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Macrolepiota aus Wintergarten *PIC*

Violet, (vor 6478 Tagen)

Liebe Leute, ich hab gerade von Uschi (Gelbfieber) die mikroskopische Untersuchung der Macrolepiota aus meinem Wintergarten bekommen. Sie hat das ganz toll dokumentiert. Ich bin begeistert. Hoffe nur, dass ich das jetzt richtig einstelle, was sie mir geschickt hat.

[image]

Sagt nun wer was dazu????
Liebe Grüße und nochmal ganz herzlichen Dank an dich, Uschi!!!
Ditte

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Re: Macrolepiota aus Wintergarten

zuehli ⌂, (vor 6478 Tagen) @ Violet

Hallo Ditte,

ich glaube die Sporengröße würde vielleicht am ehesten in die rachodes-Ecke passen.
Hattest Du ein Bild vom frischen Fruchtkörper?

Gruß Harald

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Re: Macrolepiota aus Wintergarten

Violet, (vor 6478 Tagen) @ zuehli

Hallo Ditte,
ich glaube die Sporengröße würde vielleicht am ehesten in die rachodes-Ecke
passen.
Hattest Du ein Bild vom frischen Fruchtkörper?
Gruß Harald

Nein, Harald, hab ich leider nicht. Die Rachodes-Ecke wurde ja schon vermutet. Warten wir also bis zum Sommer, wenn die wieder wachsen...
Liebe Grüße!
Ditte

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Re: Macrolepiota aus Wintergarten

Andreas ⌂, (vor 6478 Tagen) @ Violet

Hallo,

schöne Mikrobilder wie immer von Uschi. Besonders den abgestutzten Porus ohne Kallus sieht man gut, also klar die Chlorophyllum-Gruppe (oder rhacodes-Gruppe für die etwas traditioneller veranlagten wie mich ...)

Was mir nicht so ganz klar ist, sind die dickwandigen zellen der Huthaut. Ist mir nicht bewusst, dass Macrolepiota sowas haben sollte. Wo kommen die her bzw. gehören die wirklich zum Pilz? Ferner das Bild "???". Das sieht fast aus wie ein Jochpilz. Möglicherweise ist die Pilz schon etwas gammelig gewesen beim Trocknen, oder hat sich noch schnell was eingefangen vorher. Das Doppelbild mit den Huthautstrukturen sollte man meiner Meinung nach mit KOH aufquellen. Nur in Wasser bleiben zwar Pigmente und eventuell vohandene Vakuolen erhalten, aber die Zellen strecken sich im Allgemeinen nicht mehr richtig. Das hilft dünne KOH auszugleichen. Danach würde ich dann in Kongorot anfärben, das erhöht die Kontraste. Aber da ist Uschi als Puristen sicherlich anderer Meinung und das ist auch ihr gutes Recht. Im Übrigen ist meines Wissens in dieser Gruppe die HDS eh kein Merkmal uzr Art- oder Gruppenabgrenzung, was natürlich nicht heißt, dass man sich das nicht dennoch mal anschauen sollte.

beste Grüße,
Andreas

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Re: Macrolepiota aus Wintergarten

Violet, (vor 6478 Tagen) @ Andreas

Hallo,
schöne Mikrobilder wie immer von Uschi. Besonders den abgestutzten Porus ohne
Kallus sieht man gut, also klar die Chlorophyllum-Gruppe (oder
rhacodes-Gruppe für die etwas traditioneller veranlagten wie mich ...)
Was mir nicht so ganz klar ist, sind die dickwandigen zellen der Huthaut. Ist
mir nicht bewusst, dass Macrolepiota sowas haben sollte. Wo kommen die her
bzw. gehören die wirklich zum Pilz? Ferner das Bild "???". Das
sieht fast aus wie ein Jochpilz. Möglicherweise ist die Pilz schon etwas
gammelig gewesen beim Trocknen, oder hat sich noch schnell was eingefangen
vorher. Das Doppelbild mit den Huthautstrukturen sollte man meiner Meinung
nach mit KOH aufquellen. Nur in Wasser bleiben zwar Pigmente und eventuell
vohandene Vakuolen erhalten, aber die Zellen strecken sich im Allgemeinen
nicht mehr richtig. Das hilft dünne KOH auszugleichen. Danach würde ich
dann in Kongorot anfärben, das erhöht die Kontraste. Aber da ist Uschi als
Puristen sicherlich anderer Meinung und das ist auch ihr gutes Recht. Im
Übrigen ist meines Wissens in dieser Gruppe die HDS eh kein Merkmal uzr
Art- oder Gruppenabgrenzung, was natürlich nicht heißt, dass man sich das
nicht dennoch mal anschauen sollte.
beste Grüße,
Andreas

