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Unterwegs mit der Neuen... *PIC*

Klaas, (vor 6292 Tagen)

Hallo,

letzten Samstag hab ich mir endlich eine Neue zugelegt. Diejenige, die ich ursprünglich wollte, war nicht zu haben, also hab ich mir ne andere zum Testen mitgenommen. Es war keine Liebe auf den ersten Blick, der Verkäufer schien aber kompetent, ich fühlte mich ausnahmsweise mal gut beraten. Ein Hightech-Traubenkern-Schlafkissen gabs nach Abschluss noch obendrauf. Aber wie ihre Vorgängerin ist auch sie zickig und macht einfach nicht das, was ich will. Eine Woche hab ich noch Zeit zum Rumfummeln, dann läuft die Rückgabefrist ab. Mal sehen, vielleicht verstehen wir uns bis dahin ja besser.
Vielleicht hat jemand Tipps, inwieweit ausbaufähig die Kombination aus mir und der SX10 noch sind? Besonders zu meinem alten Problem, Hut und Stiel zusammen scharf zu bekommen.
Trotz fehlendem Gewinde gibt es wohl einen Nahlinsenaufsatz für die SX10 - hat jemand (gute) Erfahrung damit?
Gelegenheiten zum Ausprobieren sind derzeit rar, der letzte Regen hat meine Gegend mal wieder verschont, heute wirds wohl auch nicht anders werden.
Hier ein paar der "besten" Ergebnisse meiner Versuche, das Ding in den Griff zu bekommen, je länger ich die Bilder anschaue, umso grausiger werden sie...

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(Darüber hab ich mich gestern besonders gefreut, den kannte ich noch nicht.)

Viele Grüße,
Klaas

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Re: Unterwegs mit der Neuen...

Gábor, (vor 6292 Tagen) @ Klaas

Hallo Klaas,

zu der SX10 kann ich leider nichst sagen.
Und ich finde die Bilder übrigens gar nicht mal so grausig.

Wenn Du sowohl Hut als auch Stiel scharf abgebildet haben möchtest, benötigst Du mehr Tiefenschärfe.
Hierzu nimmt man am besten einen möglichst hohen Blendenwert und belichtet dafür entsprechend länger.

LG, Gábor

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Re: Unterwegs mit der Neuen... *PIC*

Karl-Heinz ⌂, (vor 6292 Tagen) @ Klaas

Hallo Klaas,

ich hab mir mal erlaubt zwei Bilder herunter zu laden und die EXIF-Daten ausgelesen - habe ich als screenshot mal angehängt.

Ich sehe da auch nur Blende 2,8 und 3,5. Das reicht - wie Gabor schon schreibt nicht aus, um die nötige Tiefenschärfe für scharfen Hut und Stiel zu erzielen.

Ich empfehle Dir zunächst 2 Maßnhamen um die Bildqualität zu verbessern, weiß allerdings nicht ob das mit der SX10 möglich ist.

1. Wähle das Programm Zeitautomatik und stelle einen möglichst hohen Blendenwert, z.B. 8,0 ein. Hieraus resultieren allerdings wesentlich längere Belichtungszeiten die nur mit Stativ oder stabiler Auflage - wie z.B. Kirschkernsäckchen etc. zu beherrschen sind.

2. Nimm die Belichtung zurück. Die meisten Pilzbilder sind zu hell, bzw. der Hintergrund und z.B. die Bätter die herumliegen. In den EXIF-Dateién erscheint das als EV, bei Deinen Fotos auf +/- 0,0 eingestellt.
Also die manuelle Belichtung mindest einmal auf - 0,7 einstellen. Dann würde der Pilz aber auch zu dunkel. Und jetzt kommt der simple Trick. Du musst den Pilz mit Hilfe von Reflexionsfolien, z.B. die Innenseiten von Milchkartons oder die glänzenden elastischen Wärme-oder Kältschutzfolien mit denen man Autowindschutzscheben belegt aufhellen.

