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Ungarn (46°25'37.35"N - 18°23'41.00"E) *PIC*

Wolfgang Barina ⌂, (vor 6045 Tagen)

Einen schönen Sonntag wünsche ich!
Ich melde mich mal wieder aus Südwestungarn, wo wir relativ häufig sind.
Unsere Ortskenntnisse sind zwar ganz gut, aber wir haben überhaupt noch kein Gefühl wie es hier mit Pilzen steht. Völlig anderes Gelände, meist lehmiger Boden, andere Bäume, meist jüngere Akazien, viel Nussbäume, wenn Eichen, dann Monokultur und eher jung. Kaum Buchen oder Nadelhölzer, oft auch mehr buschige Gehölze als "richtige" Wälder, überall Holunder-, Weissdorn- und Brombeerengestrüppe.
Wie auch immer: gelegentlich stehen im Spätsommer in den Eichen vereinzelt Pfifferlinge, auf dem vergrasten Friedhof gibts schöne Parasole, auf unserem Grundstück mit gemähtem Rasen gibts jetzt schon Faltentintlinge. In einam Jahr gab es eine Meute Karbolegerlinge, letztes Jahr Mengen von Schopftintlingen.
Und immer mal wieder klopft ein waldschratiger Einheimischer an die Tür und hält eine Plastiktüte hin und fragt, ob wir was kaufen wollen.
Gestern war in der Tüte das was hier auf dem Foto zu sehen. Schlagt mich nicht, man hätte vielleicht ein paar davon noch etwas oder überhaupt stehen lassen können, aber wir haben zugeschlagen. Genau wie vor zwei Jahren bei einem (großen!) Rucksack voll Herbsttrompeten. Unser "Lieferant" ist zwar sehr verarmt und bedürftig, will aber seine Fundstellen nicht preisgeben. Auf entsprechende Fragen zeigt er immer mit kreisenden Armbewegungen in eine eher unbestimmte Richtung.
In diesem Sinne beste Grüße
Wolfgang Barina

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auf nach südwestungarn ! *oT*

schdaipilz, (vor 6045 Tagen) @ Wolfgang Barina

- kein Text -

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Re: Ungarn (46°25'37.35"N - 18°23'41.00"E)

Gerald, (vor 6045 Tagen) @ Wolfgang Barina

Einen schönen Sonntag wünsche ich!
Ich melde mich mal wieder aus Südwestungarn, wo wir relativ häufig sind.
Unsere Ortskenntnisse sind zwar ganz gut, aber wir haben überhaupt noch kein
Gefühl wie es hier mit Pilzen steht. Völlig anderes Gelände, meist
lehmiger Boden, andere Bäume, meist jüngere Akazien, viel Nussbäume, wenn
Eichen, dann Monokultur und eher jung. Kaum Buchen oder Nadelhölzer, oft
auch mehr buschige Gehölze als "richtige" Wälder, überall
Holunder-, Weissdorn- und Brombeerengestrüppe.
Wie auch immer: gelegentlich stehen im Spätsommer in den Eichen vereinzelt
Pfifferlinge, auf dem vergrasten Friedhof gibts schöne Parasole, auf
unserem Grundstück mit gemähtem Rasen gibts jetzt schon Faltentintlinge.
In einam Jahr gab es eine Meute Karbolegerlinge, letztes Jahr Mengen von
Schopftintlingen.
Und immer mal wieder klopft ein waldschratiger Einheimischer an die Tür und
hält eine Plastiktüte hin und fragt, ob wir was kaufen wollen.
Gestern war in der Tüte das was hier auf dem Foto zu sehen. Schlagt mich
nicht, man hätte vielleicht ein paar davon noch etwas oder überhaupt
stehen lassen können, aber wir haben zugeschlagen. Genau wie vor zwei
Jahren bei einem (großen!) Rucksack voll Herbsttrompeten. Unser
"Lieferant" ist zwar sehr verarmt und bedürftig, will aber seine
Fundstellen nicht preisgeben. Auf entsprechende Fragen zeigt er immer mit
kreisenden Armbewegungen in eine eher unbestimmte Richtung.
In diesem Sinne beste Grüße
Wolfgang Barina

Hallo Wolfgang,
das ist ja praktisch wenn die Morcheln bis an die Haustür geliefert werden.
Die sehen übrigens wie Rimumos aus die nach Trockenheit Regen abbekommen haben.
Viele Grüße nach Ungarn
Gerald

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Re: Ungarn (46°25'37.35"N - 18°23'41.00"E)

Rudi, (vor 6045 Tagen) @ Gerald

Hallo Wolfgang und Gerald,

Die sehen übrigens wie Rimumos aus die nach Trockenheit Regen abbekommen
haben.

Ich glaube da eher an Morchella steppicola!

