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Keinen Plan (Resupinat-Porling) *PIC*

Ingo Wagner, (vor 6480 Tagen)

Hallo!

Zu dem hier gehen mir die Ideen aus. Gefunden an der Unterseite von dickeren Espen-Ästen im Luftraum:
[image]
So im Vorbeigehen, dachte ich zunächst an eine besonders porige Schizopora (Spaltporling). Sah dann aber näher betrachtet doch irgendwie anders aus.
Mein zweiter Gedanke war dann vielleicht eine Ceriporia/Ceriporiopsis. Ist aber nicht weich, sondern elastisch, allerdings nicht so zäh wie die Sch. paradoxa.

[image]
Vergleich: oben der Unbekannte, unten Schizopora paradoxa (Veränderlicher Spaltporling).
Dazu kommt, dass am Standort wenige alte Pilzteile deutlich braun waren.

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Poren unbekannter Porling: passen nicht so recht zu paradoxa, denn sie sind zwar feinflaumig, aber nicht fransig

[image]
Porenbild von paradoxa

Auffallend nach einem Tag Dose ist ein sehr deutlicher und angenehmer Saurer-Apfel-Duft.

Die Sporenform ist genau wie bei Schizopora paradoxa, aber größer (6-8x3,5-4,2) und nicht mit mittelgroßer Guttule, sondern sehr vielen winzigen. Damit, und auch wegen der großen Poren (max. 2 pro mm), fallen auch die anderen Schizopora-Arten flach.

Basidien ebenfalls zu groß und zu breit: 20-26x6-7,5.

Schnallen an Hyphen vorhanden.

Skelett-Hyphenenden geformt und teilweise herausragend wie bei Schizopora, aber nicht dickwandig.

Zystiden in der Fruchtschicht unsicher. Wenn, dann +- zylindrisch bis spindelig mit leicht welliger Außenseite (oder doch Hyphenenden?).

Braune Verfärbung vom Standort war bei mitgenommenen nicht zu erreichen, KOH = 0 Reaktion.

Hat jemand eine Idee?

VG Ingo W

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Re: Keinen Plan (Resupinat-Porling)

Lothar, (vor 6480 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Ingo,
meine erste Idee war ja Antrodia albida - leider sind aber die von Dir gemessenen Sporen zu klein. Also - ebenfalls Ratlosigkeit.
LG von Lothar

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Mikrobild dazu *PIC*

Ingo Wagner, (vor 6480 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo!

vorläufiges Mikro zum Pilz:
[image]

Nun war ich literarisch in meinem Wahn schon bei Antrodia, Diplomitoporus, Oxyporus und wieder bei Schizopora. Ich glaube, ich bin da literaturmäßig am Ende.

Ich hoffe ja immer noch ein bisschen auf die Porlings-Fachleute (Werner? Christoph?).

Der Pilz war am Fundort an drei Stellen zu sehen:
- das Holz sind dickerer Äste (ca. ab 2cm im Dm.) von umgestürzten oder gebrochenen Espen
- seine Fruchtkörper bildet er streng an der Unterseite der nicht auf dem Boden aufliegenden Äste, auf der Rinde
- die Fruchtkörper breiten sich von der Unterseite nicht so weit in die Höhe aus wie bei Sch. paradoxa (der nimmt ja bei einem Ast oft die untere Hälfte im Längsschnitt in Anspruch)
- nicht die kleinsten Anzeichen von Hutbildung oder Stufen im Hymenium

- den Sauren-Apfel-Geruch kenne ich von vielen Russula (Täublings)-Arten, vielleicht ist er ja nach neuesten Genanalysen mit ihnen verwandt? :-)

VG Ingo W

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Re: Mikrobild dazu

Markus Wilhelm ⌂, (vor 6480 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Ingo,

also vom Bild her könnte das schon Schizopora sein, die Art hat mich schon x-mal verarscht.

Allerdings müssten die typischen kopfigen Zystiden zu sehen sein!

Sonst weiss ich auch nicht weiter!

Grüsse, Markus

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Re: Mikrobild dazu

Werner2, (vor 6480 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Ingo, interessant. Habe ich im ersten Moment für S. radula gehalten, wegen der regelmäßigen Poren (s. E.Langer 1995 und Hallenberg 1983). Dafür sind aber die Sporen etwas zu groß. Aber auch für S. paradoxa sind sie noch ziemlich groß. Eine Antrodia albida ist das eher nicht, die kenne ich ganz gut. Trotzdem vermute ich den Formenkreis S. paradoxa/radula. Schau doch mal, ob Du nicht doch die typischen kopfigen Endzellen findest, welche oft einen lichtbrechenden Inhalt (wie ein Tropfen) haben.
Das ist für mich immer die "Schnellbestimmung" für Schizopora.
Gruß Werner
.
.

