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Feindbild gesucht-Off Topic

Hagen Graebner, (vor 6279 Tagen)

Hallo allerseits,

Die Diskussion um Rucola und Senecio hat mir gezeigt, uns Pilzfreunden fehlt einfach nur ein richtige, plakatives Feindbild, um öffenlichkeitswirksam zu werden:
Angler haben den Kormoran, Brieftaubenzüchter den Wanderfalken, Jäger Luchs & wolf, Pferdefreunde daas Jakobs-Kreuzkraut. Was haben wir ? Nichts !
Wollen wir nicht das Wildschwein zum Feind erklären und dessen sofortige Ausrottung fordern?
Das hat sich stark vermehrt, frisst uns die Pilze weg und macht so hässliche Löcher im Waldboden. Wir müssten jetzt nur Vereine gründen und mit eindrucksvollen Bildern an die Presse gehen.

Wer macht mit ??

Gruß

Hagen

So Satire wieder aus und einen schönen Tag allerseits, anwesende Angler, Jäger, Brieftaubenzüchter und Pferdefreunde: Nicht persönlich nehmen.

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Re: Feindbild gesucht-Off Topic

zuehli ⌂, (vor 6279 Tagen) @ Hagen Graebner

Hallo Hagen,

doch, wir haben was. Den Vergiftungsfall!
In den letzten Jahren bei mir mit schöner Regelmäßigkeit die Fälle, bei denen arglose Champignonsammler in der Klinik gelandet sind. Da sich das zu gewissen Zeiten häuft, weil eben Karbolchampignons dann wie der Teufel wachsen, ist man ja geneigt die Unwissende Sammlerschar aufzuklären durch entsprechende Presseaktionen. Das wiederum hat zur Folge, dass Funk und Fernsehen über einen herfallen und am liebsten Leichen präsentiert haben wollen. Das ist Publikumswirksam! Solcherlei Sensationslust ist aber nicht ganz mein Fall und deswegen habe ich bislang solche Anfragen immer abgewiesen.

Gruß Harald

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Re: Feindbild gesucht-Off Topic

Thüringer-Holz, (vor 6279 Tagen) @ Hagen Graebner

Hallo Hagen,

ich ärgere mich ab und an über die großen Nacktschnecken...denn
sie sind meist schneller als wir.

Grüße FELIX

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du sammelst ja auch die falschen pilze *g* *oT*

DirkW, (vor 6279 Tagen) @ Thüringer-Holz

- kein Text -

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Stimmt, solche "Probleme" habt

Thüringer-Holz, (vor 6279 Tagen) @ DirkW

ihr "Stöckchendreher" nicht *ggg*

Grüße aus dem heißen Büro...

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Re: Feindbild gesucht-Off Topic

zuehli ⌂, (vor 6279 Tagen) @ Thüringer-Holz

ich ärgere mich ab und an über die großen Nacktschnecken...denn
sie sind meist schneller als wir.

Das ist aber kein Feindbild, das öffentlichkeitswirksam wäre.
"Rottet die Schnecken aus, die fressen unsere Pilze auf..."

Gruß Harald

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Ich könnte da schon dienen:

Harald Andres Schmid, (vor 6279 Tagen) @ Hagen Graebner

Hallo

Also ich hätte da schon ein sehr schönes Feindbild:

Unübersehbar, weil größer als jedes Freeride-Bike,
unüberhörbar, weil lauter als jede heranklirrende Phalanx Nordic-Walkerinnen,
und sehr gut hassbar, weil zerstörerischer und schlimmer als alle Nacktschnecken zusammen:
Der Harvester. Dieses röhrende Ungetüm, geschaffen zur Waldvernichtung.
Er zerstört mir unaufhaltsam Hektar um Hektar Wald meiner Umgebung,
pflügt jeden lauschigen Forst knietief um, schlägt alles, was lebt und fröhlich wächst, nieder
und lässt es dann in Haufen verrotten.

Nun sind die Dinger nicht so einfach zu zertreten wie eine Schnecke,
nicht so einfach zu zerklatschen wie eine lästige Mücke.
Ich hatte an Panzerabwehrwaffen gedacht.
Sie sind zu auffällig in der Anwendung und teuer in der Anschaffung.