LG Rudi

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Morchella steppicola

Thüringer-Holz, (vor 6045 Tagen) @ Rudi

Hallo Wolfgang und Gerald,
Ich glaube da eher an Morchella steppicola!
LG Rudi

Jep Rudi,
das ist sie!
Erinnerd mich daran das ich am Samstag mal zur heimischen Stelle sollte!
LG Felix

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Re: Ungarn (46°25'37.35"N - 18°23'41.00"E)

Pilzmann, (vor 6045 Tagen) @ Wolfgang Barina

Hallo Wolfgang,

vielleicht geht ja das "schlagt mich nicht" auf meinen kürzlichen Beitrag zum "Raubbau" zurück? Von den dir angebotenen Fruchtkörpern hättest du keine stehen lassen können. Die waren ja fremd gepflückt. Ganz subjektiv halte ich mir zugute, nicht völlig weltfremd zu sein. Mit einer ökologischen Belehrung deines Gegenübers hättest du dir vermutlich nur ein paar große, unverständige Augen eingehandelt. Wenn dein Lieferant aus sozialer Not alles eingesackt hat, was er hat finden können, wage ich es selbstverständlich nicht, den ersten Stein zu werfen. Auch alle weiteren werde ich mir sowohl für den Verkäufer als auch für den Käufer versagen! Ich hoffe, es hat dir geschmeckt!

Mit liebem Gruß, Peter!

Einen schönen Sonntag wünsche ich!
Ich melde mich mal wieder aus Südwestungarn, wo wir relativ häufig sind.
Unsere Ortskenntnisse sind zwar ganz gut, aber wir haben überhaupt noch kein
Gefühl wie es hier mit Pilzen steht. Völlig anderes Gelände, meist
lehmiger Boden, andere Bäume, meist jüngere Akazien, viel Nussbäume, wenn
Eichen, dann Monokultur und eher jung. Kaum Buchen oder Nadelhölzer, oft
auch mehr buschige Gehölze als "richtige" Wälder, überall
Holunder-, Weissdorn- und Brombeerengestrüppe.
Wie auch immer: gelegentlich stehen im Spätsommer in den Eichen vereinzelt
Pfifferlinge, auf dem vergrasten Friedhof gibts schöne Parasole, auf
unserem Grundstück mit gemähtem Rasen gibts jetzt schon Faltentintlinge.
In einam Jahr gab es eine Meute Karbolegerlinge, letztes Jahr Mengen von
Schopftintlingen.
Und immer mal wieder klopft ein waldschratiger Einheimischer an die Tür und
hält eine Plastiktüte hin und fragt, ob wir was kaufen wollen.
Gestern war in der Tüte das was hier auf dem Foto zu sehen. Schlagt mich
nicht, man hätte vielleicht ein paar davon noch etwas oder überhaupt
stehen lassen können, aber wir haben zugeschlagen. Genau wie vor zwei
Jahren bei einem (großen!) Rucksack voll Herbsttrompeten. Unser
"Lieferant" ist zwar sehr verarmt und bedürftig, will aber seine
Fundstellen nicht preisgeben. Auf entsprechende Fragen zeigt er immer mit
kreisenden Armbewegungen in eine eher unbestimmte Richtung.
In diesem Sinne beste Grüße
Wolfgang Barina

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Raubbau und Mundraub

Wolfgang Barina ⌂, (vor 6045 Tagen) @ Pilzmann

Hallo Wolfgang,
vielleicht geht ja das "schlagt mich nicht" auf meinen kürzlichen
Beitrag zum "Raubbau" zurück? Von den dir angebotenen
Fruchtkörpern hättest du keine stehen lassen können. Die waren ja fremd
gepflückt. Ganz subjektiv halte ich mir zugute, nicht völlig weltfremd zu
sein. Mit einer ökologischen Belehrung deines Gegenübers hättest du dir
vermutlich nur ein paar große, unverständige Augen eingehandelt. Wenn dein
Lieferant aus sozialer Not alles eingesackt hat, was er hat finden können,
wage ich es selbstverständlich nicht, den ersten Stein zu werfen. Auch
alle weiteren werde ich mir sowohl für den Verkäufer als auch für den
Käufer versagen! Ich hoffe, es hat dir geschmeckt!
Mit liebem Gruß, Peter!

Hallo Petzer,
ja, sie haben ganz wunderbar geschmeckt, schlicht in Butter zu einem kleinen Schweinsbraten, den wir sowieso hatten.
Zum anderen Thema: unser "Lieferant" ist praktisch gerichtlich anerkannter Mundräuber. Die Gegend hier ist obwohl vermeintlich mitten in der EU bitterarm, die meisten im Dorf leben von einer äußerst knappen Sozialhilfe oder gemeinnützigen Gelegenheitsarbeiten. Wer dabei nicht mit der Zeit seine Würde und Selbstachtung komplett verliert (und oft zahnlos ins Alkohol-Koma verfällt), hat noch selbst ein paar Hasen oder Hühner oder sucht sich was in Wald und Feld zusammen, einschliesslich Wilderei, um es sehr deutlich zu sagen. Ab und zu gibt es Anzeigen oder wird einer erwischt. Ein Kleinstadtgericht hat nach unserem Wissen nur einmal jemand tatsächlich schuldig verurteilt, weil er 1 kg Hirschfleich gegen Geld verkauft hat. Seinen Kumpel haben sie freigesprochen, weil sie einen Verkauf nicht nachweisen konnten und von Mundraub bzw. existentieller Not ausgegangen sind.
Ja, so ist das hier und ab und zu müssen wir uns bei einschlägigen Angeboten an der Tür zwischen unserem Gewissen, dem Artenschutz und den Nöten armer Nachbarn entscheiden. Das wird sich auf absehbare Zeit auch durch die gestern neu gewählte Regierung nicht ändern, aber das ist ein (ganz unerfreuliches) anderes Thema.
Beste Grüße, Wolfgang