Hallo!
vorläufiges Mikro zum Pilz:
Nun war ich literarisch in meinem Wahn schon bei Antrodia, Diplomitoporus,
Oxyporus und wieder bei Schizopora. Ich glaube, ich bin da literaturmäßig
am Ende.
Ich hoffe ja immer noch ein bisschen auf die Porlings-Fachleute (Werner?
Christoph?).
Der Pilz war am Fundort an drei Stellen zu sehen: - das Holz sind dickerer
Äste (ca. ab 2cm im Dm.) von umgestürzten oder gebrochenen Espen
- seine Fruchtkörper bildet er streng an der Unterseite der nicht auf dem
Boden aufliegenden Äste, auf der Rinde
- die Fruchtkörper breiten sich von der Unterseite nicht so weit in die Höhe
aus wie bei Sch. paradoxa (der nimmt ja bei einem Ast oft die untere
Hälfte im Längsschnitt in Anspruch)
- nicht die kleinsten Anzeichen von Hutbildung oder Stufen im Hymenium
- den Sauren-Apfel-Geruch kenne ich von vielen Russula (Täublings)-Arten,
vielleicht ist er ja nach neuesten Genanalysen mit ihnen verwandt? :-)
VG Ingo W

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Espen-Schizopora

Ingo Wagner, (vor 6480 Tagen) @ Werner2

Hallo Werner, hallo Markus!

Vielen Dank für eure Reaktion.

Ich bin ja unbefriedigenderweise auch wieder bei Schizopora gelandet.
Zu Vergleichszwecken habe ich mir ja auch eine sichere Schizopora paradoxa (Veränderlicher Spaltporling) mitgenommen, um "Gegen-zu-Mikroskopieren".

Allerdings sind die Alterzustände verschieden: die sichere ist älter, bei ihr finde ich die kopfigen Zystiden der generativen Hyphen, sind oft mit einer harzigen Masse bdeckt, Sporen- und Basidienmaße passen perfekt zu den Werten, die in der Literatur angegeben werden, Kristalle sind in beiden Fällen vorhanden (in der Trama und an den Hyphen).

Die Espen-Schizopora ist frisch, noch nicht vollreif, es ist also sogar möglich, dass die Sporenwerte sich noch nach oben verändern. Auf die Altersunterschiede könnte man vielleicht auch die unterschiedliche Guttulierung in den Sporen schieben, aber ob frische Basidien so auffällig dicker sein können?

Und was mich noch sehr stört: die Skelett-Hyphenenden der sicheren sind sowas von dick, ist bei der jungen gar nichts davon zu sehen. Ist aber eben vielleicht auch auf die Jugend des Pilzes zurückzuführen?

Die normale Schizopora paradoxa erscheint mir im Moment als Lösung das nächstliegende, ich werde demnächst einfach nochmal eine frische, sichere mikroskopieren, vielleicht werde ich dann schlauer.

Vielen Dank an alle Beteiligten

VG Ingo W

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Re: Espen-Schizopora *PIC*

myco_loco, (vor 6480 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Ingo,

in Frage käme Schizopora bresinskyi. Ich habe nur gerade die Beschreibung nicht griffbereit. Die Art wurde von Langer aus dem NP Bayerischer Wald beschrieben und ich habe sie selbst einmal im Nationalpark nachweisen können. Die Poren dieser Art sind ziemlich regelmäßig, was passen würde und . Es müssten aber keulige Cystiden zu finden sein. Sporenmaße weiß ich gerade nicht, wie gesagt, da ich die Publikation gerade nicht griffbereit habe.

Ich hänge schnell mal das Foto aus dem BayerWald an...

