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Mikroskop

Oktober, (vor 9387 Tagen)

Hallo Pilzgemeinde.

Da außer mir auch ca. 40% aller Besucher des Forums (Umfrage der Woche) die Absicht haben, sich ein Mikroskop zuzulegen, würde es mich interessieren welche Modelle grundsätzlich geeignet sind und wieviel Geld in etwa notwendig ist.
Vielleicht kann mir ja jemand sagen, also mit Modell xyz bin ich zufrieden und das hat mich .... DM gekostet.

Merci
Oktober

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Re: Mikroskop

DieterB, (vor 9387 Tagen) @ Oktober

Hallo Oktober,

zu Weihnachten habe ich mir ein Novex-Mikroskop der K-Reihe geleistet. Es hat 1055,- gekostet plus 30,- für ein Okularmikrometer. Man merkt schon, daß es kein 10.000-DM-Mikroskop ist (es gibt ja einen deutschen Internetanbieter, der gebrauchte Markenmikroskope so ab 6000,- anbietet) aber es hat für den Preis eine ordentliche Qualität. Es ist ein Binokular mit 4 Objektiven, stabilem Kreuztisch,sauberer Feinjustierung und anständiger Beleuchtung. Ich meine, ich habe mich nicht verkauft. Im Weihnachtstrubel haben sie mir versehentlich das Okularmikrometer als loses Glasblättchen geliefert, aber auf Reklamation bekam ich innerhalb weniger Tage zwei neue Okulare, bei einem war das Teil eingebaut.

Gerne maile ich Dir die Bezugsadresse. (Ich habe es zwar so nicht gekauft, aber man kann das Ding auch mit Kameraansatzstutzen bestellen, was ja vielleicht nicht uninteressant ist.)

Falls das jemand sucht, es gibt auch einen deutschen Anbieter im Internet, der eine 20-fach Lupe in guter Verarbeitung (Glaslinsen in Metallfassung, zuklappbar)für 38,50 DM verkauft. Ich habe für Freunde gleich noch 3 mitbestellt und dann wurden nicht mal Versandkosten berechnet. Ist schon superbillig.

Gruß
Dieter

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Re: Mikroskop

Huperzia ⌂, (vor 9387 Tagen) @ DieterB

Falls das jemand sucht, es gibt auch einen deutschen Anbieter im Internet,
der eine 20-fach Lupe in guter Verarbeitung (Glaslinsen in Metallfassung,
zuklappbar)für 38,50 DM verkauft. Ich habe für Freunde gleich noch 3
mitbestellt und dann wurden nicht mal Versandkosten berechnet. Ist schon
superbillig.
Gruß
Dieter

Hallo Dieter,

wie groß ist denn die 20fach Lupe? Ich glaub ich hab auch so eine damals aus Not im Urlaub in einem Brillenladen gekauft und die war auch nicht teurer. Möcht gern wissen ob die, die du meinst noch irgendwelche Vorteile hat?

Viele Grüße,

Huperzia

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Lupe

DieterB, (vor 9387 Tagen) @ Huperzia

Hallo Huperzia,

die Lupe hat einen Außendurchmesser von 2 cm. Mir hat mal ein Optiker gesagt, daß die Dinger aus technischen Gründen (welchen auch immer) nicht größer sein können. Ich weiß nicht, ob das stimmt, aber größere habe ich auch noch nicht gesehen. Einer meiner "Mitkäufer" war etwas enttäuscht, daß man die Lupe direkt vors Auge halten muß und auch dann nicht gerade ein großes Gesichtfeld hat. Aber auch das scheint nicht anders zu gehen?

Bei Wanderungen habe ich zwei Lupen dabei, eine größere für Blütenpflanzen und die 20-fach-Lupe für Kleinzeug wie Moose.

