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Zecken und Abwehrmittel

Gelbfieber, (vor 9260 Tagen)

Hallo, Alle zusammen!!!

Habe heute bisher in den Beiträgen über Zecken nichts von sogenannten "Abwehrmitteln" gelesen. Seid Ihr etwa auch der Meinung,daß diese Mittel nichts taugen??? Eigene Erfahrungen habe ich ,mit verschiedenen Sorten gemacht. Diese überaus "lieben" sowie gefährlichen Tierchen krabbelten munter weiter. Stopfe daher lieber meine Hosenbeine in die Strümpfe. Sieht zwar blöd aus,ist aber ungeheuer wirksam. Denn selbst die Lyme-Borreliose kann noch solche fatalen Spätschäden auslösen, daß einem die Haare zu Berge stehen.
Im Moment benutze ich auch trotzdem noch Autan-Spray. Es ist mir nämlich mal vom Forstamt empfohlen worden. Mein Gewissen ist dadurch ein wenig beruhigt.
Nur mein Geldbeutel nicht, denn eigentlich ist es rausgeschmissenes Geld.

Wie ergeht's Euch denn so??

Alles Gute wünscht Euch
Gelbfieber
Bleibt gesund!!!!!!

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Re: Zecken und Abwehrmittel

Martl, (vor 9260 Tagen) @ Gelbfieber

Denn selbst die Lyme-Borreliose kann noch solche fatalen
Spätschäden auslösen, daß einem die Haare zu Berge stehen.
Alles Gute wünscht Euch
Gelbfieber
Bleibt gesund!!!!!!

Das mit den Spätfolgen ist richtig. Eine Bekannte von mir hat 1 (in Worten ein) Jahr mit einer Beinlähmung als Borreliosefolge gekämpft, bis sie wieder ohne Beschwerden laufen konnte!

Ciao,
Martl

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Spätschäden von Borreliose

Birgit, (vor 9260 Tagen) @ Martl

Das mit den Spätfolgen ist richtig. Eine Bekannte von mir hat 1 (in Worten
ein) Jahr mit einer Beinlähmung als Borreliosefolge gekämpft, bis sie
wieder ohne Beschwerden laufen konnte!

Hi Martl und alle anderen!

Die Spätschäden bei einer Borreliose treten meines Wissens nach nur dann auf, wenn der Erstschub nach frischer Infizierung nicht oder nicht richtig behandelt wurde. Es ist daher sehr wichtig, daß man jeden Zeckenbiß im Auge behält, ob sich eine Wanderröte drum rum ergibt (die muß nicht stark ausgeprägt sein, bei mir sahs nur wie ein etwas größerer hellrosa Mückenstich aus). Desweiteren sollte jede Erkrankung (hohes Fieber, starke Kopfschmerzen wars bei mir, aber es können auch MAgenschmerzen oder wohl auch noch ganz andere Symptome sein)
bis zu mehreren Wochen nach dem Zeckenbiß auf eine mögliche Borreliose (oder auch FSME, wohl dem der geimpft ist) untersucht werden. Achtung: Antikörper auf Borreliose lassen sich frühestens sechs Wochen nach der Infektion nachweisen, ein negativer Antikörpertest sagt daher gar nix. Kompetente Ärzte entscheiden daher nach den Symptomen und verordnen Antibiotika. Ich hab die negeative Erfahrung auch gemacht und die Antibiotika erst bekommen, nachdem die akute Phase schon vorbei war. Wichtig weiterhin bei den Antibiotika im 1. Stadium: das richtige (z.B. Doxicyclin), lang genug (3 Wochen) in ausreichender Dosierung (bei Doxi: min. 200 mg/Tag abhängig vom Körpergewicht). Wenn euer Arzt nicht Willens ist ausreichend zu therapieren, dann wechselt den Arzt, es ist wirklich wichtig! Die ANtikörper sollten 6 Wochen nach dem Stich bestimmt werden und dann noch ein paar Mal um zu sehen, ob sie in der Konzentration absinken. Tun sie dies nicht, wäre die Borreliose noch nciht ausgeheilt. Borreliose in den späten Stadien kann wirklich ekelhaft sein, einige Leute werden sie gar nicht mehr los.