Was bleibt, sind überdimensionierte Bärenfallen.
Mit vereinten Kräften ließen sich in der Nacht große Gruben ausheben
(spielt auch keine Rolle mehr in unseren geschändeten Wäldern),
die dann hübsch getarnt ihrer röhrenden, krachenden Opfer warten.
So ein wehrlos gefangener Harvester in der Grube wäre schon eine hübsche Genugtuung.
Ein paar unglücklicherweise mitgefangene Biker oder Walkerinnen oder
liebe Mitmenschen aus der "Er-will-doch-nur-Spielen"-Fraktion
können als unvermeidbarer Kollateralschaden verbucht werden.
Sie werden nach Möglichkeit gleich befreit und nach Abgabe eines Eides,
sich in dem Forst nie wieder blicken zu lassen, auf freien Fuß gesetzt.

Unklar ist, was mit den gefangenen Harvestern geschehen soll.
Vielleicht hat die Russenmafia ja Interesse, so dass noch ein hübsches Sümmchen
für Pilztagungen, Ausstellungen und die Finanzierung der Druckkosten
von Fachliteratur zusammenkäme.

Ist das alles machbar?
Ja!
Voraussetzung ist der unbedingte Wille zur Tat und das Bündeln unserer Kräfte,
um den rasenden Ungeheuern unserer Wälder Herr werden zu können.

Unabdingbar ist ein Einsatzplan, in den sich willige Forum-User eintragen könnten,
so dass bei genügend überlappenden freien Terminen eine erste Einsatz-Crew
über Nacht in einen Forst geschickte werden könnte, um ein Pilot-Grube auszuheben.

Ich freue mich auf den ersten Forums-Beitrag mit Fotos von einem gefangenen Harvester

und verbleibe bis dann:
Euer getreuer Harald Andres

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Re: Ich könnte da schon dienen:

Klaas, (vor 6279 Tagen) @ Harald Andres Schmid

Hallo Harald,

gute Idee das - den Aushub könnte man gleich für mein nächstes Projekt verwenden. Man könnte vielleicht aber auch direkt etwas weiter vorne ansetzen. Wenn ich ständig die kilometerlangen Entwässerungsgräben, die scheinbar fast jeden Wald kreuz und quer durchziehen, sehe, wird mir übel, nein, werde ich stinksauer. Alles schön trocken legen, damit mit man die passenden Bäume pflanzen und ernten kann, und natürlich auch bequem mit den 50-Tonnern auf festem Boden rangieren kann. Ists irgenwand trocken und fest genugt, lohnt sich auch der Ausbau der Wald-Autobahn, zweispurig und asphaltiert sollte es dann schon sein bei dem Gegenverkehr. Dann kommen auch immer größere Maschinen in die Nutzfläche Wald. Neben den "Naturschutzgebiet"-Schildern, hinter denen teils hemmungslos gewütet wird, warte ich nur noch auf gewöhnliche Straßenschilder und vielleicht noch abgetrennte Radwege und Zebrastreifen. Für die wohl als verblödet angesehen Natur-Interessierten lässt man noch ein paar Baum-Reihen entlang der Straßen stehen, damits noch so ähnlich aussieht wie Wald, kommt man ein paar Meter vom Weg ab, findet man sich auf einem Schlachtfeld wieder. Nachhaltig werden dort nur die Beutel Einzelner gepflegt, aber das ist wohl auch nur so, wie in anderen Wirtschaftszweigen. Immerhin kann ich mir ein zynisches Lächeln abringen, wenn ich sehe, dass die Monokulturen von klein auf schon verdorren, verkrüppeln oder komplett von Pilzen befallen sind. Zum Glück kann man die Flächen ja auch landwirtschaftlich nutzen, es gibt ohnehin zu wenig Felder.
Mannomann Hagen, ein Thema, in dem man sich leicht verlieren kann. Eigentlich wollte ich nur das Feindbild "Entwässerungsgraben" anritzen, inzwischen, mich fuchsteufelswildgeschrieben, plädiere ich lieber für mein liebstes feindliches Bild: die grenzenlose Dummheit der Menschen. Aber wo soll man da bloß ansetzen? Und vor allem wie, wenn man Teil der großen Verdummung ist?
Aber wie der olle Albert hoffe ich, dass wenigstens das Universum endlich ist...

Ich befürchte zwar, das ist noch weiter OT als das ursprüngliche OT, mein Satiremodus war übrigens offline, egal, man möge es Sommerloch nennen und sich gegrüßt fühlen,
;) Klaas