LG
Christoph

P.S.: ich habe ein eigenes Spezialforum für Rindenpilze und Porlinge eingerichtet (http://www.mykologie-bayern.de/forum/index.php), möchte aber hier nicht abwerben!!! Ich schaue nur unregelmäßig hier vorbei (aus Zeitgründen). Falls mal was nicht geknackt wird, kann ich es gerne versuchen (ohne Gewähr!) und bin dann im BMG-Forum erreichbar

Zur allgemeinen Info: es ist kein klassisches, neues Pilzforum, sondern geht primär um bayerische Themen wie Kartierung in Bayern, die Gesellschaft an sich, die Tagungen etc. Ich habe nur auf Wunsch eine Lücke geschlossen: ein eigenes Spezialforum für lignicole Pilze mit Schwerpuntk auf corticioide und Porlinge

Hallo Werner, hallo Markus!
Vielen Dank für eure Reaktion.
Ich bin ja unbefriedigenderweise auch wieder bei Schizopora gelandet.
Zu Vergleichszwecken habe ich mir ja auch eine sichere Schizopora paradoxa
(Veränderlicher Spaltporling) mitgenommen, um
"Gegen-zu-Mikroskopieren".
Allerdings sind die Alterzustände verschieden: die sichere ist älter, bei ihr
finde ich die kopfigen Zystiden der generativen Hyphen, sind oft mit einer
harzigen Masse bdeckt, Sporen- und Basidienmaße passen perfekt zu den
Werten, die in der Literatur angegeben werden, Kristalle sind in beiden
Fällen vorhanden (in der Trama und an den Hyphen).
Die Espen-Schizopora ist frisch, noch nicht vollreif, es ist also sogar
möglich, dass die Sporenwerte sich noch nach oben verändern. Auf die
Altersunterschiede könnte man vielleicht auch die unterschiedliche
Guttulierung in den Sporen schieben, aber ob frische Basidien so auffällig
dicker sein können?
Und was mich noch sehr stört: die Skelett-Hyphenenden der sicheren sind sowas
von dick, ist bei der jungen gar nichts davon zu sehen. Ist aber eben
vielleicht auch auf die Jugend des Pilzes zurückzuführen?
Die normale Schizopora paradoxa erscheint mir im Moment als Lösung das
nächstliegende, ich werde demnächst einfach nochmal eine frische, sichere
mikroskopieren, vielleicht werde ich dann schlauer.
Vielen Dank an alle Beteiligten
VG Ingo W

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PS

myco_loco, (vor 6480 Tagen) @ myco_loco

Antrodia albida kenne ich recht gut. Sieht fast aus wie Antrodia heteromorpha und ist makroskopisch schon deutlich anders...

LG
Christoph

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Re: Espen-Schizopora

Ingo Wagner, (vor 6480 Tagen) @ myco_loco

Hallo Christoph!

in Frage käme Schizopora bresinskyi. Ich habe nur gerade die Beschreibung
nicht griffbereit. Die Art wurde von Langer aus dem NP Bayerischer Wald
beschrieben und ich habe sie selbst einmal im Nationalpark nachweisen
können. Die Poren dieser Art sind ziemlich regelmäßig, was passen würde
und

Prima, da gibt´s also noch was!

Es müssten aber keulige Cystiden zu finden sein.

Ich schau noch mal. In der Fruchtschicht? Keulige Elemente hat das Teil zu hauf, ich bin mir aber oft nicht sicher, ob´s Hyphenenden, unreife Basidien oder Zystiden sind.

Sporenmaße weiß ich

gerade nicht, wie gesagt, da ich die Publikation gerade nicht griffbereit
habe.
Ich hänge schnell mal das Foto aus dem BayerWald an...
LG
Christoph
P.S.: ich habe ein eigenes Spezialforum für Rindenpilze und Porlinge
eingerichtet (http://www.mykologie-bayern.de/forum/index.php), möchte aber
hier nicht abwerben!!! Ich schaue nur unregelmäßig hier vorbei (aus
Zeitgründen). Falls mal was nicht geknackt wird, kann ich es gerne
versuchen (ohne Gewähr!) und bin dann im BMG-Forum erreichbar
Zur allgemeinen Info: es ist kein klassisches, neues Pilzforum, sondern geht
primär um bayerische Themen wie Kartierung in Bayern, die Gesellschaft an
sich, die Tagungen etc. Ich habe nur auf Wunsch eine Lücke geschlossen:
ein eigenes Spezialforum für lignicole Pilze mit Schwerpuntk auf
corticioide und Porlinge

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Re: Espen-Schizopora

myco_loco, (vor 6480 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Frank,

ja, im Hymenium. Leider habe ich die Abgrenzung auf anatomischer Seite nicht mehr so genau im Kopf. Mein Fund stammt vom Jahr 2005 und ich habe das Ding erst einmal in Händen gehabt (siehe andere Antwort auf Werner2)