Weitere Infos zum Beispiel hier, da gibts auch ein FOrum

http://www.borreliose.de/

Einen hoffentlich borreliosefreien Sommer wünscht

Birgit

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Re: Spätschäden von Borreliose

DieterB, (vor 9260 Tagen) @ Birgit

Es ist daher sehr wichtig, daß man jeden Zeckenbiß im
Auge behält, ob sich eine Wanderröte drum rum ergibt (die muß nicht stark
ausgeprägt sein, bei mir sahs nur wie ein etwas größerer hellrosa
Mückenstich aus

Hallo Birgit,

das Problem ist halt, daß wahrscheinlich die Mehrzahl der Zeckenbisse mit Borrelien-Übertragung keine typische Wanderröte macht.
Es macht deshalb vielleicht doch Sinn, im Spätherbst nach dem Ende der "Zecken-Saison" sich einen Borrelien-Titer bestimmen zu lassen, wenn man im Sommer mehrfach erwischt wurde. So kommt man wenigstens den üblen Spätschäden zuvor.

Gruß
Dieter

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Re: Spätschäden von Borreliose

Birgit, (vor 9260 Tagen) @ DieterB

Hallo Dieter

das Problem ist halt, daß wahrscheinlich die Mehrzahl der Zeckenbisse mit
Borrelien-Übertragung keine typische Wanderröte macht.

Es gibt wohl einige Fälle, wo die typische Wanderröte überhaupt nicht entsteht. Wie gesagt, es reicht schon ein kreisrunder hellroter Fleck von zwei Zentimetern aus (so wars bei mir), um als Wanderröte identifiziert zu werden. Es muß kein klassischer Ring sein!! Daß überhaupt nix auf der Haut zu sehen ist kommt zwar vor, aber m.E. bestimmt nicht in der Mehrzahl der Fälle. Ich hatte bisher jedes Jahr min. 4-5 Zecken und es hat mich nur einmal erwischt (eben bei diesem RIng und nachdem die Zecke mehr als 24 h an mir saugte).
Daher ist es wirklich sehr wichtig jede Erkrankung (gerade z.B. eine angebliche SOmmergrippe, wars nämlich bei mir) noch WOchen nach einem Zeckenbiß als eine mögliche Borreliose zu betrachten. Es gibt m.E. nur wenig Leute (ich vermute, daß das Leute sind, die eine schlechte Immunabwehr haben), die weder ne Wanderröte noch ne akute Erkrankung (deren Symptome zugegebenermaßen weit schwanken können) bekommen und dann gleich ins Spätstadium übergehen.

Es macht deshalb vielleicht doch Sinn, im Spätherbst nach dem Ende der
"Zecken-Saison" sich einen Borrelien-Titer bestimmen zu lassen,
wenn man im Sommer mehrfach erwischt wurde. So kommt man wenigstens den
üblen Spätschäden zuvor.

Tja, das macht vielleicht Sinn, aber in den späteren Stadien ist die Bekämpfung der Borreliosebakterien ungleich schwieriger als bei einer frischen Infektion. Der Weg kann also nur ne absolute Notlösung sein.

Ciao

Birgit

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Re: Spätschäden von Borreliose

Huperzia ⌂, (vor 9260 Tagen) @ Birgit

Daher ist es wirklich sehr wichtig jede Erkrankung (gerade z.B. eine
angebliche SOmmergrippe, wars nämlich bei mir) noch WOchen nach einem
Zeckenbiß als eine mögliche Borreliose zu betrachten.

Hallo Birgit,

Nur was soll man machen, wenn sowohl Zeckenbise als auch Somergrippen an der Tagesordnung sind?
Ich hoff mal, daß wir bisher verschont sind und werd versuchen, eine Blutuntersuchung machen zu lassen. Nur als ich unsere Ärztin darauf angesprochen hab, ob sie das machen würde, war stand sie dem recht ablehnend gegenüber - vor allem bei den Kindern.

Weiß jemand wieviel Blut dabei entnommen werden muß und was das in etwa kostet? Ob das auch schon bei Kindern gemacht werden kan? Und ob das die Kassen anstandslos zahlen?

