Hallo Ingo,
Gestern an morschem, noch ansitzendem Buchenast:
So langsam haben die Mikrobilder von Mollisia lividofusca
Wiedererkennungswert: noch vor dem dunklen Subhymenium fallen mir auch
immer wieder die eigenartig, fast bumerangförmig gestalteten Sporen auf,
welche z. T. auf der einen Pol-Seite angedeutet
"zylindrisch-kopfig" verlängert sein können.
Ja, mit der Zeit bekommt man einen Blick für solche Indizien. Stelle ich immer wieder fest. Aber wie soll man sowas in Schlüssel fassen? Geht nicht, denn es sind ja nicht alle Sporen so und auch bei anderen Arten können mal ein paar Sporen so aussehen. Also "Sporen zu mindestens 50% bumerangförmig" gegenüber "Sporen zu weniger als 30% bumerangförmig"? Nicht so ganz das was sich der geneigte Schlüsselbenutzer vorstellt, glaube ich.
Außerdem fällt mir gerade bei dieser Mollisia immer wieder eine dünne Schicht
von relativ großen runden und etwas hyalineren Zellen (im Vgl. zu braunen,
kleineren, runden Zellen des äußeren Exc.) zwischen dem äußeren Excipulum
und der Medulla auf.
Einbildung?
Würde ich fast bejahren. Ich habe eine Zeit lang alle diese Zellen vermessen und konnte keine Unterschiede zwischen den Arten feststellen, weder was Extremwerte nach oben oder unten, noch was Mittelwerte betrifft.
Ich habe den Eindruck, dass die lividofusca etwas lockerer verflochtene Texturen hat. Vielleicht lässt sich da einfach besser gucken als bei anderen Mollisien.
Aber immer auf solche Sachen achten und notieren, vielleicht ergibt sich ja doch mal ein Merkmal daraus! Ich werde gezielt nochmal drauf achten in nächster Zeit.
beste Grüße,
Andreas