Sturm
Nun hat sich das für mich mit dem durch den Wald gehen erledigt ...
Der Wald ist weg...
Unfaßbar.
Nun hat sich das für mich mit dem durch den Wald gehen erledigt ...
Der Wald ist weg...
Unfaßbar.
Nun hat sich das für mich mit dem durch den Wald gehen erledigt ...
Der Wald ist weg...
Unfaßbar.
Ach ja ich vergaß in dem Trubel zu erwähnen Sauerland Wald rund um 57368 ist gemeint... WAAAHHHNNNSSSIINNNN....
Meinen Kamin hats auch zerlegt...
Fotos des Waldes folgen
...(Fichten, Buchen, Eichen, Lärchen, Birken) besteht auch nur noch aus abgebrochenen Streichhölzern
. Generell hat sich hier der Waldbestand (auch Sauerland, in der Nähe des Sorpesees) stark dezimiert. Wo man hinschaut fehlen ganze Wälder oder große Teile davon.
Ansonsten bin ich froh, dass im Bekannten-/Verwandtenkreis noch alle leben.
Meiner Tante sind einige Fichten auf Haus und Auto gefallen, mein Schwager (ist bei der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr) wäre beinahe bei Freischneidearbeiten von einem weiteren umstürzenden Baum erfasst worden, meinen Chef hat's richtig erwischt: auf dem Nachhauseweg ist er in den Höhepunkt des Sturms geraten und ein Fichtenwald hat sein Auto begraben. Er war eine halbe Stunde im Auto eingeklemmt, ist aber unverletzt geblieben. Eine Minute vorher war die Straße noch frei....
Meine geplanten Waldspaziergänge für das Wochenende finden erst mal nicht statt. Sowas habe ich hier noch nicht erlebt.
Gruß
Jürgen
Balve/Sauerland
Moin Jürgen,
wenn ich mir so anschaue, was der Sturm bei uns in Nordfriesland angerichtet hat, kann ich nur fragen: „Ja, wo war er denn?“ Als ich gestern abend von HH nach Hause fuhr, war die Strecke zwischen Niebüll und Westerland/Sylt zwar gesperrt (dort geht es über den Hindenburgdamm, und das ist bei 12 Bft. kein Zuckerschlecken), aber an meinem Zielbahnhof in Friedrichstadt war wenig vom Orkan zu spüren. Klar es rauschte schon ganz ordentlich, aber bereits um 21.30 Uhr war es mit dem Orkan vorbei. Windig ja, aber das war’s auch schon. Haus- und Baumschäden: keine, bis auf ein paar morsche Krüppel, die der letzte Sturm hatte stehen lassen. Waldmäßig ist die Pilzsaison 2007 also für mich schon gerettet.
Aber warte mal ab, was sich in diesem und den nächsten Jahren auf den bei euch entstandenen Freiflächen tummeln wird. Da können einem die Augen übergehen 
Grüßlis
Thomas
Das seh ich auch so. Ein Sturm ist - im Gegensatz zu einem Kahlschlag - Natur. Und die zeigt den Menschen gelegentlich, wie stark sie ist. Sie zeigt, dass sie sich keine Monokulturen von standortfremden Bäumen aufdrücken lässt, und sie räumt dann gründlich ab.
Manche Forstleute haben die Warnschüsse namens Vivian, Wiebke, Lothar und jetzt Kyrill kapiert. Die pflanzen nur noch standortgerecht.
Beste Grüße, Heinz Ebert
Moin Jürgen,
wenn ich mir so anschaue, was der Sturm bei uns in Nordfriesland angerichtet
hat, kann ich nur fragen: „Ja, wo war er denn?“ Als ich gestern abend von
HH nach Hause fuhr, war die Strecke zwischen Niebüll und Westerland/Sylt
zwar gesperrt (dort geht es über den Hindenburgdamm, und das ist bei 12
Bft. kein Zuckerschlecken), aber an meinem Zielbahnhof in Friedrichstadt
war wenig vom Orkan zu spüren. Klar es rauschte schon ganz ordentlich,
aber bereits um 21.30 Uhr war es mit dem Orkan vorbei. Windig ja, aber das
war’s auch schon. Haus- und Baumschäden: keine, bis auf ein paar morsche
Krüppel, die der letzte Sturm hatte stehen lassen. Waldmäßig ist die
Pilzsaison 2007 also für mich schon gerettet.
