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Wirtsbestimmung

Huperzia ⌂, (vor 9359 Tagen)

Hallo ihr,

ich hab irgendwie immer Probleme zu erkennen, auf welchem toten Baum mein Pilz gerade sitzt. Gibt es irgendwelche Möglichkeiten, Tricks, Tip(p)s, Schlüssel, womit man Totholz bestimmen kann? Selbst noch fast lebende Stubben oder umgefallene Stämme sind da ja oft nicht sehr einfach zu bestimmen.
Wieviel vom Baum braucht man, um ihn sicher ansprechen zu können?
Gibt es sichere Kennzeichen für einzelne Arten?
Wie macht ihr das?

Viele Grüße,

Huperzia

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Re: Wirtsbestimmung

Lothar, (vor 9359 Tagen) @ Huperzia

Hallo ihr,
ich hab irgendwie immer Probleme zu erkennen, auf welchem toten Baum mein
Pilz gerade sitzt. Gibt es irgendwelche Möglichkeiten, Tricks, Tip(p)s,
Schlüssel, womit man Totholz bestimmen kann? Selbst noch fast lebende
Stubben oder umgefallene Stämme sind da ja oft nicht sehr einfach zu
bestimmen.
Wieviel vom Baum braucht man, um ihn sicher ansprechen zu können?
Gibt es sichere Kennzeichen für einzelne Arten?
Wie macht ihr das?
Viele Grüße,
Huperzia

Hallo Huperzia,
also zunächst einmal gibt es die Möglichkeit der mikroskopischen Holzbestimmung. Schlüssel gibt es z. B. von U. & F. Hirschmann auf CD-rom. Oder auch schriftlich von U. Hassler & F. Hirschmann 1985 in Abhandlung 40 der Naturhistorischen Gesellschaft Nürnberg e.V.. Festschrift zum 75-jährigen Jubiläum der Abteilung für Pilz-und Kräuterkunde. Wenn Du willst, kann ich Dir das bei Gelegenheit einmal kopieren. Aber: auch mit der Literatur ist es keineswegs ein einfaches Geschäft, ich habe auch große Probleme mit der mikroskopischen Holzbestimmung. Man muß sich gut einarbeiten.
Makroskopisch kann man schon manche Hölzer, vor allem in berindetem Zustand, erkennen. Z.B. Linde an dem netzigen Bast. Aber da hilft vor allem Erfahrung.
Und man kann sich leicht täuschen.
Gruß von
Lothar

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Re: Wirtsbestimmung

Huperzia ⌂, (vor 9359 Tagen) @ Lothar

Hallo Huperzia,
also zunächst einmal gibt es die Möglichkeit der mikroskopischen
Holzbestimmung. Schlüssel gibt es z. B. von U. & F. Hirschmann auf
CD-rom. Oder auch schriftlich von U. Hassler & F. Hirschmann 1985 in
Abhandlung 40 der Naturhistorischen Gesellschaft Nürnberg e.V..
Festschrift zum 75-jährigen Jubiläum der Abteilung für Pilz-und
Kräuterkunde. Wenn Du willst, kann ich Dir das bei Gelegenheit einmal
kopieren. Aber: auch mit der Literatur ist es keineswegs ein einfaches
Geschäft, ich habe auch große Probleme mit der mikroskopischen
Holzbestimmung. Man muß sich gut einarbeiten.
Makroskopisch kann man schon manche Hölzer, vor allem in berindetem Zustand,
erkennen. Z.B. Linde an dem netzigen Bast. Aber da hilft vor allem
Erfahrung.
Und man kann sich leicht täuschen.
Gruß von
Lothar

Hallo Lothar,

das ist ja ein wirklich nettes Angebot :-)))) und ich nehm es gerne an.
Auch wenn es schwer ist,zum Ausschließen bestimmte Arten kann es sicher helfen;-).

Also vielen Dank!

Viele Grüße,

Huperzia

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Re: Wirtsbestimmung

tom, (vor 9359 Tagen) @ Huperzia

Hallo,

wo es geht wende ich die Plausibilitätsmethode an (wenn das am Holz nicht mehr erkennbar ist): was wächst drumherum in welchem Alter, zusammen mit Gegend und Boden. Das geht, glaube ich, mit meist ausreichender Genauigkeit, am Besten je mehr Monokultur und Klassenwald, schlechter je mehr naturbelassen/"ungepflegt" der Bestand ist.