Es gibt ja übrigens auch einen Internetshop, der Taschenmikroskope anbietet, also Teile mit deutlich stärkerer Vergrößerung, und das zu einem Preis um 100,- DM, wenn ich mich richtig erinnere. Ich kenne diese Dinger allerdings nicht persönlich und kann also auch nicht sagen, ob das was taugt.

Grüße
Dieter

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Re: Lupe

Huperzia ⌂, (vor 9387 Tagen) @ DieterB

die Lupe hat einen Außendurchmesser von 2 cm.

Also der Durchmesser des runden Dinges, wo man durchguckt und nicht des Gehäuses? Also scheint sie doch recht gut zu sein! Meine hat einen Durchmesser von nur 1,5 cm und ich schätz mal, daß das schon ein wenig was ausmacht!?
Ich hab aber auch noch nie eine größere Lupe mit so einer Vergrößerung gefunden. Hab zwar auch keine Ahnung, aber es wird wohl wirklich nicht größer gehen, sonst könnte man vielleicht auch eine "Lupe" mit etwa 400facher Vergrößerung erfinden, um gleich im Wald die Pilzsporen untersuchen zu können ;-).

Ich hab , wenn ich sie nicht wie meist vergesse, auch die 20ger Lupe und eine ebenso kleine 10er Lupe dabei (gibt es schon für 10,- bei uns!). Was für eine "größere" nimmst du denn da?

Es gibt ja übrigens auch einen Internetshop, der Taschenmikroskope anbietet,
also Teile mit deutlich stärkerer Vergrößerung, und das zu einem Preis um
100,- DM, wenn ich mich richtig erinnere. Ich kenne diese Dinger
allerdings nicht persönlich und kann also auch nicht sagen, ob das was
taugt.

Ich hatte mir mal so ein Taschenmikroskop vom Nabu oder Kosmos oder so bestellt, weil ich eins bei meinen Eltern haben wollte, aber ich hab das Ding fast unausgepackt wieder zu rückgeschickt. Ich konnte rein gar nichts dadurch erkennen und war mit bloßem Auge bzw. meinen beiden Minilupen deutlich bessser dran!

Viele Grüße,

Huperzia

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Re: Lupe

DieterB, (vor 9387 Tagen) @ Huperzia

Hallo Huperzia,

danke für die Warnung mit dem Taschenmikroskop. Ich hätte mir wahrscheinlich bald eines gekauft.

Gruß
Dieter

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Re: Mikroskop

Pilzfee, (vor 9387 Tagen) @ Oktober

Hallo Pilzgemeinde.
Da außer mir auch ca. 40% aller Besucher des Forums (Umfrage der Woche) die
Absicht haben, sich ein Mikroskop zuzulegen, würde es mich interessieren
welche Modelle grundsätzlich geeignet sind und wieviel Geld in etwa
notwendig ist.
Vielleicht kann mir ja jemand sagen, also mit Modell xyz bin ich zufrieden
und das hat mich .... DM gekostet.

Ich hab mein Mikroskop ziemlich spontan gekauft. Es ist ein Modell, daß mal bei Eduscho verkauft wurde und so ein restpostenaufkäufer bei uns verkauft son Zeugs nach Ende der Aktion immer für die Hälfte. Ist schon ein paar Jahre her und genau weiß ich den Preis nicht mehr, aber es waren deutlich unter 100 DM (ich meine 70).

Es vergrößert 25x bis 1600x und beleuchtet auch nur per Spiegel von unten. Aber wenn man sich die Mühe macht, Lampe und Mikroskop entsprechend zueinander auszurichten, und das ist recht einfach, dann klappt das gut.

Es muß also nicht die Welt kosten, wenn man Pflanzen etc. begucken will.

