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Unsere Funde an Fronleichnam *PIC*

Pfalz-Pilz, (vor 5994 Tagen)

Hallo Forum

Wegen dem Feiertag in Rheinland-Pfalz musste Joschi eine Schaffenspause einlegen und wir konnten mal wieder zusammen losziehen. Unter seiner Führung trieben wir uns fast 4 Stunden und etwa 10 km im östlichen Staatswald von Kaiserslautern rum und haben auch einiges Neues für uns entdeckt.
Das erste Objekt war ein Nadelholz-Braunporling (Phaeolus spadiceus). Dessen Name fand ich aber erst nach Durchsicht von Großpilze Ba-Wü. Mein Anfangsverdacht war Zottiger Schillerporling wegen dem bernsteinfarbenen Tropfen an der Bruchstelle und seiner Weichfleischigkeit (beschrieben im E.Gerhardt)
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Auf der gesamten Tour konnte ich alle Entwicklungsstadien des Blut-Milchpilzes, den ich erst kürzlich kennen lernte, beobachten. Hier ein Bild, wie er kräftig aussport.
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Hier ist er im Hintergrund noch mal zu erkennen. Aus den kleinen schwarzen Kugeln im Vordergrund können wir uns aber beide keinen Reim draus machen. Wer kann hier ein paar klärende Worte dazu sagen.
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Dann mitten auf dem Weg eine düstere Erscheinung. Die Grubenlorchel (Helvella lacunosa) war für Joschi ein Erstfund und für mich ein Zweitfund.
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Zu dieser stahlgrauen Erscheinung haben wir beide keinen blassen Schimmer wie sie heißen könnte.
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Auf einem liegenden Ast im Laub dieser etwas klein geratene Schuppige Porling. Anfänglich irritierte uns beide der kleine Wuchs und die dunkle Stielbasis. Erst die Vermessung der Sporen mit ca. 12-13,5 x 5 mü brachte Klarheit.
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Dieser hier führte uns wegen dem fast nicht vorhandenem Stiel auf eine falsche Spur. Nach Vermessen der Sporen war es aber auch ein noch kleinerer Schuppige Porling.
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Beide Pilze für uns jetzt leider nichts Neues.

Dann diese dralle Schönheit, ein Schönfuß-Röhrling (Boletus calopus). Dieser ist mir schon häufig begegnet, aber noch nie in dieser wuchtigen und kompakten Form.
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Mein krönender Abschluß war dann dieser Aschenbecher im Laub am Wegesrand, eine Hochgerippte Lorchel (Helvella acetabulum). Für mich ein Erstfund, jedoch habe ich vor einigen Tagen für Joschi eine Sporenvermessung an einem Exemplar zur Identifizierung vorgenommen.
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Unweit davon fanden wir noch eine größere Anzahl Rippenstielige Lorcheln, die wir aber beide schon kürzlich gepostet hatten. Joschi freute sich außerdem noch über gefundene Schwarzweise Lorcheln. Vielleicht zeigt er sie noch.

Eine größere Ansammlung von Stockschwämmchen waren auch schon sichtbar und wir unsicher in der Bestimmung. Aber Dank Gelbfieber konnten wir durch ihr früheres posting Klarheit schaffen.

Die Pfifferlinge sind im kommen. Wenn das warme Wetter bleibt, weis ich schon was irgendwann nächste Woche auf den Tisch kommt. Wenn nur die elendige Putzerei nicht wäre. Meine Köchin sträubt sich da immer.

Es war für mich ein vergnüglicher und auch erfolgreicher Vormittag.

Grüße aus dem sich langsam füllenden Pfälzerwald
Dieter

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Re: Unsere Funde an Fronleichnam

phragmobasidie, (vor 5994 Tagen) @ Pfalz-Pilz

Hallo Dieter,

Zu dieser stahlgrauen Erscheinung haben wir beide keinen blassen Schimmer wie
sie heißen könnte.

das Graue mit dem weißen Rand ist das Konidienstadium vom Brandkrustenpilz Ustulina deusta / Hypoxylon deustum.
Ein bißchen schwarze Hauptfruchtform ist auch zu sehen.

schöne Grüße
Robin

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Re: Unsere Funde an Fronleichnam

Stephan Weißer, (vor 5994 Tagen) @ Pfalz-Pilz

Auf einem liegenden Ast im Laub dieser etwas klein geratene Schuppige
Porling. Anfänglich irritierte uns beide der kleine Wuchs und die dunkle
Stielbasis. Erst die Vermessung der Sporen mit ca. 12-13,5 x 5 mü brachte
Klarheit.
Dieser hier führte uns wegen dem fast nicht vorhandenem Stiel auf eine
falsche Spur. Nach Vermessen der Sporen war es aber auch ein noch
kleinerer Schuppige Porling.
Beide Pilze für uns jetzt leider nichts Neues.