Grüße,

tom

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Re: Wirtsbestimmung

Lothar, (vor 9358 Tagen) @ tom

Hallo,
wo es geht wende ich die Plausibilitätsmethode an (wenn das am Holz nicht
mehr erkennbar ist): was wächst drumherum in welchem Alter, zusammen mit
Gegend und Boden. Das geht, glaube ich, mit meist ausreichender
Genauigkeit, am Besten je mehr Monokultur und Klassenwald, schlechter je
mehr naturbelassen/"ungepflegt" der Bestand ist.
Grüße,
tom

Lieber Tom,
das ist eine sehr gefährliche Methode. Äste und noch mehr Zweige können vom Wind weit transportiert werden. Und oft stehen dann doch andere Bäume im Bestand, die man nicht (gleich) sieht. Ziemliche Glückssache, Tom!
Gruß von
Lothar

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nochmal eine konkrete Frage:

Huperzia ⌂, (vor 9355 Tagen) @ Lothar

Hallo,

Wie erkenn ich, ob es eine alte Eiche, eine alte Elsbeere oder gar eine alte Kornellkirsche ist, an deren verknöcherten Stamm ein Pilzlein wächst? Gibt es da ganz deutliche Unterschiede?

In "meinem Gebiet" stehen nämlich gerade dies rum. Alles zudem etwas älter - oft tot - und meist wachsen die Blätter so weit oben, daß ich unmöglich erkennen kann, zu welchem Baum sie gehören.

Würd mich da über ein paar Tips freuen.

Viele Grüße,

Huperzia

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Re: Wirtsbestimmung

Ursula Sauter, (vor 9351 Tagen) @ Huperzia

Hallo ihr,
ich hab irgendwie immer Probleme zu erkennen, auf welchem toten Baum mein
Pilz gerade sitzt. Gibt es irgendwelche Möglichkeiten, Tricks, Tip(p)s,
Schlüssel, womit man Totholz bestimmen kann? Selbst noch fast lebende
Stubben oder umgefallene Stämme sind da ja oft nicht sehr einfach zu
bestimmen.
Wieviel vom Baum braucht man, um ihn sicher ansprechen zu können?
Gibt es sichere Kennzeichen für einzelne Arten?
Wie macht ihr das?
Viele Grüße,
Huperzia

Hallo, was man relativ gut ansprechen kann ist Eiche. Sie hat extrem kräftige Holzstrahlen was man gerade an alten Stubben immer noch gut sehen kann. Da stehen sie und zwischendrin ist schon alles abgebaut. Aber sonst ist es wirklich ein schweres Geschäft mit der Holzbestimmung.
Viele Grüße
Ursula

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Re: Wirtsbestimmung

Huperzia ⌂, (vor 9351 Tagen) @ Ursula Sauter

Hallo, was man relativ gut ansprechen kann ist Eiche. Sie hat extrem kräftige
Holzstrahlen was man gerade an alten Stubben immer noch gut sehen kann. Da
stehen sie und zwischendrin ist schon alles abgebaut. Aber sonst ist es
wirklich ein schweres Geschäft mit der Holzbestimmung.
Viele Grüße
Ursula

Hallo Ursula,

mal eine ganz dumme Frage: Was sind "Holzstrahlen"?
Ich hab bei einigen Bäumen/Stubben/Ästen so "Rilliges" unter der Rinde - ist es soetwas?

Viele Grüße,

Huperzia

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Re: Wirtsbestimmung

Ursula Sauter, (vor 9350 Tagen) @ Huperzia

Hallo Ursula,
mal eine ganz dumme Frage: Was sind "Holzstrahlen"?
Ich hab bei einigen Bäumen/Stubben/Ästen so "Rilliges" unter der
Rinde - ist es soetwas?
Viele Grüße,
Huperzia

Hallo, das sind die, die vom Zentrum aus radial zum Rand (Rinde) hin laufen, in der Literatur heißen sie wohl auch noch Markstrahlen. Typisch für Eiche sind übrigens auch noch auffällig große Poren am Beginn der jeweiligen Jahresringe.
Es gab im Verlag Parey mal ein recht gutes Buch mit vielen guten Abbildungen (Hanno Sachsse: Einheimische Nutzhölzer), im Moment kann ich nicht feststellen, ob das noch erhältlich ist, ich könnte das aber nächste Woche leicht feststellen. Da sind nicht so viele Arten drin, wie in der Nürnberger Arbeit und die Photos sind brauchbar.
Hilft Dir das weiter? Herzliche Grüße Ursula