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Steinpilze und Megafrust

jack.x, (vor 9159 Tagen)

Hi Leute,
ich habe zwar am Sonntag ca.2,5Kg Pilze gefunden (Maronen, Safranschirmlinge, Rotfüsse, violette Rötelritterlinge und einen kl.Steinpilz)
Trotzdem war der Sonntagsauslflug der Megafrust !!!
Als ich in den Wald ging kamen mir 2 ältere Pilzsammler mit ca. 20kg !!!! Steinpilzen, Birkenpilzen und Maronen entgegen. Die haben mir zwar nicht veraten wo sie die genau gefunden haben, aber sie sagten, dass da noch eine Menge rumstehen. Einen einzigen kleinen habe ich gefunden !!!! Ich habe noch nicht einmal die Stellen gefunden wo die beiden die Dinger abgeschnitten hatten.
Ich mach mir jetzt ernsthafte Gedanken warum ich nie welche finde und andere die Dinger körbeweise aus dem Wald schleifen, wo ich doch offensichtlich genau im richtigen Gebiet bin.
Den Rest hat mir dann eine Bekannte gegeben, die mich gestern abend anrief um mir mitzuteilen, dass sie unmittelbar an der Stadtgrenze Wiesbaden kiloweise Steinpilze gefunden habe. Ich fahre extra 35 km in eine ruhige Gegend und finde einen!
Ich verstehe es nicht. Natürlich habe ich schon Steinpilze gefunden, aber noch nie in solch sagenhaften Mengen. Bei der Zeit die ich im Wald verbringe müsste ich doch schon per Zufall über den ein oder anderen stolpern.
Also was ist das Geheimnis? Ich will keine geheimen Stellen wissen, ich will nur wissen wie geht der erfahrenen Pilzsuche in den Wald und wo wird er fündig.
Vielen Dank für euer Verständis.
Jack.X (mit dicken Frustbeulen)

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Re: Steinpilze und Megafrust

Florian, (vor 9159 Tagen) @ jack.x

Bin zwar kein Profi, habe aber viel gehört und auch einige Erfahrungen gemacht.
Ein Patentrezept gibt es wohl nicht, da z.B. in Lauf in der Zeitung berichtet wurde das die Fundstellen extrem seltsam sind. Dort wird von Steinpilzfunden auf Fußballplätzen und mitten auf dem Schotterweg berichtet.
Was für mich ein Anzeichen ist, sind die Fliegenpilze. Sobald ich welche seh such ich im Radius von 150 Metern alles ab und wurde gestern Fündig(Obwohl ich da erst die Steinis und dann die Fliegenpilze fand :o) )
Am Samstag hab ich Steinis auf Sandigen Boden um 3 Riesige Tannen herum gefunden. Am Sonntag im Laubwald unter Buchen und Eichen neben einem Bach auf Saurem Boden(Massenweise Fliegenpilze in der Nähe). Die Woche davor schon fast im Sumpf neben einem verdörrten Jungfichtenwald(!) und auch neben nem Bach(dort waren auch Fliegenpilze). Ich hab echt keinen Plan was die an den jeweiligen Standorten zum Spriesen bringt.

Naja

MfG

Florian

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Re: Steinpilze und Megafrust

jack.x, (vor 9159 Tagen) @ Florian

Hi Florian,
das mit den Fliegenpilzen ist mir auch schon aufgefallen und das weiss ich auch noch von meiner Oma selig, die auch die absolut erfolgreicher Pilzsucherin war. Natürlich habe ich gestern auch iun der Nähe von Fliegenpilzen gesucht (ist übrigens mein Lieblingspilz, rein optisch natürlich) aber nichts gefunden. Vieleicht habe ich einfach nicht den richtigen Blick und laufe über sie hinweg ohne sie zu sehen.
Gruss Jack.X

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Re: Tipps für Steinpilz- Suche

Gottfried, (vor 9159 Tagen) @ jack.x

Hallo,
wenn Du auf Steinpilz- Suche gehst, folgende Tipps:

Da wo Fliegenpilze bzw. Pfefferröhrlinge stehen, kannst Du auch in der näheren Umgebung Steinpilze finden!

Scheue Dich nicht , ins Unterholz zu gehen!

Suche auf bemoosten und grasigen Stellen!

In sonnigen Wald- bzw. Wegesrändern mit Gras sind auch häufig Steinpilze zu finden!

Mehr kann ich Dir nicht verraten

Viel Erfolg G.

