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Erbsenstreulinge *PIC*

Frank 61, (vor 5972 Tagen)

Hallo Forum,
der Erbsenstreuling ist in unserem Gebiet (Ostthüringen) recht verbreitet. Gefunden wird er allerdings nur auf ehemaligen Flächen der Braunkohletagebaue.

Er wächst auf kahlen, oft völlig pflanzenfreien Stellen auf Halden oder wie hier am Tagebaurand auf angeschnittenem "gewachsenem" Boden. Auf dem Foto sieht man deutlich die Ebene der Braunkohle.

Grosse freie Bereiche gibt es aber immer weniger. Bei der Rekultivierung wurde eine Schicht Mutterboden (wenn vorhanden) oder vergleichbares Material aufgebracht. Die Flächen wurden bepflanzt, häufig mit Pappeln.
Im Tagebau Zechau ist dies aber in einem breiten Bereich um den entstandenen See nicht geschehen. Grund ist wohl eine nicht zutreffende Prognose des Wasserstandes im Tagebausee.
So blieben grosse Bereiche sich selbst und damit der Natur überlassen; ein Eldorado auch für Pflanzenfreunde. So wachsen dort z.B. 10 Orchideenarten, teils in sehr hoher Individuenanzahl.

Auf der im Bild zu sehenden Fläche wuchsen ca 2o Erbsenstreulinge.
Im nächstem Bild sind zwei davon zu sehen.

Viele Grüsse Frank

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Foto Erbsenstreulinge *PIC*

Frank 61, (vor 5972 Tagen) @ Frank 61

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Re: Erbsenstreulinge *PIC*

Frank 61, (vor 5972 Tagen) @ Frank 61

Und noch zwei!

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Erbsenstreulinge in Dortmund *PIC*

arysch, (vor 5971 Tagen) @ Frank 61

Hier ein Biotop mitten in Dortmund - alte, seit weit über 20 Jahren stillgelegte Halde nach dem Steinkohleabbau, mit Birken und Moosen bewachsen.
Außer Erbsenstreulingen findet man hier oft Birkenpilze.
Leider bleiben die Erbsenstreulinge bisher dieses Jahr aus, die Halde ist zum ersten Mal seit Jahren "staubtrocken", einfach zu wenig Regen...
Hier Bilder der letzten Jahre:

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hier unten sieht man die Größe alter Exemplare (1-cent Münze als Massstab):

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und noch die Sporen der Erbsenstreulinge (Pisolithus arhizus):

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Herzliche Grüße, Artur

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Re: Erbsenstreulinge

HARZPILZCHEN, (vor 5970 Tagen) @ Frank 61

der Erbsenstreuling ist in unserem Gebiet (Ostthüringen) recht verbreitet.

Hallo Frank
das kann ich auch bestätigen. In den Gebieten rund um Borna (Sachsen) bin ich seit der 80er Jahre öfter mal unterwegs. Sind Birken und Kiefern etwas hochgewachsen, verschwinden die Streulinge nach und nach. Meine Vorrat deckt noch ca. 2 Jahre ab, dann muß ich wieder bei Euch räubern kommen. LG Hartmut

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Re: Erbsenstreulinge

Frank 61, (vor 5969 Tagen) @ HARZPILZCHEN

Hallo Hartmut,
die ostthüringer Tagebaue sind je der Rand der Tagebaue im Südraum Leipzig. Ich kann mich da an einen Artikel (mit Erbsenstreulingen) vom Tagebau / See Haselbach erinnern, wohl von Dir.

Der ehem. Tagebau Zechau ist übrigens Naturschutzgebiet. Nicht nur das Pilzesammeln sondern das Betreten überhaupt sind verboten bzw nur mir Sondergenehmigung erlaubt. Von Naturschützern, vom Forst und spätestens seit dem Vorfall bei Nachterstett auch vom Bergbau wird dies kontrolliert.
Momentan wird dort an der langfristigen Standsicherheit der Böschungen und an der Wasserhaltung gearbeitet.

viele Grüsse Frank

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Re: Erbsenstreulinge

Pilzmann, (vor 5968 Tagen) @ HARZPILZCHEN

Hallo Hartmut,

machst du daraus Erbs-Püree oder würzt du selbiges damit? Welchen Speisewert haben diese Burschen, die ich noch nie gefunden habe?

Mit liebem Gruß, Peter!

Meine Vorrat
deckt noch ca. 2 Jahre ab, dann muß ich wieder bei Euch räubern kommen. LG
Hartmut

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Re: Erbsenstreulinge

HARZPILZCHEN, (vor 5968 Tagen) @ Pilzmann

Hallo Hartmut,
machst du daraus Erbs-Püree oder würzt du selbiges damit? Welchen Speisewert
haben diese Burschen, die ich noch nie gefunden habe?
Mit liebem Gruß, Peter!

Hallo Peter
der Erbsenstreuling, oder in manchen Gegenden auch Böhmische Trüffel genannt, ist in der Tat ein sehr guter Würzpilz. Man darf nur junge Fruchtkörper verwenden, wo die Erbsenstruktur noch voll ausgebildet ist. Man schält die Fruchtkörper und schneidet dünne Scheiben, die sich sehr gut trocknen lassen.

Wir würzen damit haupsächlich die Bratensouce. Höchstens eine Scheibe pro Gericht, nicht mehr. LG Hartmut

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Re: Erbsenstreulinge *PIC*

Pilzmann, (vor 5967 Tagen) @ HARZPILZCHEN

Hallo Hartmut,

herzlichen Dank für deine Aufklärung. Scheint ja mächtig starker "Tobak" zu sein, wenn ein Scheibchen zum Würzen einer Soße reicht; ähnlich wie bei getrockneten Spitzmorcheln.
In und um Marburg habe ich die Art noch nicht entdeckt. Richtig sandige Nadelwälder sind hier eher selten. Das einzige Mal, dass ich diesen Pilz zu Gesicht bekam, war bei einem Pilztreff im Mai 2008. Da hatte unser Vereinsmitglied Matthias Theiß ein entsprechendes Triumvirat aus seinem Urlaub im Mittelmeerraum (oder aus Afrika?) mitgebracht. War ein "Mords-Trumm", wie man im Vergleich zu den Unterarmen meines Gegenübers in unserer Vereinskneipe ermessen kann. Das unten angefügte Foto ist deshalb auch eher kneipenmäßig.

Mit dankbarem Gruß, Peter!

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