Viele Grüße

Pilzfee

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Re: Mikroskop

Wolfgang F., (vor 9386 Tagen) @ Oktober

Hallo Pilzgemeinde.
Da außer mir auch ca. 40% aller Besucher des Forums (Umfrage der Woche) die
Absicht haben, sich ein Mikroskop zuzulegen, würde es mich interessieren
welche Modelle grundsätzlich geeignet sind und wieviel Geld in etwa
notwendig ist.
Vielleicht kann mir ja jemand sagen, also mit Modell xyz bin ich zufrieden
und das hat mich .... DM gekostet.
Merci
Oktober

Hi Oktober,

70,- von Pilzfee sind wohl nicht zu unterbieten. Die 1600x Vergrößerung möchte ich allerdings relativieren, weil es auf die Auflösung und nicht die Vergrößerung ankommt und ohne eine hohe nA (numerische Apertur) ist die Vergrößerung wertlos, und ohne gute Beleuchtung sowieso.

Das Problem der meisten Mikroskop-Besitzer ist, daß die direkten Vergleichsmöglichkeiten zu anderen Modellen fehlt und man gar nicht weiß, was man alles nicht sieht und welche Annehmlichkeiten man nie vermißt hat. Frag' mal einen Golf-Besitzer, ob er mit seinem Auto zufrieden ist ('...na klar')und dann einen Mercedes-Fahrer, ob er auch mit einem Golf zufrieden wäre.

Je nachdem, welche Artengruppen Du betrachtest, kannst Du bis zu 80% der pilzmikroskopischen Fragestellungen mit einem besseren Schülermikroskop für 500,- lösen. Jede weitere Halbierung der "unlösbaren Fälle" verdoppelt den Preis. Wie beim Auto ist das 'ideale' Mikroskop erst eine Frage vom Anspruch und dann vom Geldbeutel.

Die folgenden Angebote halte ich für seriös und günstig (kein Megaschnäppchen):

http://www.hund.de/pages/specialoffer.html

Wolfgang

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Re: Mikroskop

Frank Adam, (vor 9386 Tagen) @ Wolfgang F.

Das Problem der meisten Mikroskop-Besitzer ist, daß die direkten
Vergleichsmöglichkeiten zu anderen Modellen fehlt und man gar nicht weiß,
was man alles nicht sieht und welche Annehmlichkeiten man nie vermißt hat.
Frag' mal einen Golf-Besitzer, ob er mit seinem Auto zufrieden ist ('...na
klar')und dann einen Mercedes-Fahrer, ob er auch mit einem Golf zufrieden
wäre.
Je nachdem, welche Artengruppen Du betrachtest, kannst Du bis zu 80% der
pilzmikroskopischen Fragestellungen mit einem besseren Schülermikroskop
für 500,- lösen. Jede weitere Halbierung der "unlösbaren Fälle"
verdoppelt den Preis. Wie beim Auto ist das 'ideale' Mikroskop erst eine
Frage vom Anspruch und dann vom Geldbeutel.
Die folgenden Angebote halte ich für seriös und günstig (kein
Megaschnäppchen): http://www.hund.de/pages/specialoffer.html
Wolfgang

Danke für den Tipp, Wolfgang !
Mit den Mikroskopen ist es - nebenbei gesagt - auch wie mit Rennrädern. Jedes Kilo weniger Gewicht kostet ca 1000 DM.! Aber wer braucht schon ein Rad, welches sieben Kilo wiegt, man selbst aber 14 Kilo Übergewicht hat??!
Ich benutze ein Mikroskop, das gerade 250 DM gekostet hat. Was ich sehen will ist auch damit zu sehen. Insofern hast Du mit dem Daimler und dem Golf recht.

Grüsse: Frenki

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Re: Mikroskop

abraxas, (vor 9386 Tagen) @ Oktober

Wie wär's mit einem gebrauchten alten Arztmikroskop vom Flohmarkt? Die werden recht häufig angeboten. Ich habe seit vielen Jahren so ein Teil, das hat nur 100 DM gekostet. Ich schätze es ist mindestens 40 Jahre alt, von Zeiss, komplett mit Holzkoffer. Vorteil: Sehr gute Auflösung auch bei hoher Vergrößerung, durchaus vergleichbar mit dem 10000 DM Gerät von Oympus an meinem Arbeitsplatz (allerdings kleineres Sichtfeld); Ein 90x Immersionsobjektiv hat es auch, macht 900 fach mit dem 10er Okular, Kreuztisch ist auch vorhanden. Nachteile: Nur Hellfeld und Monokular, zur Beleuchtung nur Plan- und Hohlspiegel (das ließe sich allerdings ändern), kein Kameraanschluss. Ich habe mich noch nie in Sporenbestimmung versucht, aber von der Optik her müsste so eins reichen.