Soweit erst mal

Viele Grüße
Karl-Heinz

. Hallo,

letzten Samstag hab ich mir endlich eine Neue zugelegt. Diejenige, die ich
ursprünglich wollte, war nicht zu haben, also hab ich mir ne andere zum
Testen mitgenommen. Es war keine Liebe auf den ersten Blick, der Verkäufer
schien aber kompetent, ich fühlte mich ausnahmsweise mal gut beraten. Ein
Hightech-Traubenkern-Schlafkissen gabs nach Abschluss noch obendrauf. Aber
wie ihre Vorgängerin ist auch sie zickig und macht einfach nicht das, was
ich will. Eine Woche hab ich noch Zeit zum Rumfummeln, dann läuft die
Rückgabefrist ab. Mal sehen, vielleicht verstehen wir uns bis dahin ja
besser.
Vielleicht hat jemand Tipps, inwieweit ausbaufähig die Kombination aus mir
und der SX10 noch sind? Besonders zu meinem alten Problem, Hut und Stiel
zusammen scharf zu bekommen.
Trotz fehlendem Gewinde gibt es wohl einen Nahlinsenaufsatz für die SX10 -
hat jemand (gute) Erfahrung damit?
Gelegenheiten zum Ausprobieren sind derzeit rar, der letzte Regen hat meine
Gegend mal wieder verschont, heute wirds wohl auch nicht anders werden.
Hier ein paar der "besten" Ergebnisse meiner Versuche, das Ding in
den Griff zu bekommen, je länger ich die Bilder anschaue, umso grausiger
werden sie...

(Darüber hab ich mich gestern besonders gefreut, den kannte ich noch nicht.)
Viele Grüße,
Klaas

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Re: Unterwegs mit der Neuen...

Klaas, (vor 6292 Tagen) @ Karl-Heinz

Hallo Gábor und Karl-Heinz,

danke für die Tipps!
Mit hohen Blenden und lägerer Belichtungszeit habe ich auch schon herumexperimentiert, meist aber mit noch schlechterem Ergebnis, trotz Krücke und Säckchen.
Von der Belichtung hatte ich bisher die Finger gelassen, ebenso von den Milchtüten - ich probier das morgen mal aus.
Viele Grüße,
Klaas

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Re: Unterwegs mit der Neuen...

Krötenhocker, (vor 6292 Tagen) @ Klaas

Hallo Klaas,
wenn du Blende 8 gewählt hast und die Belichtungszeit länger als 1/60 s ist, solltest du auch noch den Selbstauslöser mit z.B. 2 Sekunden benutzen, um ein Verwackeln duch das Drücken des Auslösers zu vermeiden.
Bei Tele-Aufnahmen ist auch 1/60 s noch zu lang. Wie es sich bei Makro-Aufnahmen verhält, weiss ich gerade nicht. Aber es hieß immer: Ab 1/60 sollte man blitzen.

VG, Jens

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Re: Unterwegs mit der Neuen...

Klaas, (vor 6290 Tagen) @ Krötenhocker

Hallo Jens,

sorry für die späte Antwort!
Ja, die 2 Sekunden lang tickendende Zeitbombe verwende ich (meist) bei solchen Versuchen (muss mal schauen, ob sich das in bestimmten Modi nicht voreinstellen lässt, das nervt bei jedem Einschalten der Knipse, immerhin hab ich den Ton schon leiser bekommen...)

Die Bilder vom Sonntag sind trotz der Tipps allesamt in die Tonne gewandert. Die Milchtüten helfen zwar, ein Wenig Licht ins untere Dunkel zu bringen, aber bei einer dichten Wolkendecke weiß ich nicht, wo ich das zu reflektierende Licht hernehmen soll...
Mit Blende 8, Belichtung -2/3 bis -1 und Belichtungszeiten weit jenseits 1/60 komme ich dem Wunsch nach scharfem Hut und Stiel einerseits zwar etwas näher, aber dann rauscht es ekelhaft. Nächstes Mal schalte ich die ISO-Automatik ab, aber ob das hilft? Die Automatik bewegt sich meist im Bereich von 100 bis 300. Beim Autofokus habe ich das Gefühl, dass der richtig fokussiert, ich sollte dann auch mal manuell testen. Möglicherweise hilft es auch, von 10 auf 6 MP runterzugehen, so groß brauch ich die Bilder ohnehin nicht.
Vielleicht ist ja auch nur irgendein "tolles" zusätzliches Feature beigeschaltet, welches mich zur Weißglut treibt, wahrscheinlicher ists aber nur meine eigene Blödheit.

Danke und Grüße,
Klaas

Hallo Klaas,
wenn du Blende 8 gewählt hast und die Belichtungszeit länger als 1/60 s ist,
solltest du auch noch den Selbstauslöser mit z.B. 2 Sekunden benutzen, um
ein Verwackeln duch das Drücken des Auslösers zu vermeiden.
Bei Tele-Aufnahmen ist auch 1/60 s noch zu lang. Wie es sich bei
Makro-Aufnahmen verhält, weiss ich gerade nicht. Aber es hieß immer: Ab
1/60 sollte man blitzen.
VG, Jens

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Re: Unterwegs mit der Neuen...

