Meine letzten Trompetenpfifferinge *PIC*
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Günni, (vor 5844 Tagen)
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Wie bereitest Du sie zu und wie schmecken sie Dir? Ich frage, weil es in der Pilzliteratur oft heißt dieser Pilz sei zwar nicht giftig, aber geschmacklich wertlos.
Trocknest Du auch welche: wenn ja - verändert sich dann ihr Geschmack?
Gruß,
michaelk
Carabus, (vor 5844 Tagen) @ michaelk
Hallo Michaelk,
ich finde die Trompetenpffifis toll, sowohl frisch zubereitet (wie üblich mit etwas Zwiebeln und Sahne) oder getrocknet. Die ernte ich im Oktober körbeweise, das reicht bis zum nächsten Spätsommer.
Grüßle
Carabus
willihund2, (vor 5844 Tagen) @ michaelk
Hallo michaelk,
welche Literatur hast Du. In meinen Büchern steht
er als sehr guter Speisepilz,.
Ebenso im Internet. Siehe auch hier:
http://www.awl.ch/pilze/pilz_dateien/cantharellus_tubaeformis/
http://www.norwegen-freunde.com/sopp/text/pdm_trompetenpfifferling.php
Er ist frisch wie getrocknet hervorragend.
Viele Grüsse
michaelk, (vor 5844 Tagen) @ willihund2
Hallo michaelk,
welche Literatur hast Du
Diese hier. Frank Moser ist ein hervorragender Autor und sicherlich der wohl beste Pilzfotograf (obwohl ich selber kein Anhänger von ,,Studiofotografien" im Wald bin).
http://www.natur-lexikon.com/Texte/FM/002/00127-Trompetenpfifferling/FM00127-Trompetenp...
,,Wert:
essbar (man findet in der Pilzliteratur kaum Angaben zur geschmacklichen Qualität).
Pilzsammler, die den Pilz häufig suchen, beschreiben seinen Geruch als erdig oder auch rübenartig, ähnlich beschreiben sie seinen Geschmack, welcher recht penetrant werden kann, wenn das Gericht nur aus Trompeten-Pfifferlingen besteht. Er soll andererseits in einer Butter-Öl-Mischung angebraten und zu Spaghetti gereicht recht gut schmecken.
Der Pilz läßt sich gut trocknen."
Ich selber schwanke noch ein wenig. Den Pilz hatte ich Ende September im Hunsrück gefunden (und hatte da diese Zeilen noch im Kopf). Freilich zitiert Moser hier wohl Andere. Selber habe ich noch keine rechte Meinung. An Totentrompeten reicht er für mich nicht heran.
michaelk, (vor 5844 Tagen) @ willihund2
Hallo michaelk,
welche Literatur hast Du. In meinen Büchern steht
er als sehr guter Speisepilz,.
Ebenso im Internet. Siehe auch hier:
http://www.awl.ch/pilze/pilz_dateien/cantharellus_tubaeformis/
http://www.norwegen-freunde.com/sopp/text/pdm_trompetenpfifferling.php
Das hast Du sicher nicht böse gemeint. Die Norwegen-Freunde empfehlen auf ihrer Seite aber
http://norwegen-freunde.com/jens/rezepte/daten/24_165.html
die Herstellung einer Pilzwürze. Und da muss man fast in die Tischkante beißen - denn als Zutat schlagen sie vor:
,,3 gehäufte Esslöffel Glutamat
1/2 gestrichener Esslöffel Meersalz
1-1,5 Esslöffel gemischtes Pilzpulver"
Nicht nur dass sie überhaupt Glutamat einsetzen, nein, sie nehmen auch noch die doppelte Menge der Pilze... pfui!
Ich weiß nicht aus welcher vergangenen naiven Technikgläubigkeit das noch herrührt. Stand von heute, 2010, ist aber wohl:
künstlich zugesetztes Glutamat ist von Übel. Davon werden viele Leute, und zwar immer mehr, auf die Dauer krank, was ich selber gerade am Wochenende mit einem lecker gewürzten polnischen Brühwürstchen wieder erlebt habe. Schmerzender, krampfähnlicher Durchfall, dann noch 1-2 Stunden krampfähnliche Schmerzen im Unterbauch. Ein Verwandter sitzt dann bis tief in die Nacht auf dem Topf - vergeblich, außer dass es dauernd weh tut.
Mein Motiv mich mit Würzpilzen zu beschäftigen ist gerade das, mit deren Hilfe auch ohne Glutamat den sehr geschätzten Umami-Effekt zu erreichen. Das geht, am besten nach meinem Wissen mit Totentrompeten. Vielleicht auch mit Trompetenpfifferlingen. Dazu bräuchte ich aber erst mal eine gewisse Menge getrockneten Materials. Den Pilz gibt es hier in Rheinhessen wohl nur vereinzelt.
