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Olympus E330 oder doch Kompakt

Ingo, (vor 7238 Tagen)

Hallo und einen guten Abend,

ich möchte mal ganz kurz nachfragen, ob sich der Einsatz
der OLY E330 für unsere Zwecke nun lohnt, oder ob man doch besser
bei einer Kompaktkamera bleiben sollte.
Meine Fuji S7000 habe ich mittlerweile bei ebay vertickt, weil
mich das nicht klappbare Display doch ganz schön genervt hat.
Für die einfachen Sachen habe ich mir inzwischen eine Canon A95
zugelegt. Bringt es denn noch große Vorteile, sich ein besseres
Modell zuzulegen oder sollte man besser noch etwas abwarten?

Ich weiss, es ist ein etwas abgefahrenes Thema. Vielleicht spricht
aber doch etwas für diese DSLR mit der Direkt-Vorschau.

Etwas nachdenklich - Ingo

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Re: Olympus E330 oder doch Kompakt

AK_CCM, (vor 7238 Tagen) @ Ingo

Hallo Ingo,

leider weiß ich nicht, worauf Du hinaus willst - gute Pilzfotos kannst Du sowohl mit kompakten als auch mit DSLR-Kameras machen! :-)

Eine Spiegelreflex hat halt den Vorteil, dass man die Objektive draufsetzen kann, die man gerade braucht, was wiederum ein teures Vergnügen ist. Ich nutze z.B. das 54-mm-Objektiv und das 50er Makro nebst Zwischenring - beide von olympus und regenfest.

Was mir an der E-330 gefällt: Beim manuellen Fokussieren kann ich über das Display mit den Cursor-Tasten einen kleinen, rechteckigen Rahmen positionieren und diesen Bereich auf Displaygröße 20x vergrößert anzeigen lassen. Dadurch kann man auf das Motiv hervorragend scharfstellen. Unschlagbar im DSLR-Bereich sind die Liveview-Funktion und das klappbare Display, sodass man nicht mehr auf den Sucher angewiesen ist und auf das in-den-Dreck-werfen verzichten kann.
Was mich stört, ist ein fehlendes Drehgelenk am Display, so wie ich es von meiner kompakten C-5060WZ her kannte. In ungünstigen Lichtsituationen konnte man damit nämlich das Display reflexionsfrei ausrichten, von Aufnahmen im Hochformat Mal abgesehen. Ferner handelt es sich bei der E-330 um kein regentaugliches Modell, wie beispielsweise die E-1. Einen Nachfolger der E-1 gibt es aber (noch) nicht, soll aber dieses Jahr mit einem 10-Megapixel-Sensor vorgestellt werden. Näheres ist jedoch völlig unklar und höchst spekulativ.

Den Testbericht der E-330 auf digitalkamera.de kennst Du schon?
http://www.digitalkamera.de/Info/Olympus_E-330_live_im_digitalkamera.de-Test_3227.asp

Ich würde an Deiner Stelle auf den wetterfesten Body mit dem größeren Sensor warten, denn es tut sehr weh, wenn die Kamera nach einem Regenschauer nicht mehr richtig funktioniert oder gar völlig über den Jordan gegangen ist - ich spreche aus eigener Erfahrung. Diesbezüglich kann man sich zwar einschränken, indem man bei Regen einfach nicht fotografiert, aber wer will das schon? Auch doof. Von Regenschutzüberzügen mit Sichtfenster aus transparentem Kunststoff rate ich übrigens ab, da bei Niederschlag das Sichtfenster durch die feuchten Hände beschlägt - rausgeschmissenes Geld. Dann vielleicht besser die Kamera in einen durchsichtigen Müllbeutel packen und von außen bedienen - ist zudem erheblich preisgünstiger.

Vielleicht weiß Georg noch etwas zu dem Thema, denn er fotografiert ja auch mit der E-330.

Gruß, Andreas

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Re: Olympus E330 oder doch Kompakt

Georg, (vor 7238 Tagen) @ Ingo

Hi Ingo,

ich möchte mal ganz kurz nachfragen, ob sich der Einsatz
der OLY E330 für unsere Zwecke nun lohnt, oder ob man doch besser
bei einer Kompaktkamera bleiben sollte.

