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Nachwuchs am Rheinufer und anderes (9 Bilder) *PIC*

Gábor, (vor 6374 Tagen)

Hallo liebe Pilzfreunde,

am Rheinufer gab es heute an der gleichen Stelle wie im Vorjahr die ersten Fransigen Wulstlinge:
[image]
Amanita strobiliformis (Fransiger Wulstling)

Und neue Hexenröhrlinge sind auch wieder im Anmarsch:
[image]
Es ist Boletus luridus (Netzstieliger Hexenröhrling) - wie man übrigens wieder unschwer an der Stielzeichnung erkennen kann :-)
Na, ihr kennt ja mittlerweile meine Röhrlingsrätsel: ganz gleich, ob der Stiel schuppig, flockig oder glatt ist.
Am Ende kommt dann doch immer Boletus luridus heraus.
Darum habe ich mir das Rätsel diesmal verkniffen.
Leute, ihr müsst mir einfach glauben!
Und blind vertrauen :-))

Um das Trio vom Vorjahr zu vervollständigen, wächst an der gleichen Stelle auch wieder dieser hier:
[image]
Agaricus bitorquis (Stadtchampignon)

Im Königsforst war es dafür heute eher verhalten.
Hier zunächst einmal ein gelber Schleimer auf Wanderschaft:
[image]
Fuligo septica (Gelbe Lohblüte)

Ein intensiv nach Fenchel duftender Porling auf einem morschen Fichtenstumpf:
[image]
Gloeophyllum odoratum (Fechelporling)

Ein schon etwas betagterer gelber Porling:
[image]
Laetiporus sulphureus (Schwefelporling)

Und noch ein schöner Farbtupfer:
[image]
Chondrostereum purpureum (Violetter Schichtpilz)

Behaartes:
[image]
Trametes hirsuta (Striegelige Tramete)

Und zum Abschluss noch ein bereits ziemlich zernagter Röhrling:
[image]
Xerocomus chrysenteron (Echter Rotfuss-Röhrling)
Für einen Schönheits-Wettbewerb wird es nicht mehr ganz reichen, schätze ich mal...

Schöne Grüße,
Gábor

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Re: Nachwuchs am Rheinufer und anderes (9 Bilder)

Lothar, (vor 6374 Tagen) @ Gábor

Hallo Gabor,
Du machst sehr schöne Bilder - vielen Dank!
LG von Lothar

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Re: Nachwuchs am Rheinufer und anderes (9 Bilder)

HARZPILZCHEN, (vor 6373 Tagen) @ Gábor

Besten Dank Gabor, für die schönen Bilder

Und neue Hexenröhrlinge sind auch wieder im Anmarsch:
Es ist Boletus luridus (Netzstieliger Hexenröhrling) - wie man übrigens
wieder unschwer an der Stielzeichnung erkennen kann :-)
Na, ihr kennt ja mittlerweile meine Röhrlingsrätsel: ganz gleich, ob der
Stiel schuppig, flockig oder glatt ist.
Am Ende kommt dann doch immer Boletus luridus heraus.
Darum habe ich mir das Rätsel diesmal verkniffen.
Leute, ihr müsst mir einfach glauben!
Und blind vertrauen :-))

Ja, ich glaube dir uneingeschränkt. Boletus luridus mit Flocken (meist im Jungstadium) kommen gelegentlich vor. Die Hutfarbe mit olivfarbenen Stich und Wachstum sicherlich auf kalkhaltigen Boden schließen meißt den Flockenstieligen Hexenpilz aus. LG Hartmut

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Hallo Gabor, Spitzenfotos!!!! LG Hans *oT*

Hans hurter, (vor 6373 Tagen) @ Gábor

- kein Text -

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Re: Nachwuchs am Rheinufer und anderes (9 Bilder)

Gross, (vor 6373 Tagen) @ Gábor

Lieber Gábor
Erst einmal ein Kompliment, sehr schöne Bilder, gratulation! Ich hätte da ne Frage zum Netzstieligen. Also was genau macht dich so sicher, dass es sich um den Netzstieligen handelt? Ich finde das Foto zeigt eher den Prototypen eines Flockenstieligen? Wie kann man denn die beiden eindeutig makroskopisch unterscheiden?
Gruss
Andrin

