Rätsel *PIC*
Hallo Pilzler!
Welcher Becherling mag hier seinen Friedhof haben?
![[image]](http://img239.imageshack.us/img239/6863/rtsel9iwagnerg1no2.png)
Gefunden gestern an der Astschnittfläche einer stehenden Hasel.
VG Ingo W
Hallo Pilzler!
Welcher Becherling mag hier seinen Friedhof haben?
![[image]](http://img239.imageshack.us/img239/6863/rtsel9iwagnerg1no2.png)
Gefunden gestern an der Astschnittfläche einer stehenden Hasel.
VG Ingo W
Hallo Pilzler!
Welcher Becherling mag hier seinen Friedhof haben?Gefunden gestern an der Astschnittfläche einer stehenden Hasel.
VG Ingo W
Hallo Ingo,
ich nehme an, es handelt sich um die Art, die lange in einer Gattung war, die ehemals sehr viele Arten hatte und inzwischen glaube ich völlig von der taxonomischen Bildfläche verschwunden ist. Der Artname kommt von der farbe der Fruchtschicht, die das gute Stück noch zwei Wochen vor Deinem Foto hatte ....
beste Grüße,
Andreas
Hallo Ingo,
ich nehme an, es handelt sich um die Art, die lange in einer Gattung war, die
ehemals sehr viele Arten hatte und inzwischen glaube ich völlig von der
taxonomischen Bildfläche verschwunden ist. Der Artname kommt von der farbe
der Fruchtschicht, die das gute Stück noch zwei Wochen vor Deinem Foto
hatte ....
beste Grüße,
Andreas
Hallo Andreas!
Sehr schön umschrieben, und richtig.
Fieserweise könnte ich natürlich sagen, dass dein Tipp Brunnipila fuscenscens, Dasyscyphella nivea, Trichopeziza sulfureus usw. natürlich nicht stimmt.
Übrigens kann man in diesem Zustand eben auch schön die typische Verfärbung beim Vergehen sehen.
VG Ingo W
Hallo Andreas!
Sehr schön umschrieben, und richtig.
Fieserweise könnte ich natürlich sagen, dass dein Tipp Brunnipila
fuscenscens, Dasyscyphella nivea, Trichopeziza sulfureus usw. natürlich
nicht stimmt.
Übrigens kann man in diesem Zustand eben auch schön die typische Verfärbung
beim Vergehen sehen.
VG Ingo W
Hallo Ingo,
stimmt, so richtig eindeutig war der Rateversuch also doch nicht. Dann schiebe ich noch hinterher, dass der böse Bube, der mit dieser Art auch noch den letzten Vertreter jener alten Gattung eliminierte, Brian Spooner war!
Ja und dass vor fast ganz genau einem jahr die Art jemand hier im Forum gezeigt hat, allerdings nicht wußte was es war.
beste Grüße,
Andreas
Hallo Ingo,
stimmt, so richtig eindeutig war der Rateversuch also doch nicht. Dann
schiebe ich noch hinterher, dass der böse Bube, der mit dieser Art auch
noch den letzten Vertreter jener alten Gattung eliminierte, Brian Spooner
war!
Ja und dass vor fast ganz genau einem jahr die Art jemand hier im Forum
gezeigt hat, allerdings nicht wußte was es war.
beste Grüße,
Andreas
Hallo Andreas!
Doch, war schon eindeutig. Hätte den unüberlegten Satz von mir gerne wegradiert, geht ja nicht: Du hast ja geschrieben, dass das Epithet auf die Farbe der Fruchtschicht von vor 2 Wochen verweist, und das ist ja im Regelfall weder braun noch weiß noch schwefelgelb.
VG Ingo W
Hallo Ingo, hallo Andreas, ich mische mich mal in das Fachgesimpel ein und tippe auf Neodasyscypha cerina. VG Uwe
Hallo Pilzler!
![[image]](http://img409.imageshack.us/img409/5613/neodasyscyphacerina3okszm6.png)
Bild aus besseren Zeiten, vom Frühjahr 2007 an liegendem Schlehenast an sonnenbegünstigter Stelle.
Andreas und Uwe haben recht, es handelt sich hier um Neodasyscypha cerina (Wachsgelber Haarbecherling).
Das Substrat scheint ihm ziemlich egal zu sein, Hauptsache Laubholz und Substrat nicht zu feucht liegend.
Die Art scheint im Süden Deutschlands häufiger zu sein, ich habe ihn erst 3x gefunden, aber möglicherweise breitet auch er sich mit dem Klima nordwärts aus.
Für alle, die ihn kennen:
Häufigkeitsangaben in bestimmten Bundes-Ländern und Substrat würden mich interessieren.
VG Ingo W
Hallo Ingo,
ich kenne eine sichere Stelle in Bochum, wo er jedes Jahr (seit 2006 beobachte ich ihn) regelmäßig im Frühjahr an Betula auftaucht; ich meine mich aber zu erinnern, dass ich ihn auch an anderen Stellen rund um Bochum immer mal gefunden habe und nicht den Eindruck hatte, er sei selten.