Hallo Andreas, das einzige, was ICH dazu sagen kann, ist, dass der Pilz ganz von allein im Wintergarten getrocknet ist, which means, dass er sich dabei alles mögliche hat einfangen können (nicht zuletzt durch die drübermarschierenden Igel). Tut mir leid, dass ich euch nun damit beschäftige bzw. (Uschi) beschäftigt habe. Ich mach Fotos etc., sobald die sich wieder lebendig zeigen, dann wirds hoffentlich klarer.
Schöne Grüße
Ditte

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Ergänzung und Frage

Gelbfieber, (vor 6477 Tagen) @ Andreas

Hallo und guten Abend Andreas,

ob die dickwandigen Zellen zum Pilz gehören kann ich nicht beurteilen. Dokumentiert habe ich alles was ich in den Trockenbelegen gefunden habe.
In der Mitteilung an Ditte steht u. a. folgendes:

….“ Die mikroskopischen Details herauszuarbeiten war äußerst schwierig da das Material fast nur aus Sporen bestand! Nun nehme ich an das es nicht nur reife Pilze, sondern gar überreife (fast gammelig) so genannte „Überständige“ waren, nichtsdestotrotz konnte ich eine ganze Anzahl von mikroskopischen Merkmalen deiner Pilze zusammentragen. Welche im Bild festgehaltenen Merkmale für eine Bestimmung relevant sind kann ich nicht beurteilen, habe halt alles geknipst und vermessen was mir „wichtig“ erschien.

Lange Rede kurzer Sinn …. ich fang einfach mal an. Auf der angefügten Übersicht ist folgendes zu sehen:
Zunächst der Trockenbeleg, gefolgt von Sporen der Größe 10-13,5 x 6-8µm mikroskopiert in Wasser. Danach je eine Spore in Wasser und eine in Melzers Reagenz. So ist zu erkennen das die Sporen dextrinoid sind. Das Vermessungsprotokoll von 38 vermessenen Sporen bei einer Vergrößerung von 1000fach folgt. Auf den nächsten beiden Bildchen sind „knorrige“ Elemente zu sehen, die ich in der Huthaut entdeckt habe. Kopfige Hyphenenden habe ich die folgenden 3 Bildchen betitelt aber ob das Hyphenenden sind, ist nicht sicher! Weiterhin habe ich gallertartige Auflagerungen auf der Huthaut ausmachen können. Das nächste Mikrobildchen zeigt Lamellenhyphen. Ob nun auf den nächsten Bildchen Huthauthaare oder Hyphen zu sehen sind, kann ich leider mangels Erfahrung nicht beurteilen allerdings muß ich sagen das es ein sehr auffälliges und häufiges Merkmal war. Weiterhin hatte die Huthaut dickwandige 8 – 15µm große Zellen. Zum Schluß noch die nicht zu übersehenden keuligen Cheilozystiden von 25-45 x 10-15µm. In über 20 Präparaten konnte ich etwas nicht finden ….. Basidien!!! Dafür gibt es aus meiner Sicht 3 Möglichkeiten. Um Basidien in den Präparaten zu finden bin ich zu dusselig, die Basidien sind von den Sporen (habe noch nie solch ein Sporenaufkommen gesehen) überlagert oder vielleicht vergehen Basidien auch mal!?
Die einzelnen Bildchen in der Dokumentation habe ich jeweils mit Maßstab versehen so das die Größe der einzelnen Merkmale direkt nachvollzogen werden kann…..“

Andreas, was mich interessiert sind die Elemente die ich als „kopfige Hyphenenden“ bezeichnet habe. Hast du für die auf etwa 5-6µm erweiterten Enden eine Erklärung?

Eine gute Zeit
Gelbfieber & Co

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Re: Macrolepiota aus Wintergarten

Gelbfieber, (vor 6474 Tagen) @ Violet

Hallo und guten Tag Ditte,

du schreibst u. a.:

…..“Tut mir leid, dass ich euch nun damit beschäftige bzw. (Uschi) beschäftigt habe.“ ….

Da muß dir aus meiner Sicht nichts leid tun. Die mikroskopische Dokumentation hat mir Spaß gemach, ich konnte dir etwas helfen und obendrein habe ich dazugelernt.

Eine gute Zeit
Gelbfieber & Co

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Re: Macrolepiota aus Wintergarten

Violet, (vor 6473 Tagen) @ Gelbfieber

Hallo und guten Tag Ditte,
du schreibst u. a.: …..“Tut mir leid, dass ich euch nun damit beschäftige
bzw. (Uschi) beschäftigt habe.“ ….
Da muß dir aus meiner Sicht nichts leid tun. Die mikroskopische Dokumentation
hat mir Spaß gemach, ich konnte dir etwas helfen und obendrein habe ich
dazugelernt.
Eine gute Zeit
Gelbfieber & Co

Das freut mich! Ich dank dir nochmal sehr für deine Mühe, liebe Uschi, und grüß dich sehr herzlich!
Ditte