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Wer kennt mich ? *PIC*

Roswitha, (vor 6363 Tagen)

Diesen herrlichen Pilz fand ich vor ein paar Tagen in einem sonst fast pilzlosen Wald (am Ende der Tour fand ich noch 2 Flocki-Leichen).

[image]

Meine erste Vermutung war Innonotus spec., er ist etwa 25cm breit, so kuschellig weich, wie er aussieht. Vorsichtiges Drücken mit dem Finger hat auf dem Hut deutliche Spuren hinterlassen.

Er wächst an Fichte!!!!!!!! Damit dürften die Schillerporlinge schon mal ausscheiden. Oder es ist vielleicht doch Innonotus hispidus der beim Substrat fremdgegangen ist.

Ich hoffe, ihr könnt mir helfen.

Liebe Grüße
Roswitha

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Re: Wer kennt mich ?

Wolfgang D. ⌂, (vor 6363 Tagen) @ Roswitha

Roswitha,
wenn der Fruchtkörper in einem halben Jahr nicht mehr kuschelig weich ist, sondern zäh und hart wie ein Zunderschwamm, dann war es vielleicht der Gebänderte Harzporling (Ischonoderma benzoinum).
VG
Wolfgang

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Re: Wer kennt mich ?

Ueli Graf, (vor 6363 Tagen) @ Roswitha

Hallo Roswitha,
ich denke das ist Phaeolus schweinitzii der Kiefernbraunporling.
Hat jetzt glaube ich ein andern Namen.

Gruss Ueli

Diesen herrlichen Pilz fand ich vor ein paar Tagen in einem sonst fast
pilzlosen Wald (am Ende der Tour fand ich noch 2 Flocki-Leichen).

Meine erste Vermutung war Innonotus spec., er ist etwa 25cm breit, so
kuschellig weich, wie er aussieht. Vorsichtiges Drücken mit dem Finger hat
auf dem Hut deutliche Spuren hinterlassen.
Er wächst an Fichte!!!!!!!! Damit dürften die Schillerporlinge schon mal
ausscheiden. Oder es ist vielleicht doch Innonotus hispidus der beim
Substrat fremdgegangen ist.
Ich hoffe, ihr könnt mir helfen.
Liebe Grüße
Roswitha

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Re: Wer kennt mich ?

Pilzmann, (vor 6363 Tagen) @ Roswitha

Liebe Roswitha,

fremd gehen ist heutzutage ja in. Denk nur mal an die ganzen Single- und Swinger-Clubs. Aber im Ernst:

Vom Substrat her käme natürlich ein Kiefern-Braunporling, oder wie er richtiger von Kriegelsteiner benamst wird: "Nadelholz-Braunporling" durchaus in Betracht. Der besiedelt aber als Parasit den Wurzelbereich und wächst nicht mitten aus dem Stamm. Überwiegend steht er als Saprobiont zudem auf oder neben Baumstümpfen.

Wie du richtig schreibst, scheint das Substrat Nadelholz zunächst einen Inonotus auszuschließen. Auch G. J. Krieglsteiner nennt für Inonotus hispidus ohne Einschränkung Laubbäume als Wirt. Bei I. dryadeus nennt er jedoch auch Tsuga canadiensis als Wirt. Inonotus hispidus habe ich auch schon an einem chinesischen, allerdings Laubgehölz gefunden. Er scheint also ein weit gefächertes Wirtsspektrum zu haben; warum also nicht auch mal an Nadelholz? Vom Habitus her neige ich dazu, sowenig selbst so gute Fotos wie das deine einen versichern können, hier den Zottigen Schillerporling als erste Wahl anzunehmen. Beobachte ihn einfach mal in seinen Farb- und sonstigen Änderungen im Jahresverlauf oder stürze dich auf eine mikroskopische Untersuchung. Rein makroskopisch, photographisch ist dein Fund für mich aber ein Zottiger Schillerporling.

Mit liebem Gruß, Peter!

Meine erste Vermutung war Innonotus spec., er ist etwa 25cm breit, so
kuschellig weich, wie er aussieht. Vorsichtiges Drücken mit dem Finger hat
auf dem Hut deutliche Spuren hinterlassen.
Er wächst an Fichte!!!!!!!! Damit dürften die Schillerporlinge schon mal
ausscheiden. Oder es ist vielleicht doch Innonotus hispidus der beim
Substrat fremdgegangen ist.
Ich hoffe, ihr könnt mir helfen.
Liebe Grüße
Roswitha

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Phaeolus! *PIC*

Markus Wilhelm ⌂, (vor 6362 Tagen) @ Pilzmann

Hallo Roswitha, Peter,

das scheint mir aber durchaus ein Kiefern- Braunporling (Phaeolus spadiceus) zu sein. Der muss nicht immer so typisch zum Boden rauskommen!
Hier ein Bild von mir aus einem querliegenden Kiefernstamm.

Viele Grüsse, Markus

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Re: Wer kennt mich ?

