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Kleine Ascos am/im Bach *PIC*

Klaas, (vor 5663 Tagen)

Guten Abend

und entschuldigt bitte, falls ich mit meinen Beiträgen und vielen Bildern nerve.
Derzeit gibts aber entlang der Bäche schon einige Pilze zu finden, blöderweise habe ich meine Bestimmungswürfel vor einiger Zeit verloren.
Vielleicht habt ihr ja wieder Tipps zu den Fotos?
Ein Mikro ist zwar inzwischen vorhanden, das ist mir derzeit aber noch mehr eine Krücke, mit der ich nicht richtig laufen kann... Allein an Nr. 1 und 3 habe ich mir schon stundenlang ohne brauchbares Ergebnis die Augen aus dem Kopf geglotzt.
Also zu den Pilzen, alle Bilder sind geblitzt und nicht unbedingt farbecht, an meinem Monitor passts aber. Die ersten sind von gestern, aus einem sumpfigen Gebiet mit prächtig blühenden Sumpfdotterblumen in Bach-Nähe.

1. Schätzungsweise ein Hymenoscyphus, an daumendickem, hohlem Krautstengel, möglicherweise Springkraut. Gibts in der Gattung etwas 4-Sporiges? Wahrscheinlich habe ich die restlichen vier übersehen.
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2. Zwar kein Asco, aber auch entlang von Bächen zu finden, Fliegentöter - Entomophthora muscae.
Schon einige Zeit früher als die beiden letzten Jahre, seitdem ich das faszinierende, aber auch ekelhafte Zeugs finde:
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3. Links Pokalförmiger Stängelbecherling - Cyathicula cyathoidea.
Rechts, tja, da hörts schon wieder auf. Möglicherweise eine Mollisia, Sporen spindelig, etwas gebogen, 2 Tropfen, Sporenmaße und Excipulum mit Hyphen würden einigermaßen lt. PDS zu M. juncina passen. Wahrscheinlich ist es ganz was anderes...
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Von heute, als ich in einem anderen Bachlauf herumgeturnt bin. Alle noch nicht näher angeschaut, vielleicht gibts ja auch hierzu schon Hinweise.

4. Da bin ich mir makroskopisch doch sicher, Wasserkreislinge - Cudoniella clavus:
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5. An im Wasser liegendem langem Ast, vielleicht Erle, Köpfchen bis ca. 4 mm. Jetzt, wo ich sie mir nochmal anschaue, möglicherweise auch Cudoniella clavus:
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6. Am selben Ast, FK bis etwa 3 mm, noch völlig planlos:
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7. Selber Ast, dummerweise nicht mitgenommen. Vor Ort sah es aus wie Aegerita candida, so sicher bin ich jetzt nicht mehr. Aber was solls sonst sein.
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8. Auch am selben Ast, anderswo aber häufiger, ein Fadenscheibchen. Schätzungsweise Vibrissea flavovirens:
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So, vorerst genug vom Kleinkram. Nach den vergangenen Regenfällen könnte man am WE vielleicht doch nochmal nach dem totgeglaubten Gemörch Ausschau halten. Oder doch lieber wieder die Bäche absuchen. Mal sehen.

Bis dahin viele Grüße,
Klaas

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Re: Kleine Ascos am/im Bach

HARZPILZCHEN, (vor 5663 Tagen) @ Klaas

So, vorerst genug vom Kleinkram. Nach den vergangenen Regenfällen könnte man am WE vielleicht doch nochmal nach dem totgeglaubten Gemörch Ausschau halten. Oder doch lieber wieder die Bäche absuchen. Mal sehen.

Hallo Klaas

Wunderschönes Kleinkram! toll ins Bild gesetzt. Wer brauch da schon Gemörch. Bei uns ist es noch recht trocken, mal sehen wie sich das Jahr noch entwickelt.

LG Hartmut

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Re: Kleine Ascos am/im Bach

Klaas, (vor 5663 Tagen) @ HARZPILZCHEN

Hallo Hartmut,

bei mir werden die kleinen Bäche in Kürze wohl wieder ausgetrocknet sein, dann gehts bei euch bestimmt wieder ab. Also Augen auf und weiter machen...

