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Totentrompeten-Schwemme

Andreas ⌂, (vor 9481 Tagen)

Hallo,

noch was zum neidisch werden:

Am Samstag hatte ich eine Pilzführung zu leiten und wir waren kaum ein paar Schritte im Wald (mitten in Stuttgart), da kamen die ersten Teilnehmer mit Totentrompeten im Körbchen an. Letzten Endes stellte sich heraus, dass der ganze Hang, dem entlang wir die Führung machten, voll mit Totentrompeten war. Die Leute dürften etwa (geschätzt) 10-15 kg geernetet haben. Ich bin am nächsten Tag nochmal dorthin, ahbe mir etwa 2 kg für meinen Bedarf geholt und der Hang war immer noch über und über voll, zumeist mit überalterten Exemplaren. Ich kann mich nicht erinnern, jemals irgendeine Pilzart in derartiger Menge angetroffen zu haben, höchstens vielleicht den Dunklen Hallimasch in einer befallenen Fichten-Monokultur. Absolut einmalig Und soll mir keiner sagen, dass die Entnahme von 15 kg Totentrompeten diesem Biotop geschadet haben soll!

Übrigens noch, selstsamerweise fanden wir auf der gleichen Exkursion, etliche frische Frauentäublinge, Anis-Champignons, Riesen-Scheidenstreifling und Austernseitlinge. Recht merkwürdige Fundzusammenstellung, vom zeitlichen her betrachtet ....

Gruß,
Andreas

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Re: Totentrompeten-Schwemme

bleem, (vor 9481 Tagen) @ Andreas

Nochmal Hi!

Herzlichen Glückwunsch-das ist ja der blanke Wahnsinn! Irgendwie müssen wir uns glaube ich von den in Büchern festgelegten zeitlichen Erscheinen der Pilze verabschieden. Dieses Jahr hat deutlich gezeigt das extreme Abweichungen im Auftreten von Pilzen auftreten können auch ungefähre Daten werden hier komplett über den Haufen geschmissen. Ich für meine Person werde von jetzt ab nur noch die Jahreszeit an sich und den Wetterverlauf beobachten und danach richte ich meine Pilzgänge.

Ciao bleem

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Re: Totentrompeten-Schwemme

Andreas ⌂, (vor 9481 Tagen) @ bleem

Nochmal Hi!
Herzlichen Glückwunsch-das ist ja der blanke Wahnsinn! Irgendwie müssen wir
uns glaube ich von den in Büchern festgelegten zeitlichen Erscheinen der
Pilze verabschieden. Dieses Jahr hat deutlich gezeigt das extreme
Abweichungen im Auftreten von Pilzen auftreten können auch ungefähre Daten
werden hier komplett über den Haufen geschmissen. Ich für meine Person
werde von jetzt ab nur noch die Jahreszeit an sich und den Wetterverlauf
beobachten und danach richte ich meine Pilzgänge.
Ciao bleem

Ja, denke auch dass das mehr bringt als das sture "jetzt ist September, also gibts jetzt dies und jenes". Aber dieses Jahr war vom Wachstumsverlauf der Pilze her sicherlich ausgesprochen kurios und nicht als Maßstab zu nehmen.

Gruß,
Andreas

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Re: Totentrompeten-Schwemme

Alpenhans, (vor 9481 Tagen) @ Andreas

Hallo,
noch was zum neidisch werden: Am Samstag hatte ich eine Pilzführung zu leiten
und wir waren kaum ein paar Schritte im Wald (mitten in Stuttgart), da
kamen die ersten Teilnehmer mit Totentrompeten im Körbchen an. Letzten
Endes stellte sich heraus, dass der ganze Hang, dem entlang wir die
Führung machten, voll mit Totentrompeten war. Die Leute dürften etwa
(geschätzt) 10-15 kg geernetet haben. Ich bin am nächsten Tag nochmal
dorthin, ahbe mir etwa 2 kg für meinen Bedarf geholt und der Hang war
immer noch über und über voll, zumeist mit überalterten Exemplaren. Ich
kann mich nicht erinnern, jemals irgendeine Pilzart in derartiger Menge
angetroffen zu haben, höchstens vielleicht den Dunklen Hallimasch in einer
befallenen Fichten-Monokultur. Absolut einmalig Und soll mir keiner sagen,
dass die Entnahme von 15 kg Totentrompeten diesem Biotop geschadet haben
soll!

Hallo!

bei uns (wienerwald) gibt es normalerweise sehr viele totentrompeten - heuer sind sie bis vorgestern ausgefallen und jetzt sind die wenigen kaum zu finden, weil sie von einem "blätterteppich" bedeckt sind. wo wachsen sie bei euch o. sind die blätter noch an den bäumen.
auf jedenfall gratuliere ich dir zu diesen fund!
gruß hans

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Re: Totentrompeten-Schwemme

Andreas ⌂, (vor 9481 Tagen) @ Alpenhans

Hallo!
bei uns (wienerwald) gibt es normalerweise sehr viele totentrompeten - heuer
sind sie bis vorgestern ausgefallen und jetzt sind die wenigen kaum zu
finden, weil sie von einem "blätterteppich" bedeckt sind. wo
wachsen sie bei euch o. sind die blätter noch an den bäumen.
auf jedenfall gratuliere ich dir zu diesen fund!
gruß hans