Abraxas

Hallo Pilzgemeinde.
Da außer mir auch ca. 40% aller Besucher des Forums (Umfrage der Woche) die
Absicht haben, sich ein Mikroskop zuzulegen, würde es mich interessieren
welche Modelle grundsätzlich geeignet sind und wieviel Geld in etwa
notwendig ist.
Vielleicht kann mir ja jemand sagen, also mit Modell xyz bin ich zufrieden
und das hat mich .... DM gekostet.
Merci
Oktober

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Re: Mikroskop

Wolfgang F., (vor 9385 Tagen) @ abraxas

Wie wär's mit einem gebrauchten alten Arztmikroskop vom Flohmarkt? Die werden
recht häufig angeboten. Ich habe seit vielen Jahren so ein Teil, das hat
nur 100 DM gekostet. Ich schätze es ist mindestens 40 Jahre alt, von
Zeiss, komplett mit Holzkoffer. Vorteil: Sehr gute Auflösung auch bei
hoher Vergrößerung, durchaus vergleichbar mit dem 10000 DM Gerät von
Oympus an meinem Arbeitsplatz (allerdings kleineres Sichtfeld); Ein 90x
Immersionsobjektiv hat es auch, macht 900 fach mit dem 10er Okular,
Kreuztisch ist auch vorhanden. Nachteile: Nur Hellfeld und Monokular, zur
Beleuchtung nur Plan- und Hohlspiegel (das ließe sich allerdings ändern),
kein Kameraanschluss. Ich habe mich noch nie in Sporenbestimmung versucht,
aber von der Optik her müsste so eins reichen.
Abraxas

Stimmt haargenau, mit so einem Teil habe ich auch bis vor 3 Monaten gearbeitet. In der optischen Auflösung kann so ein Mikroskop leicht mit modernen Profi-Geräten mithalten. Allerdings habe ich es trotz zahlreicher Versuche nicht geschafft, eine Beleuchtung zu erreichen, die auch nur annähernd an ein modernes heranreicht. Besonders unter Ölimmersion sieht man dann Artefakte und kann deshalb z.B. keine Inkrustationen/Pigmentierung damit beurteilen. Da kann ich besonders bei Entoloma (Rötlinge) einige Fehlbestimmungen bzw. vergebliche Bestimmungsversuche darauf zurückführen. Und dann die Bequemlichkeit der Handhabung... Das sind dann eben die Grenzen, wer mehr will muß wohl mehr zahlen.

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Re: Mikroskop

abraxas, (vor 9384 Tagen) @ Wolfgang F.

Was die Beleuchtung betrifft, kriege ich mit einer kleinen Nachttischlampe, dem Planspiegel und ziemlich weit hochgedrehtem Kondensor zumindest die gewünschte Helligkeit hin. Das Licht hat natürlich nicht die ideale Wellenlänge und Tageslicht geht eh nicht. Unkomfortabel ist es natürlich auch, man kann ja nicht mal den Tubus schräg stellen ohne daß die ganze Suppe durch die Gegend läuft. Aber irgendwie sind die Leute früher damit klargekommen und es ist sicher eine bessere Alternative zu teuren Geräten als ein Spielzeugmikroskop aus dem Supermarkt. Aber wie gesagt, von Sporenbestimmung habe ich sowieso (noch) keine Ahnung.