LG
Christoph

Hallo Christoph!
Prima, da gibt´s also noch was!
Ich schau noch mal. In der Fruchtschicht? Keulige Elemente hat das Teil zu
hauf, ich bin mir aber oft nicht sicher, ob´s Hyphenenden, unreife
Basidien oder Zystiden sind.
Sporenmaße weiß ich

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Re: Espen-Schizopora

Werner2, (vor 6480 Tagen) @ myco_loco

Hallo Christoph, im Januar 2007 schrieb ich das mal in der "Fungi-World":
.
Hallo Christoph,
schreib doch mal ein paar Sätze zu Schizopora bresinskyi.
E. Langer hat die Art wohl 2000 neu beschrieben, aber ich habe
bisher nichts darüber gelesen.
Ist das was anderes wie S. radula?
.
Gruß Werner
.
.
.

Hallo Ingo,
in Frage käme Schizopora bresinskyi. Ich habe nur gerade die Beschreibung
nicht griffbereit. Die Art wurde von Langer aus dem NP Bayerischer Wald
beschrieben und ich habe sie selbst einmal im Nationalpark nachweisen
können. Die Poren dieser Art sind ziemlich regelmäßig, was passen würde
und . Es müssten aber keulige Cystiden zu finden sein. Sporenmaße weiß ich
gerade nicht, wie gesagt, da ich die Publikation gerade nicht griffbereit
habe.
Ich hänge schnell mal das Foto aus dem BayerWald an...
LG
Christoph
P.S.: ich habe ein eigenes Spezialforum für Rindenpilze und Porlinge
eingerichtet (http://www.mykologie-bayern.de/forum/index.php), möchte aber
hier nicht abwerben!!! Ich schaue nur unregelmäßig hier vorbei (aus
Zeitgründen). Falls mal was nicht geknackt wird, kann ich es gerne
versuchen (ohne Gewähr!) und bin dann im BMG-Forum erreichbar
Zur allgemeinen Info: es ist kein klassisches, neues Pilzforum, sondern geht
primär um bayerische Themen wie Kartierung in Bayern, die Gesellschaft an
sich, die Tagungen etc. Ich habe nur auf Wunsch eine Lücke geschlossen:
ein eigenes Spezialforum für lignicole Pilze mit Schwerpuntk auf
corticioide und Porlinge

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Re: Espen-Schizopora

myco_loco, (vor 6480 Tagen) @ Werner2

Servus Werner,

das muss ich dann überlesen haben... Bin nicht immer und regelmäßig in den Foren unterwegs.

Schizopora radula hat engere Poren als Sch. paradoxa, Sch. bresinskyi hat weitere Poren. Sch. radula bekommt im Alter deutlich geschlitzte Poren, Sch. bresinskyi denke ich nicht (habe aber nur einen FK in der hand gehabt und der war nicht sooo alt - siehe Bild weiter oben).

Es ist dumm, dass ich im Moment an das Paper nicht rankomme. Langer beschrieb Sch. bresinskyi 2000 in der Hoppea. Der Fund ist von 2005, also ein bisserl her. Die Art hat aber, wenn ich mich recht erinnere, deutlich keulige Cystiden. Die Sporen waren auch anders als bei Sch. paradoxa, denn sie hatten mir bei der Bestimmung geholfen. Ich hatte jedenfalls ob der weiten Poren nicht an Schizopora/Hyphodontia gedacht, als ich den FK aufgesammelt hatte. Ich habe nur dummerweise die Sporenmaße nicht mehr im Kopf und die damaligen Aufzeichnungen sind im Nationalpark (der Fund stammt aus einem Projekt im NP BayerWald).

Sch. radula wird oft mit Sch. paradoxa zusammengeschmissen. Laut Ryvarden & Gilbertson soll Sch. radula keine Skeletthyphen besitzen, also monomitisch sein (er zeichnet aber Strukturen, die wie Skeletthyphen aussehen).

Da Schizopora eigentlich Hyphodontia ist, sind auch die Sch.-paradoxa-Skeletthyphen wohl eher sekundärer Natur und sucht man lang genug, findet man wohl auch mal ein Septum. Eher ein Übergang zw. mono- und dimitisch. Ich habe aber, ehrlich gesagt, die Hyphenstruktur von Schizopora noch nie so exakt untersucht, da ich in dieser Gruppe bislang nur bestimmt und nicht taxonomisch geforscht habe.