Gábor, (vor 6290 Tagen) @ Klaas

Hallo Klaas,

das Rauschen stellt sich bei mir auch ab 200 ISO ein.
Darum habe ich es mir längst angewöhnt, den ISO-Wert auf 80 zu belassen.
Ganz gleich, in welch finsterem Walde ich gerade Pilze fotografiere.

LG, Gábor

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ISO & Co..

Harald Andres Schmid, (vor 6290 Tagen) @ Gábor

Hallo Klaas,
das Rauschen stellt sich bei mir auch ab 200 ISO ein.
Darum habe ich es mir längst angewöhnt, den ISO-Wert auf 80 zu belassen.
Ganz gleich, in welch finsterem Walde ich gerade Pilze fotografiere.
LG, Gábor

Hallo, zusammen
Hier noch "mein Senf" zum ganzen Thema.
Das mit der ISO-Einstellung hängt von der Kamera ab.
Bzw. vom Sensor.
Bei miserablen Sensoren ist es ein absolutes Muss, die ISO zu fixieren.
Verrauschte Bilder sind nicht nur verrauscht - sie geben die feinen Details nicht wieder.
Das oben beschriebene Problem mit den Milchtüten bei wirklich schlechtem Licht -
da gibt es natürlich Grenzen.. gewisse Fotos gelingen einfach nicht...
Es ist allerdings ein wenig (ein wenig viel..;-) Übungssache, die Tüten
so zu halten, dass möglichst Licht unter den Pilz fällt.
Meist sieht man den Unterschied, wann es "stimmt" auch auf dem Display,
man muss die Tüten einfach bewegen, bis man den leichten Lichtschein sieht.
Dann hilft der Selbstauslöser. Man löst aus und hat nachher beide Hände frei, um die Milchtüten möglichst optimal zu halten.

Zusammenfassend:

- Blende zu!
- Stabile Unterlage
- Selbstauslöser, bzw. bei DSLR noch Spiegelvorauslösung.
- ISO fixieren.
- Die Speicherkarte nicht daheim vergessen - wenn doch: Ist so ein Spaziergang im Wald nicht schön?
- Mit den Milchtüten "spielen".
- Zu Beginn sich bei dem einem Pilz Zeit lassen - lieber ein Pilz gut getroffen, als ein halbes Dutzend Pilze im "Streufeuer".
- Akzeptieren lernen, dass der Akku gerade dann leer ist, wenn man glaubt, "jetzt wird es gut"!
- Mindestens ein Dutzend Fotos schiessen, dazu noch weitere mit einem etwas anderen Kamerastandpunkt.
- Dabei bei Autofokus den Fokuspunkt verschieden wählen, wenn er sich verstellen lässt.
- Zwischendurch aufstehen, Knie und Rücken strecken, den Wald geniessen.
- Akzeptieren lernen, dass gewisse Fotos nicht gelingen
- Allerdings das nicht "einfach so" akzeptieren, sondern versuchen, herauszufinden, woran es lag.
- Dazwischen mal daheim auf dem Küchentisch mit dem Licht vom Fenster her mit schmalen, hochgestellten Gegenständen üben (Bleistift, usw.)
- Den Pilzen gut zureden, ein gutes Verhältnis pflegen (verfluchen tut man nur Stechmücken, Brennesseln, Zecken, Mountainbiker)
- Nach dem Fotografieren verwirrt feststellen, dass man mit der Kameratasche einen noch schöneren Pilz zerquetscht hat.
- Diese Regeln nicht allzu ernst nehmen....

Gruß, Harald Andres

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Re: ISO & Co..

MartinB, (vor 6290 Tagen) @ Harald Andres Schmid

Lieber Harald Andres

diese Regeln werde ich sehr ernst nehmen. Besonders die mit den "Pilzen gut zureden"! (Dann wackeln sie auch nicht...)
ich muß auch noch üben, üben...

