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Porlingsfachleute gefragt *PIC*

Maren ⌂, (vor 6481 Tagen)

Hallo zusammen,
letztes Wochenende fand ich diesen resupinaten Porling an Weide.
Das noch ansitzende Ästchen hat einen Durchmesser von 1,5 cm, der Fruchtkörper ist 4 x 2 cm groß und 1 mm dick, etwa 2-3 Poren je mm. Er hat eine schmale, weiße Randzone. Die Poren sind hellbraun, leicht vom Untergrund zu lösen.
Geruch und Geschmack unbedeutend.
KOH 20%-Reaktion dunkelbraun.
Die Sporen sind hyalin, oval, inamyloid und messen 6,5x3 µm. Fast alle Hyphen haben Schnallen, Breite 3 µm, monomitisch? (bei dem Merkmal bin ich mir noch nicht sicher).
Ich vermute die Gatttung Ceriporiopsis (Harzporling), aber dann geht's nicht mehr weiter.
Gruß Maren

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Re: Porlingsfachleute gefragt

AK_CCM, (vor 6481 Tagen) @ Maren

Hallo Maren,

bin zwar kein Porlings-Spezi, aber makroskopisch erinnert mich der Frk. an Ceriporia purpurea.

Schönes Wochenende

Gruß, Andreas

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Re: Porlingsfachleute gefragt

Ingo Wagner, (vor 6481 Tagen) @ Maren

Hallo zusammen,
letztes Wochenende fand ich diesen resupinaten Porling an Weide.
Das noch ansitzende Ästchen hat einen Durchmesser von 1,5 cm, der
Fruchtkörper ist 4 x 2 cm groß und 1 mm dick, etwa 2-3 Poren je mm. Er hat
eine schmale, weiße Randzone. Die Poren sind hellbraun, leicht vom
Untergrund zu lösen.
Geruch und Geschmack unbedeutend.
KOH 20%-Reaktion dunkelbraun.
Die Sporen sind hyalin, oval, inamyloid und messen 6,5x3 µm. Fast alle Hyphen
haben Schnallen, Breite 3 µm, monomitisch? (bei dem Merkmal bin ich mir
noch nicht sicher).
Ich vermute die Gatttung Ceriporiopsis (Harzporling), aber dann geht's nicht
mehr weiter.
Gruß Maren

Hallo Maren!

Und wenn du KOH etwas dünner machst?

VG Ingo W

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Re: Porlingsfachleute gefragt

Lothar, (vor 6481 Tagen) @ Maren

Hi Maren,
ich bin ganz Deiner Meinung - sieht stark nach Ceriporiopsis resinascens aus. Dazu müsstest Du die Sporen geringfügig kleiner machen ;-)
(oder Du machst sie etwas breiter, dann käme die seltene C. aneirinus heraus, die ich noch nie gefunden habe).
Hängende Weidenäste (auch Pappel) sind für C. resinascens ein ganz typisches Substrat.
LG, Lothar

Hallo zusammen,
letztes Wochenende fand ich diesen resupinaten Porling an Weide.
Das noch ansitzende Ästchen hat einen Durchmesser von 1,5 cm, der
Fruchtkörper ist 4 x 2 cm groß und 1 mm dick, etwa 2-3 Poren je mm. Er hat
eine schmale, weiße Randzone. Die Poren sind hellbraun, leicht vom
Untergrund zu lösen.
Geruch und Geschmack unbedeutend.
KOH 20%-Reaktion dunkelbraun.
Die Sporen sind hyalin, oval, inamyloid und messen 6,5x3 µm. Fast alle Hyphen
haben Schnallen, Breite 3 µm, monomitisch? (bei dem Merkmal bin ich mir
noch nicht sicher).
Ich vermute die Gatttung Ceriporiopsis (Harzporling), aber dann geht's nicht
mehr weiter.
Gruß Maren

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Re: Porlingsfachleute gefragt

Ingo Wagner, (vor 6481 Tagen) @ Lothar

Hi Maren,
ich bin ganz Deiner Meinung - sieht stark nach Ceriporiopsis resinascens aus.
Dazu müsstest Du die Sporen geringfügig kleiner machen ;-)
(oder Du machst sie etwas breiter, dann käme die seltene C. aneirinus heraus,
die ich noch nie gefunden habe).
Hängende Weidenäste (auch Pappel) sind für C. resinascens ein ganz typisches
Substrat.
LG, Lothar

Hallo Lothar!