Er ist frisch wie getrocknet hervorragend.
Viele Grüsse
willihund2, (vor 5844 Tagen) @ michaelk
Das mit dem Glutamat habe ich nicht gelesen. Rezepte hole
ich mir an anderer Stelle. Tut mir leid.
An die Herbsttrompete kommt sie geschmacklich wie
eigentlich alle mir bekannten Speisepilze nicht heran.
Die ist Weltklasse.
Viele Grüsse
Pfalz-Pilz, (vor 5843 Tagen) @ michaelk
Wie bereitest Du sie zu und wie schmecken sie Dir? Ich frage, weil es in der
Pilzliteratur oft heißt dieser Pilz sei zwar nicht giftig, aber
geschmacklich wertlos.
Trocknest Du auch welche: wenn ja - verändert sich dann ihr Geschmack?
Hallo Michael
Als absoluter Pfifferlings-Fan möchte ich mich hier doch mal einklinken.
Die Trompeten-Pfifferlinge haben wir letztes Jahr auf Empfehlung von Joschi erstmalig gegessen. Meine Köchin und ich kamen aber zu dem Schluß, das diese geschmacklich kein Vergleich zum normalen Pfifferling (C.cibarius) sind und sich in Ruhe weitervermehren dürfen.
Da ich vor etlichen Wochen wieder ein riesiges Vorkommen entdeckte, habe ich mich doch wieder verleiten lassen und eine kleine Menge davon mitgenommen. Diese wurden getrocknet und werden in Kürze als Würzpilz getestet. Das ist ihre letzte Chance.
Später Gruß
Dieter
michaelk, (vor 5843 Tagen) @ Pfalz-Pilz
Da ich vor etlichen Wochen wieder ein riesiges Vorkommen entdeckte, habe ich
mich doch wieder verleiten lassen und eine kleine Menge davon mitgenommen.
Diese wurden getrocknet und werden in Kürze als Würzpilz getestet. Das ist
ihre letzte Chance.
Ging mir ähnlich. Weil ich diese Literaturstelle im Kopf hatte war ich skeptisch und habe vielleicht nicht genug mitgenommen. Ich hatte sie auch getrocknet und als Würze probiert. Meine Meinung: noch unentschieden, deshalb hatte ich in die Runde gefragt.
Meine Vergleiche (als trockener Würzpilz):
- Totentrompeten - das Beste, das ich kenne
- Stockschwämmchen - ausgezeichnet
- Steinpilze - fällt deutlich ab
Den Hintergrund für mein besonderes Interesse an Würzpilzen zur Zeit hatte ich auch angegeben: ich möchte herausfinden wie man optimal damit problematische Geschmacksverstärker beim Herstellen des gewünschten ,,Umami"-Effektes
http://de.wikipedia.org/wiki/Gustatorische_Wahrnehmung
ersetzen kann. Dafür braucht man einen Pilz, der sich dafür nicht nur gut eignet, sondern auch leicht zugänglich ist, weil er in Massen vorkommt. Noch besser wäre einer, den man getrocknet das ganze Jahr über zur Not kaufen könnte. Offenbar erfüllt der Trompetenpfifferling mindestens eine dieser Anforderungen: massenhaftes Vorkommen an bestimmten Stellen.
oern1, (vor 5843 Tagen) @ michaelk
Was bedeutet das?
Wie Salz am Tisch über das Essen? (das wär neu und interessant)
Oder nur dass er getrocknet dem Gericht beigegeben und mitgekocht wird?
Was bedeutet das?
Wie Salz am Tisch über das Essen? (das wär neu und interessant)
Oder nur dass er getrocknet dem Gericht beigegeben und mitgekocht wird?
Dass er bei allen Gerichten, in denen Eiweiß vorkommt, mitgekocht wird. Aber: man setzt z.B. einen vollen Teelöffel Pulver ein, z.B. zu 200-300 g Gulaschfleisch, und wenn das Gericht fertig ist schmeckt das Gulaschfleisch viel intensiver, eben ,,umami", herzhafter, nach Fleisch. Von den Pilzen merkt man dann praktisch nichts mehr.