Viele Grüße,

Tanja

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Re: Spätschäden von Borreliose

uli prokop, (vor 9260 Tagen) @ Huperzia

hallo tanja,

ich lebe hier in einem kerngebiet der fsme ( bis zu hundert fsme fälle pro jahr, auch meine damals dreijährige tochter hats vor 12 jahren erwischt: fast fünfwöchige hospitalisierung - wirklich kein spaß !)

trotz aller impfungsproblematik würd ich aus heutiger sicht für eine immunisierung sein - dann hast du ohnehin noch die qual der wahl des impfstoffes!
zuvor solltest du einen antikörpertest machen lassen - möglicherweise ist eine impfung gar nicht notwendig. ( bei mir z.b. ist der fsme-titer so hoch, dass ich nicht geimpft werden muss; offenbar liegt bei mir eine stille feiung vor, die gerade bei der fsme gar nicht so selten sein soll ).
in österreich musst du dir die titerbestimmung allerdings selber bezahlen, kostet aber kein hauseck.
bei den borrelien ist die angelegenheit noch gemeiner, weil eine infektion ja lange zeit völlig symptomlos bleiben kann und das berühmte wandermal - wie dieter schon ausführte - in fast 40% der fälle nicht auftritt oder nicht bemerkt wurde. dazu kommt leider aber noch, dass die titerbestimmung ebenfalls in beide richtungen unsicher ist und falsch negative wie falsch positive ergebnisse in beträchtlicher anzahl liefert. auch der vielgerühmte borrelien -western blot hat auf der negativseite nur eine sensitivität von etwa 50%. ( und den zahlt bei einem negativen erstbefund die krankenkasse sowieso nicht!)

vernünftige outdoorbekleidung, möglichst schnelles entfernen der zecke minimieren das risiko einer borrelieninfektion.
bei fsme kann die infizierung sehr schnell erfolgen: die zecke, die meine tochter erkranken ließ, entfernte ich spätestens 4 stunden nachdem sie sich festgehakt hatte. 2 tage danach war meine tochter krank, aber erst 14 tage später konnte die richtige diagnose erstellt werden, die dann auch eine erfolgreiche behandlung einleitete.

uli

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Re: Spätschäden von Borreliose

Huperzia ⌂, (vor 9259 Tagen) @ uli prokop

Hallo Uli,

Wir sind hier zum Glück kein FSME-Gebiet. Allerdings ist der Impfstoff für Kinder unter 12 Jahren vor kurzem verboten worden, also bestünde auch gar nicht die Möglichkeit. Neuerdings vertreten die Ärzte auch wierder die Meinung (weil eben nun der Impfstoff fehlt), daß FSME bei Kindern kaum Probleme und vor allem keine Spätschäden mache. Naja, so scharf bin ich auf die Impfung eigentlich auch nicht. Mir macht eher die Borreliose Sorgen und ob das bischen Blut, was man mit viel Glück aus meinen Kinderchen herausquetschen kann, für eine Titerbestimmung reichen kann oder ob es zu viel Aufwand für eine ungewisse Diagnose ist.
Ich werd wohl noch drüber nachdenken aber is auf eine haben wir alle Zecken gut und wahrscheinlich unter den magischen 24 Stunden herausbekomen.

Viele Grüße,

Tanja

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Behandlung

Birgit, (vor 9259 Tagen) @ Huperzia

Hallo Tanja,

Nur was soll man machen, wenn sowohl Zeckenbise als auch Somergrippen an der
Tagesordnung sind?