VG Uwe
Hallo Pilzler!
Bild aus besseren Zeiten, vom Frühjahr 2007 an liegendem Schlehenast an
sonnenbegünstigter Stelle.
Andreas und Uwe haben recht, es handelt sich hier um Neodasyscypha cerina
(Wachsgelber Haarbecherling).
Das Substrat scheint ihm ziemlich egal zu sein, Hauptsache Laubholz und
Substrat nicht zu feucht liegend.
Die Art scheint im Süden Deutschlands häufiger zu sein, ich habe ihn erst 3x
gefunden, aber möglicherweise breitet auch er sich mit dem Klima nordwärts
aus.
Für alle, die ihn kennen: Häufigkeitsangaben in bestimmten Bundes-Ländern und
Substrat würden mich interessieren.
VG Ingo W
Hallo Ingo,
aus Ba.-Wü. kann ich sagen, dass er mir im Frühjahr beim Kartieren in den wärmeren Laubwäldern recht konstant begegnet ist. Im Schwarzwald dagegen weniger.
Es scheint tatsächlich nicht nur eine relativ xerotolerante Art zu sein, sondern sie scheint auch klimatisch eher die wärmeren Gebiete zu bevorzugen.
Sie kommt nur an Laubholz vor und hier meist an noch ansitzenden Ästen, gewöhnlich auf dem Holz (nicht auf der Rinde), gerne auch an der Schnittfläche. Nicht selten findet man sie in Augenhöhe an den Schnittflächen von jüngeren Laubbäumen, denen man die untersten Äste ausgelichtetet hat. Oder in Haselbüschen die immer wieder auf den Stock gesetzt wurden. Und letztlich ist sie auch recht häufig in den Schlehengebüschen zu finden.
Alte Schlehengebüsche sind eh ein Eldorado für Ascomyceten: Parka oder dicke Jake an und dann reinkriechen und vor allem an den toten Ästen die noch am Busch hängen gucken. Die liegenden Äste sind meist nicht so spannend. Um auch was zu sehen empfiehlt es sich, solche Exkursionen bei feuchter Witterung zu machen, am besten kurz nach einem frühjährlichen Regenguss bei über 10°.
beste Grüße,
Andreas
Hallo Ingo,
aus Ba.-Wü. kann ich sagen, dass er mir im Frühjahr beim Kartieren in den
wärmeren Laubwäldern recht konstant begegnet ist. Im Schwarzwald dagegen
weniger.
Es scheint tatsächlich nicht nur eine relativ xerotolerante Art zu sein,
sondern sie scheint auch klimatisch eher die wärmeren Gebiete zu
bevorzugen.
Aha, ist meine Vermutung gar nicht so abwegig.
Sie kommt nur an Laubholz vor und hier meist an noch ansitzenden Ästen,
gewöhnlich auf dem Holz (nicht auf der Rinde), gerne auch an der
Schnittfläche. Nicht selten findet man sie in Augenhöhe an den
Schnittflächen von jüngeren Laubbäumen, denen man die untersten Äste
ausgelichtetet hat. Oder in Haselbüschen die immer wieder auf den Stock
gesetzt wurden. Und letztlich ist sie auch recht häufig in den
Schlehengebüschen zu finden.
Perfekt beschrieben, wie, wenn du dabei gewesen wärst.
Alte Schlehengebüsche sind eh ein Eldorado für Ascomyceten: Parka oder dicke
Jake an und dann reinkriechen und vor allem an den toten Ästen die noch am
Busch hängen gucken. Die liegenden Äste sind meist nicht so spannend. Um
auch was zu sehen empfiehlt es sich, solche Exkursionen bei feuchter
Witterung zu machen, am besten kurz nach einem frühjährlichen Regenguss
bei über 10°.
Haben wir auch schon festgestellt. Dort ist auch unsere bisher einzige Lasiobelonium variegatum- Fundstelle. Liegende Äste sind aber auch gut besetzt.
Dankende Grüße
Ingo W
Hallo Ingo,
ich kenne eine sichere Stelle in Bochum, wo er jedes Jahr (seit 2006
beobachte ich ihn) regelmäßig im Frühjahr an Betula auftaucht; ich meine
mich aber zu erinnern, dass ich ihn auch an anderen Stellen rund um Bochum
immer mal gefunden habe und nicht den Eindruck hatte, er sei selten.
VG Uwe
Hallo Uwe!
Aja, danke. Wächst er da auch so, wie unten von Andreas beschrieben (gerne Schnittflächen, Augenhöhe, wärmebegünstigt usw.)?