Herzlich,

Martin

Hallo, zusammen
Hier noch "mein Senf" zum ganzen Thema.
Das mit der ISO-Einstellung hängt von der Kamera ab.
Bzw. vom Sensor.
Bei miserablen Sensoren ist es ein absolutes Muss, die ISO zu fixieren.
Verrauschte Bilder sind nicht nur verrauscht - sie geben die feinen Details
nicht wieder.
Das oben beschriebene Problem mit den Milchtüten bei wirklich schlechtem
Licht -
da gibt es natürlich Grenzen.. gewisse Fotos gelingen einfach nicht...
Es ist allerdings ein wenig (ein wenig viel..;-) Übungssache, die Tüten
so zu halten, dass möglichst Licht unter den Pilz fällt.
Meist sieht man den Unterschied, wann es "stimmt" auch auf dem
Display,
man muss die Tüten einfach bewegen, bis man den leichten Lichtschein sieht.
Dann hilft der Selbstauslöser. Man löst aus und hat nachher beide Hände frei,
um die Milchtüten möglichst optimal zu halten.
Zusammenfassend: - Blende zu!
- Stabile Unterlage
- Selbstauslöser, bzw. bei DSLR noch Spiegelvorauslösung.
- ISO fixieren.
- Die Speicherkarte nicht daheim vergessen - wenn doch: Ist so ein
Spaziergang im Wald nicht schön?
- Mit den Milchtüten "spielen".
- Zu Beginn sich bei dem einem Pilz Zeit lassen - lieber ein Pilz gut
getroffen, als ein halbes Dutzend Pilze im "Streufeuer".
- Akzeptieren lernen, dass der Akku gerade dann leer ist, wenn man glaubt,
"jetzt wird es gut"!
- Mindestens ein Dutzend Fotos schiessen, dazu noch weitere mit einem etwas
anderen Kamerastandpunkt.
- Dabei bei Autofokus den Fokuspunkt verschieden wählen, wenn er sich
verstellen lässt.
- Zwischendurch aufstehen, Knie und Rücken strecken, den Wald geniessen.
- Akzeptieren lernen, dass gewisse Fotos nicht gelingen
- Allerdings das nicht "einfach so" akzeptieren, sondern versuchen,
herauszufinden, woran es lag.
- Dazwischen mal daheim auf dem Küchentisch mit dem Licht vom Fenster her mit
schmalen, hochgestellten Gegenständen üben (Bleistift, usw.)
- Den Pilzen gut zureden, ein gutes Verhältnis pflegen (verfluchen tut man
nur Stechmücken, Brennesseln, Zecken, Mountainbiker)
- Nach dem Fotografieren verwirrt feststellen, dass man mit der Kameratasche
einen noch schöneren Pilz zerquetscht hat.
- Diese Regeln nicht allzu ernst nehmen....
Gruß, Harald Andres

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Re: ISO & Co..und noch mehr Senf

Martl, (vor 6290 Tagen) @ Harald Andres Schmid

Ein kleines Senftütchen noch von mir dazu

- Gönn dem Chip mal ne Pause, denn wenn er im Akkord arbeitet steigt das Rauschen (angeblich) aufgrund der Temperaturerhöhung

- Wenn genug Licht da ist, kann man auch mit dem Milchkarton (oder dem Patschehändchen) von oben abdunkeln, so dass die Helligkeitsunterschiede zwischen Hutunterseite und -oberseite geringer werden und so ein ähnlicher, meist natürlicherer Effekt erzielt wird, wie beim unter den Rock leuchten.