Sich über die möglichen Symptome einer Borrelieninfektion informieren und vor allen Dingen zu einem auf Borreliose spezialisierten Arzt gehen. Die Adressen bekommt man über die Borreliose Selbsthilfegruppen (siehe z.B. den Link, den ich im ersten Posting angegeben habe, da gibts auch ein Forum, wo man die Adresse der nächsten Borreiose Selbsthilfegruppe erfragen kann). Ein auf Borreliose spezialisierter Arzt, der die Symptome genau kennt, wird höchstwahrscheinlich, wenn er sich wegen der Symptome sicher ist, schon vor einem positiven Bluttest mit Antibiotika behandeln. Ich kann das nur empfehlen, denn die Hausärzte haben hin und wieder auch mal Probleme damit, das richtige Antibiotikum in der richtigen Dosierung zu verwenden. Die Frage, die ich dir nicht beantworten kann ist natürlich wie empfindlich Kinder auf das entsprechende Antibiotikum reagieren. Da Antibiotika bei mir relativ wenig Nebenwirkungen haben, würde ich es bei weitem vorziehen drei Wochen lang "umsonst" Antibiotika zu nehmen, als ne erneute Borrelieninfektion zu bekommen. Bei Kindern ist das vielleicht aber nicht so einfach zu entscheiden.

Ich hoff mal, daß wir bisher verschont sind und werd versuchen, eine
Blutuntersuchung machen zu lassen. Nur als ich unsere Ärztin darauf
angesprochen hab, ob sie das machen würde, war stand sie dem recht
ablehnend gegenüber - vor allem bei den Kindern.

Das blöde ist, daß der Bluttest eigentlich schon zu spät ist, bei ner frischen Infektion sieht man gar nichts (war bei mir so, deswegen meinte die Vertretung meines Hausarztes es wär keine, erschreckendes Unwissen ist also noch weit verbreitet).

Weiß jemand wieviel Blut dabei entnommen werden muß und was das in etwa
kostet? Ob das auch schon bei Kindern gemacht werden kan? Und ob das die
Kassen anstandslos zahlen?

Normale Menge: so ein normales Probenröhrchen (ca. Reagenzglas). Ich denk schon, daß die Kassen das zahlen, wenn du dem Arzt deinen Verdacht plausibel machen kannst.

Liebe Grüße

Birgit

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Re: Behandlung

Huperzia ⌂, (vor 9259 Tagen) @ Birgit

Hallo Birgit,

Ich werd mal versuchen mit deinem link einen guten Borreliosearzt zu finden, da sich unsere Hausärztin wahrscheinlich weigern wird, den Kindern soviel Blut abzunehmen - ist nicht so ihr Ding ;-).
Wir werden es aber erst bei der "Herbstuntersuchung" belassen, da wir alle nicht so gut mit Antibiotika können.

Viele Grüße,

Tanja

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Re: Spätschäden von Borreliose

Henning, (vor 9256 Tagen) @ Birgit

Hallo Dieter
Es gibt wohl einige Fälle, wo die typische Wanderröte überhaupt nicht
entsteht. Wie gesagt, es reicht schon ein kreisrunder hellroter Fleck von
zwei Zentimetern aus (so wars bei mir), um als Wanderröte identifiziert zu
werden. Es muß kein klassischer Ring sein!! Daß überhaupt nix auf der Haut
zu sehen ist kommt zwar vor, aber m.E. bestimmt nicht in der Mehrzahl der
Fälle. Ich hatte bisher jedes Jahr min. 4-5 Zecken und es hat mich nur
einmal erwischt (eben bei diesem RIng und nachdem die Zecke mehr als 24 h
an mir saugte).

Die Statistik sagt das 50 % aller Borreliose-Patienten sich nicht mal an
einen Zeckenbiss erinnern koennen (!).
So gehts mir auch - keine Ahnung wann mich eine Zecke erwischt haben soll -
ich habs nicht gemerkt...

Daher ist es wirklich sehr wichtig jede Erkrankung (gerade z.B. eine
angebliche SOmmergrippe, wars nämlich bei mir) noch WOchen nach einem
Zeckenbiß als eine mögliche Borreliose zu betrachten. Es gibt m.E. nur
wenig Leute (ich vermute, daß das Leute sind, die eine schlechte
Immunabwehr haben), die weder ne Wanderröte noch ne akute Erkrankung
(deren Symptome zugegebenermaßen weit schwanken können) bekommen und dann
gleich ins Spätstadium übergehen.

Ne ne - 50% (s.o.) ich denke das viele von Nymphen (also noch nicht aus-
gewachsenen Zecken) gebissen werden ohne es zu merken - die sind ja auch
nur Stecknadelkopf gross.
Da ich fuer das Thema sensibilisiert war habe ich drauf geachtet ob ich
Zeckenbisse habe und ob da ein roter Ring kommt - wobei ich mich ja an
keinen erinnern kann...