Hallo liebe Pilzfreunde,
am Rheinufer gab es heute an der gleichen Stelle wie im Vorjahr die ersten
Fransigen Wulstlinge:
Amanita strobiliformis (Fransiger Wulstling)
Und neue Hexenröhrlinge sind auch wieder im Anmarsch:
Es ist Boletus luridus (Netzstieliger Hexenröhrling) - wie man übrigens
wieder unschwer an der Stielzeichnung erkennen kann :-)
Na, ihr kennt ja mittlerweile meine Röhrlingsrätsel: ganz gleich, ob der
Stiel schuppig, flockig oder glatt ist.
Am Ende kommt dann doch immer Boletus luridus heraus.
Darum habe ich mir das Rätsel diesmal verkniffen.
Leute, ihr müsst mir einfach glauben!
Und blind vertrauen :-))
Um das Trio vom Vorjahr zu vervollständigen, wächst an der gleichen Stelle
auch wieder dieser hier:
Agaricus bitorquis (Stadtchampignon)
Im Königsforst war es dafür heute eher verhalten.
Hier zunächst einmal ein gelber Schleimer auf Wanderschaft:
Fuligo septica (Gelbe Lohblüte)
Ein intensiv nach Fenchel duftender Porling auf einem morschen Fichtenstumpf:
Gloeophyllum odoratum (Fechelporling)
Ein schon etwas betagterer gelber Porling:
Laetiporus sulphureus (Schwefelporling)
Und noch ein schöner Farbtupfer:
Chondrostereum purpureum (Violetter Schichtpilz)
Behaartes:
Trametes hirsuta (Striegelige Tramete)
Und zum Abschluss noch ein bereits ziemlich zernagter Röhrling:
Xerocomus chrysenteron (Echter Rotfuss-Röhrling)
Für einen Schönheits-Wettbewerb wird es nicht mehr ganz reichen, schätze ich
mal...
Schöne Grüße,
Gábor

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Re: Nachwuchs am Rheinufer und anderes (9 Bilder)

Steininger, (vor 6373 Tagen) @ Gábor

Hallo Gabor,

klasse Bilder !
Vor einer Woche fand ich auch so einen kleinen "Flockigen". Zwei Tage später, um einiges größer, hatte sich unzweifelhaft ein schönes Netz heraus gebildet. Deshalb vertraue ich dir - ausnahmsweise - mal blind. ;-)

Viele Grüße
Wolfgang

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Re: Nachwuchs am Rheinufer und anderes (9 Bilder)

ThomasHofheim, (vor 6373 Tagen) @ Gross

Hallo Andrin,
makroskopisch geht eine Trennung auch ohne die Stielbekleidung meist gut: (nach absteigender Wertigkeit, nach meiner Beobachtung)
Flockis haben immer gelblichen Röhrenboden, Netzhexen fast immer orangerötlichen bis roten.
Flockis sind im Fleisch in der Stielbasis nie so deutlich rhabarberfarben wie Netzhexen.
Flockis reagieren mit Jodreagentien im Fleisch nicht, Netzhexen zeigen eine deutlich positive, blaue Reaktion.
Flockis sind meistens bis ins hohe Alter madenfrei, Netzhexen eher selten.
Flockis sind nicht sehr variabel in ihrer Hutfarbe, meist ziemlich braun (viel gelb und rot kommt selten auch vor), Netzhexen sind in dieser Richtung sehr variabel.
Flockis kommen eher selten auf basenreichen Böden vor, Netzhexen eher selten (aber doch häufig genug!) auf sauren Böden.

Das ist das, was mir so einfällt. Im Zweifelsfall kann man auch die Sporen angucken, die haben eine andere Form und andere Maße.

Gruß
Thomas

Lieber Gábor
Erst einmal ein Kompliment, sehr schöne Bilder, gratulation! Ich hätte da ne
Frage zum Netzstieligen. Also was genau macht dich so sicher, dass es sich
um den Netzstieligen handelt? Ich finde das Foto zeigt eher den Prototypen
eines Flockenstieligen? Wie kann man denn die beiden eindeutig
makroskopisch unterscheiden?
Gruss
Andrin

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Re: Nachwuchs am Rheinufer und anderes (9 Bilder)

Jens ⌂, (vor 6373 Tagen) @ ThomasHofheim

Hallo Thomas,
schöne Auflistung von Unterscheidungsmerkmalen.
Die Jodreaktion habe ich noch nie ausprobiert.