Viel Spaß noch & LG
Martl

Hallo, zusammen
Hier noch "mein Senf" zum ganzen Thema.
Das mit der ISO-Einstellung hängt von der Kamera ab.
Bzw. vom Sensor.
Bei miserablen Sensoren ist es ein absolutes Muss, die ISO zu fixieren.
Verrauschte Bilder sind nicht nur verrauscht - sie geben die feinen Details
nicht wieder.
Das oben beschriebene Problem mit den Milchtüten bei wirklich schlechtem
Licht -
da gibt es natürlich Grenzen.. gewisse Fotos gelingen einfach nicht...
Es ist allerdings ein wenig (ein wenig viel..;-) Übungssache, die Tüten
so zu halten, dass möglichst Licht unter den Pilz fällt.
Meist sieht man den Unterschied, wann es "stimmt" auch auf dem
Display,
man muss die Tüten einfach bewegen, bis man den leichten Lichtschein sieht.
Dann hilft der Selbstauslöser. Man löst aus und hat nachher beide Hände frei,
um die Milchtüten möglichst optimal zu halten.
Zusammenfassend: - Blende zu!
- Stabile Unterlage
- Selbstauslöser, bzw. bei DSLR noch Spiegelvorauslösung.
- ISO fixieren.
- Die Speicherkarte nicht daheim vergessen - wenn doch: Ist so ein
Spaziergang im Wald nicht schön?
- Mit den Milchtüten "spielen".
- Zu Beginn sich bei dem einem Pilz Zeit lassen - lieber ein Pilz gut
getroffen, als ein halbes Dutzend Pilze im "Streufeuer".
- Akzeptieren lernen, dass der Akku gerade dann leer ist, wenn man glaubt,
"jetzt wird es gut"!
- Mindestens ein Dutzend Fotos schiessen, dazu noch weitere mit einem etwas
anderen Kamerastandpunkt.
- Dabei bei Autofokus den Fokuspunkt verschieden wählen, wenn er sich
verstellen lässt.
- Zwischendurch aufstehen, Knie und Rücken strecken, den Wald geniessen.
- Akzeptieren lernen, dass gewisse Fotos nicht gelingen
- Allerdings das nicht "einfach so" akzeptieren, sondern versuchen,
herauszufinden, woran es lag.
- Dazwischen mal daheim auf dem Küchentisch mit dem Licht vom Fenster her mit
schmalen, hochgestellten Gegenständen üben (Bleistift, usw.)
- Den Pilzen gut zureden, ein gutes Verhältnis pflegen (verfluchen tut man
nur Stechmücken, Brennesseln, Zecken, Mountainbiker)
- Nach dem Fotografieren verwirrt feststellen, dass man mit der Kameratasche
einen noch schöneren Pilz zerquetscht hat.
- Diese Regeln nicht allzu ernst nehmen....
Gruß, Harald Andres

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Re: ISO & Co..

Klaas, (vor 6289 Tagen) @ Harald Andres Schmid

Danke Harald!

Deine 17 Gebote habe ich mir gerade übers Bett gehängt und sicherheitshalber noch ins Kamera-Display eingeritzt, ich hoffe das hilft.

"Zum Glück" gibts derzeit nicht so viele Pilze, dass ein Streufeuer in Frage käme, aber ich habe mir auch vorher schon viel Zeit bei einem Motiv gelassen. Mir gehts ja (inzwischen auch) um wenige gute Treffer und nicht um möglichst viele Streifschüsse.

Zuhause auf dem Küchentisch, -boden und Terasse sehen die Bilder inzwischen schon weitaus besser aus als anfangs, zwar hats da auch um Einiges mehr Licht, aber zufrieden bin ich nicht...

Die Tetrapaks sind noch sehr ungewohntes Handwerkszeug, ich glaube auch für die Spaziergänger, die einen dabei erstaunt beobachten, aber immerhin habe ich schon einen positiven Effekt bemerkt. Es ist zwar schon länger her, dass ich Getränketüten auseinandergenommen habe, aber waren die früher nicht mal glänzend? Die ich parat hatte, waren innen alle matt. Das dürfte sich doch auch ordentlich auf Reflexionseigenschaften auswirken, oder nicht?

Akkus und Karten sind kein Problem, da habe ich ausreichend Ersatzmagazine dabei. Wobei ich sehr erstaunt über den geringen Stromverbrauch der Kamera bin, das hatte ich mir viel schlimmer vorgestellt mit den AAs. Die mitgelieferten Batterien musste ich erst nach vielleicht 400 Bildern wechseln, die mAh standen allerdings nicht erkennbar drauf.

Darf ich noch ein paar Fragen stellen?
- Grundsätzlich ist mir das nicht wirklich klar, aber der Makromodus sollte doch eher hinderlich für eine große Schärfentiefe sein - oder wird das durch Blende und Belichtungszeit ausgeglichen? Oder hat das gar nix miteinander zu tun?
- Stellt sich, je weiter ich in den Telebereich gehe, automatisch umso mehr Rauschen ein?
- Ist für meine Vorhaben ausschlaggebend, ob der Focus den gesamten Bildausschnitt misst, oder ist eine Spotmessung dienlicher?
- Gibt es auch Digicams mit mehr als Blende 8, oder ist diese Zahl nicht 1:1 mit SLRs vergleichbar, die ja weitaus höhere Werte erreichen? Oder hat das mit der Größe des Chips zu tun?

Das genügt wohl vorerst wieder, ich muss noch viel lernen... vielleicht belästige ich euch am Wochenende nochmal mit Experimenten.
Euch anderen Helfern natürlich auch herzlichen Dank!

Viele Grüße,
Klaas

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Re: ISO & Co..

