Guten Tag Pilzfreunde,
In meinem Garten wuchsen vorigen Herbst an einem abgesägten Birnbaum erstmals
zwei Hallimasche. In diesem Jahr waren es – wie zu sehen ist - schon
einige mehr.
Was ich nun gern wissen möchte, ist, ob es sich um eine zufällige Infizierung
des Holzes mit diesem Pilzmyzel handelt oder mein Dauerexperiment,
Pilzabfälle überall im Garten zu verstreuen, erste „Früchte“ trägt. Hat
jemand diesbezügliche Erfahrungen?
Mit freundlichen Grüßen
Achim Gocht
Hallo Achim,
in dem von Dir geschilderten Fall halte ich beides für möglich. Wenn Du Reste vom Hallimasch im Garten verstreut hast, sollte es für diesen kein Problem sein, den Birnenstubben zu besiedeln.
Allerdings ist auch die zufällige Infizierung möglich. Der Hallimasch (der mittlerweile in mindestens fünf eigenständige Arten unterteilt wird) ist ziemlich aggressiv gegenüber kranken Bäumen und natürlich Totholz, er ist sozusagen der Schrecken aller Förster und ich würde ihn in meinem Garten nicht verteilen. Er kann, wenn er einmal da ist, lt. Jahn (Pilze an Bäumen) auch unterirdisch andere Bäume angreifen.
Es gibt weniger "schlimme" Vertreter unter den Pilzen und mit einigen (verschiedene Champignonarten, Lepista-Arten) habe ich das Experiment auch schon versucht, allerdings bisher ohne sichtbaren Erfolg.
Anscheinend stimmen eben bestimmte Voraussetzungen nicht, die für das Fruktifizieren nötig sind.
mfG Jens