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Telamonia von der Almweide *PIC*

interhias ⌂, (vor 6507 Tagen)

Hallo zusammen,

diese etwas angerußten Schwammerln wuchsen Mitte Oktober auf einer Almweide im Mangfallgebirge bei Fichte. Bis jetzt habe ich in meiner Literatur nichts Passendes gefunden, mit den Schlüsseln (Funga Nordica) komme ich nicht mal klar in eine Sektion. Die teilweise schwärzenden Exsikkate würden zu den Brunnei passen, das helle Fleisch weniger.

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Die Sporen sind recht groß (9,8 x 6,4), die HDS kaum inkrustiert.

Für Tipps wäre ich dankbar.

Beschreibung und Mikros:
Funddaten: 15.10.2008; Fundort: MTB 8337-2-1-4, 850 m, Geitau, untere Almen; auf der Weide bei größeren Fichten; gesellig (>5 Fk); Hut: bis 3 cm breit, trocken, fein bis risspilzähnlich grob befasert, matt, haselnussbraun bis dunkelbraun, am Scheitel bis schwarzbraun und generell mit Tendenz zum Schwärzen, hygrophan, vor allem am Rand streifig bis fleckig ausblassend (michkaffeebraun), Hutrand etwas über die Lamellen gezogen und jung durch weißliche Cortina mit dem Stiel verbunden; Stiel: bis 4,5 cm lang, bis 1,6 cm breit, vor allem jung recht kräftig, zylindrisch, bei einem Exemplar mit Längsfurche, alt etwas nachdunkelnd, Velum weißlich (?), schwach ausgeprägt; Lamellen: ausgebuchtet angewachsen und bisw. mit Zahn kurz herablaufend, entfernt (ca. 28-35 erreichen den Stiel), jung zimtbraun bis rötlichbraun, alt dunkel rostbraun; Fleisch: schmutzig cremebräunlich, blass hellbraun, im Schnitt stellenweise (im Stiel) dunkelbraun verfärbend; Geruch: ziemlich deutlich nach Petersilie (aber nicht so heftig wie C. melanotus); Geschmack: -; Chemie: KOH (30%): auf Huthaut und Hutfleisch schlagartig schwarzbraun; Exsikkat: Hüte schwarzbraun bis schwarz, Lamellen schokobraun, Stiel grauocker; HDS: Epicutis dünn, aus ca. 2-7 µm breiten Zellen, blass gelbbräunlich pigmentiert (in der Aufsicht wie grieselig marmoriert, an den Zellrändern aber keine Inkrustationen zu erkennen; Hypoderm gut entwickelt, Zellen oft kastenförmig, bis ca. 25 µm breit, dickwandig, Wände gelblich pigmentiert, keinerlei Inkrustationen beobachtet, auch keine schmalen Zellen eingeflochten; Pigment vermutlich intrazellulär; in tieferen Zellschichten auch vakuolär bzw. fleckig schwarzbraun; Schnallen vorhanden; Sporen: ovoid bis subamygdaliform, fein warzig, am Apex etwas kräftiger, Maße: 9,8 x 6,4 (9-10,5 x 6-7), Q=1,54 (1,36-1,67), 20 Sp. gemessen;

Sporen in KOH:
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HDS in KOH:
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Gruß aus München
Hias

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Re: Telamonia von der Almweide

Günter Saar, (vor 6503 Tagen) @ interhias

Hallo Hias,

was nimmst Du Dir auch Pilze mit, die Du nicht kennst!
Erst mal alles gute für's neue Jahr.

Die Sektion "Brunnei" paßt gar nicht so schlecht. Wahrsch. bleibt wohl auch nur der Name C. brunneus übrig ;-(

Diese Pilze haben offensichtlich Frost abgekriegt, daher auch die untypische Erscheinung.

Aber bitte, das ist nur eine Vermutung, leider ist man derzeit in Telamonia oft genug auf molekulare Untersuchungen angewiesen.

Erste Ergebnisse spiegeln sich bereits in der Funga nordica wieder, m.E. ein Meilenstein und ein Beispiel dafür, was ein TEAM erstklassiger Mykologen zusammen leisten kann. Ich bin von dem Werk begeistert, wohl wissend, daß da natürlich Arten drin fehlen, die wir in Süddeutschland finden können, mal abgesehen von den wirklich mediterranen Arten.

Liebe Grüße nach Bayern

Günter

PS: Von Dir aus ist es doch gar nict so weit bis nach Ungarn, dort findet von 18.-24. Okt. die Cortinarientagung statt. Es wird Zeit, daß Du Dich da mal blicken läßt :-)