Mit einer guten Kompaktkamera (mit Schwenk-LCD) kannst du locker die üblichen Aufgaben der
Pilzfotografie abdecken. Ich habe bis vor einem Jahr die Olympus C-8080
benutzt und war sehr zufrieden mit der Kamera. Meiner Meinung nach die
beste Kompakte, die bisher gebaut wurde.
Ich bin dennoch aus folgenden Gründen auf eine DSLR (eben die Oly E-330) umgestiegen:

- viel besserer Autofokus. Fokussieren auf einen sich im Wind wiegenden
Grashalm oder rumlaufende Kinder ist problemlos möglich. SLRs verwenden dedizierte
AF-Sensoren, während Kompaktkameras über den Sensor per Kontrastdetektion
scharf stellen. Das ist weniger zuverlässig und ungenau.

- optischer Sucher. Bei "normaler" Fotografie (also keine Pilze in Bodennähe)
finde ich den Reflexsucher oft angenehmer und benutze ihn gerne.

- Wechselobjektive. Gerade bei Olympus gibt es hervorragende und kompakte
Objektive. z.B. ist das 35mm Makro für die Pilzfotografie perfekt. Nicht zu
enger Bildwinkel (Hintergrund ist noch erkennbar), klein, leicht und superscharf.
Dazu Abbildungsmaßstab bis 1:1 (17mm breites Objekt bildfüllend).

- System. Bei einer eventuellen Neuanschaffung können die Objektive
weiterverendet werden. Bei Kompakten wirfst du die oft sehr gute Optik
mit weg.

- Der eigentliche Hammer bei der E-330 ist aber die manuelle Scharfstellung per
LCD im sogenannten "Liveview Modus B". Wie Andreas schon sagte, kannst du dort jede
beliebige Stelle im Bild 10x vergrößern und wirklich auf den mm genau scharf
stellen. Bei anderen DSLRs musst du durch den optischen Sucher scharfstellen
und dich also flach hinlegen oder einen Winkelsucher benutzen. Das ist aber
Welten von der 10x Vergrößerung der E-330 entfernt und schlicht nicht
vergleichbar. Deshalb: Nie wieder DSLR ohne Liveview. Alles andere ist
Murks und Technik von gestern (ich habe jahrelang mit einer analogen Minolta XD-7
fotografiert und weiß wovon ich rede).

- Überragende Funktionsvielfalt. Welche andere DSLR bietet einstellbare
Spiegelvorauslösung (1-30sec, sehr wichtig bei Makros), automatisches Entfernen von "Hotpixeln",
Ultraschallreinigung des Sensors, RAW-Entwicklung in der Kamera, usw. usw. ?

Insgesamt ist es natürlich eine Kostenfrage. Gute Kompaktkameras (wie etwa
die Canon A640) gibt es schon für unter 300€ während du für die DSLR
mit mindestens 1000€ dabei bist.

Ich würde an deiner Stelle mal noch zwei Monate oder so warten, denn Olympus hat für das
Frühjahr was angeblich revolutionär Neues angekündigt.
Und irgendwann ziehen sicher auch die anderen
Hersteller mit Liveview nach. Ist sicher nur eine Frage der Zeit bis das einer kopiert.

Georg

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Re: Olympus E330 oder doch Kompakt

AK_CCM, (vor 7238 Tagen) @ Georg

Hallo Georg,

- optischer Sucher. Bei "normaler" Fotografie (also keine Pilze in
Bodennähe)
finde ich den Reflexsucher oft angenehmer und benutze ihn gerne.

hast Du eine Augenmuschel am Sucher oder benutzt Du ihn "pur"? Nichtsdestotrotz empfinde ich es als unangenehm, mit dem Sucher zu fotografieren, zumal ich Brillenträger bin: Entweder drückt die Brille auf die Nase oder ich muss sie abnehmen. Das nervt.

- Wechselobjektive. Gerade bei Olympus gibt es hervorragende und kompakte
Objektive. z.B. ist das 35mm Makro für die Pilzfotografie perfekt. Nicht zu
enger Bildwinkel (Hintergrund ist noch erkennbar), klein, leicht und
superscharf.
Dazu Abbildungsmaßstab bis 1:1 (17mm breites Objekt bildfüllend).

