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Steinpilze???

Anne, (vor 9200 Tagen)

Hallo zusammen :)
Wir haben heute eine große Menge Pilze gefunden, die verdammt nach Steinpilzen aussehen. Ich war schon beim NABU, wo aber niemand was wußte und beim Italiener um die Ecke, wo der Koch sie gleich kaufen wollte ;)
Nun habe ich noch mal unser Pilzbuch gewälzt, bin mir aber einfach nicht so ganz sicher...
Gibt es außer dem Gallenröhrling (den man ja angeblich über den bitteren
Geschmack sofort ausschließen kann) noch andere giftige Pilze, mit denen man den Steinpilz verwechseln kann??
Würde mich über ein paar Infos sehr freuen! Viele Grüße, Anne

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Re: Steinpilze???

Angela, (vor 9200 Tagen) @ Anne

Hau rein Anne!:-))) Der Gallenröhrling ist auch sehr selten soweit ich weiss - ich habe noch nie einen gefunden - und wenn der Italiener sie schon haben will! Frag noch den türken um ganz sicher zu gehen! Wo hast Du sie denn gefunden? Nein, nein, Du musst mir nicht den GENAUEN Standort verraten, nur die Region!

Guten Appetit
die neidische Angela

Hallo zusammen :)
Wir haben heute eine große Menge Pilze gefunden, die verdammt nach
Steinpilzen aussehen. Ich war schon beim NABU, wo aber niemand was wußte
und beim Italiener um die Ecke, wo der Koch sie gleich kaufen wollte ;)
Nun habe ich noch mal unser Pilzbuch gewälzt, bin mir aber einfach nicht so
ganz sicher...
Gibt es außer dem Gallenröhrling (den man ja angeblich über den bitteren
Geschmack sofort ausschließen kann) noch andere giftige Pilze, mit denen man
den Steinpilz verwechseln kann??
Würde mich über ein paar Infos sehr freuen! Viele Grüße, Anne

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Re: Steinpilze???

Anne, (vor 9200 Tagen) @ Angela

Hallo Angela,

Frag noch den Türken um ganz sicher zu gehen!

Kennen die sich mit Steinpilzen aus?? Haben hier aber leider eh keinen...

Wo hast Du sie denn gefunden?

Nordosten von Hamburg, unter Buchen am Rand einer Wiese, liegt ziemlich nah am Wasser, vermutlich mögen sie es feucht, oder?
(Jedenfalls wünschen sich hier im Forum ja immer alle Regen *g*).

Guten Appetit, die neidische Angela

Hihi, kannst gerne vorbeikommen, sind genug ;)

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Re: Steinpilze???

Angela, (vor 9200 Tagen) @ Anne

Würde ich ja gerne machen. Ist auch ne nette Ecke. Aber so während der Woche hätte mein Chef wahrscheinlich was dagegen. Pack mir doch ein Care-Paket.

Cheers
Angela

Hallo Angela,

Frag noch den Türken um ganz sicher zu gehen!

Kennen die sich mit Steinpilzen aus?? Haben hier aber leider eh keinen...

Wo hast Du sie denn gefunden?

Nordosten von Hamburg, unter Buchen am Rand einer Wiese, liegt ziemlich nah
am Wasser, vermutlich mögen sie es feucht, oder?
(Jedenfalls wünschen sich hier im Forum ja immer alle Regen *g*).

Guten Appetit, die neidische Angela

Hihi, kannst gerne vorbeikommen, sind genug ;)

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Re: Steinpilze???

Anne, (vor 9200 Tagen) @ Angela

Pack mir doch ein Care-Paket.

Na, ob die dann noch schmecken... ;)

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Re: Steinpilze???

