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Neue Folge: Täubling der Woche #16

Thüringer-Holz, (vor 6941 Tagen)

heute:

Russula grisea - Tauben-Täubling oder Grauvioletter Täubling

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Hallo Forum, die Pilzsaison 2007 geht mit großen Schritten dem Ende entgegen. Auch diese kleine Serie
nähert sich dem Staffelfinale. Dieses wird am 20.11.07 mit einer Doppelfolge (19 & 20)
über den Sender gehen. Ihr dürft gespannt sein.

Heute möchte ich euch diesen Vertreter aus der Untersektion "Griseinae" vorstellen.

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Der Tauben-Täubling ist im Erfurter Raum der erste Täubling der Saison.
Er fruktifiziert bereits ab Mitte Mai standorttreu in Eichen-Hainbuchen-Wäldern über Kalk.

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Hut: stahlgrau, graulila, schmutzig violett, olivfarben, tief purpurgrau, grauoliv selbst gerade
zu lila (besonders junge Fruchtkörper) aber immer mit schmutzigen Grün-Tönen durchmischt,
in verblassten Formen auch cremeoliv, oft mit entfärbter Mitte. Bald mit
dunklen oder heller gefärbten Flecken, die auch olivlich, ockerlich,
strohfarben oder rötlich sein können.

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Oberhaut bei Regen feucht, sonst trocken, in der Mitte angewachsen,
am Rande ablösbar bis höchstens zur Hälfte.

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Bei aufgerissenen Zonen oder Fraßstellen zeigt sich ein typisches Merkmal:
rosaviolettes Fleisch direkt unter der Huthaut

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Lamellen: hell creme, gedrängt, dünn sehr zerbrechlich

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Stiel: weiß mit Neigung mehr oder weniger gelbe oder braune Flecken zu bekommen,
voll und hart zuletzt mehr oder weniger hohl werdend.

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Fleisch: weiß, fest, mild, unter der Huthaut rosa

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Wert: essbar aber minderwertig (fad)

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Einige Infos:
Die von mir hier vorgestellten Kollektionen zeigen den Typ, oder das was ich als Typ grisea kennengelernt
habe. Weitere Aufsammlungen wie z.B.: hellblaue oder azur-meerblaue
Kollektionen von anderen Standorten gehören zweifelsfrei in die schwierige
Gruppe um R.grisea und wurden auch als Formen dieser nach bestimmt.
Dennoch bleiben berechtigte Restzweifel.
Wie komplex die Grisea-Gruppe ist, zeigt Kollege Jurkeit
in der aktuellen Ausgabe der Z.Mykol., wo er genau aus dieser Gruppe eine neue Art beschreibt.

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Weitere Verwechslungsmöglichkeiten bestehen mit dem
Papagei-Täubling (R.ionochlora), der aber freudiger gefärbt ist, durchschnittlich kleinere FK ausbildet, nicht auf
Kalk vorkommt und helleres Sporenpulver hat.
Zusätzlich sind die Mikromerkmale verschieden.

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Vorkommen: vor allem im Laubwald auf mehrminder lehmigen Böden über Kalk

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Sporenornament: warzig bis stachelig, isoliert oder etwas reihig-gratig zusammenfließend

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Sporenpulverfarbe: dunkel creme (IIc)

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Bis zum nächsten mal

Euer Felix

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