folgen aber gleichzeitig seltene Funde unberührt lassen möchten, vielleicht sogar andere ermahnen, dasselbe zu tun ? Warum denn dann eigentlich ? Ich möchte ja nicht das eine oder das andere zum Credo erheben und bin auch für Aufklärung (ich freue mich sogar über diese Studie) aber Fehleinschätzung, die zu einer Veränderung im Verhalten in puncto Umweltschutz führen können, sind für mich noch die harmloseren Fehleinschätzungen, weil konstruktiv. Und wenn man wissenschaftlich nichts Endgültiges beweisen kann, ist das einzige, was wir tun können, uns zu verhalten. Es muss ja nicht immer radikal sein.

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Re: Treibhaus

phragmobasidie, (vor 7238 Tagen) @ Georg

Hallo Georg,

ich hatte es nicht erwähnt, aber im Hinterkopf: Studien, bei denen ein vorher +- vorgegebenes Resultat
rauskommt, ansonsten würden sie überhaupt nicht veröffentlicht; das ist wohl immer schon weit verbreitet gewesen.

Danke für den Link - sowas kann ich nur eine handfeste Sauerei nennen

schönen Gruß
Robin

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Re: bzgl. der Pilze...

Der Juergen, (vor 7238 Tagen) @ phragmobasidie

Hallo Robin,

Ich möchte ja nicht das eine oder das
andere zum Credo erheben und bin auch für Aufklärung (ich freue mich sogar
über diese Studie) aber Fehleinschätzung, die zu einer Veränderung im
Verhalten in puncto Umweltschutz führen können, sind für mich noch die
harmloseren Fehleinschätzungen, weil konstruktiv. Und wenn man
wissenschaftlich nichts Endgültiges beweisen kann, ist das einzige, was
wir tun können, uns zu verhalten. Es muss ja nicht immer radikal sein.

Das empfinde ich auch so, absolut. Es ist eh müßig, sein Verhalten immer den neuesten Erkenntnissen (oder Moden) anpassen zu wollen, wir besitzen ja schließlich auch eine Integrität und eine eigene Art, mit den Dingen umzugehen, man könnte auch etwas lakonisch sagen: wir besitzen ein Phlegma, welches "Persönlichkeit" heißt:-). Ich z.B. lasse sehr gerne Pilz-Fruchtkörper stehen, einfach weil sie so schön und perfekt in "ihrer Umwelt" aussehen:-) - eher ein ästhetisches Kriterium als ein wissenschaftliches. Auf der anderen Seite sollte gerade der Umweltschutz und seine Anhänger, sowie die relativ mächtigen Organisationen am "Puls der Zeit" sein, und überkommene Erkenntnisse nicht als Rituale beibehalten wollen, oder daraus einen Kult erschaffen, der es fürderhin verbietet, sich "rational" und wissenschaftlich mit Problemen auseinanderzusetzen.

Grüßle
Juergen

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Re: bzgl. der Pilze...

phragmobasidie, (vor 7238 Tagen) @ Der Juergen

Hallo Jürgen,

Das empfinde ich auch so, absolut. Es ist eh müßig, sein Verhalten immer den
neuesten Erkenntnissen (oder Moden) anpassen zu wollen, wir besitzen ja
schließlich auch eine Integrität und eine eigene Art, mit den Dingen
umzugehen, man könnte auch etwas lakonisch sagen: wir besitzen ein
Phlegma, welches "Persönlichkeit" heißt:-).

hab grad mal bei Wikipedia geschaut
http://de.wikipedia.org/wiki/Phlegma
"phlegma" bedeutet Schleim, habe ich bisher auch noch nicht gewusst.
Wunderschön auch der Begriff "Viersäftelehre", haha

Ich z.B. lasse sehr
gerne Pilz-Fruchtkörper stehen, einfach weil sie so schön und perfekt in
"ihrer Umwelt" aussehen:-) - eher ein ästhetisches Kriterium als
ein wissenschaftliches.

Ist bei mir ganz genauso der Fall.

Auf der anderen Seite sollte gerade der
Umweltschutz und seine Anhänger, sowie die relativ mächtigen
Organisationen am "Puls der Zeit" sein, und überkommene
Erkenntnisse nicht als Rituale beibehalten wollen

Wo Du das Wort gerade benutzt: ich bin sehr dafür, überkommene Rituale auch mal beizubehalten
oder zumindest nicht ganz abzuschreiben; nicht unbedingt als wissenschaftliche Erkenntnis,
sondern vielleicht grade nur als Ritual, das hat ja auch etwas mit Bewahrung des Wissens zu tun.
Ein klasse Beispiel hierfür, auch für die von Dir erwähnten Moden, finde ich, ist das zeitweilige
Hin- und Hergewechsel in der Pilz-Nomenklatur.

oder daraus einen Kult
erschaffen, der es fürderhin verbietet, sich "rational" und
wissenschaftlich mit Problemen auseinanderzusetzen.

eine weit verbreitete Unsitte

schönen Gruß
Robin

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Re: Ach, wie ist´s möglich dann....

