Lachnum fasciculare (inop. Asco) *PIC*
Hallo!
Der Eigennutz treibt mich dazu, wieder mal mit einem unspektakulären weißen haarigen Becherling aus der Robusten-Fraktion zu langweilen.
Er wächst bei mir häufig und ist beinahe mit Ansage zu finden: man braucht eigentlich nur einen etwas älteren Weißdorn mit einer feuchten Laubschicht und darin enthaltenen Ästchen, dickere Äste gehen allerdings auch.
Makroskopisch (bezogen auf Lachnum-Arten): mittelgroß, Stiele mittellang, Behaarung mittellang, bei Verletzung, besonders vom Rand her, nur orange (später orangebraun) verfärbend.
![[image]](http://img35.imageshack.us/img35/6886/lachnumfasciculare09051f.jpg)
![[image]](http://img35.imageshack.us/img35/8968/lachnumfasciculare09051.jpg)
Getestet habe ich mehrere Aufsammlungen von verschiedenen Standorten.
Mikro:
![[image]](http://img35.imageshack.us/img35/3710/lachnumfasciculare09051c.jpg)
![[image]](http://img35.imageshack.us/img35/3822/lachnumfasciculare09051b.jpg)
Mit Zottos Schlüssel kommt man zwangsläufig auf die 2 Arten L. fasciculare und die provisorische Art "virgineorubescens". Meine Crataegus-Lachnum ist ein Gemisch beider Arten.
Besonders die im Schlüssel angegebene Paraphysenbreite (4,5-7) für fasciculare macht mich skeptisch, zumal keines der Mikrobilder diese Breite bezeichnet.
Frage 1: hat vielleicht jemand fasciculare-Funde dokumentiert? Besonders interessiert mich Apothezien-Färbeverhalten und Paraphysenbreite.
Frage 2: kennt jemand speziell die Lachnum-Art auf Crataegus-Ästen und hat sie dokumentiert?
Frage 3: Hat vielleicht jemand Zugang zu Velenovskys Beschreibung zu Lachnum crataegi?
VG Ingo W