Marcus B., (vor 9200 Tagen) @ Angela

Hau rein Anne!:-))) Der Gallenröhrling ist auch sehr selten soweit ich weiss
- ich habe noch nie einen gefunden - und wenn der Italiener sie schon
haben will! Frag noch den türken um ganz sicher zu gehen! Wo hast Du sie
denn gefunden? Nein, nein, Du musst mir nicht den GENAUEN Standort
verraten, nur die Region!
Guten Appetit
die neidische Angela

Hallo Angela

Wo suchst du eigentlich, das der Gallenröhrling bei dir selten ist. Bei mir ist er ein wahrer Massenpilz vor dem man sich im Sommer kaum retten kann.

Gruß

Marcus B.

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Re: Steinpilze???

Angela, (vor 9200 Tagen) @ Marcus B.

Wiesbaden und drum herum. Vielleicht bin ich aber auch mal wieder von Blindheit geschlagen.... Dafür konnte man letztes Jahr hier kaum laufen ohne auf Knollenblätterpilze zu treten. Und dies Jahr bisher absolut nix. Mini Ausgaben von Korallenpilzen.

Angela

Hallo Angela
Wo suchst du eigentlich, das der Gallenröhrling bei dir selten ist. Bei mir
ist er ein wahrer Massenpilz vor dem man sich im Sommer kaum retten kann.
Gruß
Marcus B.

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Re: Steinpilze???

Werner2, (vor 9200 Tagen) @ Angela

Hau rein Anne!:-))) Der Gallenröhrling ist auch sehr selten soweit ich weiss
- ich habe noch nie einen gefunden - und wenn der Italiener sie schon
haben will! Frag noch den türken um ganz sicher zu gehen! Wo hast Du sie
denn gefunden? Nein, nein, Du musst mir nicht den GENAUEN Standort
verraten, nur die Region!
Guten Appetit
die neidische Angela

Hallo Ihr verunsicherten Steinpilzsammler.
Ihr seid ja alle ganz schön mutig, von wegen "frag mal den Türken um die Ecke" oder den "Italiener" in der Kneipe. Nicht nur die Friedhöfe in Italien sondern auch in Osteuropa und bei uns sind voll solcher "Gutgläubigen" die vermeintliche Speisepilze vertrauensvoll vom Nachbarn, oder, auch nicht selten, vom Spaziergänger im Wald mit Tirolerhut und Dackel mal "im Vorbeigehen" nachbestimmen lassen. Bei den Röhrlingen mag das ja noch glimpflich ausgehen. Zum Champignonsammeln möchte ich euch aber nicht raten.
Pilze lässt man von Sachverständigen kontrollieren. Auskunft darüber gibt in der Regel das örtliche Gesundheitsamt oder die DGfM.
Gruß Werner2

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Re: Steinpilze???

Anne, (vor 9200 Tagen) @ Werner2

Hallo Werner,
ich habe mein Steinpilz-Mahl zum Glück gut überstanden.
Wir hatten natürlich auch überlegt, an wen man sich wenden kann, aber nur der NABU war so in der Nähe, daß wir es auf uns genommen haben, hinzufahren. Zum Gesundheitsamt wären es gut 45 min gewesen, das war mir selbst ein Steinpilzessen nicht wert. Und was ist der/die/das DGfM?

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Re: Steinpilze???

Werner2, (vor 9200 Tagen) @ Anne

Hallo Werner,
ich habe mein Steinpilz-Mahl zum Glück gut überstanden.
Wir hatten natürlich auch überlegt, an wen man sich wenden kann, aber nur der
NABU war so in der Nähe, daß wir es auf uns genommen haben, hinzufahren.
Zum Gesundheitsamt wären es gut 45 min gewesen, das war mir selbst ein
Steinpilzessen nicht wert. Und was ist der/die/das DGfM?

