Behandlung FSME?
Hallo!
Auch noch eine Frage:
Wie geht denn eine FSME-Behandlung vor sich?
Ich erinnere mich leider jetzt nicht mehr, wessen Tochter das schon durchmachen musste und bin zu faul zum gucken...
Boris
Boris, (vor 9256 Tagen)
Hallo!
Auch noch eine Frage:
Wie geht denn eine FSME-Behandlung vor sich?
Ich erinnere mich leider jetzt nicht mehr, wessen Tochter das schon durchmachen musste und bin zu faul zum gucken...
Boris
Hallo!
Auch noch eine Frage: Wie geht denn eine FSME-Behandlung vor sich?
Ich erinnere mich leider jetzt nicht mehr, wessen Tochter das schon
durchmachen musste und bin zu faul zum gucken...
(das war bei Birgit)
Boris
Hallo Boris,
Ich schließ mal eine Frage an: Wie erkenne ich FSME oder Borreliose bei Kindern?
Fieber ist ja nun doch relativ häufig und eigentlich kein Grund zur Beunruhigung und diese Mattigkeit - merkt man das so gut und immer?
Ich schätze mal die Alpen sind FSME-Gebiet?
Viele Grüße,
Tanja
Birgit, (vor 9256 Tagen) @ Huperzia
(das war bei Birgit)
Das war in meinem Thread, aber ich wars nicht, ich hab keine Tochter.
Ich schließ mal eine Frage an: Wie erkenne ich FSME oder Borreliose bei
Kindern?
Tanja, frag mal dort nach Borreliose, da sitzen Experten:
http://www.borreliose.de/forum/
Hier steht auch ein bißchen was über Borreliose:
http://www.borrelia.de/html/kinder___zecken.html
Fieber ist ja nun doch relativ häufig und eigentlich kein Grund zur
Beunruhigung und diese Mattigkeit - merkt man das so gut und immer?
Ich schätze mal die Alpen sind FSME-Gebiet?
Die Alpen generell nicht, aber schau mal nach ner Karte, z.B. dort:
http://www.medizinfo.de/html/index404.html
Da gibts auch Karten über Europa und daadrunter auch Österreich, Schweiz etc.. Schau mal rein, ich weiß ja nicht wo ihr genau hinfahrt. Und es gibt dort auch Infos zu den Verlaufsformen von FSME.
Gruß
Birgit
felix, (vor 9256 Tagen) @ Huperzia
(das war bei Birgit)
Hallo Boris,
Ich schließ mal eine Frage an: Wie erkenne ich FSME oder Borreliose bei
Kindern?
Fieber ist ja nun doch relativ häufig und eigentlich kein Grund zur
Beunruhigung und diese Mattigkeit - merkt man das so gut und immer?
Ich schätze mal die Alpen sind FSME-Gebiet?
Viele Grüße,
Tanja
in österreich sind die besonders stark verseuchten zeckengebiete das wiener becken, das burgenland sowie das südliche niederösterreich, das grazer und das klagenfurter becken. außerdem gibts viele dieser holzböcke im östlichen waldviertel (nördl. niederösterreich).
in den höheren regionen gibts vergleichsweise wenig zecken.
grüße
felix
DieterB, (vor 9256 Tagen) @ Huperzia
Hallo Hupi,
keine FSME ohne Zecken. Ich gehe seit Jahren in den oberbayerischen Alpen und dem Nachbarbereich von Österreich wandern, fast immer mit kurzen Hosen. Noch nie hat mich hier eine Zecke befallen. Das Risiko in den Bergen (zumindestens hier) ist also nicht sonderlich groß (wohl aber hab ich häufiger Zecken im Alpenvorland erlebt).
Grüße
Dieter
David, (vor 9254 Tagen) @ DieterB
Hallo Dieter,
da hast Du vollkommen recht. Ich wohne im Alpenvorland. Hier im Ebersberger und Hofoldinger Forst ist es mit den Zecken brutal. Ich war dieses Jahr jetzt fünfmal im Wald und hatte danach jedesmal mindestens zwei Zecken. Wie sieht es denn in den Bergen momentan aus? Bei uns gibts bis auf ein paar Zigeuner nichts besonderes - eigentlich gar nichts.
Wo in den bayr. und österreichischen Alpen bist Du denn unterwegs?