Hmmm, vielleicht schon. Ich meine hier den Sklerotienporling, aber nicht den Schuppigen Porling zu sehen. Die Unterschiede zwischen dem Schuppigen Porling und dem Sklerotienporling würde ich daran festmachen wollen, dass der Sklerotienporling in den Hutfarben trüber und der Schuppige Porling freudiger ist, dass der Sklerotienporling auch an liegenden kleineren Ästen wächst (wie auf dem ersten Bild zu sehen), der Schuppige Porling dagegen nur auf liegenden Stämmen und Baumstümpfen. Auch ist m. E. zum korrekten Bestimmen die Geruchsprobe unerlässlich.

Ist die Sporengröße ein sinnvolles Schlüsselungsmerkmal bei dieser Bestimmungsaufgabe?

fragt
Stephan

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zu den Polyporus

Joschi Siembida ⌂, (vor 5994 Tagen) @ Pfalz-Pilz

Hallo Dieter,

Die Grubenlorchel (Helvella lacunosa) war für Joschi ein Erstfund und für mich ein Zweitfund.

Da hab ich wohl wieder zu stark genuschelt. Erstfund für dieses Jahr. ;-)

Auf einem liegenden Ast im Laub dieser etwas klein geratene Schuppige
[quote]Porling. Anfänglich irritierte uns beide der kleine Wuchs und die dunkle
Stielbasis. Erst die Vermessung der Sporen mit ca. 12-13,5 x 5 mü brachte
Klarheit.
[/quote]

Für einen Schuppigen Porling halte ich den trotzdem nicht. Denke auch eher an einen Sklerotien-Porling Polyporus tuberaster Sporen 11—16 x 4,5—6 ( http://wwwuser.gwdg.de/~rjahn/Pilzbriefe/PB_Bd_10_18.pdf ; Seite 14).

Dieser hier führte uns wegen dem fast nicht vorhandenem Stiel auf eine
[quote]falsche Spur. Nach Vermessen der Sporen war es aber auch ein noch
kleinerer Schuppige Porling.
[/quote]

Hier sollte noch erwähnt werden, daß der Porling am Ende eines nach unten zeigenden Buchenästchens fruktifizierte. Die umgestürtzte Buche lag quer über einem Tümpel. So spontan hatte ich den vor Ort für einen Wabenporling Polyporus alveolaris gehalten. Bin mir aber nach meiner Web-Recherche nicht mehr so sicher. Die Sporen scheinen ja auch etwas zu groß zu sein, 8—11 x
3,5—4 um( http://wwwuser.gwdg.de/~rjahn/Pilzbriefe/PB_Bd_10_18.pdf ; Seite 14). Meine zweite Wahl der Weitlöcheriger oder Borstrandiger Porling Polyporus arcularius scheidet auch wegen der Sporengröße aus. Einen anderen Vorschlag außer P. tuberaster hab ich dann allerdings auch nicht mehr.

...Wenn nur die elendige Putzerei nicht wäre...

Also ich putze die schon im Wald sauber. Da ist dann kaum noch was nach zu putzen. ;-)

Gruß und gute Nacht
Joschi

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Re: zu den Polyporus

HARZPILZCHEN, (vor 5993 Tagen) @ Joschi Siembida

Für einen Schuppigen Porling halte ich den trotzdem nicht. Denke auch eher an
einen Sklerotien-Porling Polyporus tuberaster Sporen 11—16 x 4,5—6 (
http://wwwuser.gwdg.de/~rjahn/Pilzbriefe/PB_Bd_10_18.pdf ; Seite 14).

Hallo ihr zwei
Für mich sind das ebenfalls Sklerotien Porlinge, die im Harz recht häufig sind und jung immer mit ins Mischgericht fliegen.

LG hartmut