Hallo Anne, die DGfM ist die Deutsche Gesellschaft für Mykologie. Sie hat im Internet eine eigene Homepage, wo Du dich über die Aufgaben, die Kontakte usw. informieren kannst. Darunter gibt es auch einen Bereich der heisst: Arbeitskreise, Vereine, Institutionen usw.
Dort findest Du Vereine, Adressen, Kontakte. Vielleicht ist ja einer direkt in Deiner Nähe wo Du wohnst. Überall in der BRD gibt es geprüfte Berater der DGfM die kostenlos Dein Sammelgut überprüfen und Dir Hinweise zum Sammeln geben usw.
Wenn Du garnichts findest auf dieser Homepage, dann mail mich nochmal an.
Vielleicht finde ich für Dich einen Kontakt in Deiner Nähe.
Gruß Werner2 - DGfM-Referent.

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Aber es geht hier nicht um Agaricus oder ähnlich.. *oT*

Angela, (vor 9199 Tagen) @ Werner2

- kein Text -

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Re: Steinpilze???

Marcus B., (vor 9199 Tagen) @ Werner2

Hallo Ihr verunsicherten Steinpilzsammler.
Ihr seid ja alle ganz schön mutig, von wegen "frag mal den Türken um die
Ecke" oder den "Italiener" in der Kneipe. Nicht nur die
Friedhöfe in Italien sondern auch in Osteuropa und bei uns sind voll
solcher "Gutgläubigen" die vermeintliche Speisepilze
vertrauensvoll vom Nachbarn, oder, auch nicht selten, vom Spaziergänger im
Wald mit Tirolerhut und Dackel mal "im Vorbeigehen"
nachbestimmen lassen. Bei den Röhrlingen mag das ja noch glimpflich
ausgehen. Zum Champignonsammeln möchte ich euch aber nicht raten.
Pilze lässt man von Sachverständigen kontrollieren. Auskunft darüber gibt in
der Regel das örtliche Gesundheitsamt oder die DGfM.
Gruß Werner2

Hallo Werner2

Es kann ja sein das (auch durch deine Mitarbeit) Südhessen über ein dichtes Netz an Beratungsstellen verfügt und somit (aus meiner Sicht) fast schon als Paradies für unerfahrene Pilzsammler gelten kann. Jedoch kann man das von Thüringen gar nicht behaupten, da es die Wiedervereinigung dort fertig brachte von 1100 Beratungsstellen (1989) gerade mal noch 70 übrig zu lassen. In der Praxis heißt das, das man von meinem Suchgebiet über 20 km weit fahren muß, um auf einen Pilzberater zu treffen, wobei noch nicht mal sicher ist ob dieser überhaupt dann Zeit hat sich um den Sammler zu kümmern. Ich erkundigte mich deshalb extra noch mal bei der Tham (Thüringer Arbeitsgemeinschaft Mykologie) und erfuhr das man dort keinen Pilzberater für Zeulenroda und Umgebung kennt, sondern erst in 15-25 km Entfernung (Reudnitz, Triptis, Schleiz bzw. Plauen) Namen nennen konnte. (Vielleicht kennt Gottfried noch jemanden, angeblich soll Pausa noch eine Sachverständige haben, aber das ist nicht sicher)

Glaubst du wirklich, Werner, das jemand diese Strecke, für die Überprüfung seiner Pilze zurücklegt oder ist es nicht wahrscheinlicher das er seine Funde (vor allem wenn er überzeugt ist das sie gut sind)einfach mit Hause nimmt und ißt? Mit allen möglichen Konsequenzen.

