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Nochmal zu den Austernseitlingen

bleem, (vor 9459 Tagen)

Hallo!

Ihr habt doch sicher mein Posting vom 03.12.2000 gelesen wo ich das Bild mit meinem Austernseitlingsfund gezeigt habe. Naja auf jeden Fall bin ich den nächsten Tag,also gestern 04.12.2000, nochmal in den Wald und siehe da finde ich schon wieder eine sterbende Buche mit ca.2kg Austernseitlingen daran ide ich allerdings belassen habe-man muß es ja nicht übertreiben :-))
Bemerkt habe ich allrdings das diese Exemplare viel heller waren als die vom 03.12.2000. Angeblich sollen die dunkleren Exemplare (Taubenblauer Austernseitling) besser schmecken als die Standardsorte-hat da jemand Erfahrung und gibt es die verschiedenen Sorten überhaupt oder ist es nur eine Farbvariante?

Ciao bleem

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Re: Nochmal zu den Austernseitlingen

Walter, (vor 9459 Tagen) @ bleem

Hi bleem ,

zu Deiner Aufnahme nur so viel , mein Züchterherz geht bei so viel Pracht einfach über !
Deine Frage ist nicht leicht zu beantworten , zu groß ist die Verwirrung um die Seitlinge (insbesonders wenn man züchtet) , z.B. der Zitronengelbe , der ja häufig in Form von Brut angeboten wird = laut Beschreibung Pl. cornucopiae , nur nach meinen Bestimmungsbüchern/Bildern sieht der überhaupt nicht so zitronig aus ! Muß wieder Stamets zitieren , der bezeichnet die gelbe Form als Pl. citrinopileatus , daß halte ich zumindest namentlich für durchaus angebracht u. richtig ! Genetisch sind aber unsere europäische Form (nicht gelb , oder hat schon mal einer so ein knallgelbes Teil gefunden ?) u. die asiatische Variante (gelb) ident !
Der Taubenblaue Seitling = Pl. columbinus wird als eigenständige Form geführt , zumindest der Literatur nach u. sollte sich daher von ostreatus unterscheiden !
Stichwort Farbe , die farbliche Bandbreite von Austernpilzen ist schier unglaublich , eigene Erfahrungen bestätigen dies , so habe ich mit dem selben Stamm weiß - beige bis dunkelbraune Fruchtkörper geerntet , wäre ich mir nicht sicher , würde ich auch auf zwei versch. Stämme tippen !
Ausschlaggebend ist die Licht - Intensität u. vorhandene Temperaturen , möglicherweise auch das Substrat .
Also weiter wundern u. genießen !

Gruß Walter

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Re: Nochmal zu den Austernseitlingen

bleem, (vor 9459 Tagen) @ Walter

Hallo Walter!

Habe ich es mir doch gedacht das es nicht so einfach mit den Seitlingen. Auf alle Fälle hast Du mir schon sehr geholfen mit Deiner Einschätzung und Deinen Beobachtungen.

Ciao bleem

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Re: Nochmal zu den Austernseitlingen

Hanni, (vor 9459 Tagen) @ Walter

zu Deiner Aufnahme nur so viel , mein Züchterherz geht bei so viel Pracht
einfach über !
Deine Frage ist nicht leicht zu beantworten , zu groß ist die Verwirrung um
die Seitlinge (insbesonders wenn man züchtet) , z.B. der Zitronengelbe ,
der ja häufig in Form von Brut angeboten wird = laut Beschreibung Pl.
cornucopiae , nur nach meinen Bestimmungsbüchern/Bildern sieht der
überhaupt nicht so zitronig aus ! Muß wieder Stamets zitieren , der
bezeichnet die gelbe Form als Pl. citrinopileatus , daß halte ich
zumindest namentlich für durchaus angebracht u. richtig ! Genetisch sind
aber unsere europäische Form (nicht gelb , oder hat schon mal einer so ein
knallgelbes Teil gefunden ?) u. die asiatische Variante (gelb) ident !
Der Taubenblaue Seitling = Pl. columbinus wird als eigenständige Form geführt
, zumindest der Literatur nach u. sollte sich daher von ostreatus
unterscheiden !
Stichwort Farbe , die farbliche Bandbreite von Austernpilzen ist schier
unglaublich , eigene Erfahrungen bestätigen dies , so habe ich mit dem
selben Stamm weiß - beige bis dunkelbraune Fruchtkörper geerntet , wäre
ich mir nicht sicher , würde ich auch auf zwei versch. Stämme tippen !
Ausschlaggebend ist die Licht - Intensität u. vorhandene Temperaturen ,
möglicherweise auch das Substrat .
Also weiter wundern u. genießen !
Gruß Walter