42, (vor 6282 Tagen) @ Klaas

Hallo Klaas,

ich sehe Dein Posting erst heute (Urlaub), will aber trotzdem meinen Senf
dazugeben:

Darf ich noch ein paar Fragen stellen?
- Grundsätzlich ist mir das nicht wirklich klar, aber der Makromodus sollte
doch eher hinderlich für eine große Schärfentiefe sein - oder wird das
durch Blende und Belichtungszeit ausgeglichen? Oder hat das gar nix
miteinander zu tun?

Natürlich wird der Schärfebereich umso kleiner, umso mehr Du in den Makrobereich
kommst - aber was willst Du machen, wenn die Pilze ganz winzig klein sind? Hier
heißt die einzig mir bekannte Lösung 'Stacken' (siehe 'CombineZM' bei Google).
Übrigens: der 'Makromodus' alleine an Deiner Kamera hat noch nichts mit der
Tiefenschärfe zu tun - erst wenn Du entsprechend kleine Dinge fotografierst,
wirst Du die mangelnde Schärfentiefe bemerken.

- Stellt sich, je weiter ich in den Telebereich gehe, automatisch umso mehr
Rauschen ein?

Nein, Rauschen ist abhängig von
- der ISO-Empfindlichkeit (je höher je Rausch)
- der Belichtungszeit (je länger umso mehr Rausch)
- der Chipgröße im Verhältnis zur Pixelzahl (kannst Du aber nicht beeinflussen)
- der Qualität des Chips (kannst Du auch nicht beeinflussen)

- Ist für meine Vorhaben ausschlaggebend, ob der Focus den gesamten
Bildausschnitt misst, oder ist eine Spotmessung dienlicher?

Ich verwende ausschließlich Spotmessung auf das mir am wichtigsten erscheinende
Detail des Pilzes - allerdings mache ich meist eine Belichtungsreihe mit
+/- einer Blende)

- Gibt es auch Digicams mit mehr als Blende 8, oder ist diese Zahl nicht 1:1
mit SLRs vergleichbar, die ja weitaus höhere Werte erreichen? Oder hat das
mit der Größe des Chips zu tun?

Ja, das hat durchaus mit der Chipgröße zu tun. Bei kleinen Chips (Bridgekameras
etc.) entspricht Blende 8 einer SLR-Blende von z.B. 16. Kurz gesagt: kleine
Chips haben eine große Schärfentiefe. Vorsicht: zu große Blenden führen schnell
zu Beugungsunschärfen (schau bei Google nach 'Förderliche Blende') - dann
lieber Stacken!

Beste Grüße
Thomas '42' Wallner

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Re: ISO & Co..

Gábor, (vor 6282 Tagen) @ 42

Hallo Thomas,

auch ich danke Dir vielmals für diese nützlichen Infos!

Wenn ich das richtig verstehe, entspräche also meine durch CHDK erweiterte Blende 11 jetzt in etwa Blende 22 bei SLR-Kameras?

LG, Gábor

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zu spät, hab die Cam in die Tonne getreten... *PIC*

Klaas, (vor 6282 Tagen) @ 42

... naja, ich war zumindest sehr nahe dran - aber dann hätte ich mich (erwiesenermaßen als unfähig zu betrachten) ja gleich hinterherwerfen müssen... ;) Stattdessen kämpfe ich weiter, inzwischen bin ich immerhin soweit, dass ich weder Hut noch Stiel scharf bekomme, der Hintergrund sieht aber immer ganz hübsch aus. Bei meiner Alten weiß ich nicht mal mehr, wie ich sie halten soll, ein Rückzug ist also zwecklos.

Und hallo Thomas, hoffe Dein Urlaub war (ent)spannend?

Danke für Deine Antworten, das hilft sicher, ein bisschen Theorie habe ich mir nun auch angelesen, allein an der Praxis scheitert es. Von den Kleinen halte ich mich derzeit ohnehin meist fern, wenn ich die Großen schon nicht richtig treffe.

Mein nächster Horrortrip geht weiter in Richtung manueller Focus, da gibt es wohl eine Funktion, die eine "Focusreihe" (heißt das so?) ablichtet, von den drei Bildern trifft vielleicht eines, oder ich stacke manuell in Foddoshop - obwohl das eigentlich nicht das Ziel ist, die Bilder bis zum Abwinken nachbearbeiten zu müssen.