Also auch wenn man lange mach dem Pilzesuchen noch eine "Grippe" bekommt
dran denken. Auch wenn die zahl der Zipperlein irgendwie ansteigt und man
meint rapide aelter geworden zu sein.

MfG
Henning

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Re: Spätschäden von Borreliose

Birgit, (vor 9256 Tagen) @ Henning

Hi Henning,

Die Statistik sagt das 50 % aller Borreliose-Patienten sich nicht mal an
einen Zeckenbiss erinnern koennen (!).
So gehts mir auch - keine Ahnung wann mich eine Zecke erwischt haben soll -
ich habs nicht gemerkt...

Hmm, ich bemerke auch die kleinsten Nymphen immer, weils an der Stelle halt juckt. Ohne den Juckreiz wäre mir garantiert ein 2 cm Kreis mit hellrosa Färbung (ohne weiß innen), möglichst noch an einer unzugänglichen (und für einen selbst vielleicht nicht sichtbaren Stelle) auch nicht aufgefallen. So Fleckchen hab ich bei meiner recht empfindlichen Haut öfter mal. Was ich damit sagen will ist, daß man die Wanderröte auf Grund iher geringen Ausprägung vielleicht oft gar nicht bemerkt, daß sie allerdings da ist. Was einem natürlich nicht besonders weiterhilft.

Ne ne - 50% (s.o.) ich denke das viele von Nymphen (also noch nicht aus-
gewachsenen Zecken) gebissen werden ohne es zu merken - die sind ja auch
nur Stecknadelkopf gross.

Nymphen haben noch nirgendwo Blut gesaugt (ist das erste Entwicklungsstadium, nach dem ersten Blutsaugen gehts ins nächste Entwicklungsstadium, dann sind sie schon größer), sie übertragen daher keine Borreliose (steht auch auf den meisten Seiten im Internet).

Da ich fuer das Thema sensibilisiert war habe ich drauf geachtet ob ich
Zeckenbisse habe und ob da ein roter Ring kommt - wobei ich mich ja an
keinen erinnern kann...

Wie gesagt, es muß kein roter Ring sein, es reicht schon ein ausgefüllter Kreis (bei mir nur hellrosa), das muß auch nicht jucken oder heiß sein oder sonstwas. Wenn du den Zeckenbiß wirklich nicht bemerkst, dann mußt du dich wohl wirklich sehr sorgfältig absuchen (oder absuchen lassen ;-), ist bestimmt ganz reizvoll;-)). Übrigens, es soll schon vorgekommen sein (zwar sehr selten), daß Bremsen und Mücken Borreliose übertragen haben. Irgendwie logisch, wenn man daran denkt, daß Pferde auch häufig mit Borrelien infiziert sind, und Mücken und Bremsen sehr häufig Pferde stechen und damit das infizierte Blut saugen. Das könnte auch ne Übetragungsmöglichkeit sein, wenn man sich an keine Zecke erinnern kann.

Apropos auch ich bin sensibilisiert, hab mich letztes Jahr nach einer akuten Erkrankung sehr viel mit dem Thema beschäftigt. Ich mußte die akute Phase gänzlich ohne Antibiotika durchstehen, da die Vertretung meines Hausarztes mir die DIagnose Borreliose nicht glauben wollte und hab mich daher ziemlich viel im Internet rumgetrieben, um mich schlau zu machen. Antibiotika hab ich erst bekommen, nachdem das hohe Fieber (bis über 40 Grad) schon wieder weg war, wär ganz interessant gewesen zu erfahren ob diese heftige und gute Reaktion meines Immunsystems die Dinger gänzlich gekillt hat, aber den Mut mich als Versuchskaninchen zu betätigen hatte ich doch nicht. Ich habe den EIndruck (z.B: aus dem Lesen vieler Beiträge im Borrelioseforum), daß Stadium 1 nur dann wirklich übersprungen wird (sprich, wenn die Symptome so gering sind, daß man sie nicht bemerkt), wenn das Immunsystem angegriffen ist.(Allerdings könnte es vielleicht auch eine sehr geringe Anzahl an Leuten geben, deren Borrelien das Immunsystem gleich killt ohne, daß irgendetwas passiert. In manchen Landstrichen Deutschlands sind bis zu 35% der Leute infiziert, einige wenige haben anscheinend nie Symptome gehabt. Bei Pferden gibts das Phänomen wohl auch.) Daraus könnte dann auch resultieren, daß die Nachweistests oft so schlecht arbeiten, weil nur wenig Antikörper gebildet werden, obwohl die Infektion natürlich nach wie vor vorhanden ist. Daher ist auch ein hoher Antikörperwert beim Test eigentlich ein gutes Zeichen, da dies heißt, daß der Körper was gegen die Infektion unternimmt.