Habe zwar keinen Vergleich, aber ich bin mit meinem 50er auch zufrieden. Dort ist vom Hintergrund immer noch genügend zu sehen. Darüber hinaus eignet es sich hervorragend für Portraitaufnahmen.

Wie Andreas schon sagte, kannst du dort jede
beliebige Stelle im Bild 10x vergrößern und wirklich auf den mm genau scharf
stellen.

Danke für die Richtigstellung - 20x war übertrieben. Außerdem ist eine 20-fache Vergrößerung eines Bildausschnitts zum Scharfstellen m.E. gar nicht notwendig.

Gruß, Andreas

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Re: Olympus E330 oder doch Kompakt

Georg, (vor 7238 Tagen) @ AK_CCM

Hi Andreas,

hast Du eine Augenmuschel am Sucher oder benutzt Du ihn "pur"?
Nichtsdestotrotz empfinde ich es als unangenehm, mit dem Sucher zu
fotografieren, zumal ich Brillenträger bin: Entweder drückt die Brille auf
die Nase oder ich muss sie abnehmen. Das nervt.

Ich bin auch Brillenträger und benutze den Sucher so wie er ist. Funktioniert
für mich einwandfrei.

Habe zwar keinen Vergleich, aber ich bin mit meinem 50er auch zufrieden. Dort
ist vom Hintergrund immer noch genügend zu sehen. Darüber hinaus eignet es
sich hervorragend für Portraitaufnahmen.

Ich mache nur selten Portraitaufnahmen. Und wenn, nehme ich das
14-54er für leichte Telebrennweiten.. OK, das mit der Portraittauglichkeit des 50er Makros
steht immer wieder in den Foren und ist sicher auch nicht falsch. Aber zwischen
Blende 2.0 und 3.5 ist kein sooo großer Unterschied was die Schärfentiefe betrifft.
Für mich sind halt 100mm-KB-Äquivalent für die Pilze etwas zu lang (Abstand
oft zu groß und Hintergrund zu uniform).

Danke für die Richtigstellung - 20x war übertrieben. Außerdem ist eine
20-fache Vergrößerung eines Bildausschnitts zum Scharfstellen m.E. gar
nicht notwendig.

Wäre auch nicht sinnvoll. Denn bei 10x entspricht bei der E-330 schon
ein Pixel auf dem Sensor einem Pixel auf dem LCD (dieses hat eine Auflösung von 320x200
RGB-Pixeln und der Sensor hat 3136x2352. Passt also fast genau). Alles höhere
als 10x wäre "leere" Vergrößerung.

Georg

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Re: Olympus E330 oder doch Kompakt

Ingo, (vor 7237 Tagen) @ Ingo

Hallo und schönen Dank euch Beiden für die raschen und vor
allem ausführlichen Antworten.

Die Fragestellung war tatsächlich etwas unglücklich formuliert.
Ich hatte natürlich nicht vor, eine Dikussion zum Thema Kompakt vs. DSLR
anzuregen, sondern wollte vielmehr Ansichten von Leuten hören, die mit beiden
Systemen bereits praktische Erfahrungen gesammelt haben.

Sicher gibt es für den Einsatz am Pilz Kompaktkameras, die sich im Nachhinein
für diesen Einsatz als besonders geeignet erwiesen haben, wie z.B. einige
ältere Modelle von Nikon oder eben die OLY 8080.

Entscheidend ist aber, was ich mit der Kamera gerne noch so tun würde.
So mache ich schon mal gerne das eine oder andere Landschaftsbild. Gerade
am Ostseestrand oder im Badeurlaub auf den Kanaren gibt es auch mal Bedarf
für etwas Zoom. Da müßte dann aber etwas gegen die Bewegungsunschärfe getan
werden. Auf dem Campingplatz gibt es dann und wann auch mal ein interessantes
Insekt zu sehen, welches man vielleicht auch mal aus der Nähe ablichten
möchte. Und so weiter....
Alles in Allem sind das sicher Anforderungen, die sich momentan nur mit
Kompaktkameras alle unter einen Hut bringen lassen. Allerding mit
mehr oder weniger großen Abstrichen.