VG Ingo W
... Schnittflächen findet er meinen Erfahrungen nach gut (so auch bei dem sicheren, jetzt schon mehrjährigen Fundort in Bochum, auch wenn die Schnittfläche hier nicht unbedingt auf Augen-, sondern eher auf Kniehöhe ist. VG Uwe
Hallo Pilzler!
Bild aus besseren Zeiten, vom Frühjahr 2007 an liegendem Schlehenast an
sonnenbegünstigter Stelle.
Andreas und Uwe haben recht, es handelt sich hier um Neodasyscypha cerina
(Wachsgelber Haarbecherling).
Das Substrat scheint ihm ziemlich egal zu sein, Hauptsache Laubholz und
Substrat nicht zu feucht liegend.
Die Art scheint im Süden Deutschlands häufiger zu sein, ich habe ihn erst 3x
gefunden, aber möglicherweise breitet auch er sich mit dem Klima nordwärts
aus.
Für alle, die ihn kennen: Häufigkeitsangaben in bestimmten Bundes-Ländern und
Substrat würden mich interessieren.
VG Ingo W
hallo Ingo,
die Art ist mir bislang einmal untergekommen und zwar an der Stirnseite von Buchenschnittholz, das am Waldrand lag (Großraum Gießen), Mitte Juni 2003.
Gruß
Piwo
Hallo Pilzler!
Bild aus besseren Zeiten, vom Frühjahr 2007 an liegendem Schlehenast an
sonnenbegünstigter Stelle.
Andreas und Uwe haben recht, es handelt sich hier um Neodasyscypha cerina
(Wachsgelber Haarbecherling).
Das Substrat scheint ihm ziemlich egal zu sein, Hauptsache Laubholz und
Substrat nicht zu feucht liegend.
Die Art scheint im Süden Deutschlands häufiger zu sein, ich habe ihn erst 3x
gefunden, aber möglicherweise breitet auch er sich mit dem Klima nordwärts
aus.
Für alle, die ihn kennen: Häufigkeitsangaben in bestimmten Bundes-Ländern und
Substrat würden mich interessieren.
VG Ingo W
Ich habe nur einen einzigen Nachweis dieser Art auf einer cf.-Alnus-Schnittfläche im Salzach-Auwald südl. von Tittmoning / Obb. aus dem Januar 1992.
Gruß, Till
Ich habe nur einen einzigen Nachweis dieser Art auf einer
cf.-Alnus-Schnittfläche im Salzach-Auwald südl. von Tittmoning / Obb. aus
dem Januar 1992.
Gruß, Till
Hallo Till,
das ist ein weiterer Beweis für das Vorkommen der Art an noch ansitzendem Holz. Weil Du nämlich immer nach operculaten Ascos und deshalb auf den Boden guckst statt nach oben, findest Du den nicht, obwhl er garantiert häufig bei Dir ist 
beste Grüße,
Andreas
Hallo, Andreas,
bei aller Hochachtung vor Deinen kombinatorischen Gaben: Im Trüffelschweinhabitus des Operculatenfreunds findet man mich im Auwald meist von Mai bis Oktober, in der Zeit dazwischen schreite ich oft auch aufrecht durchs Gelände. Abgesehen davon: Ich bin wahrscheinlich der einzige hier in der Runde, der einen seiner besten Freunde (und späteren Trauzeugen) dadurch kennen gelernt hat, dass der mich auf einer Pilzekursion mit folgenden Worten ansprach: "Sie haben also auch den Porlingsblick?"
Von daher erfordert die von Dir postulierte Häufigkeit von N. cerinus in meinem Gäu gewiss noch weitere Untersuchungen.
Gruß, Till
Hallo Till,
das ist ein weiterer Beweis für das Vorkommen der Art an noch ansitzendem
Holz. Weil Du nämlich immer nach operculaten Ascos und deshalb auf den
Boden guckst statt nach oben, findest Du den nicht, obwhl er garantiert
häufig bei Dir ist
beste Grüße,
Andreas
Hallo, Andreas,
bei aller Hochachtung vor Deinen kombinatorischen Gaben: Im
Trüffelschweinhabitus des Operculatenfreunds findet man mich im Auwald
meist von Mai bis Oktober, in der Zeit dazwischen schreite ich oft auch
aufrecht durchs Gelände. Abgesehen davon: Ich bin wahrscheinlich der
einzige hier in der Runde, der einen seiner besten Freunde (und späteren
Trauzeugen) dadurch kennen gelernt hat, dass der mich auf einer
Pilzekursion mit folgenden Worten ansprach: "Sie haben also auch den
Porlingsblick?"
Von daher erfordert die von Dir postulierte Häufigkeit von N. cerinus in
meinem Gäu gewiss noch weitere Untersuchungen.
Gruß, Till
Hallo Till,
oh je, da wird's wohl nix mit meiner Karriere als Detektiv
(
Aber erklären kann ich mir die Seltenheit in deinem Gebiet trotzdem nicht, das ist doch auch ein relativ warmes Eck da bei Dir, oder?
best regards,
Andreas