Stimmt haargenau, mit so einem Teil habe ich auch bis vor 3 Monaten
gearbeitet. In der optischen Auflösung kann so ein Mikroskop leicht mit
modernen Profi-Geräten mithalten. Allerdings habe ich es trotz zahlreicher
Versuche nicht geschafft, eine Beleuchtung zu erreichen, die auch nur
annähernd an ein modernes heranreicht. Besonders unter Ölimmersion sieht
man dann Artefakte und kann deshalb z.B. keine
Inkrustationen/Pigmentierung damit beurteilen. Da kann ich besonders bei
Entoloma (Rötlinge) einige Fehlbestimmungen bzw. vergebliche
Bestimmungsversuche darauf zurückführen. Und dann die Bequemlichkeit der
Handhabung... Das sind dann eben die Grenzen, wer mehr will muß wohl mehr
zahlen.

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Re: Mikroskop

Wolfgang F., (vor 9384 Tagen) @ abraxas

Was die Beleuchtung betrifft, kriege ich mit einer kleinen Nachttischlampe,
dem Planspiegel und ziemlich weit hochgedrehtem Kondensor zumindest die
gewünschte Helligkeit hin. Das Licht hat natürlich nicht die ideale
Wellenlänge und Tageslicht geht eh nicht. Unkomfortabel ist es natürlich
auch, man kann ja nicht mal den Tubus schräg stellen ohne daß die ganze
Suppe durch die Gegend läuft. Aber irgendwie sind die Leute früher damit
klargekommen und es ist sicher eine bessere Alternative zu teuren Geräten
als ein Spielzeugmikroskop aus dem Supermarkt. Aber wie gesagt, von
Sporenbestimmung habe ich sowieso (noch) keine Ahnung.

Hi Abraxas,

der Kondensor sollte sowieso immer fast ganz oben sein.

Wenn Du eine bessere Beleuchtung brauchst, dann ersetze den Spiegel durch eine rein weiße Pappe, die Du mit einem Halogenspot aus dem Baumarkt in ca. 5 - 10cm Entfernung anstrahlst. Mit dem Abstand kannst Du die Helligkeit regulieren. Damit hatte ich die besten Ergebnisse, viel besser als alle Nachttischlampen, die ich vorher hatte. Ich habe meinen Spot auf ein kleines Stativ gebastelt, und zusätzlich als Arbeitsbeleuchtung beim Präparieren genutzt - und nutze es dafür jetzt immer noch.

Für die Sporenuntersuchung mußt Du aber auf jeden Fall noch mit einer Strichplatte im Okular aufrüsten und den Strichabstand mit einem Objektmikrometer eichen. Die Strichplatte kostet ca. 30 - 50,- DM, das Objektmikrometer solltest Du ausleihen, weil Du es nur einmal brauchst.

Bei meinem Modell war es damals ein ziemliches Gewurschtel, bis die Strichplatte im Okular genau so saß, daß die Striche scharf zu sehen waren.

Wolfgang F.

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Re: Mikroskop

abraxas, (vor 9384 Tagen) @ Wolfgang F.

Hi Wolfgang,
danke für den Tip mit der Beleuchtung, werde ich ausprobieren.
Das Objektmikrometer kann ich leihen, aber wo finde ich eine Strichplatte mit so einem steinzeitlichen Kaliber? Ich hätte auch Lust das Mikroskop mit Binokular und Phasenkontrast aufzumotzen, das gibt's wohl keine Möglichkeit oder?