Die Kamera will ich keinesfalls schlechtreden, im Automodus oder bei ausreichend Licht gelingen ohne mein Zutun ganz nette Aufnahmen, der Wassertropfen am Schnabel z.B. wäre bei meiner Alten auf etwa 14 m Entfernung zu einem undefinierbaren Etwas geworden, falls überhaupt zu sehen.
Hier mal 2 Beispiele, gestalterische Aspekte bitte ich nicht zu beachten, das sind nur Tests...;)

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(mein Lieblings-Opfer)

Im Wald sieht das Ganze viel schlimmer aus, ich habe das Gefühl, dass bei Blende 8 und selbst noch bei Belichtungswerten zwischen -0,7 bis -2 überbelichtet wird. Details kann ich oft nur mit nachträglichen Tonwertkorrekturen aus den Lichtern herauskitzeln, wenn ich denn mal zufällig den richtigen Punkt zum Scharfstellen erwische. Zoome ich zu nahe ran, rauschts bei ISO 80 oder 100 wie Sau, viel größer ist allerdings im Moment wirklicht das Problem, den Focus manuell (oder auch automatisch via Spot) richtig zu setzen, zum Verzweifeln.
Grausig, und das sind noch die besseren, sogar nachbearbeitet... beim letzten kann ich gerade noch einen Wutausbruch unterdrücken.

[image]

[image]

[image]

Naja, ich bemühe mich weiterhin, bis ich mich demnächst zusammen mit der Kamera in einer Tonne wiederfinde...

Danke und lieben Gruß,
Klaas

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Re: zu spät, hab die Cam in die Tonne getreten...

Gábor, (vor 6282 Tagen) @ Klaas

Hallo Klaas,

Du hörst Dich ja schon fast an, wie Marvin aus Per Anhalter :-)

Wenn Du Dir meine Erstlingswerke anschauen würdest, würdest Du Dich wahrscheinlich ganz schön gruseln.
Das meiste habe ich auch durch gute Ratschläge und Tipps (viele hier aus dem Forum) und durch noch mehr Ausprobieren gelernt.

LG, Gábor

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Re: zu spät, hab die Cam in die Tonne getreten...

phragmobasidie, (vor 6282 Tagen) @ Klaas

Hallo Klaas,

wenn Du weiter so lustige Texte darüber schreibst, hat die Kamera auf jeden Fall ihr Gutes, finde ich :)

Pilze zu bestimmen versuchen ist aber immer noch die gründlichere Selbstkasteiung als sie zu fotografieren,
also überleg Dir die Zeiteinteilung :)

schöne Grüße
Robin

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Re: zu spät, hab die Cam in die Tonne getreten...

Klaas, (vor 6282 Tagen) @ Gábor

Hi Gábor,

ich befürchte, Marv ist ein nahestehender Verwandter ;)
Ich hatte gehofft, gruselige Erstwerke würden mit der ersten Digicam vergraben, offenbar gehts wieder von vorne los. Ich habe die Antennen auf Empfang, beim nächsten VHS-Termin heißts am Ende leider: "...bringen Sie Ihre Spiegel-Reflex mit", sonst wär ich der erste Anmelder gewesen... Auweia, hoffentlich hab ich bis dahin nichts angespart ;)

VG
Marvin

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Schluss mit lustig!

Klaas, (vor 6282 Tagen) @ phragmobasidie

Hallo Robin,

in früheren Jahren ist mir noch ein realer Spagat gelungen, inzwischen versuche ich lieber den Virtuellen. Aber weh tun solls immer noch. Pilze-Bestimmen ist für mich oft frustrierend, obwohl ich noch nicht lange dabei bin. Gut so, dann wirds auch nicht langweilig, denke ich noch. Ich glaube nun, in der Mischung aus guten (=detailgetreuen) Fotos und dem Versuch der makroskopischen Bestimmung liegt meine Art der "Erfüllung", vielleicht fang ich auch am Samstag an, alles zu futtern, was mir begegnet und frag anschließend mit Handyfotos: hätte ich den essen dürfen? Oder leg mir ein Mikro zu, keine Ahnung.
Spannend und kasteiend ist das Ganze so oder so. Die Mischung bestimmt halt den Trip...^^
Viele Grüße,
Klaas

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Re: zu spät, hab die Cam in die Tonne getreten...

42, (vor 6281 Tagen) @ Klaas

Hallo Klaas,

Und hallo Thomas, hoffe Dein Urlaub war (ent)spannend?

Ja, einen kleinen Bericht werde ich hier noch einstellen (ich war auf Rügen).