Zudem meine das du mit deiner Aussage alle Pilzsucher in einen Topf wirfst, gute und schlechte (mich inklusive). Nur zu deiner Information: ich trage weder einen Tirolerhut, noch habe ich einen Dackel (sondern 3 Katzen) und wenn ich keine Ahnung von Pilzen hätte - wie du es scheinbar allen Leuten unterstellst, die im Wald Pilze suchen und von anderen wegen ihnen unbekannter Arten gefragt werden - wäre erstens nicht auf dieser Seite und zweitens vielleicht schon tot, denn esse auch Perlpilze, Champignons und Graue Wulstlinge (den die "Experten" der DGfM ja angeblich gar nicht mehr als Speisepilz zulassen), war bei mir sonst fast niemand tut. Stattdessen mußte ich Leuten die mich fragten, die Unterschiede zwischen Perlpilzen und Waldchampignons erklären, sowie ihnen klarmachen das man Samtfußkremplinge - ihnen unbekannte Pilze, die sie von oben für Maronen hielten (eigentlich auch logisch) - besser nicht ist, da sie (zumindestens hier im Osten) als ungenießbar (bzw. selten auch als geringwertig) gelten und die Unterschiede zwischen . Außerdem würde ich niemals Pilze bestimmen, die ich selbst nicht kenne, sondern den Leuten dringend raten sie stehen zu lassen, da ich sie selbst nicht kenne und die Art womöglich giftig sein könnte. Zudem: Was soll ich einem fragenden, deiner Meinung nach antworten, ihn etwa barsch mit der Floskel "Bitte suchen sie sich einen Pilzberater, kaufen sich ein Pilzbuch oder rufen sie den Giftnotruf an" abservieren? Auch wenn es dir nicht gefällt, es ist nun mal so das wenn die Leute sich durch Bücher nicht mehr zu helfen wissen und keinen Pilzberater kennen (auch weil es wie hier in der Nähe keinen gibt), entweder die Pilze stehenlassen oder einen anderen Sammler fragen (wobei es natürlich auch viele ebenfalls ahnungslose gibt).
Das ist jedenfalls meine Meinung und ich stehe zu ihr auch wenn du mich jetzt vielleicht innerlich am liebsten in der Luft zerreißen würdest und mich vielleicht als verantwortungslos und leichtsinnig bezeichnen wirst.

Gruß

Marcus B. (der dieses Jahr eigentlich die Pilzsachverständigenprüfung ablegen will, aber dazu ein anderes Mal mehr)

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Gut gebrüllt, Marcus!

Martl, (vor 9199 Tagen) @ Marcus B.

:-)

Ich bin ganz Deiner Meinung!