Hi Abraxas,
der Kondensor sollte sowieso immer fast ganz oben sein.
Wenn Du eine bessere Beleuchtung brauchst, dann ersetze den Spiegel durch
eine rein weiße Pappe, die Du mit einem Halogenspot aus dem Baumarkt in
ca. 5 - 10cm Entfernung anstrahlst. Mit dem Abstand kannst Du die
Helligkeit regulieren. Damit hatte ich die besten Ergebnisse, viel besser
als alle Nachttischlampen, die ich vorher hatte. Ich habe meinen Spot auf
ein kleines Stativ gebastelt, und zusätzlich als Arbeitsbeleuchtung beim
Präparieren genutzt - und nutze es dafür jetzt immer noch.
Für die Sporenuntersuchung mußt Du aber auf jeden Fall noch mit einer
Strichplatte im Okular aufrüsten und den Strichabstand mit einem
Objektmikrometer eichen. Die Strichplatte kostet ca. 30 - 50,- DM, das
Objektmikrometer solltest Du ausleihen, weil Du es nur einmal brauchst.
Bei meinem Modell war es damals ein ziemliches Gewurschtel, bis die
Strichplatte im Okular genau so saß, daß die Striche scharf zu sehen
waren.
Wolfgang F.

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Re: Mikroskop

Wolfgang F., (vor 9383 Tagen) @ abraxas

Hi Wolfgang,
danke für den Tip mit der Beleuchtung, werde ich ausprobieren.
Das Objektmikrometer kann ich leihen, aber wo finde ich eine Strichplatte mit
so einem steinzeitlichen Kaliber?

Die Okulare sind vom Format in den letzten 50 Jahren nicht so viel größer geworden (wozu auch, die Augen ja auch nicht...). Schraub' mal Dein Okular auf und schau' nach, ob eine Auflage für eine Strichplatte vorgesehen ist. Wenn ja, hast Du schon fast gewonnen. Bei meinem alten Mikroskop ist auch nicht die ganze Skala der Strichplatte zu sehen, aber wen interessiert das, wenn die Pilzsporen nur 4 Teilstriche lang sind? Hauptsache, der Durchmesser ist so, daß die Strichplatte noch in's Okular 'reinpaßt. Wenn Dein Okular sich im Rahmen der Standard-Durchmesser von 20-30 mm bewegt, dürfte das kein Problem sein.

Ich hätte auch Lust das Mikroskop mit

Binokular und Phasenkontrast aufzumotzen, das gibt's wohl keine
Möglichkeit oder?

Binokular ist im Prinzip denkbar, weil es einen Bino-Tubus mit Strahlenteiler gibt. Problem wird, diesen Tubus anstelle des alten ohne Qualitätsverlust aufzuschrauben. Das hat nur Chancen, wenn Dein Mikroskop von einer Markenfirma ist (z.B. Zeiss), die 20 Jahre lang dieselben Gewinde verwendet und irgendeiner Dir auf dem Flohmarkt einen passenden Bino-Tubus ohne Mikroskop zum Schleuderpreis anbietet (eine Wahrscheinlichkeit wie ein 6er im Lotto, aber das soll's ja geben).

Für Phasenkontrast brauchst Du eigens dafür konstuierte und aufeinander abgestimmte Kondensorblenden und Objektive. Wenn Du den alten Kondensor und die Objektive weggeworfen hast, schmeißt Du am besten den Rest hinterher und kaufst ein neues Mikroskop. Phasenkontrast ist übrigens ein Luxus, der für Pilze nur selten neue Informationen liefert. Man sieht aber manchmal das, was man ohne Phasenkontrast erahnen konnte, viel deutlicher.

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Re: Mikroskop

abraxas, (vor 9383 Tagen) @ Wolfgang F.

Die Okulare sind vom Format in den letzten 50 Jahren nicht so viel größer
geworden (wozu auch, die Augen ja auch nicht...). Schraub' mal Dein Okular
auf und schau' nach, ob eine Auflage für eine Strichplatte vorgesehen ist.
Wenn ja, hast Du schon fast gewonnen. Bei meinem alten Mikroskop ist auch
nicht die ganze Skala der Strichplatte zu sehen, aber wen interessiert
das, wenn die Pilzsporen nur 4 Teilstriche lang sind? Hauptsache, der
Durchmesser ist so, daß die Strichplatte noch in's Okular 'reinpaßt. Wenn
Dein Okular sich im Rahmen der Standard-Durchmesser von 20-30 mm bewegt,
dürfte das kein Problem sein.

