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Re: Stängelbecherling-Anfrage

Zotto, (vor 6836 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Zotto!
Joo, da kam schon so manches Mal Kritik im Forum, wenn kein deutscher Name
dabei steht, jetzt versuche ich halt irgendwie einen dazu zu erfinden,
wenn mir keiner bekannt ist (kommen wohl z.T. verbesserungsbedürftige
Kreationen zu Stande). Stängelbecherling steht im B&K als Übersetzung (die
meinten natürlich mit Stängel den Stiel des Becherlings), das habe ich
dann so von dort übernommen.
Zur Hymenoscyphus: Ja, die Paraphysen waren gänzlich multiguttulat, und das
so leuchtend, wie ich es von H. cons criptus kenne.
Wie stellt man eigentlich die Zugehörigkeit des Ascus-Apikalapparates fest
(Hymenoscyphus- oder Calycina-Typ) fest, wenn der Porus nicht reagiert?
VG Ingo W

Hallo Ingo
Das mit dem Apothezienstiel stimmt aber nicht: B&K nennen alle Arten von Hymenoscyphus und Cyathicula, die auf Kräuterstengeln oder auch Blattstielen wachsen, "Stengelbecherling" (bei H. immutabilis - der nebenbei gesagt gar keiner ist - heißt es sogar Blattstengelbecherling). H. fructigenus ist hingegen ein Fruchtschalen-Becherling, trotz besonders langem Apothezien-Stiel. Bei H. con#####us ist ihnen da mit der Namensgebung wohl ein Fehler unterlaufen. Weidenastbecherling wäre wohl besser.

Zu den Apikalringtypen: Haha, das ist gerade das Problem. Wenn eine Art inamyloid ist, dann hat sie diesen hochelastischen Apikalring evolutiv verloren, und damit auch ein wichiges Gattungs- oder Familienmerkmal. Keine Chance, da muss man anhand der verbliebenen mikroskopischen Merkmale die Gattungszugehörigkeit erschließen.

Zotto

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