Ciao,
Martl

Hallo Werner2
Es kann ja sein das (auch durch deine Mitarbeit) Südhessen über ein dichtes
Netz an Beratungsstellen verfügt und somit (aus meiner Sicht) fast schon
als Paradies für unerfahrene Pilzsammler gelten kann. Jedoch kann man das
von Thüringen gar nicht behaupten, da es die Wiedervereinigung dort fertig
brachte von 1100 Beratungsstellen (1989) gerade mal noch 70 übrig zu
lassen. In der Praxis heißt das, das man von meinem Suchgebiet über 20 km
weit fahren muß, um auf einen Pilzberater zu treffen, wobei noch nicht mal
sicher ist ob dieser überhaupt dann Zeit hat sich um den Sammler zu
kümmern. Ich erkundigte mich deshalb extra noch mal bei der Tham
(Thüringer Arbeitsgemeinschaft Mykologie) und erfuhr das man dort keinen
Pilzberater für Zeulenroda und Umgebung kennt, sondern erst in 15-25 km
Entfernung (Reudnitz, Triptis, Schleiz bzw. Plauen) Namen nennen konnte.
(Vielleicht kennt Gottfried noch jemanden, angeblich soll Pausa noch eine
Sachverständige haben, aber das ist nicht sicher)
Glaubst du wirklich, Werner, das jemand diese Strecke, für die Überprüfung
seiner Pilze zurücklegt oder ist es nicht wahrscheinlicher das er seine
Funde (vor allem wenn er überzeugt ist das sie gut sind)einfach mit Hause
nimmt und ißt? Mit allen möglichen Konsequenzen.
Zudem meine das du mit deiner Aussage alle Pilzsucher in einen Topf wirfst,
gute und schlechte (mich inklusive). Nur zu deiner Information: ich trage
weder einen Tirolerhut, noch habe ich einen Dackel (sondern 3 Katzen) und
wenn ich keine Ahnung von Pilzen hätte - wie du es scheinbar allen Leuten
unterstellst, die im Wald Pilze suchen und von anderen wegen ihnen
unbekannter Arten gefragt werden - wäre erstens nicht auf dieser Seite und
zweitens vielleicht schon tot, denn esse auch Perlpilze, Champignons und
Graue Wulstlinge (den die "Experten" der DGfM ja angeblich gar
nicht mehr als Speisepilz zulassen), war bei mir sonst fast niemand tut.
Stattdessen mußte ich Leuten die mich fragten, die Unterschiede zwischen
Perlpilzen und Waldchampignons erklären, sowie ihnen klarmachen das man
Samtfußkremplinge - ihnen unbekannte Pilze, die sie von oben für Maronen
hielten (eigentlich auch logisch) - besser nicht ist, da sie (zumindestens
hier im Osten) als ungenießbar (bzw. selten auch als geringwertig) gelten
und die Unterschiede zwischen . Außerdem würde ich niemals Pilze
bestimmen, die ich selbst nicht kenne, sondern den Leuten dringend raten
sie stehen zu lassen, da ich sie selbst nicht kenne und die Art womöglich
giftig sein könnte. Zudem: Was soll ich einem fragenden, deiner Meinung
nach antworten, ihn etwa barsch mit der Floskel "Bitte suchen sie
sich einen Pilzberater, kaufen sich ein Pilzbuch oder rufen sie den
Giftnotruf an" abservieren? Auch wenn es dir nicht gefällt, es ist
nun mal so das wenn die Leute sich durch Bücher nicht mehr zu helfen
wissen und keinen Pilzberater kennen (auch weil es wie hier in der Nähe
keinen gibt), entweder die Pilze stehenlassen oder einen anderen Sammler
fragen (wobei es natürlich auch viele ebenfalls ahnungslose gibt).
Das ist jedenfalls meine Meinung und ich stehe zu ihr auch wenn du mich jetzt
vielleicht innerlich am liebsten in der Luft zerreißen würdest und mich
vielleicht als verantwortungslos und leichtsinnig bezeichnen wirst.
Gruß
Marcus B. (der dieses Jahr eigentlich die Pilzsachverständigenprüfung ablegen
will, aber dazu ein anderes Mal mehr)

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Re: Gut gebrüllt, Marcus!

Moise, (vor 9198 Tagen) @ Martl

Ich bin ganz Deiner Meinung!
Ciao,
Martl

ebenfalls! Dazufügen möchte ich noch, daß, zumindest bei uns, die Pilzberater in den (größten) Städten sitzen, also möglichst weit von den Pilzen entfernt, und von Mo.-Fr. tagsüber tätig sind, also zu den häufigsten Pilzsuchzeiten (Wochenende, abends) garnicht zur Verfügung stehen. Jaja, grau ist alle Theorie!
Gruß, Moise

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Re: Steinpilze???

Werner2, (vor 9197 Tagen) @ Marcus B.

Hallo Marcus B.

ich zerreisse grundsätzlich niemand für seine Meinung in der Luft und ich stimme Dir zumindest in dem Punkt zu, dass man das, was man nicht absolut sicher kennt, stehen lassen und niemals essen soll. Das dürfte eine undiskutable Selbstverständlichkeit sein.

Aber ansonsten können Deine pauschalen Feststellungen und deine Kritik zu meinen recht knappen Bemerkungen bezüglich einer absolut "fahrlässigen Empfehlung", welche ja unverständlicherweise noch den Applaus zweier weiterer Pilzfreunde bekommen hat, nicht unwidersprochen bleiben.