VG Klaas

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Re: Kleine Ascos am/im Bach

DirkW, (vor 5662 Tagen) @ Klaas

hallo klaas,

der gelbe hymenoscphus dürfte entweder h. menthae oder h. repandus sein. makroskopisch kaum zu unterscheiden, aber schon von den sporen her sehr unterschiedlich.
die kleinen schwarzen neben der cyathicula sind pyrenopezizas, eine ätzende gattung.
bei den rasigen hellen auf altholz tippe ich sehr auf hymenoscyphus imberbis.
was die vibressea betrifft: schau mal, ob die kurz gestielt sind. wenn nicht, geht das eher in die decolorans-richtung.

schöne grüße

dir

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Re: Kleine Ascos am/im Bach

Ingo Wagner, (vor 5662 Tagen) @ Klaas

Hi Klaas!

Alles, was ich zu deinen Bildern denke, hat Dirk schon geschrieben..... bequem eigentlich!

und entschuldigt bitte, falls ich mit meinen Beiträgen und vielen Bildern
nerve.

Du musst dich wirklich nicht dafür entschuldigen, dass du auch andere Ascos als Morcheln zu dieser Jahreszeit findest. Kannst du das nächste Mal getrost weglassen!!!

Viele Grüße
Ingo W

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Re: Kleine Ascos am/im Bach

DirkW, (vor 5661 Tagen) @ Ingo Wagner

Hi Klaas!
Alles, was ich zu deinen Bildern denke, hat Dirk schon geschrieben.....
bequem eigentlich!

hi ingo,

na das beruhigt mich ... nächstes mal mach ich es mir dann bequem ;-)

lg

dirk

aber warum rötet der imberbis am zapfen nicht? vielleicht doch eine ungängigere art ...

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Re: Kleine Ascos am/im Bach

DirkW, (vor 5661 Tagen) @ Ingo Wagner

Du musst dich wirklich nicht dafür entschuldigen, dass du auch andere Ascos
als Morcheln zu dieser Jahreszeit findest. Kannst du das nächste Mal
getrost weglassen!!!

da kann ich ingo ebenfalls nur beipflichten! im april (morcheln), juli (pfifferlinge) und september (steinpilze) ist man ja für jeden halbwegs interessanten pilz dankbar ;-)

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Re: Kleine Ascos am/im Bach

Klaas, (vor 5661 Tagen) @ DirkW

Hallo Dirk und Ingo,

vielen Dank für eure Hinweise!
Ich habe es gestern nicht mehr und heute noch nicht geschafft, die Pilze genauer anzusehen.
Und ganz toll, meine Notizen von vorgestern habe ich beim Aufräumen wohl entsorgt... die Teile sind aber feucht gelagert, schaue ich nochmal an und melde mich, wenns Recht ist.

Was ich zum ersten Hymenoscphus sagen kann, ist, wenn ich danach gehe:
http://www.bender-biotop.de/pilz_der_woche/2009/_hymenoscyphus_menthae.html
und mir die Sporen anschaue, dass es H. menthae wohl eher nicht ist.
Mikrofotos kann ich leider nicht liefern, vielleicht helfen später ja noch ein paar laienhafte Beschreibungen.

Viele Grüße,
Klaas

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Re: Kleine Ascos am/im Bach

Klaas, (vor 5660 Tagen) @ Klaas

Hallo nochmal,

ein paar der Pilzchen hatte ich heute morgen erneut unterm Mikro.

Zum Hymenoscyphus menthae oder H. repandus:
Ich schätze, es ist wohl eher repandus, zur Beschreibung in PDS passt aber auch nicht alles.
Sporen sind zylindrisch, teils gebogen, teils mit vielen kleinen Tröpfchen, zumeist mit 2 größeren Tropfen an den Enden, sehr wenige auch septiert, biserat, um 10x3.
Paraph. zylindrisch, um 80x3, an der Spitze mit großen Tropfen (2-reihig), nach unten hin kleine Tröpfchen.
Asci ca. 85x6, 8-sp., J+ (sehr schwach)

Zum H. imberbis:
Passt, wenn ich Marens Beitrag anschaue, eigentlich ganz gut:
Beitrag 188734
Die FK sind zwar nur bis 1 mm, bei den Asci messe ich nur 70x8, Sporen zumeist uni-, aber auch biserat, ca. 10 x 4, zumeist mit 2 Tropfen an den Enden. Paraph. zylindrisch um 70 x 2,5 mit ebenso breiten Tropfen.

Und wenn Dirk schon Pyrenopezizen ätzend findet, versuche ichs erst gar nicht...

Die Vibressea ist kurz gestielt, sollte also flavovirens sein.