Mir gefällt Andreas´ Vorschlag sehr gut.

VG Ingo W

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Kommando zurück!

Ingo Wagner, (vor 6481 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Lothar!
Mir gefällt Andreas´ Vorschlag sehr gut.
VG Ingo W

Cerip. purpurea sollte ja keine Schnallen haben.

VG Ingo W

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Re: Porlingsfachleute gefragt

Werner2, (vor 6481 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Ingo - wenn die Art Schnallen hat, kann es keine Ceriporia sein.
Für C. gilvescens ist sie mir eine Spur zu dunkel, und die Sporen
sind zu breit. Ich denke schon, dass es C. resinascens sein kann und Lothar
recht hat.
Gruß Werner

Hallo Lothar!
Mir gefällt Andreas´ Vorschlag sehr gut.
VG Ingo W

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Re: Porlingsfachleute gefragt

Maren ⌂, (vor 6481 Tagen) @ Lothar

Hallo zusammen,
vielen Dank für eure Meinungen.

ich bin ganz Deiner Meinung - sieht stark nach Ceriporiopsis resinascens aus.
Dazu müsstest Du die Sporen geringfügig kleiner machen ;-)
(oder Du machst sie etwas breiter, dann käme die seltene C. aneirinus heraus,
die ich noch nie gefunden habe).
Hängende Weidenäste (auch Pappel) sind für C. resinascens ein ganz typisches
Substrat.

Die Sporen bleiben auch nach weiteren Messungen bei (6-7)6,2x2,9(2,5-3) µm. Die Hyphen reagieren metachromatisch und bei einigen habe ich Inkrustationen festgestellt.
Bei C. resinascens (Harziger Wachsporling), bei dem ich auch erst gelandet war, gefällt mir neben den großen Sporen folgendes nicht:

- eng mit dem Substrat verwachsen (auch ein Merkmal von C. aneirina), mein Pilz löst sich leicht vom Untergund ab
- wachsartige, krustige Überzüge von einigen Zentimetern Ausdehnung, mein Pilz hat eher eine gummiartige Konsistenz und ist maximal 4 cm lang, größere Exemplare habe ich nicht feststellen können.
- Oberfläche feinporig 3-6 pro mm. Bei meinem Exemplar ist das höchste der Gefühle 3 pro mm, die meisten Poren sind größer und lang gezogen, bis labyrinthisch.

Da gibt es noch Ceriporiopsis balaenae, der auch an Weide wächst, aber für den sind die Sporen auch zu groß.

Muss man eigentlich davon ausgehen, dass auch bei Basidiomyceten die Sporen bei Exsikkatuntersuchungen kleiner sind als bei Frischmaterial?

Gruß Maren

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Re: Porlingsfachleute gefragt

Lothar, (vor 6481 Tagen) @ Maren

Hallo Maren,

zunächst: sicher kommt auch C. aneirina (-us, -um ..... bin mir gerade überhaupt nicht sicher, welches Genus Ceriporiopsis hat - Tremellodendropsis ist z.B. Neutrum!) in Frage. Dafür sind aber die Sporen zu schmal. Nun ja - ich will nicht behaupten, dass ich mich in Ceriporiopsis gut auskenne. Meine bisherigen Funde von C. resinascens (die z.T. von H. Ostrow bestätigt wurden) sahen makroskopisch durchaus wie der von Dir abgebildete Pilz aus (wbbei ich mich bei der Porengröße so genau nicht festlegen kann). Tipp: sende ein Stück Exsikkat an Harald Ostrow (am besten frägst Du vorher via e-mail nach: Harald.Ostrow@t-online.de).