Schnuffel, (vor 6362 Tagen) @ Roswitha

Diesen herrlichen Pilz fand ich vor ein paar Tagen in einem sonst fast
pilzlosen Wald (am Ende der Tour fand ich noch 2 Flocki-Leichen).
Meine erste Vermutung war Inonotus spec., er ist etwa 25cm breit, so
kuschelig weich, wie er aussieht. Vorsichtiges Drücken mit dem Finger hat
auf dem Hut deutliche Spuren hinterlassen.
Er wächst an Fichte!!!!!!!! Damit dürften die Schillerporlinge schon mal
ausscheiden. Oder es ist vielleicht doch Inonotus hispidus der beim
Substrat fremdgegangen ist.
Ich hoffe, ihr könnt mir helfen.
Liebe Grüße
Roswitha

Hallo Roswitha,

mit Inonotus spec. liegst Du sicher richtig, mit Fichte meiner Ansicht nach aber daneben. Die Borke ist zu dunkel und zu grob aufgerissen. Ich habe zunächst an Schwarzkiefer gedacht, aber die von Peter erwähnte Hemlock-Tanne passt ebenfalls. Diese ist ja schon als Substrat für Inonotus bekannt, und eine Verwechslung mit Fichte wäre eher möglich als bei der Schwarzkiefer.

http://crssa.rutgers.edu/courses/lse/Web_scale/Web%20project/HWA_files/02.jpg ( Den gesamten Link in den Browser kopieren!)

Im Weinheimer Exotenwald gibt es sicher stattliche Hemlock-Tannen.

Außer dem Zottigen Schillerporling kommt meines Erachtens auch noch der Flache Schillerporling (I. cuticularis) in Frage, der sich u. a. durch verzweigte Seten im Hutfilz unterscheidet. An die anderen bisher hier vorgeschlagenen Porlinge glaube ich nicht.

Gruß - Schnuffel

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Danke an alle

Roswitha, (vor 6362 Tagen) @ Roswitha

Vielen Dank für eure Antworten.

Den Kiefernbraunporling möchte ich ausschließen. Den habe ich schon oft und in allen möglichen Variationen gefunden. Außerdem wuchs der Pilz am Stamm auf etwa 1,50 m Höhe.

Der Baum ist groß und die ersten Äste mit Nadeln sind relativ weit oben. Kiefer ist es auf keinen Fall. Hemlock hätte ich in diesem Wald nicht erwartet, deswegen habe ich die Nadeln nicht so genau inspiziert. Was ich mir noch vorstellen könnte, wäre Douglasie, da ist der Stamm ähnlich grobschollig-borkig. Da muß ich wohl noch mal hin, den Baum genau identifizieren und weitere Fotos machen.

Liebe Grüße
Roswitha

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Einspruch, Euer Ehren ...

Till, (vor 6361 Tagen) @ Roswitha

Vielen Dank für eure Antworten.
Den Kiefernbraunporling möchte ich ausschließen. Den habe ich schon oft und
in allen möglichen Variationen gefunden. Außerdem wuchs der Pilz am Stamm
auf etwa 1,50 m Höhe.
Der Baum ist groß und die ersten Äste mit Nadeln sind relativ weit oben.
Kiefer ist es auf keinen Fall. Hemlock hätte ich in diesem Wald nicht
erwartet, deswegen habe ich die Nadeln nicht so genau inspiziert. Was ich
mir noch vorstellen könnte, wäre Douglasie, da ist der Stamm ähnlich
grobschollig-borkig. Da muß ich wohl noch mal hin, den Baum genau
identifizieren und weitere Fotos machen.
Liebe Grüße
Roswitha

... der abgebildete Porling ist, vorbehaltlich einer Bestätigung durch die Mikromerkmale, mit sehr großer Wahrscheinlichkeit Phaeolus schweinitzii, und zwar kurz nach Beendigung der spektakulären frischen Phase mit dem zitronengelben "Flaum", die Markus auf seinem Bild festgehalten hat.

Richtig ist, dass es "alle möglichen Variationen" von diesem Pilz gibt - aber eben auch diese, die Du zeigst. Die Infektion geht wohl (ob immer?) von der Wurzel aus, kann aber auch weiter oben am Stamm zur Fruchtkörperbildung führen. In unserem Pilzbuch haben Ute Künkele und ich ein fast identisches Vorkommen (ca. 2m hoch an einem Kiefernstamm) abgebildet. Solche Exemplare findet man immer wieder mal, wenn man den Pilzblick in etwas luftigere Höhen schweifen lässt.

Schöne Grüße
Till

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Re: Einspruch, Euer Ehren ...

Lothar, (vor 6361 Tagen) @ Till

Hallo Till,
damit Du nicht so ganz allein dastehst, möchte ich Dir einfach in vollem Umfang recht geben :-). Für mich ist das auch ganz eindeutig Phaeolus spadiceus. Funde an stehenden Stämmen sind vielleicht seltener als solche an der Basis, aber keineswegs sooo außergewöhnlich.
Als kleiner Nachtrag noch für die anderen: Inonotus an Nadelholz gibt es - nämlich I. dryadeus, der an Weißtanne vorkommt. Von mir schon am Standort gesehen am "Fellhorn" bei Füssen - gezeigt vom Finder, dem guten Christoph Hahn.
LG von Lothar

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Kiefernbraunporling

Roswitha, (vor 6360 Tagen) @ Lothar

Jetzt muss ich doch mal ganz schnell Abitte tun für meinen voreiligen Ausschluss.

Ich war heute noch mal an der Pilzstelle und er hat sich jetzt - auch für mich erkennbar - eindeutig als Phaeolus spadiceus erwiesen.

@ Till: Wenn ich von allen möglichen Variationen gesprochen habe, ist dieser Ausdruck wörtlich genommen natürlich Quatsch. Man kann gar nicht ALLE möglichen Varationen von Pilzen kennen.

Ganz schön zerknirschte Grüße

Roswitha