Gruß David
Uli Prokop, (vor 9255 Tagen) @ Boris
hallo,
es war meine tochter, die es vor 12 jahren erwischt hat - sie war damals gerade drei.
der krankheitsverlauf war sehr langwierig, aber sie hats gut und vor allem folgenlos überstanden.
kompliziert wurde die ganze angelegenheit wahrscheinlich dadurch, dass eine endgültige diagnose relativ spät erstellt werden konnte, da einige parameter des krankheitsverlaufs sehr untypisch waren, bzw. leitsymptome vollständig fehlten. in der zwischenzeit weiß ich, dass ähnlich kurze latenzzeiten ( bei meiner tochter weniger als 48 stunden; das fehlen der nackenstarre ) bei kleinkindern recht häufig vorkommen. auch der für die fsme typische zweigipfelige verlauf war bei meiner tochter nur angedeutet.
die wahrscheinlichkeit an einem schweren fsme - krankheitsbild durch einen zeckenbiss zu erkranken ist auch in den hochrisikogebieten nicht sehr groß - da muss jeder für sich entscheiden, wie er mit diesem risiko umgeht, bzw. wie er sich dagegen schützt.
für schwieriger und unübersichtlicher halte ich die borreliose - situation. vor allem ist meines erachtens viel zu wenig bekannt, dass die borreliose - titer auf der negativ seite äußerst unzuverlässige aussagen liefern - man sich also keineswegs in sicherheit wiegen kann, wenn die serologische untersuchung ein negatives ergebnis erbracht hat.
liebe grüße und hoffentlich ein fsme und borrelienfreies pilzjahr
uli
Mine-O, (vor 9255 Tagen) @ Boris
Für die FSME gibt es leider keine spezifische Behandlungsmöglichkeit.
Es gibt zwar einen passiv-Impfstoff (Antikörper gegen FSMA-Viren), aber die Gabe dieses Impfstoffes ist obsolet, weil häufige schwerste Komplikationen nach Gabe dieses Impfstoffes, diesen gefährlicher als eine FSME-Infektion machen.
Also rein symptomatische Therapie: fiebersenkend, schmerzlindernd (z.B. Paracetamol)
Wie erkennt man eine FSME-Infektion?:
Nach einer Inkubationszeit von 7-14 Tagen kommt es diffusen grippeartigen Beschwerden mit Fieber, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen und auch mal Magen-Darmbeschwerden. Nach diesem Vorstadium kommt es zu einem beschwerdefreien Interwall von 1-20 Tagen und danach kommt es zur gefürchteten Organmanifestation der Erkrankung im zentralen Nervensystem, zur Meningoenzephalitis (Hirn- und Hirnhautentzündung), die sich mit den entsprechenden Symptomen, je nach Schwere der Erkrankung, bemerkbar macht. Die Symptome einer Meningoenzephalitis sind starke Kopfschmerzen und Nackensteifigkeit. Die Letalität beträgt 1-2%.
Prophylaxe: 1. (am wichtigsten) sofortiges, gründliches Absuchen nach Waldbesuch und Tragen entsprechender Kleidung im Wald (Das ist beim Thema Borrelien schon gut in diesem Forum beschrieben worden)
2. aktiv-Immunisierung: Es gibt einen Totimpfstoff, der eine Immunität gegen FSME verspricht. Soweit ich weiß, hält dieser Immunschutz nicht lange, so daß man seinen Titer häufig "auffrischen" muß. Die Impfung führt manchmal zu Impfreaktionen, wie Krankheitsgefühl und schmerzhafte Schwellung am Injektionsort.
Man sagt jede 1000. Zecke in einem Endemiegebiet ist FSME-infiziert und jeder 1000. Biß einer infizierten Zecke führt zu einer FSME-Erkrankung. Das Risiko einer FSME-Erkrankung ist also relativ niedrig. Eine Impfung wird daher Menschen empfohlen, die in einem Endemiegebiet täglich in den Wald gehen zum Beispiel beruflich. Leidenschaftliche Pilzesammler haben natürlich auch ein entsprechendes höheres Risiko.
Ich persönlich würde diejenigen, die in einem Endemiegebiet leben und häufig im Wald sind über die Infektionsgefahr aufklären und denjenigen zu einer Impfung raten, die sich weiterhin Sorgen machen.
(Es kann ja auf gar keinen Fall sein, daß man beim Pilzesuchen nur noch an FSME denkt. Wo bleibt da die Lebensqualität.)
Sehr gut gefallen hat mir die Borreliose-Diskussion in diesem Forum.
Ich denke hier sind bereits alle Fragen gut beantwortet worden.
Nur eines wollte ich noch loswerden: Für die Behandlung der Erstmanifestation der Borreliose bei Kindern unter 8 Jahren wird eine Therapie mit einem Cephalosporin, Penicillin V oder Clarithromycin statt mit Doxycyclin wegen des geringeren Nebenwirkungsspektrums dieser Substanzen und ähnlicher Wirksamkeit empfohlen. Therapie, wie bereits genannt, 3 Wochen.
Auch die gefürchtete Neuroborreliose läßt sich noch behandeln, mit Ceftriaxon 2g/d i.v. für 3-4 Wochen. Es können Residuen der neurologischen Symptomatik bleiben, die Symptome können auch gänzlich verschwinden (dauert manchmal mehrere Jahre). Manchmal (10-20%) kommt es nach der zunächst erfolgreichen Behandlung zum Rezidiv. Es muß dann eine erneute intravenöse Antibiose erfolgen.