Da gibt es noch Ceriporiopsis balaenae, der auch an Weide wächst, aber für
den sind die Sporen auch zu groß.

Von dem - muss ich zugeben - habe ich noch gar nichts gehört. Bin nicht mehr überall auf dem Laufenden ...

Muss man eigentlich davon ausgehen, dass auch bei Basidiomyceten die Sporen
bei Exsikkatuntersuchungen kleiner sind als bei Frischmaterial?

Exsikkat oder frisch ist nicht der Punkt, sondern lebendig oder tot. Frischmaterial kann durchaus weitgehend tot sein und im Exsikkatenmaterial (kommt auch darauf an, wie alt) können durchaus (wenn nicht zu stark erhitzt wurde) noch etliche Sporen leben.

Unterschiede in der Größe zwischen lebendig und tot? - Ich denke, davon muss man ausgehen, wenn sie auch möglicherweise nicht so groß sind wie etwa bei Asci. Da aber wohl alle Literaturangaben bei Aphyllophorales auf Herbarmaterial (toten Pilzen) beruhen, ist Vergleichbarkeit gewährleistet. Am besten nur in KOH präparieren, da kann man sicher sein, dass Sporen nicht lange überleben .... (Frei nach Zotto: in mortuo veritas ...)

LG, Lothar

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Re: Porlingsfachleute gefragt

myco_loco, (vor 6480 Tagen) @ Maren

Hallo Maren,

die Sporenmaße passen eigentlich ganz gut. Die Sporen von C. resinascens können bis 8 µm lang werden, auch wenn sie meist zwischen 4 und 6 µm lang sind. C. aneirina hat vor allem breitere Sporen - viel mehr Volumen.

Die Porenfarbe schließt C. aneirina eh aus und passt gut für einen reifen C. resinascens.

LG
Christoph

P.S.: die Porengröße schwankt, kann auch mal bei 2 pro mm liegen (recht variabel)

Hallo zusammen,
vielen Dank für eure Meinungen.
Die Sporen bleiben auch nach weiteren Messungen bei (6-7)6,2x2,9(2,5-3) µm.
Die Hyphen reagieren metachromatisch und bei einigen habe ich
Inkrustationen festgestellt.
Bei C. resinascens (Harziger Wachsporling), bei dem ich auch erst gelandet
war, gefällt mir neben den großen Sporen folgendes nicht: - eng mit dem
Substrat verwachsen (auch ein Merkmal von C. aneirina), mein Pilz löst
sich leicht vom Untergund ab
- wachsartige, krustige Überzüge von einigen Zentimetern Ausdehnung, mein
Pilz hat eher eine gummiartige Konsistenz und ist maximal 4 cm lang,
größere Exemplare habe ich nicht feststellen können.
- Oberfläche feinporig 3-6 pro mm. Bei meinem Exemplar ist das höchste der
Gefühle 3 pro mm, die meisten Poren sind größer und lang gezogen, bis
labyrinthisch.
Da gibt es noch Ceriporiopsis balaenae, der auch an Weide wächst, aber für
den sind die Sporen auch zu groß.
Muss man eigentlich davon ausgehen, dass auch bei Basidiomyceten die Sporen
bei Exsikkatuntersuchungen kleiner sind als bei Frischmaterial?
Gruß Maren

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Vielen Dank euch allen!

Maren ⌂, (vor 6479 Tagen) @ Maren

Herrn Oswald wird sich den Pilz anschauen.
Gruß Maren

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Tschuldigung ...

Maren ⌂, (vor 6479 Tagen) @ Maren

Herrn Ostrow natürlich.
Gruß Maren

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Ceriporiopsis gilvescens

Maren ⌂, (vor 6473 Tagen) @ Maren

Hallo zusammen,
Herr Ostrow war so nett, den Porling zu untersuchen. Seine Bestimmung ergab Ceriporiopsis gilvescens (Fleckender Harzporling).
Gruß Maren