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Speisepilze im Winter

BeaTee, (vor 6516 Tagen)

Hallo liebe Forumsleser!

Als in der Wintersaison wachsenden Speisepilz kenne ich nur den Austernseitling, das Judasohr und den Samtfußrübling. Nach welchen anderen essbaren Pilzen haltet ihr denn Ausschau in der kalten Jahreszeit?

Gestern sprach "Günni" die geeisten Austernpilze an; den selben frostigen Effekt habe ich heute bei Samtfußrüblingen und Judasohren gesehen. Bislang dachte ich, dass Winterpilze zur Frostabwehr eigenen "Frostschutzmittel" produzieren würden, demnach lag ich wohl falsch. Bedeutet dies, dass die Pilzsuche im Winter nach Frost mit hoher Luftfeuchtigkeit (wie hoch? hat jemand eine Ahnung?) stehts ohne Erfolg gekrönt ist??

Viele Grüße,
Beate

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Re: Speisepilze im Winter

Ingo, (vor 6516 Tagen) @ BeaTee

Hallo Beate,

von den genannten "Winterpilzen" dürfte nur der Samtfussrübling ein wahrer sein.
Von der Art ist bekannt, dass sie sogar im gefrorenen Zustand weiter wachsen kann.
Beim Judasohr kenne ich mich nicht so aus. Das ist aber auch eher ein Pilz zur
Dekoration von Speisen, weniger ein wirklicher Speisepilz.

Gefrorene Austernpilze sind allerdings mit Vorsicht zu behandeln. Die wachsen zwar
gerne in den Winter hinein, vor allem in frostfreien Perioden. Sind sie aber
gefroren, würde ich sie stehen lassen. Nach meiner Beobachtung stellen
Austernseitlinge, nachdem sie einmal hartgefroren waren, ihr Wachstum ein und
geben sich im Anschluss der Verwesung hin.

Zum Thema gab es hier bereits öfters Berichte zu lesen. Bei Austernseitlingen
ist, genau wie bei 99,99% aller Speisepilze, darauf zu achten, dass die
Kühlkette nicht unterbrochen wurde. Sonst drohen Vergiftungen.

Grüßlis Ingo

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Re: Speisepilze im Winter

Violet, (vor 6515 Tagen) @ Ingo

Das ist aber auch eher ein Pilz
zur
Dekoration von Speisen,

Hi, Ingo, sag nix gegen das liebe Judasöhrchen - eine chinesische Suppe ohne diese knackigen Dingerchen wäre keine feine chinesische Suppe...! :))
Liebe morgendliche Grüße
Ditte

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Re: Speisepilze im Winter

BeaTee, (vor 6515 Tagen) @ Ingo

Hallo Beate,
von den genannten "Winterpilzen" dürfte nur der Samtfussrübling ein
wahrer sein.
Von der Art ist bekannt, dass sie sogar im gefrorenen Zustand weiter wachsen
kann.
Beim Judasohr kenne ich mich nicht so aus. Das ist aber auch eher ein Pilz
zur
Dekoration von Speisen, weniger ein wirklicher Speisepilz.
Gefrorene Austernpilze sind allerdings mit Vorsicht zu behandeln. Die wachsen
zwar
gerne in den Winter hinein, vor allem in frostfreien Perioden. Sind sie aber
gefroren, würde ich sie stehen lassen. Nach meiner Beobachtung stellen
Austernseitlinge, nachdem sie einmal hartgefroren waren, ihr Wachstum ein und
geben sich im Anschluss der Verwesung hin.
Zum Thema gab es hier bereits öfters Berichte zu lesen. Bei Austernseitlingen
ist, genau wie bei 99,99% aller Speisepilze, darauf zu achten, dass die
Kühlkette nicht unterbrochen wurde. Sonst drohen Vergiftungen.
Grüßlis Ingo

Jo! Danke Ingo, für deine Antwort.
Gruß,
Beate

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Re: Speisepilze im Winter

Thomas Pruß, (vor 6515 Tagen) @ Ingo

Moin Ingo,
das Judasohr ist auch ein echter "Winterling". Der Pilz entwässert seinen Fruchtkörper bei starkem Frost (< -10° C) so weit, dass er nur noch wie bröseliges Pergament am Holz anliegt. Wenn die Temperaturen wieder nahe oder über 0° C steigen "rehydriert" der Fruchtkörper und wächst weiter.
Hart gefrorene Austernseitlinge habe ich auch schon verwertet. Auftauen, sauber machen und ganz normal zubereiten ist kein Problem. Im zubereiteten Zustand, also erhitzt und anschließend einfrieren klappt auch. Aber auch die Aupis frieren ein und wachsen nach dem Auftauen weiter. Zumindest junge Fruchtkörper kann man dann weiter verwenden, ältere FK werden labberig und wässrig und schmecken auch nicht mehr.
Grüßlis
Thomas

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Re: Speisepilze im Winter

Ingo, (vor 6515 Tagen) @ Thomas Pruß

Hart gefrorene Austernseitlinge habe ich auch schon verwertet. Auftauen, sauber
machen und ganz normal zubereiten ist kein Problem. Im zubereiteten Zustand, also
erhitzt und anschließend einfrieren klappt auch.

Hallo Thomas, das mag ja noch angehen. Einmal gefrorene Pilze kann man immer
mit nehmen. Wenn man sich sicher ist.

Aber auch die Aupis frieren ein und wachsen nach dem Auftauen weiter.

Das habe ich noch nicht beobachten können. Nach meinen Beobachtungen sind einmal
steif gefrorene Elefantenohren hinüber. Wenn du das aber unterschreibst....
Zumindest sollten wir unsere Anfänger hier darauf verweisen, dass man solchen
Pilzen besser vorsichtig begegnet. Ich meine, es gab hier auch schon Warnungen darüber.

p.s. wie waren eigentlich die durchschnittllichen Fangmeldungen an unseren Küsten
in diesem Herbst? kannst mir ja mal ne' p.N. zukommen lassen?

Grüßlis Ingo

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Re: Speisepilze im Winter

Ingo, (vor 6515 Tagen) @ Violet

Hi, Ingo, sag nix gegen das liebe Judasöhrchen - eine chinesische Suppe ohne
diese knackigen Dingerchen wäre keine feine chinesische Suppe...! :))
Liebe morgendliche Grüße
Ditte

Sagte ich ja, hübsche Deko!

;-))

*ggg* Ingo

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Re: Speisepilze im Winter

Gábor, (vor 6515 Tagen) @ Thomas Pruß

Moin Thomas,

ich sehe es ähnlich wie Ingo.
Da in dieses Forum doch auch recht viele Unerfahrene reinschauen, sollte man besser keine Austern weiter empfehlen, die bereits mehrmals gefroren und wieder aufgetaut sind.

Ich bin ja auch schon mal Zeuge einer Lebensmittelvergiftung geworden und das sieht dann nicht so schön aus.
Weil man kann nicht gleichzeitig auf dem Topf hocken und über dem Waschbecken hängen, wenn Du weisst, was ich meine :-)

Anders schaut es natürlich aus, wenn man die Stelle genau im Auge behält und somit auch genau weiss, wie alt die Pilze sind und dann auch das Wetter dementsprechend ist...

LG, Gábor

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Re: Speisepilze im Winter

Thomas Pruß, (vor 6514 Tagen) @ Ingo

Moin Ingo,
schon recht, man muss vorsichtig sein, aber wie Gábor schon schrieb: Wenn man die Pilze "im Blick" hat, kann man individuell entscheiden.
Du hast übrigens Post!
Grüßlis
Thomas