Hi Leute,
ich habe zwar am Sonntag ca.2,5Kg Pilze gefunden (Maronen, Safranschirmlinge,
Rotfüsse, violette Rötelritterlinge und einen kl.Steinpilz)
Trotzdem war der Sonntagsauslflug der Megafrust !!!
Als ich in den Wald ging kamen mir 2 ältere Pilzsammler mit ca. 20kg !!!!
Steinpilzen, Birkenpilzen und Maronen entgegen. Die haben mir zwar nicht
veraten wo sie die genau gefunden haben, aber sie sagten, dass da noch
eine Menge rumstehen. Einen einzigen kleinen habe ich gefunden !!!! Ich
habe noch nicht einmal die Stellen gefunden wo die beiden die Dinger
abgeschnitten hatten.
Ich mach mir jetzt ernsthafte Gedanken warum ich nie welche finde und andere
die Dinger körbeweise aus dem Wald schleifen, wo ich doch offensichtlich
genau im richtigen Gebiet bin.
Den Rest hat mir dann eine Bekannte gegeben, die mich gestern abend anrief um
mir mitzuteilen, dass sie unmittelbar an der Stadtgrenze Wiesbaden
kiloweise Steinpilze gefunden habe. Ich fahre extra 35 km in eine ruhige
Gegend und finde einen!
Ich verstehe es nicht. Natürlich habe ich schon Steinpilze gefunden, aber
noch nie in solch sagenhaften Mengen. Bei der Zeit die ich im Wald
verbringe müsste ich doch schon per Zufall über den ein oder anderen
stolpern.
Also was ist das Geheimnis? Ich will keine geheimen Stellen wissen, ich will
nur wissen wie geht der erfahrenen Pilzsuche in den Wald und wo wird er
fündig.
Vielen Dank für euer Verständis.
Jack.X (mit dicken Frustbeulen)

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Re: Steinpilze und Megafrust

thomas, (vor 9159 Tagen) @ jack.x

Hi Leute,
ich habe zwar am Sonntag ca.2,5Kg Pilze gefunden (Maronen, Safranschirmlinge,
Rotfüsse, violette Rötelritterlinge und einen kl.Steinpilz)
Trotzdem war der Sonntagsauslflug der Megafrust !!!
Als ich in den Wald ging kamen mir 2 ältere Pilzsammler mit ca. 20kg !!!!
Steinpilzen, Birkenpilzen und Maronen entgegen. Die haben mir zwar nicht
veraten wo sie die genau gefunden haben, aber sie sagten, dass da noch
eine Menge rumstehen. Einen einzigen kleinen habe ich gefunden !!!! Ich
habe noch nicht einmal die Stellen gefunden wo die beiden die Dinger
abgeschnitten hatten.
Ich mach mir jetzt ernsthafte Gedanken warum ich nie welche finde und andere
die Dinger körbeweise aus dem Wald schleifen, wo ich doch offensichtlich
genau im richtigen Gebiet bin.
Den Rest hat mir dann eine Bekannte gegeben, die mich gestern abend anrief um
mir mitzuteilen, dass sie unmittelbar an der Stadtgrenze Wiesbaden
kiloweise Steinpilze gefunden habe. Ich fahre extra 35 km in eine ruhige
Gegend und finde einen!
Ich verstehe es nicht. Natürlich habe ich schon Steinpilze gefunden, aber
noch nie in solch sagenhaften Mengen. Bei der Zeit die ich im Wald
verbringe müsste ich doch schon per Zufall über den ein oder anderen
stolpern.
Also was ist das Geheimnis? Ich will keine geheimen Stellen wissen, ich will
nur wissen wie geht der erfahrenen Pilzsuche in den Wald und wo wird er
fündig.
Vielen Dank für euer Verständis.
Jack.X (mit dicken Frustbeulen)

Hallo,

Schau nach im Tread STEINPILZE?
Da steht alles was du wissen musst, bei Raimund hats schon was gebracht.

Ausserdem waren die zwei Herren die du getroffen hast sicherlich erfahrene Sammler, da wirst du sowieso vergebens nach Schnittstellen suchen.

Ich für mein Teil jedenfalls hinterlasse keinerlei Spuren direkt am Fundort, weil weisse Abschnittstellen bzw. Putzreste sind 50 Meter weit zu sehen, geputzt wird irgendwo im Maronenwald.

Gruss;

Thomas

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Re: Steinpilze und Megafrust