Muß ich zustimmen, habe vergangenen Sommer vom selben Stamm, und auch auf dem selben Substrat, farblich total verschiedene Fruchtkörper geerntet. Diejenigen die ich in der Scheune im halbdunkel mit gelegentlichem Lichteinfall gezüchtet habe, waren hellbraun bis blaßgrau, die selbe Sorte im Freien, jedoch unter einem kleinen Bretterdach hatten eine wunderschöne total rostbraune Farbe. Andere, die den ganzen Tag der Sonne ausgesetzt waren wurden zum teil richtig stahlgrau-blau.

Als wie man sieht, man kann wohl keine pauschale Antwort abgeben.

Gruß Hanni

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Re: Nochmal zu den Austernseitlingen

Heischa, (vor 9459 Tagen) @ bleem

Hallo!
Ihr habt doch sicher mein Posting vom 03.12.2000 gelesen wo ich das Bild mit
meinem Austernseitlingsfund gezeigt habe. Naja auf jeden Fall bin ich den
nächsten Tag,also gestern 04.12.2000, nochmal in den Wald und siehe da
finde ich schon wieder eine sterbende Buche mit ca.2kg Austernseitlingen
daran ide ich allerdings belassen habe-man muß es ja nicht übertreiben

-))

Bemerkt habe ich allrdings das diese Exemplare viel heller waren als die vom
03.12.2000. Angeblich sollen die dunkleren Exemplare (Taubenblauer
Austernseitling) besser schmecken als die Standardsorte-hat da jemand
Erfahrung und gibt es die verschiedenen Sorten überhaupt oder ist es nur
eine Farbvariante?
Ciao bleem

Ich habe mich bei meiner 1. Suche nach Austernseitlingen gefreut. "Oh, endlich ein Baum mit Austernseitlingen." Aber dann waren Zweifel da?!. Pilze waren nicht bläulich sondern eher bräunlich, Pilze waren nicht an absterbender Buche, sondern an lebender Eiche?!.
Ist das nun eine Abart von Ausernseitlingen oder was anderes.

Gruß Heischa

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Re: Nochmal zu den Austernseitlingen

bleem, (vor 9458 Tagen) @ Heischa

Hi Heischa!

Es könnten aber doch Austernseitlinge gewesen,es muß nicht unbedingt Buche sein! Der Austernseitling
wächst zwar häufiger auf Buche aber auch an anderen toten und lebenden Laubhölzern.
Möglich wäre auch das Du den Rillstieligen Seitling gefunden hast-War der Pilz eher dunkelbraun oder blaß bräunlich?

Ciao bleem

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Re: Nochmal zu den Austernseitlingen

Heischa, (vor 9458 Tagen) @ bleem

Hi Heischa!
Es könnten aber doch Austernseitlinge gewesen,es muß nicht unbedingt Buche
sein! Der Austernseitling
wächst zwar häufiger auf Buche aber auch an anderen toten und lebenden
Laubhölzern.
Möglich wäre auch das Du den Rillstieligen Seitling gefunden hast-War der
Pilz eher dunkelbraun oder blaß bräunlich?
Ciao bleem

Hi bleem!

Also der Rillstielige war's glaub ich nicht.
Farbe: eher blaß bräunlich.