Der Juergen, (vor 7236 Tagen) @ phragmobasidie

Hallo Robin,

Da hast Du was Hochinterressantes in die Diskussion geworfen, worauf ich gerne noch was anmerken will.

Wissenschaft soll Wissenschaft bleiben, aber Hypothesen gehen eben immer über
das Bekannte hinaus
und ich werde in diesem einen Leben wohl kaum die Zeit haben, die Echtheit
aller meiner
Empfindungen / Eindrücke oder auf der anderen Seite die der
wissenschaftlichen Einsicht komplexer
Problematiken zu überprüfen. Wie oft war Schokolade schon krebshemmend oder
-fördernd ?
Wenn man es auf die Spitze treibt, darf man überhaupt nichts glauben, was man
nicht im eigenen
Analyse-Labor oder mit der eigenen Klima-Forschungsstation verifiziert hat.

Ein Menschenleben ist sowieso zu kurz, um dem "ganzen Schwindel" selbst auf die Spur zu kommen:-) Außerdem ist nicht jeder Mensch zum Skeptiker geboren, da braucht es eine besondere Konstitution dazu. Dennoch gibt es Auswege aus dem Dilemma des "Brainwash" und der "medialen Irritation": Man verzichte auf den nichtssagenden "Bilder-Sturm" der manipulativen Fast-Food-Berichterstattung in den Massenmedien (vor allem Fernsehen) und lege sich ein zwei (besser drei) gute Magazine (Zeitung/Wochenzeitung) zu, die man konzentriert liest. Dann nutzt man noch die freigewordene "Fernseh-Zeit" zum Lesen von guten Büchern (Fachbücher, Populärwissenschaftliche Bücher).

Grüßle
Juergen

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Re: Ach, wie ist´s möglich dann....

phragmobasidie, (vor 7235 Tagen) @ Der Juergen

Hallo Jürgen,

Ein Menschenleben ist sowieso zu kurz, um dem "ganzen Schwindel"
selbst auf die Spur zu kommen:-) Außerdem ist nicht jeder Mensch zum
Skeptiker geboren, da braucht es eine besondere Konstitution dazu. Dennoch
gibt es Auswege aus dem Dilemma des "Brainwash" und der
"medialen Irritation": Man verzichte auf den nichtssagenden
"Bilder-Sturm" der manipulativen Fast-Food-Berichterstattung in
den Massenmedien (vor allem Fernsehen) und lege sich ein zwei (besser
drei) gute Magazine (Zeitung/Wochenzeitung) zu, die man konzentriert
liest. Dann nutzt man noch die freigewordene "Fernseh-Zeit" zum
Lesen von guten Büchern (Fachbücher, Populärwissenschaftliche Bücher).

Das ist prinzipiell wohl das Beste was man machen kann. Andererseits könnte man da dann noch wieder sagen,
die Gefahr wächst, diesen Quellen zu viel Glauben zu schenken, weil sie ja so seriös und so etabliert sind.
Ich möchte nicht wissen, wieviele Menschen die sich für kritisch halten z.B. den Spiegel oder die TAZ
für das Gelbe vom Ei halten.
..aber ich will den Hasen hier nicht ständig wieder aufs Neue um den Teich jagen :)

schöne Grüße
Robin

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Re: Ach, wie ist´s möglich dann....

Der Juergen, (vor 7235 Tagen) @ phragmobasidie

Hallo Robin,

Ich möchte nicht wissen, wieviele Menschen die sich für kritisch halten z.B.
den Spiegel oder die TAZ
für das Gelbe vom Ei halten.

Das sind meistens Diejenigen, die nur ab und zu mal diese Magazine lesen, wenn man die Magazine öfter liest, weiß man, dass sie ganz und gar nicht das Gelbe vom Ei sind:-) ... und liest sie deshalb auch nicht:-)) (Deine zwei genannten "Politmagazine" zählen für mich mittlerweile zur "Fast-Food-Berichterstattung"); wer sich "schämt" BILD zu lesen, legt sich FOCUS oder SPIEGEL zu. Meine Erfahrung ist, dass in den Printmedien (Magazine, vor allem Fachmagazine) Themen kontroverser und auch gründlicher behandelt werden. Gerade in Fachmagazinen oder populärwissenschaftlichen Magazinen gibt es keinen so großen Druck, plaktiv und eindimensional agieren zu müssen um die "Choose" besser verkaufen zu können:-). Rein wissenschaftliche Publikationsorgane können sogar in ein und derselben Ausgabe, zwei verschiedene Thesen (Theorien, Hypothesen) abhandeln, wo gibt es sowas schonmal unter den "Mainstream-Meinungsmachern".

Grüßle
Juergen

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Re: Ach, wie ist´s möglich dann....

phragmobasidie, (vor 7235 Tagen) @ Der Juergen

*rechtgeb*
Ich hätte ehrlich gesagt auch kaum eine andere Antwort von Dir erwartet.
Focus mag ich ja ganz besonders, das Blatt hat uns der Satan geschickt.

schöne Grüße
Robin