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Inocybe fuscidula *PIC*

interhias ⌂, (vor 5746 Tagen)

Hallo zusammen,

über den Artenkomplex I. fuscidula hatten wir ja letztes Jahr (im Februar) schon mal diskutiert (siehe hier). Die folgenden Kollektionen von 2010 gehören zu einer Sippe mit ausgesprochen großen Fruchtkörpern, die ich im Bayerischen Oberland immer wieder bei Tanne finde:

Koll. 1) Inocybe fuscidula Velen. var. fuscidula; vom Kirchsee (Voralpenland), bei Tanne, Buche und Fichte, Hüte bis 5,5 cm breit:

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Pleurozystiden: breit fusoid bis subutriform mit recht breitem Hals, selten subzylindrisch, nie lageniform, hyalin in KOH, Kristallbesatz spärlich oder fehlend, dickwandig, ca. 54-74 x 13-18, Wandstärke am Bauch 0,5-2, am Hals 1,5-2,5:

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Sporen: schlank amygdaloid, Apex fast immer konisch und bisw. etwas papilliert ausgezogen, überwiegend mit stark ausgeprägter subapiculärer Depression, Maße: 9,5 x 5,0 (9-10 x 4,5-5,5), Q=1,90 (1,73-2,11):

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Die nächste Kollektion ist makroskopisch wie mikroskopisch (Zystiden) etwas überdimensioniert, im Übrigen aber wohl eine typische große I. fuscidula und mit der ersten Kollektion durchaus vergleichbar.

Koll. 2) Inocybe fuscidula Velen. var. fuscidula; vom Taubenberg, bei Tanne und Fichte; diese Aufsammlung vom 6. November 2010 bestand aus über 50 (!) teils büschelig gewachsenen Pilzen mit bis zu 7 cm Hutdurchmesser:

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Pleurozystiden: meist breit fusoid, bisw. etwas wellig, auch mit verjüngtem Hals (aber kaum deutlich lageniform), mit spärlichem Kristallbesatz, in KOH hyalin, wenig dickwandig, sehr groß, ca. 66-99 x 15-26, Wandstärke ca. 0,5-1,5 (meist um 1 µm):

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Sporen: amygdaloid, Apex in der Regel konisch und nicht selten papilliert, lateral oft mit Depression, 9,9 x 5,6 (8,5-11 x 5,2-6), Q=1,76 (1,63-1,82):

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Eine komplette Beschreibung und weitere Fotos zu diesen Kollektionen findet ihr auf meinen Inocybe-Seiten unter Koll. Nr. 20 bzw. 34.

Grüße aus München
Hias

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Re: Inocybe fuscidula

Helmut, (vor 5745 Tagen) @ interhias

Servus Hias,

die ersten beiden Bilder der "Koll. 2" scheinen mir etwas anderes zu sein als die letzten beiden. Wegen der filzig-schuppigen Hutoberfläche denke ich da eher an flossulosa, evt. auch an sindonia (da passen natürlich die abgebildeten Hymenialzystiden nicht). Die anderen Fotos samt Mikrobildern würde ich wohl auch fuscidula zuordnen.

Gruß

Helmut

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Re: Inocybe fuscidula

interhias ⌂, (vor 5744 Tagen) @ Helmut

Servus Hias,
die ersten beiden Bilder der "Koll. 2" scheinen mir etwas anderes
zu sein als die letzten beiden. Wegen der filzig-schuppigen Hutoberfläche
denke ich da eher an flossulosa, evt. auch an sindonia (da passen
natürlich die abgebildeten Hymenialzystiden nicht). Die anderen Fotos samt
Mikrobildern würde ich wohl auch fuscidula zuordnen.
Gruß
Helmut

Servus Helmut,

ich bin mir sicher, dass alle Fotos zur selben Kollektion gehören - die wollig-filzige Hutbedeckung wird durch die stark ausgeprägte Velipellis verursacht. Diese vergeht erst spät und erst dann werden die Hüte schön rimos, wie es sich für eine anständige Fuscidula gehört.
An dieser riesigen Kollektion konnte man die Übergänge gut studieren. Beim zweiten Foto sieht man diesen Übergang an den Fk rechts oben in der Ecke. Ob die kräftigen Sippen mit stark ausgeprägtem Velum zur selben Art gehören wie die schmächtigen, die höchstens am Hutscheitel schwache Velumreste aufweisen, kann ich nicht beurteilen, Kuyper ist wohl davon überzeugt.

Grüße
Hias