Also auch wenn man lange mach dem Pilzesuchen noch eine "Grippe"
bekommt
dran denken. Auch wenn die zahl der Zipperlein irgendwie ansteigt und man
meint rapide aelter geworden zu sein.

Die heftige Anfangsreaktion (Stadium 1) beinhaltet nicht nur die Wanderöte, sondern auch die hochfieberhaften Reaktionen etc., die bis zu einigen WOchen nach Zeckenbiß auftreten können (bei mir warens auch zwei Wochen danach, während der hellrote Kreis um die Bißstelle schon nach zwei bis drei Tagen auftrat und bei AUsbruch des Fiebers schon längst wieder weg war). ALso: auch wenn der Biß schon einge Wochen her ist, ist das in der Regel noch keine chronische Borreliose in Stadium 2 oder 3. Ich würd sogar mal behaupten, daß in den meisten Fällen der Biß schon läger als ne Woche zurückliegt, das macht ja die Korrelation so schwierig.

Ich weiß natülich nicht genau wie viele Leute Stadium 1 unbemerkt passieren ohne wirklich irgendwie krank zu werden (Sommergrippe ohne Husten und Schnupfen, manche Leute bekommen z.B. auch massive Probleme mit der Gliedmaße wo sie gebissen wurden.... es gibt da sehr viele Möglichkeiten), aber die Mehrheit ists glaub ich sicher nicht.

Ciao

Birgit

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Sorrry, Fehler! :-(

Birgit, (vor 9256 Tagen) @ Birgit

Nymphen haben noch nirgendwo Blut gesaugt (ist das erste Entwicklungsstadium,
nach dem ersten Blutsaugen gehts ins nächste Entwicklungsstadium, dann
sind sie schon größer), sie übertragen daher keine Borreliose (steht auch
auf den meisten Seiten im Internet).

Das ist falsch, tut mir leid :-(. Ich meinte die Larven, aber die sind wahrscheinlich so klein, daß man sie gar nicht sieht. Nymphen haben schon vorher Blut gesaugt.

tschuldigung

Birgit

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Re: Spätschäden von Borreliose

Henning, (vor 9256 Tagen) @ Birgit

Hi Henning,

Hi Birgit

Nymphen haben noch nirgendwo Blut gesaugt (ist das erste Entwicklungsstadium,
nach dem ersten Blutsaugen gehts ins nächste Entwicklungsstadium, dann
sind sie schon größer), sie übertragen daher keine Borreliose (steht auch
auf den meisten Seiten im Internet).

Hast Du ja schon berichtigt - ich meine irgendwo gelesen zu haben das
1-2 % der Larven (von der "Mutterzecke") Borrelias haben
20 % der Nymphen
und 50 % der eigentlichen Zecken.

Das Problem bei der Frueherkennung ist sicherlich das die meisten Symptome
so unspezifisch sind das wenn man sich nicht an einen Zeckenbiss erinnern
kann erstmal nicht auf Borreliose kommt. Nicht das man gleich mit Stadium II
anzaefaengt - man nimmt Stadium I nicht als sollches wahr - ich sprech da
aus Erfahrung - leider.
Ich denke die Dunkelziffer bei denen heute noch an den Sympthomen herum
gedoktort wird ist hoch und das Unwissen in der Aerzteschaft noch gross.

CU
Henning