Alles klar, ich dachte nur es der Durchmesser muß genau stimmen.

Binokular ist im Prinzip denkbar, weil es einen Bino-Tubus mit Strahlenteiler
gibt. Problem wird, diesen Tubus anstelle des alten ohne Qualitätsverlust
aufzuschrauben. Das hat nur Chancen, wenn Dein Mikroskop von einer
Markenfirma ist (z.B. Zeiss), die 20 Jahre lang dieselben Gewinde
verwendet und irgendeiner Dir auf dem Flohmarkt einen passenden Bino-Tubus
ohne Mikroskop zum Schleuderpreis anbietet (eine Wahrscheinlichkeit wie
ein 6er im Lotto, aber das soll's ja geben).
Für Phasenkontrast brauchst Du eigens dafür konstuierte und aufeinander
abgestimmte Kondensorblenden und Objektive. Wenn Du den alten Kondensor
und die Objektive weggeworfen hast, schmeißt Du am besten den Rest
hinterher und kaufst ein neues Mikroskop. Phasenkontrast ist übrigens ein
Luxus, der für Pilze nur selten neue Informationen liefert. Man sieht aber
manchmal das, was man ohne Phasenkontrast erahnen konnte, viel deutlicher.

Den Phasenkontrast hätte ich eher zur Planktonbestimmung gebraucht, da bringt er wirklich viel. Hätte mich auch gewundert wenn es einfach gewesen wäre, aber unter den Umständen ist das natürlich kein Thema.
Danke trotzdem,
Abraxas

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Re: Mikroskop

Karl Keck ⌂, (vor 9386 Tagen) @ Oktober

Ich habe vor zwei Jahren bei Klaus Neeser, Bad Mergentheim, ein Mikroskop für 1.950,- DM gekauft: holländisches Fabrikat WANG Biomedical, binokular, 40 - 1000fach, stufenlose Beleuchtung, Kreuztisch, Staubschutzhaube.
Bei einem Mikroskopierkurs haben mal Besitzer von teureren Marken-Mikroskopen, die sehr skeptisch waren, durch mein Mikroskop durchgekuckt. Sie waren von der Qualität überrascht und meinten, meines sei genauso gut wie ihres, das 3.500,-- DM gekostet habe.
Bis jetzt bin ich sehr zufrieden damit, allerdings würde ich heute eines mit einem zusätzlichen Tubus für Kameraanschluss kaufen, mit Phasenkontrast und mit einem Zeichentubus (mit dem man leicht die Mikrostrukturen nachzeichnen kann).
Karl

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Re: Mikroskop

Peter, (vor 9386 Tagen) @ Oktober

Hallo Pilzgemeinde.
Da außer mir auch ca. 40% aller Besucher des Forums (Umfrage der Woche) die
Absicht haben, sich ein Mikroskop zuzulegen, würde es mich interessieren
welche Modelle grundsätzlich geeignet sind und wieviel Geld in etwa
notwendig ist.
Vielleicht kann mir ja jemand sagen, also mit Modell xyz bin ich zufrieden
und das hat mich .... DM gekostet.
Merci
Oktober

Ich persönlich hab mir letztens ein Taschenmikroskop von Eschenbach mit 40-facher Vergröserung gekauft, so transporttechnisch für den Freilandeinsatz ist das schon ziemlich gut obwohl die Sonne schon scheinen sollte da kein Licht integriert ist ( mit Licht und 30-facher Vergrößerung gibt's das aber auch)

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Re: Mikroskop

Oktober, (vor 9385 Tagen) @ Oktober

Ich danke Euch für die Beiträge.
Zumindest für mich habe ich eine geeignete Preis- /Leistungs- Klasse gefunden. Ich habe heute versucht über eBay ein gebrauchtes Mikroskop der Firma Bresser
zu ersteigern, was leider nicht geklappt hat. Aber bis zur Saison ist ja noch Zeit.

Gruß an Alle
Oktober