Aber warte mal ab, was sich in diesem und den nächsten Jahren auf den bei
euch entstandenen Freiflächen tummeln wird. Da können einem die Augen
übergehen
Grüßlis
Thomas
eine Tatsache.Im Yukon (Westkanada) habe ich vom Flugzeug Waldschäden gesehen die unsere Schäden klein erscheinen lassen!Waldflächen von einigen ha vom Sturm weggefegt,vom Borkenkäfer kahlgefressen,vom Feuer weggebrannt,Flüsse die ihre Ufer wegen Hochwasser um einige km versetzen ect ect. Und noch keine Rede vom Raubabbau der Holzindustrie und vom sauren Regen.Wie weit haben wir Menschen es in einer Generation geschafft die Natur aus den Fugen zu bringen? Ein nachdenklicher Hans
...(Fichten, Buchen, Eichen, Lärchen, Birken) besteht auch nur noch aus
abgebrochenen Streichhölzern. Generell hat sich hier der Waldbestand
(auch Sauerland, in der Nähe des Sorpesees) stark dezimiert. Wo man
hinschaut fehlen ganze Wälder oder große Teile davon.
Ansonsten bin ich froh, dass im Bekannten-/Verwandtenkreis noch alle leben.
Meiner Tante sind einige Fichten auf Haus und Auto gefallen, mein Schwager
(ist bei der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr) wäre beinahe bei
Freischneidearbeiten von einem weiteren umstürzenden Baum erfasst worden,
meinen Chef hat's richtig erwischt: auf dem Nachhauseweg ist er in den
Höhepunkt des Sturms geraten und ein Fichtenwald hat sein Auto begraben.
Er war eine halbe Stunde im Auto eingeklemmt, ist aber unverletzt
geblieben. Eine Minute vorher war die Straße noch frei....
Meine geplanten Waldspaziergänge für das Wochenende finden erst mal nicht
statt. Sowas habe ich hier noch nicht erlebt.
Gruß
Jürgen
Balve/Sauerland
Hier sieht es auch stellenweise schlimm aus. Was mich am meisten erstaunt hat, war, daß es hier offenbar Mini-Tornados gegeben haben muß, stellenweise sind die Fichten in ca 100m breiten Schneisen in ein paar Metern Höhe komplett abrasiert worden, das auf manchmal 1km Strecke - alle Bäume rundrum stehen.
Die Windfängerkiefern an den Waldrändern hat es ziemlich viel zerlegt.
Die Buchen und Eichen stehen, bis eben auf die morschen, in denen schon der eine oder andere Pilz wohnte. Das kann ich verschmerzen.
Das mit den standortfremden Bäumen kann ich so auch bestätigen: flachwurzelnde Fichten gehören auf die teilweise recht dünne (und nach dem Regen völlig aufgweichte) Schicht Mutterboden über dem Taunusschiefer einfach nicht her. Es ist auffällig, wie viele davon Kyrill zum Opfer gefallen sind.
Ansonsten war ich bei meinem "Kontrollgang" in meinem Hausrevier heute erstaunt, wie klar der Wald im Moment wirkt. Es hat wohl auch viel Laub und jede Menge Kleinkram vom Waldboden weggefegt, so übersichtlich wirkte es lange nicht mehr.
Ich bin mir noch nicht sicher, wie ich das finden soll, denn wenn es nochmal krachkalt wird, fehlt da eine schützende Schicht über dem Boden.
Und letztes Jahr hatten wir schon eine fiese Frostspannerinvasion - die Biester überleben ja auch noch bei -20°C. Im Gegensatz zu denen, die sich da eventuell im jetzt nicht mehr vorhandenen Kleinkram verstecken... hmmm...
Grüße vom Hinnertaunuswesthang
Kattugla
Der erste Blick nach dem Sturm auf den zerzausten oder stellenweise nicht mehr vorhandenen Wald kann ganz schön beklemmend sein. Kenne ich von "Lothar", der meine heimischen Reviere im Schwarzwald und am Rhein zerlegt hat. So sehr, dass ich mich bei der ersten Exkursion nach dem Sturm nicht mehr auskannte (und mich brutal verlaufen habe...).
Heute bin erfreut über den Sturm damals. Zumindest dort, wo die Förster nicht gründlich aufgeräumt haben und in den nur ausgelichteten, aber nicht komplett abrasierten Beständen hat sich die Vegetation seither so prächtig entwickelt, dass viele zuvor seltene Pflanzen, Tiere und Pilze jetzt viel häufiger geworden sind. So ziemlich alles was Totholz oder Licht braucht hat von den Sturmschäden profitiert. Also nur nicht verzagen, denn jetzt wird es besser! Sturm ist ja etwas ganz Natürliches und die Natur ist bestens daran angepasst, die Lücken wieder zu füllen, wenn wir sie nicht daran hindern. Immerhin kann ein Großteil der heimischen Arten nicht im geschlossenen Wald leben, obwohl Mitteleuropa vor dem Eingreifen des Menschen praktisch komplett bewaldet war. Nur schafft die Natur durch sog. Katastrophen wie Sturm, Feuer, Überschwemmungen etc. immer wieder Lücken und sehr viele Arten brauchen genau die dadurch entstandenen, zeitweise offenen Flächen. Wer sich mehr Natur in Deutschland wünscht, für den sind die sog. Sturm-"schäden" im Wald ein Grund zur Freude! Die zerrupften Wälder sind vielleicht aus einer kurzfristig kalkulierenden ökonomischen Perspektive eine Katastrophe, ökologisch sind sie ein Segen.
