In Nordfriesland steppt der Bär
Moin Leute,
habe ein total stressiges Wochenende hinter mir: Pilze, wohin man blickt. Steinpilze direkt bei uns in Seeth haben mich zu einer Vollbremsung und einer Kehrtwende mit Handbremse veranlasst: Auf einem Rasenstück (10 qm) unter Birken (!) fand ich 15 Steinpilze, mehr als 20 Fliegenpilze von ganz, ganz jung, über ganz jung bis jung, mehrere Täublingsarten (alle essbar) sowie strohgelbe Ritterlinge in größeren Gruppen. Auf die Frage des Besitzers, was für Schätze er denn da stehen habe, antwortete er: „Nöö, die pör’ (trete) ick immer um“ Aaargh, insgeheim erwürg usw.! Ich musste ihm doch „ernstlich“ ins Gewissen reden.
In einem Waldstück zwischen Winnert und Ostenfeld fand ich neben einigen Damhirschen Steinpilze (Mengen), Semmelstoppelpilze (raue Mengen), Maronen (Myriarden), Goldröhrlinge (hätte gereicht, einen ganzen Trecker abzuschmieren), Violette Lacktrichterlinge, Espenrotkappe, Trompetenpfifferlinge, Hallimasch (ganz jung), Täublinge und an nicht essbaren Glimmertintlinge, Knollis in allen Arten usw. usf. Das alles bei strömenden Regen – der ganze Wald stand unter Wasser, und ich musste zum ersten Male zum Fotografieren eine Plastikplane unterlegen.
Ich weiß nicht mehr, wer hier im Forum das Steinpilz-Carpacchio empfohlen hatte, aber die- oder derjenige möge sich geknutscht fühlen – es ist gigantisch. Als religiöser Mensch müsste man für den Genuss dieser sündigen Leckerei eigentlich beichten 
Grüsslis
Thomas
)