Grüße,
Klaas

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Re: Kleine Ascos am/im Bach

DirkW, (vor 5660 Tagen) @ Klaas

hallo klaas,

ich denke, du kannst deine art gut repandus nennen. die in b&k unter h. repandus dargestellte art ist leider nicht repandus, sondern cyathycula cyathoidea. kennst du die korrekturliste von baral? falls nicht, schicke ichs dir gern zu ...

lg

dirk

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Re: Kleine Ascos am/im Bach

Klaas, (vor 5660 Tagen) @ DirkW

Hallo Dirk,

von der Korrekturliste habe ich des Öfteren gehört, habe sie aber nicht - wenns also nicht zu umständlich für Dich ist... danke sehr!

Viele Grüße,
Klaas

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Re: Kleine Ascos am/im Bach *PIC*

Ingo Wagner, (vor 5659 Tagen) @ Klaas

Zum Hymenoscyphus menthae oder H. repandus: Ich schätze, es ist wohl eher
repandus, zur Beschreibung in PDS passt aber auch nicht alles.
Sporen sind zylindrisch, teils gebogen, teils mit vielen kleinen Tröpfchen,
zumeist mit 2 größeren Tropfen an den Enden, sehr wenige auch septiert,
biserat, um 10x3.
Paraph. zylindrisch, um 80x3, an der Spitze mit großen Tropfen (2-reihig),
nach unten hin kleine Tröpfchen.
Asci ca. 85x6, 8-sp., J+ (sehr schwach)

Hallo Klaas!

Spricht schon einiges für Hymenoscyphus repandus, aber gerade gestielte gelbe Hymenoscyphus gibts ja einiges.

Mir persönlich gefällt einiges deiner Beschreibung nicht für H. repandus:
z.B.
- die "teils gebogenen Sporen" (zwar findet man immer mal wieder ein paar leicht gekrümmte, aber eigenlich ist der große Teil davon hübsch zylindrisch/ länglich elliopsoid)

- "Sporengröße um 10 x 3" ist viel zu kurz

- "Paraphysen ......an Spitze mit großen Tropfen (2-reihig?)" --> ist irgendwie ein Widerspruch, denn wenn die Tropfen nebeneinander passen, sind sie nicht groß.

- "J+ sehr schwach" --> eigentlich hat der eine gut sichtbare Reaktion, ist halt Hymenoscyphus-Typ, also das Blau reicht nicht bis an die Spitze.

Wie gesagt, ich glaube immernoch an repandus wegen der Makroskopie, aber man weiß ja nie, was es noch so alles gibt.

Ich hänge mal meinen letzten mit an:

Hymenoscyphus repandus:
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VG Ingo W

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Re: Kleine Ascos am/im Bach

Trametenlotti, (vor 5658 Tagen) @ DirkW

Hallo Dirk

kennst du die korrekturliste von baral? falls nicht, schicke
ichs dir gern zu ...

Könntest du mir diese Liste auch schicken?
Vielen Dank und Ligrü
Lotte

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Re: Kleine Ascos am/im Bach *PIC*

Klaas, (vor 5658 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Ingo,

vorab ein Riesen-Dankeschön für Deine stoische Geduld, die Du mir schon bei meinen ersten makroskopischen Gehversuchen immer wieder bewiesen hast!
Mikroskopieren ist nun wieder Neuland für mich - bevor ich das alte "Ding" hier stehen hatte, habe ich vielleicht zwei Mal durch ein Mikro geschaut... bin also völliger DAU und mache sehr wahrscheinlich alles falsch. Zudem fehlt mir Literatur, Herrn Baral wollte ich längst um eine Kopie bitten - mache ich jetzt aber endlich.

Die Hits auf Deiner Seite dürften in letzter Zeit großteils von mir sein...;) - auch danke für die Übersicht zu repandus. Der gefällt mir aber immer noch nicht so richtig.
Auf Deinem Makro kommt der gesamte Pilz (zitronen-?)gelb rüber, meine sind im Hut eher dottergelb, zum Stiel hin mehr cremefarben, jedenfalls weitaus heller. Die Sporenform kommt annähernd hin, wobei mir meine teils doch eher ein klein Wenig mehr gekrümmt vorkommen. Die Tropfen kann ich in dieser Form sehen, es sind aber auch einige Sporen mit vielen kleinen Tröpfchen dabei. Um die 12 µ bei den Sporen zu finden, musste ich lange suchen - was aber vielleicht am ungewohnten einäugigen Blick durchs Messokkular liegt.
Die Textura scheint mir zu passen, zum Hutrand hin konnte ich eben mehr rundlich blasiges Gewebe sehen, ansonsten eher langgezogen wie in Deinem Bild.