Die Frostspannerraupenplage ist aus der ökologischen Perspektive ebenfalls kein Problem (nur das Spazieren gehen durch die Raupenvorhänge ist etwas lästig und der Förster mag das natürlich auch nicht). Das Freiblasen des Waldbodens hat starken Einfluss auf die Lebewesen am Waldboden, die ja großteils von den Blättern etc. leben. Die Blätter und was da sonst noch herum lag, sind aber irgendwo hingeblasen worden, wo sich jetzt besonders viel von dem Zeug häuft. Dadurch entsteht eine höhere standörtliche Vielfalt, die eine höhere Artenvielfalt nach sich ziehen dürfte. Du kannst Dich schon mal freuen auf viele Begegnungen mit bisher nie gesehenen Tieren, Pflanzen und Pilzen!
Gruß vom Fuße des Schwarzwalds
Dieter
Das Freiblasen des Waldbodens hat starken Einfluss auf die Lebewesen am Waldboden, die ja großteils von den Blättern etc. leben. Die Blätter und was da sonst noch herum lag, sind aber irgendwo hingeblasen worden, wo sich jetzt besonders viel von dem Zeug häuft. Dadurch entsteht eine höhere standörtliche Vielfalt, die eine höhere Artenvielfalt nach sich ziehen dürfte. Du kannst Dich schon mal freuen auf viele Begegnungen mit bisher nie gesehenen Tieren, Pflanzen und Pilzen!
Gruß vom Fuße des Schwarzwalds
Dieter
Der Zusammenhang ist interessant. Zumal wir hier hinten dank der örtlichen Gegebenheiten (unwegsames Gelände, Böschungen, Felsen) eh schon kleine Fleckchen Wald dazwischen haben, die forstlich nicht bewirtschaftet werden - und das sichtlich schon seit zwei, drei Generationen. In der Folge habe ich hier z.B. schon Schmetterlinge und Vögel entdeckt, der der wirtschaftswaldgewohnte Durchschnittsspazierer höchstens aus dem Buch kennt.
So ist es dann wohl wie mit allen Dingen, in denen Leben steckt: nichts steht still. *g*
guds Nächtle
Kattu
Moin Kattugla,
(…) offenbar Mini-Tornados gegeben haben muß (…)
oh, oh, nicht von „Mini-Tornados“ sprechen in unmittelbarer Nachbarschaft des Wetterzentrale-Forums 
Die kennen da keinen Spaß, denn „Mini-Tornados“ sind eine Erfindung unbedarfter Boulevard-Journalisten.
(…) stellenweise sind die Fichten in ca 100m breiten Schneisen in ein paar
Metern Höhe komplett abrasiert worden, das auf manchmal 1km Strecke - alle
Bäume rundrum stehen. (…)
Bekannte Erscheinung: Es gibt ein Phänomen, dass man „Downburst“ nennt, extrem starke Fallwinde, die Bäume abknicken wie Streichhhölzer. Das habe ich mal vor fast 13 Jahren erlebt, als ich beim Angeln in einem Waldsee vom Sturm überrascht wurde. Mit gewaltigem Getöse krachte so ein Downburst in eine Fichtendickung. Inerhalb weniger Momente lag etwa 1 ha Fichten platt, und die Geschwindigkeit, mit der ich die Flucht ergriff, erreichte wohl knap 0,9 c *ggg*
Aber schau’ einmal nach, ob sich am Anfang dieser Windbruchschneisen nicht auch die eine oder andere Lichtung befindet, die dem Sturm besonders gute Angriffsmöglichkeiten bot.
(…) fiese Frostspannerinvasion - die
Biester überleben ja auch noch bei -20°C. (…)
Das milde Wetter könnte für die Frostspanner aber auch ein Schuss werden, der nach hinten losgeht: Die Temperaturen sind vielleicht für Fressfeinde und Krankheitserreger der Spanner ganz gut, so dass diese sich vermehren und der Frostspannner-Population den Garaus machen. Mal abwarten.
Grüßlis
Thomas
aus dem Wetterforum:
http://www.naturgewalten.de/070119ilmenau.htm
Gruß
Karl-Heinz
Ilmenau habe zu Uni-Zeiten (also gar nicht so lange her) noch Pilze gesucht.....
Würde gern wissen wie sich so große Schäden auf das Pilzwachstum auswirken.
Autsch, das sieht ja boese aus. Aber die Gebäude auf dem Ehrenberg haben sie stehen lassen?