LG
Christoph

Hallo Christoph, im Januar 2007 schrieb ich das mal in der
"Fungi-World": .
Hallo Christoph,
schreib doch mal ein paar Sätze zu Schizopora bresinskyi.
E. Langer hat die Art wohl 2000 neu beschrieben, aber ich habe
bisher nichts darüber gelesen.
Ist das was anderes wie S. radula?
.
Gruß Werner
.
.
.

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Re: Espen-Schizopora

Ingo Wagner, (vor 6480 Tagen) @ myco_loco

Hallo Christoph!

Da du die Sporen anders geformt als bei paradoxa in Erinnerung hast, fällt die Art dann für meinem Fall flach.

Aber schon mal gut zu wissen, dass es da noch eine Schizopora gibt.

Muss jetzt auch nicht zwingend ein Name her, ich glaube, das "Nichtbestimmenkönnen" meiner Funde kann ich sowieso am allerbesten! :-)

VG Ingo W

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Re: Espen-Schizopora

myco_loco, (vor 6480 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Ingo,

nein, nicht geformt, sondern die Maße...

;-)

LG
Christoph

Hallo Christoph!
Da du die Sporen anders geformt als bei paradoxa in Erinnerung hast, fällt
die Art dann für meinem Fall flach.
Aber schon mal gut zu wissen, dass es da noch eine Schizopora gibt.
Muss jetzt auch nicht zwingend ein Name her, ich glaube, das
"Nichtbestimmenkönnen" meiner Funde kann ich sowieso am
allerbesten! :-)
VG Ingo W

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Re: Espen-Schizopora

Ingo Wagner, (vor 6478 Tagen) @ myco_loco

Hallo!

Ich trockne gerade ein Stück der suspekten Espen-Schizopora. Verletzte, begriffene und strapazierte Stellen werden jetzt fast schokoladenbraun. Das macht mich nun sicher, dass das Teil wirklich nichts mit paradoxa zu tun hat.

VG Ingo W

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Re: Espen-Schizopora

Werner2, (vor 6480 Tagen) @ myco_loco

Danke, Christoph - für die für mich sehr informative Beschreibung.
Die Langer-Arbeit aus der Hoppea werde ich mir auf jeden Fall besorgen.
Gruß Werner
.
.
.

Servus Werner,
das muss ich dann überlesen haben... Bin nicht immer und regelmäßig in den
Foren unterwegs.
Schizopora radula hat engere Poren als Sch. paradoxa, Sch. bresinskyi hat
weitere Poren. Sch. radula bekommt im Alter deutlich geschlitzte Poren,
Sch. bresinskyi denke ich nicht (habe aber nur einen FK in der hand gehabt
und der war nicht sooo alt - siehe Bild weiter oben).
Es ist dumm, dass ich im Moment an das Paper nicht rankomme. Langer beschrieb
Sch. bresinskyi 2000 in der Hoppea. Der Fund ist von 2005, also ein
bisserl her. Die Art hat aber, wenn ich mich recht erinnere, deutlich
keulige Cystiden. Die Sporen waren auch anders als bei Sch. paradoxa, denn
sie hatten mir bei der Bestimmung geholfen. Ich hatte jedenfalls ob der
weiten Poren nicht an Schizopora/Hyphodontia gedacht, als ich den FK
aufgesammelt hatte. Ich habe nur dummerweise die Sporenmaße nicht mehr im
Kopf und die damaligen Aufzeichnungen sind im Nationalpark (der Fund
stammt aus einem Projekt im NP BayerWald).
Sch. radula wird oft mit Sch. paradoxa zusammengeschmissen. Laut Ryvarden
& Gilbertson soll Sch. radula keine Skeletthyphen besitzen, also
monomitisch sein (er zeichnet aber Strukturen, die wie Skeletthyphen
aussehen).
Da Schizopora eigentlich Hyphodontia ist, sind auch die
Sch.-paradoxa-Skeletthyphen wohl eher sekundärer Natur und sucht man lang
genug, findet man wohl auch mal ein Septum. Eher ein Übergang zw. mono-
und dimitisch. Ich habe aber, ehrlich gesagt, die Hyphenstruktur von
Schizopora noch nie so exakt untersucht, da ich in dieser Gruppe bislang
nur bestimmt und nicht taxonomisch geforscht habe.
LG
Christoph