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Weisses Hübschchen und anderes *PIC*

Markus Wilhelm ⌂, (vor 7081 Tagen)

Hallo Pilzfreunde,

Bei uns wächst eigentlich nicht viel(zu warm), hier möchte ich aber einen Art vorstellen, die recht früh (Fotos von Heute) erscheint und ein spezielles Verbreitungsgebiet hat:

Marasmiellus candidus (albuscorticis)- Weisser Zwergschwindling

Die Art ist bei uns am Oberrhein geradezu ein Massenpilz, der oft alles überzieht, vor allem längs des Rheins. An anderen Orten scheint die Art dagegen sogar sehr selten zu sein! Vielleicht meldet ihr euch für ein Dementi/Bestätigung. Denn im Krieglsteiner- Atlas hat es erstaunlich wenig Einträge!

Von oben eigentlich unscheinbar

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Aber von unten gesehen doch wirklich ein hübsches Kerlchen!

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Und nun doch einmal ein Beispiel für den Unterschied Blitz/Tageslicht: die ersten Fotos sind geblitzt (Doppelblitz) hier eine Tageslicht-Aufnahme; durch das lange Belichten wird das Grün des Laubes summiert und verfälscht die wirklichen Farben! (Ich bin eben ein Gegner des nachträglichen Veränderns von Bildern)

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Dann wuchs und wächst ein Schleimpilz in meinem Garten, oft auf Schnitzel und frischer Erde, sehr dick bis 2cm, und oft mit diesen Tropfen. Nach dem Myxomycetenwerk Neubert etc. ist dies Fuglio septica var. rufa, für einige Autoren sogar eine eigene Art.

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Unterwegs versuchte ich wie ein Irrer, einen Schillerfalter zu fotografieren, der war leider sehr unkooperativ, als Ersatz gelang mit doch noch ein Foto des Grossen Fuchses, ja auch nicht mehr gerade was häufiges!

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Da ist man nun doch wieder einmal froh, dass die Pilze so schön stillehalten!!!

Allen viele Grüsse, Markus

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Re: Weisses Hübschchen und anderes

AK_CCM, (vor 7081 Tagen) @ Markus Wilhelm

Hallo Markus,

Danke für Dein Portrait - bei mir in der Ecke habe ich die Art bislang noch nicht entdeckt - allerdings bin ich meist in Fichten-Kiefernforsten unterwegs. Von unten wirklich ein Hingucker!

Und nun doch einmal ein Beispiel für den Unterschied Blitz/Tageslicht: die
ersten Fotos sind geblitzt (Doppelblitz) hier eine Tageslicht-Aufnahme;
durch das lange Belichten wird das Grün des Laubes summiert und verfälscht
die wirklichen Farben! (Ich bin eben ein Gegner des nachträglichen
Veränderns von Bildern)

Bilder nachträglich zu verändern halte ich dagegen für legitim: Man macht nichts anderes, als Mankos, die man bereits direkt mit der Kamera beseitigen könnte, im Nachhinein auszumerzen - beides fällt wie auch das Fotografieren selbst unter Bildmanipulation. Bisweilen eine Glaubensfrage.

Den Grünstich hättest Du mit einem Weißabgleich in Kombination mit einem Reflektor wegbekommen.
Aber hier hast Du meines Erachtens mit dem Blitz die richtige Entscheidung getroffen: Die getreue Farbwiedergabe war so einfacher zu gewährleisten und der teils durch die Sonne erhellte Hintergrund wird dunkler und rückt dadurch in den Hintergrund. Bemerkenswert, wie Du das Weiß der Hutunterseiten komplett ohne Überstrahlungen bzw. zu hohen Kontrast gemeistert hast!
Nebenbei: Wie muss man sich das mit dem Doppelblitz vorstellen: jeweils von links und von rechts?

Gruß, Andreas

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Re: Weisses Hübschchen und anderes

Markus Wilhelm ⌂, (vor 7081 Tagen) @ AK_CCM

Nebenbei: Wie muss man sich das mit dem Doppelblitz vorstellen: jeweils von
links und von rechts?

Hallo Andreas,
Danke, ja genau so. Die eingebauten Blitze eignen sich nicht für Makros, weil ja meist das Objektiv davor ist. So benutze ich 2 externe Blitze (einer mit Kabel, einer mit Auslöse-Fotozelle). Günstig ist ein Blitz, bei dem man manuell die Stärke einstellen kann. Blitz hat auch den Vorteil, dass man da fotografieren kann, wo kein Stativ möglich ist und man sonst unweigerlich verzittert. Dann manuell auf Zeit 1/100 bei voller Blende, und man hat meist ein gutes Bild, mit dem Blitzabstand kann man dann sehr gut variieren, um die richtige Helligkeit zu erhalten. Es sind oft nicht gerade die ästhetischten Bilder, weil manchmal sehr hart, aber die Farben kommen oft nur mit Blitz genau gleich rüber!