Genau wie bei Euch: Bis die letzten Tage waren sie heuer nicht aufzufinden und jetzt sind sie vom Laub bedeckt! Aber dieser Hang ist etwas windig, so dass es viele Stellen gibt, an denen nur eine dünne Laubschicht liegt. Und die Teile werden gut 15 cm hoch, so sind sie immer noch gut zu sehen. Allerdings haben wir auch etliche zertreten, wie man im nachhinein gesehen hat.
Am besten waren Stellen, an denen vor Jahren Bäume gefallen und liegengeblieben sind. Und zwar dort, wo die Krone auf dem Boden liegt und dementsprechend ein Gewirr nicht allzu dicker Äste den Boden bedeckt. Ich habe das auch bei anderen Pilzarten schon entdeckt, dass die sich gerne an solchen Stellen aufhalten. Ich habe auch eine Erklärung dafür gefunden: Der Hang ist eigentlich ein Stubensandsteinhang mit viel Eiche, Hainbuche und Buche. Der Boden ist relativ sauer, was die Totentrompeten ja nicht so sehr mögen. An den Stellen, an denen die Äste liegen, bleibt wesentlich mehr Laub hängen als auf dem demWind ausgesetzten Hang. Folglich bildet sich eine dickere Mull/Humusschicht, die den Boden aufbessert. Gleichzeitig trocknen die Myzele nicht so leicht aus.

Gruß,
Andreas

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Frost?

Werner, (vor 9480 Tagen) @ Andreas

Hallo Andreas,

war bei Euch noch kein Frost? Bei uns war vor 3 Tagen Nachtfrost (wenn auch nicht schlimm, so doch ca. - 2 Grad). War seitdem nicht mehr draussen, aber ich mache mir nicht allzugrosse Hoffnungen.

Gruss,

Werner

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Re: Totentrompeten-Schwemme

interhias ⌂, (vor 9480 Tagen) @ Andreas

Genau wie bei Euch: Bis die letzten Tage waren sie heuer nicht aufzufinden
und jetzt sind sie vom Laub bedeckt! Aber dieser Hang ist etwas windig, so
dass es viele Stellen gibt, an denen nur eine dünne Laubschicht liegt. Und
die Teile werden gut 15 cm hoch, so sind sie immer noch gut zu sehen.
Gruß,
Andreas

Servus!

Die Vorstellung von kiloweise Totentrompeten begeistert mich. Das Ernten von einem Pfund Trompeten ist immerhin ein ungleich längeres Vergnügen, als das Einsacken eines einzigen Mordstrumm Steinpilzes, vorausgesetzt man hat's nicht im Kreuz.
Die Totentrompeten scheinen ausgesprochen gern an Hängen zu wachsen. Die meisten habe ich heuer an mit mittelgroßen bis alten Buchen bewachsenen Hängen gefunden, vornehmlich entlang von aus dem Erdreich hervorragenden, dicken Wurzeln.
Allerdings ist der letzte größere Schub der Trompeten hier in München schon vorbei, das dürfte so Mitte/Ende Oktober gewesen sein. Dafür sind die ersten schon im August aufgetaucht und bis in den Spätherbst sukzessive weitergewachsen.
Erstaunlich, daß in Stuttgart noch frische Frauentäublinge wachsen. Im Moment findet man hier nur noch Ockertäublinge und vereinzelt vergammelte Speitäublingsüberreste. Die Frauentäublinge wuchsen hier hauptsächlich im Hochsommer und traten im Herbst vergleichsweise nur mehr vereinzelt auf.

Interhias

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Re: Totentrompeten-Schwemme

Leni, (vor 9480 Tagen) @ Andreas

Ja, denke auch dass das mehr bringt als das sture "jetzt ist September,
also gibts jetzt dies und jenes". Aber dieses Jahr war vom
Wachstumsverlauf der Pilze her sicherlich ausgesprochen kurios und nicht
als Maßstab zu nehmen.
Gruß,
Andreas

Hallo,
Was Pilze angeht bin ich dieses Jahr ja das erste mal dabei, bis auf die Wiesenchampignons die ich früher gesammelt habe...und gleich ein gutes Jahr erwischt :-)
Kurios war dieses Jahr allerdings ja nicht nur was die Pilze angeht, ich habe anfang November sogar noch Erdbeeren im Garten meiner Mutter geerntet, nicht viele und auch nicht sehr rot, dafür aber sehr süß und schmackhaft...Daher habe ich mich auch schon gefragt, ob die Angaben in meinem Pilzbestimmungsbuch dieses Jahr nicht auch danebenliegen können, vor allem nachdem ich vor einigen Tagen 2 schöne Steinpilze gefunden habe.

bye,Leni

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Re: Frost?

Andreas ⌂, (vor 9480 Tagen) @ Werner

Hallo Andreas,
war bei Euch noch kein Frost? Bei uns war vor 3 Tagen Nachtfrost (wenn auch
nicht schlimm, so doch ca. - 2 Grad). War seitdem nicht mehr draussen,
aber ich mache mir nicht allzugrosse Hoffnungen.
Gruss,
Werner

Nee. Auf den Fildern (die Gegend um den Flughafen, Stgt.-Vaihingen und so) hatte zwar zwei Nächte mit 0 Grad, aber im weiteren Stadtgebiet ist immer einige Grad wärmer.

Gruß,
Andreas