Guten morgen!
Ich habe mir mal das erste der beiden mitgenommenen Exemplare vorgenommen.
![[image]](/archiv/extern/esch/101011/_MG_5246.jpg)
Zunächst mal noch ein paar makroskopische Infos:
Der Hut ist deutlich schleimig-klebrig, der Stiel zumindest feucht, mit einer Tendenz zum kleben.
Hut, Stiel und Lamellen sind gleichfarbig. Bei dem jungen Exemplar auf dem Bild erscheint der Stiel etwas dunkler, bei dem älteren Exemplar ist er aber absolut gleichfarbig.
Beim älteren Exemplar war der Hut gestern in der Mitte etwas dunkler, das hat sich über Nacht verloren. Die Lamellen waren wohl eher nicht breit angewachsen, ich tendiere (auch anhand des Bildes) zu frei bzw. schmal angeheftet.
Der Geruch... nun ja.. da tue ich mich immer extrem schwer. Das Pilzchen hatte ich auf der Wiese in einen verschließbaren Plastikbehälter gesteckt. Daheim beim öffnen roch es eher unangenehm muffig. Heute morgen kam noch eine leicht säuerliche Komponente dazu. Mag aber vielleicht auch daran liegen, das der Pilz sich langsam auflöst. Ich denke da war wirklich Frost im Spiel.
Ich habe jedenfalls keinen vergleichbaren Geruch, den ich nennen könnte.
Mit dem makroskopischen Schlüssel von Boertmann komme ich mit diesen Merkmalen zu H. chlorophana.
Bei den Sporen bin ich zu folgenden Ergebnissen gekommen:
8,5 x 5
8 x 5
8,5 x 5
8,5 x 5
8 x 5
8 x 5
7 x 5
8 x 5
8,5 x 5
8 x 5
Die Maße würden auch zu H. chlorophana passen.
Jetzt müsste ich dann aber auch bis zu 1000 µm lange Elemente im Lamellentrame sehen. Und die sehe ich nicht. Wenn ich mal von einem Pilz mit Frostschaden ausgehe: Sind solche Merkmale dann überhaupt noch zu sehen, oder werden die durch Frost zerstört? Hat der Frost auch Auswirkungen auf die Sporen (Größe, Form?)
Viele Grüße
Uli