Viele Grüsse, Markus

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Re: Weisses Hübschchen und anderes *PIC*

AK_CCM, (vor 7081 Tagen) @ Markus Wilhelm

Hallo nochmals,

So benutze ich 2 externe Blitze (einer
mit Kabel, einer mit Auslöse-Fotozelle).

das habe ich mir schon gedacht: Hättest Du nämlich frontal geblitzt, wären die Strukturen sicher nicht derart plastisch zu sehen - allein schon aus diesem Grund kann man den festen Blitz an der Kamera größtenteils vergessen. Bisweilen gibt es aber auch für den internen Blitz brauchbare Szenarien. So konnte ich beispielsweise Rotrandige Baumschwämme an einem stehenden Baumstamm mit Hilfe eines Aufhellblitzes gegen das Licht fotografieren:

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Ohne Blitz wären die Konsolen im Schwarz abgesoffen.

Günstig ist ein Blitz, bei dem
man manuell die Stärke einstellen kann.

Meinst Du jetzt den "Slave-Blitz" oder den verkabelten? Lässt sich die Lichtstärke des Verkabelten nicht ohnehin über das Menü der Kamera justieren?

Blitz hat auch den Vorteil, dass
man da fotografieren kann, wo kein Stativ möglich ist [...]

Hm...wenn ich ehrlich bin, hatte ich noch nie eine solche Situation. Hast Du gerade ein Beispiel parat?

Es sind oft nicht
gerade die ästhetischten Bilder, weil manchmal sehr hart, aber die Farben
kommen oft nur mit Blitz genau gleich rüber!

Mit entsprechendem Abstand und Herabsetzen der Lichtintensität sollten aber auch mit Blitz ästhetische Aufnahmen möglich sein. Mit den Farben gebe ich Dir Recht, allerdings stellt sich die Frage, ob man bei den an und für sich sehr variablen Pilzfruchtkörpern auf eine 100%ige Farbtreue angewiesen ist...

Gruß, Andreas

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Re: Weisses Hübschchen und anderes

Markus Wilhelm ⌂, (vor 7081 Tagen) @ AK_CCM

Meinst Du jetzt den "Slave-Blitz" oder den verkabelten? Lässt sich
die Lichtstärke des Verkabelten nicht ohnehin über das Menü der Kamera
justieren?
Hm...wenn ich ehrlich bin, hatte ich noch nie eine solche Situation. Hast Du
gerade ein Beispiel parat?

Hallo Andreas,

ich habe noch alte Blitze aus der Analogzeit (Die ich auch noch für meine Dias brauche), die man auf voll, 1/4 und 1/16 einstellen kann. Für Digital reicht 1/16, mann muss dann eben mit der Distanz etwas "jonglieren". Ich arbeite bei Makro nicht gerne mit der Elektronik, da ich Erfolg oder Misserfolg gerne nachvollziehen möchte, und die Elektronik hat schon oft eben ein "Eigenleben".

Z.B. eben Holzpilze oder Rindenhelmlinge an einem Stamm, wie kann man da ein Stativ stellen, oder an sehr unzugänglichen Stellen, wenn auch ein umplazieren der Pilze heikel ist.

Grüsse, Markus

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Re: Weisses Hübschchen und anderes

Rudi, (vor 7081 Tagen) @ Markus Wilhelm

Hallo Markus

Die Hübschen hab ich bei uns leider noch nicht gefunden, aber ich werd mal drandenken!

Grüße Rudi

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Re: Weisses Hübschchen und anderes

Till, (vor 7081 Tagen) @ Markus Wilhelm

Hallo, Markus,

in Deutschland habe ich diesen hübschen, an exotische Arten erinnernden Schwindling noch nicht gesehen. Aber an der Westspitze der Bretagne (Finistère)fand ich ihn mal von April bis Juni an zahlreichen Standorten in feuchten Bachschluchten etc. Vielleicht ist das eine Art mit atlantisch-(sub)mediterraner Verbreitung.

Schöne Grüße
Till

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Re: Weisses Hübschchen und anderes

Piwo, (vor 7081 Tagen) @ Markus Wilhelm

Hallo Pilzfreunde,
Bei uns wächst eigentlich nicht viel(zu warm), hier möchte ich aber einen Art
vorstellen, die recht früh (Fotos von Heute) erscheint und ein spezielles
Verbreitungsgebiet hat: Marasmiellus candidus (albuscorticis)- Weisser
Zwergschwindling
Die Art ist bei uns am Oberrhein geradezu ein Massenpilz, der oft alles
überzieht, vor allem längs des Rheins. An anderen Orten scheint die Art
dagegen sogar sehr selten zu sein! Vielleicht meldet ihr euch für ein
Dementi/Bestätigung. Denn im Krieglsteiner- Atlas hat es erstaunlich wenig
Einträge!

hallo Markus,

ich kenne Marasmiellus candidus vom Nordostrand von Ihringen am Kaiserstuhl. Dort habe ich u.a. für die Art extrem große Exemplare gefunden: Hutdurchmesser 42 mm.

Gruß

Piwo

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Danke!

Markus Wilhelm ⌂, (vor 7080 Tagen) @ Piwo

Danke allen für ihre Meldungen:

es scheint also schon so, dass diese Art ein sehr eigenartiges Verbreitungsverhalten hat, an einigen Orten enorm häufig, an anderen kaum vorhanden, dies ist schon recht selten, denn es ist ja keine auf irgend ein rares Subtrat spezialisierte Art!

Viele Grüsse, Markus