Merkmal 4 habe ich gestern live erlebt. Wir haben jede Menge Netzis im Herrenkrugpark Magdeburg gefunden und selbst die kleinen waren schon völlig vermadet. :-(

Gruß Jens

Hallo Andrin,
makroskopisch geht eine Trennung auch ohne die Stielbekleidung meist gut:
(nach absteigender Wertigkeit, nach meiner Beobachtung)
Flockis haben immer gelblichen Röhrenboden, Netzhexen fast immer
orangerötlichen bis roten.
Flockis sind im Fleisch in der Stielbasis nie so deutlich rhabarberfarben wie
Netzhexen.
Flockis reagieren mit Jodreagentien im Fleisch nicht, Netzhexen zeigen eine
deutlich positive, blaue Reaktion.
Flockis sind meistens bis ins hohe Alter madenfrei, Netzhexen eher selten.
Flockis sind nicht sehr variabel in ihrer Hutfarbe, meist ziemlich braun
(viel gelb und rot kommt selten auch vor), Netzhexen sind in dieser
Richtung sehr variabel.
Flockis kommen eher selten auf basenreichen Böden vor, Netzhexen eher selten
(aber doch häufig genug!) auf sauren Böden.
Das ist das, was mir so einfällt. Im Zweifelsfall kann man auch die Sporen
angucken, die haben eine andere Form und andere Maße.
Gruß
Thomas

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Da war doch noch was...

Steininger, (vor 6373 Tagen) @ ThomasHofheim

...Also meine schlauen Bücher sprechen teilweise von einer roten Zone
zwischen Röhrenboden und Hutfleisch, aufgrund derer ich die Beiden
auch schon auseinander gehalten habe. Voraussetzung ist natürlich,
dass man sie anschneidet...
Viele Grüße
Wolfgang

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Re: Da war doch noch was...

ThomasHofheim, (vor 6373 Tagen) @ Steininger

Hallo Wolfgang,
das stimmt, aber ist nur eine Ergänzung zu meinem ersten Punkt. Die rote Linie kommt nämlich durch den rötlichen Röhrenboden zustande.
Gruß
Thomas

...Also meine schlauen Bücher sprechen teilweise von einer roten Zone
zwischen Röhrenboden und Hutfleisch, aufgrund derer ich die Beiden
auch schon auseinander gehalten habe. Voraussetzung ist natürlich,
dass man sie anschneidet...
Viele Grüße
Wolfgang

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Du hast natürlich recht....

Steininger, (vor 6373 Tagen) @ ThomasHofheim

....aaaber, ich finde, für Anfänger ist das eine gute Ergänzung. ;-))
Viele Grüße
Wolfgang

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Das belastende Beweismaterial (1 Bild) *PIC*

Gábor, (vor 6373 Tagen) @ Gábor

Hallo liebe Leute,

was die Hutfarbe anbelangt, ist diese meiner Erfahrung nach in der Regel tatsächlich bei B. luridus mehr senffarben, also auch oft mit leichtem Beige- oder sogar Olivton. Das muss aber auch nicht sein, und ist der Hut dann einmal mehr dunkel mit rötlichen Tönen gefärbt und der Stiel weist auch nicht die übliche Netzzeichnung auf, müssen die nächsten Merkmale herhalten.

Was den Standort als Bestimmungskriterium anbelangt, kann das in seltenen Fällen auch schon mal schwierig werden. Neben einem Waldweg mit Kalkschotter durch einen Mischwald mit vorwiegend saurem Boden im Bergischen Land habe ich nämlich auch schon sowohl B. luridus als auch B. erythropus nahe beieinander vorgefunden.

Wichtig scheint mir gerade bei noch nicht aufgeschirmten, jungen Exemplaren die Zeichnung unmittelbar am Stielansatz unterhalb des Hutes zu sein.

Und mit etwas Glück - so wie gestern - sieht man dann nämlich so etwas hier:
[image]

Ich möchte gar nicht wissen, wie viele B. luridus bei der Schnellbenamsung im Rahmen einer Kartierung als B. erythropus oder gar mit stolzgeschwellter Brust als B. queletii "bestimmt" wurden...

LG, Gábor