Meine Fuji S7000 war schon ein tolles Teil. Nur für die Pilzfotografie
ohne Klappdisplay schon recht anstrengend. Mehr als 3-fach Zoom konnte
ich auch bei gutem Licht nicht einsetzen. Alles was darüber hinausging,
war +/- verwackelt. Außerdem gefiel mir unter dem Strich das Kontrast-
verhalten in bestimmten Situationen nicht so gut.
Also fort und dann neu - aber was dann?

Fuji S9600 ?? Wie die S7000, aber immerhin mit einem, wenn auch einge-
schränktem, Klappdisplay. Diesmal mit 10-fach Zoom, aber wieder ohne
Stabilisator.

Auch schön preiswert: Canon PS 3iS. Hat laut Herstellerangabe alles
an Bord, was den ambitionierten Fotografen glücklich macht. Klappdisplay,
Megazoom, Opt. Stabilisator. Und das ganze in ca. zwei Monaten für 300,-€ !
Eigentlich fast perfekt, bis auf die eben Canon-typische Spielzeugtasten-
bedienung. Schon beim Einschalten könnte ich 'ne Kriese bekommen.
Mit steifgefrorenen Fingern beim Brandungsangeln eine eher unlösbare Aufgabe.

Oder aber doch die neue FZ50 von Panasonic, die Harald-Andres gerade vor
Kurzem hier vorgestellt hat? Die scheint wirklich toll zu sein. Allerdings
scheint die vielgerühmte Bildqualität allein auf der Tatsache zu beruhen,
dass in der Kamera ein momentan überlegener Mini-Computer das Beste aus
den Photonen herausholt, welche auf einen für 10 Mpix viel zu kleinen
Bildsensor fallen. Dafür soll die Optik allein schon Hammer sein (Leica).

Also viel für und wider. Zurück zum eigentlichen Thema:
Was mich dann doch erstaunt, ist die Tatsache, dass ihr Beide mit sog.
Prosumergeräten gearbeitet habt, bevor der Wechsel auf die E330 kam.
Ich glaube, Andreas mit der Nikon CP8800 und Georg mit der Casio EX-P505.
gerade bei letzterem Gerät juckt es mir immer noch ein wenig in den Fingern,
da damit auch Videos möglich sind. Zumal das finanzielle Risiko hier eher
gering ist.

Ich werde also besser mal auf euren Rat hören, und noch ein wenig abwarten.
Gerade im Frühjahr bewegt sich immer einiges am Markt. Längeres Abwarten
bringt im Bereich Computer und Digitalfotografie allerdings nicht viel,
denn "Morgen" kommt immer das nächstbessere Gerät heraus, und man lebt
schließlich erstmal "Heute".
Allerdings tendiere ich momentan auch stark in Richtung DSLR.

p.s. Die Canon A95 geht zwar vorerst ganz gut. Ich habe ich mir die Cam aber
hauptsächlich für Remote-Control Anwendungen zugelegt.

Viele Grüße in den Süden - Ingo

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Re: Olympus E330 oder doch Kompakt

42, (vor 7237 Tagen) @ Ingo

Hallo Ingo,

Gerade
am Ostseestrand oder im Badeurlaub auf den Kanaren gibt es auch mal Bedarf
für etwas Zoom. Da müßte dann aber etwas gegen die Bewegungsunschärfe getan
werden.

Hmm, Zoom hat mit 'Bewegungsunschärfe' eigentlich nichts zu tun. Eine
Bewegungsunschärfe entsteht dadurch, dass sich das anvisierte Objekt (zu
schnell) bewegt - dagegen hilft nur kürzer belichten (offenere Blende oder
höhere 'Film'-Empfindlichkeit).
Du meinst vielleicht 'Verwackeln'? Dagegen hälfe das gleiche wie oben oder
ein Stabilisator (im Objektiv oder der Kamera).

Beste Grüße
Thomas '42' Wallner

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Re: Genau! Richtig gedacht -falsch geschrieben *oT*

Ingo, (vor 7237 Tagen) @ 42

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