Boletus Edulis (pic) *PIC*
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Lecker 
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Lecker 
Hallo,
habe zumindestens schon oft gehört, daß es für das Mycel schonender sei, die Pilze abzuschneiden anstatt sie herauszurupfen oder herauszudrehen.
Weiß jemand genaueres?
Gruß Meino
Hi Meino, hallo pilzfreunde,
ich würde da mal ganz einfach die Frage stellen: Wer glaubt denn daran dass sich die Natur selbst ausrottet?
1. Behaubtung: Wenn Pilze herausgedreht werden wird das Myzel zerstört.
Quatsch, seit dem ich hier bei mir im Keller Champis züchte, werden diese herausgedreht und die nächste Welle kommt nach 5-10 Tagen genausoschön wie die vorhergehende. In der freien Natur kommt es doch auch regelmässig vor, dass Pilze von Tieren/Menschen umgestossen werden oder nicht?
2. Behaubtung: Wenn Pilze abgeschnitten werden verfault der Pilzstumpf und das Myzel wird durch diese Fäulnis zerstört.
Ist genauso ein Quatsch aber mit einem Funken Wahrheit. Wenn bei der Champi-Zucht die Pilze abgeschnitten werden, kommt es tatsächlich zur Fäulnisbildung und die nachwachsenden Pilze verfaulen recht frühzeitig auf dem Ballen. Wenn diese Stellen abgekratzt werden und wieder frisch abgedeckt werden, so wachsen die nächsten Pilze genauso schön wie die ersten. Also geht die Fäulnis nicht in das Myzel über!
In der Natur, also wenn kein Pilzsammler kommt und sein Messer zückt, verfaulen die Pilze doch auch an ihren Standort oder etwa nicht?
These: Schlechter für das weitere kurzfristige Wachstum ist das Abschneiden, da hierbei die nachfolgenden Pilze eventuell noch als junge Fruchtkörper verfaulen können. Ein längerfristiger Nachteil ist für das Myzel nicht zu erkennen.
MfG Knud
Hallo Meino,
habe zumindestens schon oft gehört, daß es für das Mycel schonender sei, die
Pilze abzuschneiden anstatt sie herauszurupfen oder herauszudrehen.
Es ist vollkommen egal für das Mycel ob man nun den Pilz ganz entfernt oder abschneidet (siehe auch alte Postings im Archiv zu diesem Thema). Da die Stielbasis in sehr vielen Fällen ein wichtiges Erkennungsmerkmal ist (z.B. bei den Amanitas, bei Karbolchampignons, bei vielen Täublingen etc. .....), ist es wirklich sinnvoller den ganzen Pilz mitzunehmen. Bei Pilzen, die noch bestimmt werden sollen ist es m.E. sogar ein Muß. Wenn den tatsächlich ein größeres "Loch" im Boden zurückbleibt, kann man dieses ja wieder zutreten. Ich selber schneide eigentlich nur noch die 0815-Röhrlinge ab.
zu den Putzresten: angeblich haben sich schon einige Leute den Hallimasch in den Garten geholt mit Putzresten (nicht empfehlenswert, wenn die Bäume und Sträucher noch länger leben sollen), also scheints zumindestens manchmal zu funktionieren. Ich putze meine Speisepilze im Wald vor und lasse dann die Reste gleich dort, weil ich einmal keine Lust habe "totes Gewicht" spazieren zu tragen, andererseits die lieben Tierchen auch nicht weiterfressen lassen will und drittens vielleicht wenigstens noch ein bißchen was aussport. Geht natürlich langsamer und die Ausbeute ist nicht so medienwirksam gigantisch
. Hier sind auch nicht so enorm viele Sammler, die so meine Stellen auskundschaften könnten.
Birgit
Hallo Meino!
ich glaube auch wie Birgit und Knud dass es egal ist ob man pilze abschneidet o. herausdreht. das einzige was ich nicht ganz unwichtig finde ist, daß man offene stellen wieder zudeckt, damit sie weniger leicht austrocknen.
gruß hans
Hi, Knud. -Hallo, Pilzfreunde.
Mir ist noch ein wesentliches Argument für das Abschneiden der Pilze eingefallen, das bei mir letztenendes das ausschlaggebende ist:
Man bekommt nicht soviel Sand uns anderen Dreck in die gesammelten Pilze, und das Saubermachen wird dadurch einfacher.
Gruß Meino