Man könnte auch gute Sojasauce nehmen, oder vietnamesische Fischsauce, oder wirklich guten, selber hergestellten Hefeextrakt (sind ja auch Pilze!). Es entstehen also neue Aromen bei der Zubereitung, die den Originalgeschmack des Lebensmittels vertiefen/verstärken das ist der Witz dabei. Und zwar ohne die sehr problematischen Risiken, die man mit Glutamat/Natriuminosinat/Natriumguanylat hat, welche in fast allen fertigen Würzmischungen/Fast Food-Lebensmitteln usw. drin sind. Denn immer mehr Leute kriegen massive Probleme damit, die eine 1/2 Stunde bis zu einigen Stunden nach dem Essen anfangen (krampfähnliche durchfallähnliche Beschwerden).
Mal sehen: wenn ich dazu komme es hier auszuprobieren werde ich bald wissen, ob man dafür auch den Trompetenpfifferling nehmen kann und ob er dabei einen Vergleich mit der Totentrompete aushält.
oern1, (vor 5843 Tagen) @ michaelk
Sehr interessant.
Hast Du schon genug "Testmaterial"?
Wenn nicht, mail mir Deine Adresse, dann schick ich Dir das klägliche Häuflein, das nach dem Trocknen des oben geposteten Fundes übrig ist.
Dafür möchte ich dann aber ein detailiertes Testprotokoll. 
Sehr interessant.
Hast Du schon genug "Testmaterial"?
Wenn nicht, mail mir Deine Adresse, dann schick ich Dir das klägliche
Häuflein, das nach dem Trocknen des oben geposteten Fundes übrig ist.
Dafür möchte ich dann aber ein detailiertes Testprotokoll.
Nein danke! Ich hatte ja geschrieben dass ich eine kleine Menge (aus dem Hunsrück) schon ausprobiert habe. Am Freitag versuche ich an einer anderen Stelle (Pfälzer Wald) mehr zu kriegen. Und keine Frage: über das Ergebnis werde ich so oder so hier berichten.
Für das, was ich ich wie dargestellt vorhabe, brauche ich aber - das ist ein weiterer Aspekt - auch Pilze, die ich möglichst das ganze Jahr getrocknet auch per Kauf bekommen kann. Das kriege ich in der Türkei mit Totentrompeten hin; Trompetenpfifferlinge gibt es da auch. Die sind aber dort weniger üblich und würden, da sie kleiner sind und deshalb mühseliger zu sammeln (auf Gewichtsbasis!), mehr kosten. Sie müßten also schon einen Vorteil gegenüber Totentrompeten für diesen Anwendungszweck haben.
Eine weitere Stelle, von der ich weiß, dass man dort regelmäßig Trompetenpfifferlinge ißt, ist Südwestfrankreich. Der Pilz ist dort viel häufiger als Totentrompeten, die man freilich für höherwertiger hält. Getrocknete Trompetenpfifferlinge von dort gibt es aber nach meinem Wissen nicht und ich wäre, anders als in der Türkei, nicht in der Lage da selber was aufzutun. In meinem Benutzerprofil siehst Du auch wie ich überhaupt dazu, d.h. zu diesen Kontakten, komme.
Gruß,
michaelk
Günni, (vor 5842 Tagen) @ michaelk
Hallo
Ich trockne Sie alle und verwende Sie in Soßen,Sie haben keinen besonderen Eigengeschmack aber in Soßen sind Sie ok.
Gruß Günni
und freudig überrascht...
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic197507.jpg)
und freudig überrascht...
Es wäre nett, wie ich es erst gestern gelernt habe, wenn Du in Deinem Benutzerprofil angibst wo etwa Du wohnst. Dann weiß der Leser ob in dieser Region man ,,im Prinzip" mit den von Dir erwähnten Pilzen zu rechnen ist. Das macht dieses Forum sicherlich für die Leser attraktiver.
Gruß,
michaelk
oern1, (vor 5844 Tagen) @ michaelk
Es wäre nett, wie ich es erst gestern gelernt habe, wenn Du in Deinem
Benutzerprofil angibst wo etwa Du wohnst. Dann weiß der Leser ob in dieser
Region man ,,im Prinzip" mit den von Dir erwähnten Pilzen zu rechnen
ist. Das macht dieses Forum sicherlich für die Leser attraktiver.
Gruß,
michaelk
OK, mach ich.
Allerdings könnte man meinen Wohnort auch ohne großes detektivisches Talent über das Foto herausfinden.

OK, mach ich.
Allerdings könnte man meinen Wohnort auch ohne großes detektivisches Talent
über das Foto herausfinden.
Du hast recht, aber: den rechten Teil habe ich bei meinem Browserfenster, so wie ich geöffnet hatte, nicht gesehen! 
Weiterhin viel Erfolg im schönen Niederbayern!
Gruß,
michaelk