Thomas Pruß, (vor 9159 Tagen) @ jack.x

Moin Jack,
da, wo Fliegenpilze stehen KÖNNEN auch Steinis vorkommen, müssen aber nicht. Nur die Indikation ist ganz gut.
Tja, was soll man dir raten? Deinen Frust kann ich sehr gut nachvollziehen, obwohl ich es nach mittlerweile 36 Pilzsammeljahren schaffe, auch noch bei Tempo 120 mit dem Auto eine Vollbremsung hinzulegen, wenn ich am Straßenrand einen guten Pilz entdecke (die armen Hintermänner!!) ;-)
Wenn Du in einem steinpilzverdächtigem Gebiet bist – das gilt übrigens generell – lass die Rennerei! Hektik bringt erst beim Einsammeln was. Du machst dich dadurch nur verrückt und siehst den Pilz vor lauter Bäumen nicht mehr. Bleib vielmehr öfter mal stehen und lass den Blick schweifen. Nimm dir dazu ruhig einige Minuten Zeit. Das Auge muss sich erst mal an die verwirrenden Formen im Unterholz gewöhnen, bevor es überhaupt in der Lage ist Einzelheiten wahrzunehmen. Das hat nichts mit Metaphysik zu tun, sondern ist eine Tatsache: Solange du läufst, siebt dein Gehirn wie wild, nur damit du nicht über Hindernisse fällst. Feinheiten bleiben aussen vor.
Nachdem sich deine Augen an den Ruhezustand angepasst haben, wirst du auf einmal vielmehr sehen.
Ein Tipp: Achte mal darauf, was sich so am Rande deines Gesichtsfeldes abspielt. Im dunklen Forst haben nämlich die farbempfindlichen Zapfen in der Retina so ihre Probleme, da sie nicht so lichtempfindlich sind. Da könntest du einen Steini in Grund und Boden starren, ohne ihn zu sehen. Die Stäbchen, die nur schwarz-weiß erkennen können, sind dagegen hochsensibel, nur sitzen sie leider am Rand der Netzhaut viel dichter als in deren Mitte (dort, im Bereich der Fovea, der Stelle des schärfsten Sehens, liegen die Zäpfchen).
Das, was ich dir hier schreibe, hört sich wahrscheinlich hochkompliziert an, nur ist es ganz einfach (ganz, ganz einfach formuliert) das, was sich beim Sehen und Suchen abspielt, und wovon man normalerweise nichts mitbekommt, weils im Gehirn automatisch abläuft. Wenn man sich das aber mal ganz bewusst macht, sieht man auch ganz anders.
Dann treten auch plötzlich Strukturen aus dem Unterholz, wie z. B. Steinpilze, die man vorher nie gesehen hat.
Die ganze Geschichte kann man üben, und das muss ich auch immer wieder zum Beginn der Pilzsaison. Nur fällt es einem immer leichter, und irgendwann denkt man nicht mehr drüber nach.
Aber ganz wichtig ist: Stehenbleiben und den Blick ganz langsam schweifen lassen, dem Auge zeit geben, sich zu adaptieren.
Ach ja: Begib dich einfach mal auf Augenhöhe mit den Pilzen und peil’ auf diese Weise durch den Wald. Da kann man auch Sachen entdecken…
Grüsslis
Thomas

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Danke für dein Mitgefühl ...

jack.x, (vor 9159 Tagen) @ Thomas Pruß

... von Hektik keine Spur und die besagten Techniken wende ich alle an. Ich habe sprichwörtliche Adleraugen die selbst im Halbdunkel noch details erkennen wo andere nur noch schwarz sehen. Auch das mit dem Augenwinkel klappt sogar vom Motorad. Ich habe am Freitag bei kurviger Strecke und Tempo 150 eine Gruppe Fliegenpilze ca 10m neben der Strasse im Wald erspäht und erkannt!
Ich habe ja auch schon Steinpilze gefunden, nur diese unglaublich Menge während ich gerade mal einen finde. Ich war ganz offensichtlich zwar im gleichen Wald aber nicht im gleichen Gebiet.
Ich gehe morgen nochmal los und dann ...
Gruss Jack.X

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Re: Steinpilze und Megafrust

Wolfgang, (vor 9159 Tagen) @ Thomas Pruß

Servus Jack !
Ich kenn' dein Problem nur zu gut. Da läuft man gutgelaunt durch den Wald und freut sich über den Korb voller Maronen, die rekordverdächtigen 11 Steinis und daß auch ein paar lecker Reizker dabei sind, da fährt zum Beispiel - wie es mir am Wochenende passiert ist - eine Mutti mit einem Roller durch den Wald, hinten der Koffer offen, Korb drin: voller Steinis. Das hätte ich ja noch verkraftet, aber als sie dann vorbei fuhr,
hatte sie noch einen riesen Korb voller Steipilze vorne zwischen den Beinen. Und das morgens um 10 Uhr! Am nächsten Tag wollte ich es genau wissen und hab die Maronis bis auf einige schöne Exemplare links liegen lassen. Bin die Wege und sämtliche grasbewachsenen Stellen im Wald abgelaufen. Hab' auch auf den Wegen immer mal angehalten und in der Hocke in den ziemlich dicht verwachsenen Jungwald geschaut. Dabei gilt ( besonders in stark frequentierten Wäldern ), je unzugänglicher, desto höher ist die Chance auch was zu finden. Ich auf jeden Fall, bin auf diese Weise in 2 Tagen zu 107 (!) teilweise prächtigen Steinpilzen gekommen! Und das wichtigste : So früh wie möglich raus in den Wald, bevor die Invasion kommt, dann kann eigentlich fast nix schiefgehen ;-). Ich hoffe ich hab dir Mut gemacht, auch blinde Hühner wie wir finden finden mal ein Korn !