Mein nächster Horrortrip geht weiter in Richtung manueller Focus, da gibt es
wohl eine Funktion, die eine "Focusreihe" (heißt das so?)
ablichtet, von den drei Bildern trifft vielleicht eines, oder ich stacke
manuell in Foddoshop - obwohl das eigentlich nicht das Ziel ist, die
Bilder bis zum Abwinken nachbearbeiten zu müssen.

Also: ein manueller Focus wird umso notwendiger, je mehr 'macro' Du machst.
Einen Fliegenpilz wirst Du normalerweise auch mit automatischem Focus ohne
Probleme ablichten können. Umgekehrt wirst Du bei Minibecherlingen auf einer
Bucheckernhülle um den manuellen Focus nicht herumkommen.
Eine Focusreihe ist natürlich eine tolle Sache:
a) Wird wohl ein Bild dabei sein, auf dem das, was Du fotografrieren willst,
auch schraf ist und
b) kannst Du damit wunderbar stacken (falls Du es noch nicht gemacht hast,
schau Dir doch mal CombineZP an

Naja, ich bemühe mich weiterhin, bis ich mich demnächst zusammen mit der
Kamera in einer Tonne wiederfinde...

Ich vermute, dass Dein hauptsächliches Problem im 'falschen' Licht zu suchen
sein wird. Damit meine ich, dass Deine Pilzbilder zu hohe Lichtunterschiede
bzw. Kontraste beinhalten - das schafft (noch) keine Digicam. Lösung: die Pilze
nicht in direktem Sonnenlicht fotografieren bzw. notfalls abschatten (der
berühmte weiße/graue Regenschirm ist da ein hervorragendes Hilfsmittel) und
zusätzliches Licht von der Seite (Reflektoren, Taschenlampen etc.).

Beste Grüße
Thomas '42' Wallner

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Re: Schluss mit lustig!

phragmobasidie, (vor 6281 Tagen) @ Klaas

Hallo Klaas,

in früheren Jahren ist mir noch ein realer Spagat gelungen, inzwischen
versuche ich lieber den Virtuellen. Aber weh tun solls immer noch.
Pilze-Bestimmen ist für mich oft frustrierend, obwohl ich noch nicht lange
dabei bin. Gut so, dann wirds auch nicht langweilig, denke ich noch. Ich
glaube nun, in der Mischung aus guten (=detailgetreuen) Fotos und dem
Versuch der makroskopischen Bestimmung liegt meine Art der
"Erfüllung", vielleicht fang ich auch am Samstag an, alles zu
futtern, was mir begegnet und frag anschließend mit Handyfotos: hätte ich
den essen dürfen? Oder leg mir ein Mikro zu, keine Ahnung.
Spannend und kasteiend ist das Ganze so oder so. Die Mischung bestimmt halt
den Trip...^^
Viele Grüße,
Klaas

das sieht wohl bei sehr vielen ähnlich aus. Bei mir zumindest. Wenn ich heute meine alten Fotos sehe, finde ich 90% grottig,
von den jetzigen vielleicht nur noch 60-70% Und Pilze bestimmen habe ich selbstverständlich auch mal für einfacher gehalten.
Dem Naiven gehört die Welt.

Grüße
Robin

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Gabs Rügenhecht an Steinpilzpüree? ;-) *oT*

Thomas Pruß, (vor 6281 Tagen) @ 42

- kein Text -

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Re: zu spät, hab die Cam in die Tonne getreten...

Klaas, (vor 6280 Tagen) @ 42

Hallo Thomas,
danke für die weiteren Tipps!

Licht und Kontrast sind sicher auch Ursachen für meine Fehlschüsse, mal gibts zuviel, meistens aber zu wenig. Ein Schirm wird wohl gerade noch in den vollgestopften Rucksack passen, Taschenlampe hatte ich auch schon überlegt, aber das Licht wird vielleicht ähnlich hässlich wie beim Blitzen, vielleicht indirekt auf einen Reflektor, oder doch mal mit schwächerem Blitz, ich habe längst noch nicht alles ausprobiert, bald ist ja endlich wieder Wochenende.
Viele Grüße,
Klaas

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Re: Gabs Rügenhecht an Steinpilzpüree? ;-)

42, (vor 6280 Tagen) @ Thomas Pruß

Nö, nur Minibarsche und wenig Pilze ... später mehr (aber nicht heute - Stress)

Beste Grüße
Thomas '42' Wallner