1. Pilze sammeln und Brombeerpflücken sind zwei sehr unterschiedliche Dinge.
Ich hoffe da sind wir einer Meinung. Und auch wer einen Steinpilz nicht sicher kennt, soll sich diesen nicht beim Italiener oder beim Türken um die Ecke nachbestimmen lassen. Auch die fahrlässige Vergiftung mit einem Röhrling erfüllt den Tatbestand einer fahrlässigen Körperverletzung, wenn der "Kenner" sich geirrt hat.

2. Wie viele Pilzberatungsstellen es bei euch gibt ist mir nicht bekannt, und es ist mir auch nicht möglich abzuschätzen, wie weit man in Deiner Region zu einem Kenner fährt. Dieses Problem gibt es überall, auch in Südhessen und auch ich muss mir nicht selten am Telefon Vorwürfe von Pilzsammlern anhören, dass sie nun ja leider ihre gesammelten Pilze wegwerfen müssen, da sie 1/2 Stunde zur Pilzberatung Frankfurt fahren müssen, oder dass an dem Tag, an dem sie gesammelt haben, die Beratungsstelle leider einmal nicht geöffnet ist.
Tja das ist dann Pech, und wenn dann trotzdem das Gesammelte gegessen wird,
bin ich immer wieder sprachlos. Aber dass gibt es eben auch bei uns.
Für so einen Unfug habe ich aber kein Verständnis und werde es auch nie haben.

Wer Pilze nicht kennt, soll sie nicht sammeln. Wer Pilze sammeln will, soll sich vorher sachkundig machen. Aufgabe von Pilzberatung ist auch nicht, den Mist
auseinander zu sortieren, den absolut unkundige Amateure in unseren ohnehin geschädigten Wäldern zusammengefrevelt haben, sondern vermeintliche, in guter Absicht und Kenntnis gesammelte Speisepilze zu kontrollieren.
Wer ersthaftes Interesse, ernsthaftes wohlgemeint, an der Bestimmung und Kontrolle von Speisepilzen hat, wird seine Ansprechpartner finden, wenn auch nicht überall, dass muss ich einräumen. Manchmal ist es wirklich etwas mühevoll.

3. und zum Abschluß noch ein paar Bemerkungen zu den selbsternannten "Amateurkennern". Du kannst mir eines glauben, ich bin lange genug in dem Geschäft, um zu wissen von was ich rede. Ich mache seit 30 Jahren (in Worten dreißig) in Sachen Pilze und seit 25 Jahren Pilzberatung, Lehrgänge, Führungen, Ausstellungen usw. Ich sitzte jedes Jahr 4 -5 x nachts am Mikroskop, um aus dem Erbrochenen von Krankenhauspatienten oder Putzresten herauszufinden, was es gewesen ist und was das arme Schwein in die Klinik gebracht hat.
Wer schon mal abends dann in so einem Krankenhaus neben dem Bett eines Kindes und seine Eltern gesessen hat, welche sich die Seele aus dem Leib kotzten oder wo ein Kind schreiend den Magen ausgepumpt bekam, weil irgend ein Idiot im Wald (mit Dackel und Tirolerhut !!) sich als Amateurförster und Pilzkenner aufspielte, was die Eltern leider autoritätshörig akzeptierten, der wird keinem, wirklich keinem mehr empfehlen, dass er sich "Unbekannten", ich sage ausdrücklich "Unbekannten", und dazu zählt auch der Türke um die Ecke und der Italiener in der Kneipe,in so einer heiklen Frage wie "Pilzbestimmung"
anvertraut, und damit die Gesundheit von sich, und seiner "Mitesser" aufs Spiel setzt.
So, und nicht anders war meine Bemerkung gemeint.