Bei meinen freiliegenden Asci fand ich bei etwa 12 gemessenen Maße zwischen 75 und 85 µ, Tendenz mehr zu den 85 µ.

Der Widerspruch bei den 2-tropfigen Paraphysen erklärt sich dadurch, dass ich keine Ahnung habe. Ich versuche nur das, was ich sehe, irgendwie in Worte zu fassen. Beim genaueren hinsehen sah ich heute welche, die 2 Tröpfchen nebeneinander hatten, aber auch in den selben Paraph. Tropfen, die die gesamte Breite ausfüllten.

Zu "J+ sehr schwach": vor Kurzem hatte ich eine Pezziza angeschaut, bei der das Blau mit Melzer sehr sehr deutlich zu sehen war.
"Hymenoscyphus-Typ" habe ich zwar schonmal aufgeschnappt, sagt mir aber nix, finde ich noch raus.
Ich sehe mit Melzer an der Ascusspitze einen kleinen, leicht bläulichen Fleck, der - wie Du schreibst - nicht bis an die Spitze reicht.
Ist das "Hymenoscyphus-Typ"?

Septen an den Paraphysen konnte ich nicht sehen, wie in Deiner Übersicht - was aber wohl wieder an mir liegt.

Ich hänge mal meine Notizen von heute Abend an, das Gekrakel bringt wahrscheinlich auch keine Lösung - schrecklich, wenn man vor Jahrzehnten den Bleistift mit der Maus getauscht hat, und noch nicht mal mit einem Stückchen Holz in der Hand umgehen kann...

Danke sehr und liebe Grüße
Klaas

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Re: Kleine Ascos am/im Bach

Ingo Wagner, (vor 5658 Tagen) @ Klaas

Hallo Klaas!

Mikroskopieren ist nun wieder Neuland für mich - bevor ich das alte
"Ding" hier stehen hatte, habe ich vielleicht zwei Mal durch ein
Mikro geschaut... bin also völliger DAU und mache sehr wahrscheinlich
alles falsch.

Du musst Geduld haben. Keiner hat das gleich alles verstanden. Bis ich das mit den Haken geschnallt habe, sind sicherlich 2 Jahre ins Land gegangen, und dass ich bei Orbilia die SBs (Sporebodies) mal gebacken bekomme, daran hatte ich schon gar nicht mehr geglaubt. Alles eine Sache der Übung und des ständigen Dazulernens von eigenen Präparaten und vom Know-how der Besserwissenden.

Zudem fehlt mir Literatur, Herrn Baral wollte ich längst um
eine Kopie bitten - mache ich jetzt aber endlich.

Der Guy Marson hatte die DVD bisher immer verschickt, ich hoffe, er tut es noch!

- auch danke für die Übersicht zu repandus. Der gefällt mir aber immer
noch nicht so richtig.
Auf Deinem Makro kommt der gesamte Pilz (zitronen-?)gelb rüber, meine sind im
Hut eher dottergelb, zum Stiel hin mehr cremefarben, jedenfalls weitaus
heller.

Die Makroskopie passt! Bei der Einschätzung der Farbe spielt immer das Alter und der Lichteinfluss eine Rolle.

Die Sporenform kommt annähernd hin, wobei mir meine teils doch
eher ein klein Wenig mehr gekrümmt vorkommen. Die Tropfen kann ich in
dieser Form sehen, es sind aber auch einige Sporen mit vielen kleinen
Tröpfchen dabei.

Bei der Größe der Tröpfchen spielt immer die Reife und Vitalität eine große Rolle. Deshalb ist es ziemlich wichtig, die Reife gut einschätzen zu können.
Gestresstes Material verhält sich gerade diesbezüglich sehr sensibel, deshalb ist es empfehlenswert, für die Messung der Sporen und Asci, auch für die Beurteilung der Tröpfchen zunächst in Wasser zu mikroskopieren.
Melzer ist ungeeignet, weil abtötend. Für Becher ist wässriges Lugol Pflicht.
Zum späteren Verdeutlichen der Strukturen nehme ich ganz gern Kongorot.

Um die 12 µ bei den Sporen zu finden, musste ich lange
suchen - was aber vielleicht am ungewohnten einäugigen Blick durchs
Messokkular liegt.

Das beste Reifezeichen sind "ausspuckende" Asci, auch wenn sehr viele Sporen im wenig gequetschten Präparat herumschwimmen, ist der Pilz reif. Muss man freischwimmende Sporen suchen, sollte man 1-2 Tage später noch mal nachschauen.