Ciao

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Re: Nochmal zu den Austernseitlingen

Ralli, (vor 9457 Tagen) @ bleem

Hallo!
Ihr habt doch sicher mein Posting vom 03.12.2000 gelesen wo ich das Bild mit
meinem Austernseitlingsfund gezeigt habe. Naja auf jeden Fall bin ich den
nächsten Tag,also gestern 04.12.2000, nochmal in den Wald und siehe da
finde ich schon wieder eine sterbende Buche mit ca.2kg Austernseitlingen
daran ide ich allerdings belassen habe-man muß es ja nicht übertreiben

-))

Bemerkt habe ich allrdings das diese Exemplare viel heller waren als die vom
03.12.2000. Angeblich sollen die dunkleren Exemplare (Taubenblauer
Austernseitling) besser schmecken als die Standardsorte-hat da jemand
Erfahrung und gibt es die verschiedenen Sorten überhaupt oder ist es nur
eine Farbvariante?
Ciao bleem

Hi bleem,

die Farben sind wirklich sehr variabel.
Bei uns im Wald liegt eine umgestürte Esche, an und um der ich in direkter Nachbarschaft Hallimasch, Porlinge, Austernpilze, Samtfußrüblinge und Judasohren finde (natürlich nicht auf einmal!!)
Dabei hab ich festgestellt, das wenn die Austis früh im Jahr erscheinen (so ca. Mitte Oktober bei uns) sie relativ hell sind, fast beige.
Wenn sie erst im Dezember erscheinen, so wie dieses Jahr, sind sie sehr dunkel gefärbt. Vielleicht spielt auch das Substrat (Weichholz/Hartholz/Baumart) eine Rolle?
Wie dem auch sei, essen kann man sie und einfrieren auch (also zier' Dich nicht), der Winter kommt bestimmt noch. 1978/79 hatten wir auch bis Weihnachten Frühlingswetter, bis die Okklusion kam mit einem Temperatursturz von ca.30°!!
Ich weiß nicht, ob Thomas da schon in Nordfriesland gewohnt hat, aber wenn, dann kann er's sicher bestätigen.
Bis dann, Ralli

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Austernseitlingsfarben

Thomas Pruß, (vor 9457 Tagen) @ Ralli

Hi bleem,
die Farben sind wirklich sehr variabel.
Bei uns im Wald liegt eine umgestürte Esche, an und um der ich in direkter
Nachbarschaft Hallimasch, Porlinge, Austernpilze, Samtfußrüblinge und
Judasohren finde (natürlich nicht auf einmal!!)
Dabei hab ich festgestellt, das wenn die Austis früh im Jahr erscheinen (so
ca. Mitte Oktober bei uns) sie relativ hell sind, fast beige.
Wenn sie erst im Dezember erscheinen, so wie dieses Jahr, sind sie sehr
dunkel gefärbt. Vielleicht spielt auch das Substrat
(Weichholz/Hartholz/Baumart) eine Rolle?
Wie dem auch sei, essen kann man sie und einfrieren auch (also zier' Dich
nicht), der Winter kommt bestimmt noch. 1978/79 hatten wir auch bis
Weihnachten Frühlingswetter, bis die Okklusion kam mit einem
Temperatursturz von ca.30°!!
Ich weiß nicht, ob Thomas da schon in Nordfriesland gewohnt hat, aber wenn,
dann kann er's sicher bestätigen.
Bis dann, Ralli

Nee, Ralf, hab ich nicht, aber in der Eifel war’s auch s…kalt.
Austernseitlinge sind wirklich sehr variabel: Ich hab’ auch ’ne umgestürzte, abgebrochene Esche, an der graue Aupis wachsen. Daneben steht noch der Stamm, an dem wachsen braune Aupis.
Ich dachte, die grauen seien die Winter- die braunen die Sommerform.
Aupis auf Kaffesatz: Da hat mir Ismene mal einen Aufsatz aus einer österreichischen Pilzzeitschrift gegeben. Der Autor war hoch begeistert. Aber dass die Pilze dann auch nach Kaffe schmecken, hat er nicht geschrieben. Verhält sich das wirklich so?
Grüsslis
Thomas