In diesem Sinne
Werner2

Hallo Werner2

Es kann ja sein das (auch durch deine Mitarbeit) Südhessen über ein dichtes
Netz an Beratungsstellen verfügt und somit (aus meiner Sicht) fast schon
als Paradies für unerfahrene Pilzsammler gelten kann. Jedoch kann man das
von Thüringen gar nicht behaupten, da es die Wiedervereinigung dort fertig
brachte von 1100 Beratungsstellen (1989) gerade mal noch 70 übrig zu
lassen. In der Praxis heißt das, das man von meinem Suchgebiet über 20 km
weit fahren muß, um auf einen Pilzberater zu treffen, wobei noch nicht mal
sicher ist ob dieser überhaupt dann Zeit hat sich um den Sammler zu
kümmern. Ich erkundigte mich deshalb extra noch mal bei der Tham
(Thüringer Arbeitsgemeinschaft Mykologie) und erfuhr das man dort keinen
Pilzberater für Zeulenroda und Umgebung kennt, sondern erst in 15-25 km
Entfernung (Reudnitz, Triptis, Schleiz bzw. Plauen) Namen nennen konnte.
(Vielleicht kennt Gottfried noch jemanden, angeblich soll Pausa noch eine
Sachverständige haben, aber das ist nicht sicher)
Glaubst du wirklich, Werner, das jemand diese Strecke, für die Überprüfung
seiner Pilze zurücklegt oder ist es nicht wahrscheinlicher das er seine
Funde (vor allem wenn er überzeugt ist das sie gut sind)einfach mit Hause
nimmt und ißt? Mit allen möglichen Konsequenzen.
Zudem meine das du mit deiner Aussage alle Pilzsucher in einen Topf wirfst,
gute und schlechte (mich inklusive). Nur zu deiner Information: ich trage
weder einen Tirolerhut, noch habe ich einen Dackel (sondern 3 Katzen) und
wenn ich keine Ahnung von Pilzen hätte - wie du es scheinbar allen Leuten
unterstellst, die im Wald Pilze suchen und von anderen wegen ihnen
unbekannter Arten gefragt werden - wäre erstens nicht auf dieser Seite und
zweitens vielleicht schon tot, denn esse auch Perlpilze, Champignons und
Graue Wulstlinge (den die "Experten" der DGfM ja angeblich gar
nicht mehr als Speisepilz zulassen), war bei mir sonst fast niemand tut.
Stattdessen mußte ich Leuten die mich fragten, die Unterschiede zwischen
Perlpilzen und Waldchampignons erklären, sowie ihnen klarmachen das man
Samtfußkremplinge - ihnen unbekannte Pilze, die sie von oben für Maronen
hielten (eigentlich auch logisch) - besser nicht ist, da sie (zumindestens
hier im Osten) als ungenießbar (bzw. selten auch als geringwertig) gelten
und die Unterschiede zwischen . Außerdem würde ich niemals Pilze
bestimmen, die ich selbst nicht kenne, sondern den Leuten dringend raten
sie stehen zu lassen, da ich sie selbst nicht kenne und die Art womöglich
giftig sein könnte. Zudem: Was soll ich einem fragenden, deiner Meinung
nach antworten, ihn etwa barsch mit der Floskel "Bitte suchen sie
sich einen Pilzberater, kaufen sich ein Pilzbuch oder rufen sie den
Giftnotruf an" abservieren? Auch wenn es dir nicht gefällt, es ist
nun mal so das wenn die Leute sich durch Bücher nicht mehr zu helfen
wissen und keinen Pilzberater kennen (auch weil es wie hier in der Nähe
keinen gibt), entweder die Pilze stehenlassen oder einen anderen Sammler
fragen (wobei es natürlich auch viele ebenfalls ahnungslose gibt).
Das ist jedenfalls meine Meinung und ich stehe zu ihr auch wenn du mich jetzt
vielleicht innerlich am liebsten in der Luft zerreißen würdest und mich
vielleicht als verantwortungslos und leichtsinnig bezeichnen wirst.
Gruß
Marcus B. (der dieses Jahr eigentlich die Pilzsachverständigenprüfung ablegen
will, aber dazu ein anderes Mal mehr)

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Re: Steinpilze???