Die Textura scheint mir zu passen, zum Hutrand hin konnte ich eben mehr
rundlich blasiges Gewebe sehen, ansonsten eher langgezogen wie in Deinem
Bild.

Passt schon. In Hutrandnähe sind die Excipulumzellen oft kürzer, zum Stiel hin strecken sie sich.

Bei meinen freiliegenden Asci fand ich bei etwa 12 gemessenen Maße zwischen
75 und 85 µ, Tendenz mehr zu den 85 µ.

Auch das passt. Du musst dich da nicht auf die Angaben von meinem Mikrobild versteifen. Ich hatte es nicht gesondert dazugeschrieben, aber der Becherfreund weiß aus den Mikros zu lesen, dass sie nicht mehr turgesszent sind (wenn nicht mehr 2-reihig im oberen Teil des Ascus). Bei diesem fehlenden "Innendruck" sind die Asci automatisch kleiner.

Der Widerspruch bei den 2-tropfigen Paraphysen erklärt sich dadurch, dass ich
keine Ahnung habe. Ich versuche nur das, was ich sehe, irgendwie in Worte
zu fassen. Beim genaueren hinsehen sah ich heute welche, die 2 Tröpfchen
nebeneinander hatten, aber auch in den selben Paraph. Tropfen, die die
gesamte Breite ausfüllten.

Die Tropfengröße wird in Relation zur Sporen- oder Paraphysenbreite eingeschätzt. Stößt der Tropfen beidseitig an die Wand, ist es ein großer.
Hantiert man mit tötenden Reagenzien oder wird das Präparat "gestresst", z.B. durch Trocknen, Frost oder Hitze unterm Mikroskop laufen die kleinen Tropfen zu größeren zusammen. Deshalb findet man in den PdS- oder anderen Altmeister-Zeichnungen oft große Tropfen (oft Exsikkat-Mikroskopie), wo vital eigentlich viele kleine zu sehen sind.

Zu "J+ sehr schwach": vor Kurzem hatte ich eine Pezziza angeschaut,
bei der das Blau mit Melzer sehr sehr deutlich zu sehen war.
"Hymenoscyphus-Typ" habe ich zwar schonmal aufgeschnappt, sagt mir
aber nix, finde ich noch raus.
Ich sehe mit Melzer an der Ascusspitze einen kleinen, leicht bläulichen
Fleck, der - wie Du schreibst - nicht bis an die Spitze reicht.
Ist das "Hymenoscyphus-Typ"?

http://asco-sonneberg.de/pages/gallery/porustyp-scutspor-0911153991.php

Septen an den Paraphysen konnte ich nicht sehen, wie in Deiner Übersicht -
was aber wohl wieder an mir liegt.

Die wiederum bekommt man oft erst gut zu sehen, wenn der störende Inhalt "vernichtet" und die Zellwände angefärbt sind.

Ich hänge mal meine Notizen von heute Abend an, das Gekrakel bringt
wahrscheinlich auch keine Lösung - schrecklich, wenn man vor Jahrzehnten
den Bleistift mit der Maus getauscht hat, und noch nicht mal mit einem
Stückchen Holz in der Hand umgehen kann...

Völlig in Ordnung - kein Gekrakel!!

Kannst du als Hymenoscyphus repandus ablegen. Wenn du es ganz genau machen willst, müsstest du noch bestätigen, dass an der Ascus-Basis keine Haken sind.

Das würde ich aber trotzdem noch etwas verschieben, sonst verlierst du womöglich die Lust an Becherchen. :-)

VG Ingo W

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Re: Kleine Ascos am/im Bach

Klaas, (vor 5657 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Ingo,

ein Bisschen habe ich mir ja schon angelesen, ich schaue mir eigentlich alles zunächst nur in Wasser an, zum Schluss kommt noch etwas (uraltes) Melzer oder Kongo ins Süppchen (mehr habe ich derzeit nicht hier).
Dass man nur freischwimmende Sporen misst, habe ich schon durchs Mitlesen hier mitbekommen, den Hymenoscyphus-Typ habe ich nun nach Deiner Übersicht kapiert! Hoffe ich.

Die Sache mit den Haken und der Lust - ach, lass mal... ich habe hier noch ein paar andere Kleine zum Üben rumliegen...

Herzlichen Dank für Deine weiteren Infos!

Viele Grüße
Klaas