Marcus B., (vor 9196 Tagen) @ Werner2

Hallo Werner2

Ich glaube hier liegt ein Missverständnis vor: Ich wußte nicht das die Sache mit dem "Amateurförster" eine wahre Geschichte ist, sondern ich dachte, du würdest damit den "typischen" Pilzsammler meinen, den du damit kritisierst. Deshalb schrieb ich den vorigen Beitrag um mich gegen eine Pauschalisierung zu wehren. Um es gleich zu sagen, ich bin deiner Meinung, das Angela ihre Pilze lieber von einem Pilzsachverständigen als vom Nachbar um die Ecke bestimmen lässt und ich verstehe nach deiner Schilderung auch warum du Laien als Bestimmer ablehnst. Jedoch lasse ich mich nicht mit Leuten wie dem "Idioten" aus deinem Fall auf eine Stufe stellen. Ich meine das man auch hier differenzieren muss zwischen Leuten die Ahnung von Pilzen haben, obwohl sie (noch) keine Pilzberater sind und Leuten die glauben etwas von Pilzen zu verstehen und es Wahrheit nicht tun. Diese Letzteren sind aus meiner Sicht wirklich gefährlich. Ob jemand etwas von Pilzen versteht, kann man natürlich nicht von außen erkennen, doch meine ich auch, das JEDER SELBST wissen muss, ob er die von Fremden bestimmten Pilze isst oder nicht. Dies gilt auch bei der Bestimmung durch Pilzberater, denn auch sie können sich mal irren und das obwohl sie auf dem Gebiet der Mykologie Experten sind.

Weiterhin verstehe ich nicht wie du einerseits fordern kannst Pilze nur bei geprüften Sachverständigen und es andererseits hinnimmst das Beratungsstellen an einigen Tagen geschlossen sind, während dadurch Sammler im Unklaren gelassen werden. Wäre es nicht besser zumindest in größeren (oder Kreis-) Städten eine täglich geöffnete Beratungsstelle zu haben, wohin sich unkundige Sammler wenden können, um eben Selbstversuche zu vermeiden? (wobei es immer einige leichtsinnige "Versuchskaninchen geben wird; z. T. entstehen solche Experimente wohl aber auch deshalb, weil die Leute fest glauben das der Pilz eßbar ist und keine Beratungsstelle in der Nähe bzw. geschlossen ist, wo man sie aufklärt, diese Leute werden dann im Zweifel wohl eher sich selbst vertrauen als auf Nummer sicher zu gehen und es zu lassen; dieses "Pech" (der fehlenden Beratungsstelle) wie du es nennst, kann dann u. U. schreckliche Folgen haben)

Um zum Schluß zu kommen: Ich hoffe du hast mit dem "Amateurkenner" nicht mich persönlich gemeint, denn hätte ich wirklich gar keine Ahnung von Pilzen wäre nicht in diesem Forum (bzw. vielleicht schon tot) und ich hätte mich niemals zu einer Pilzsachverständigenprüfung in diesem Jahr angemeldet.

Gruß

Marcus B.

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Re: Steinpilze???

rich-schwaben, (vor 9200 Tagen) @ Anne

Hallo Anne,

gefährlich ist noch der satanspilz. der hat jedoch einen rötlichen stiel und färbt sich bläulich. der gallenröhrling kommt in unsserer region sehr oft vor!
machs gut!
richard

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Re: Steinpilze???

Anne, (vor 9200 Tagen) @ Anne

So, die Dinger sind nun in der Pfanne.
Leider sind nach dem putzen von den ehemals gut 1000g nurnoch 600g übrig geblieben, irgendwelche Würmer/Maden oder sontwas für kleine weiße Dinger hatten sich in einigen Pilzen schon an die Arbeit gemacht.
Falls ich mich heute Abend nicht mehr melde, dann hats mich dahin gerafft *g*
Danke für Eure Tips! Anne