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Fragen, Fragen, Fragen

Markus H., (vor 9155 Tagen)

Hallo Pilzfreunde !

Die heurige Artenvielfalt wirft wieder jede Menge Fragen auf - auf die unten angeführten habe ich auch mit anderen Pilzkollegen bis jetzt noch keine befriedigenden Antworten gefunden - ich hoffe ihr könnt mir da ein wenig weiterhelfen :-)

1. Gibt es neben Cortinarius odorifer einen weiteren Klumpfuß mit braunem Hut und oliv-braunolivfarbenen Lamellen in Nadelwäldern auf Kalk?

2. Gibt es Übergangsformen von Amanita muscaria zu Amanita regalis (Hatte beide Arten direkt nebeneinander und im selben Waldstück Exemplare, die in ihren Merkmalen zwischen den Arten zu stehen schienen).

3. Gibt es einen stattlicheren ähnlich gefärbten Milchling wie Lactarius picinus in Nadelwäldern auf Kalk?

4. Ist Boletus subappendiculatus, wie ihn Dähncke beschreibt, nun eine eigene Art - ich fand einen solchen Röhrling im reinen Fichtenwald diesesmal mit seinem Anhängsel!

5. Inwieweit ist Lactarius subdulcis für Speisezwecke zu verwenden - wer von euch hat ihn schon gegessen?

Vielen Dank im voraus für eure Meldungen

mfg
Markus H.

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Re: Fragen, Fragen, Fragen

Franz W., (vor 9155 Tagen) @ Markus H.

Hi Markus, ;-)

Bei Deinen Fragen würde ich jetzt sagen ...
Koffer packen, Bahnhof und abhauen ...;-)

Nimms mir nicht übel - aber dafür ( zu beantworten ) muss man wohl studiert haben ..(;-)

LG

franz

Hallo Pilzfreunde !
Die heurige Artenvielfalt wirft wieder jede Menge Fragen auf - auf die unten
angeführten habe ich auch mit anderen Pilzkollegen bis jetzt noch keine
befriedigenden Antworten gefunden - ich hoffe ihr könnt mir da ein wenig
weiterhelfen :-)
1. Gibt es neben Cortinarius odorifer einen weiteren Klumpfuß mit braunem Hut
und oliv-braunolivfarbenen Lamellen in Nadelwäldern auf Kalk?
2. Gibt es Übergangsformen von Amanita muscaria zu Amanita regalis (Hatte
beide Arten direkt nebeneinander und im selben Waldstück Exemplare, die in
ihren Merkmalen zwischen den Arten zu stehen schienen).
3. Gibt es einen stattlicheren ähnlich gefärbten Milchling wie Lactarius
picinus in Nadelwäldern auf Kalk?
4. Ist Boletus subappendiculatus, wie ihn Dähncke beschreibt, nun eine eigene
Art - ich fand einen solchen Röhrling im reinen Fichtenwald diesesmal mit
seinem Anhängsel!
5. Inwieweit ist Lactarius subdulcis für Speisezwecke zu verwenden - wer von
euch hat ihn schon gegessen?
Vielen Dank im voraus für eure Meldungen
mfg
Markus H.

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Re: Fragen, Fragen, Fragen

Boletus ⌂, (vor 9155 Tagen) @ Markus H.

Hallo Markus

Ich probiere dir so gut wie möglich zu antworten:

1.) Im Abbildungsverzeichnis mitteleuropäischer Grosspilze sind ca. 360 !! Cortinarien erwähnt. Es werden einige Arten mit den beschriebenen Kriterien vorkommen. C. ist eine sehr schwierige Gattung. Für Speisezwecke besser Finger weg.

2.)Keine Übergangsform bekannt, wahrscheinlich nicht existent.

3.)Lactarius ligniotus, der Mohrenkopfmilchling,kann im Extremfall bis zu 7-9cm Hutdurchmesser erreichen, essbar aber fast zu schön um zu essen.

4.)Boletus subappendiculatus ist höchstens eine Var. von appendiculatus. Im Abbildungsverzeichnis mitteleuropäischer Grosspilze nicht mehr erwähnt. Die Diskusionen können jedoch jederzeit weitergehen. Ich selber glaube nicht an die Art.

5.)L. subdulcis, der süssliche Milchling, ist kein Speisepilz. In der Schweiz darf die Art von den amtl. Pilzkontrolleuren nicht freigegeben werden.

mit pilzlerischen Grüssen
Sepp

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Re: Fragen, Fragen, Fragen

Werner2, (vor 9154 Tagen) @ Markus H.

Hi Markus,

packe mal noch nicht die Koffer. Ich habe nicht studiert, versuche aber trotzdem Deine Fragen z.T. zu beantworten.
Zu 1.:
Es gibt neben C. odorifer natürlich noch eine ganze Reihe Cortinarien im Nadelwald auf Kalk, die "so ähnlich" aussehen. Allerdings kenne ich keine, die diesen typischen Geruch nach Anis besitzt.
Zu 2.:
Übergangsformen zwischen der normalen A.muscaria und A. regalis sind mir noch nicht begegnet. Allerdings kenne ich die letztere nur aus dem Bayrischen Wald und habe sie max. 2 oder 3x gefunden.
Zu3.:
Hier denke ich, dass L. lignyotus oder L. fuliginosus in Frage kommen könnten. Was sonst noch so dunkel ist, wächst fast nur im Laubwald.
Zu 4.:
B. subappendiculatus kenne ich nicht. B. appendiuclatus habe ich wenige male, immer mit Anhängsel gefunden. Also kein Kommentar.
Zu 5.:
L. subdulcis ist, wie noch mehr Arten dieser Gruppe, zwar essbar aber nicht besonders schmackhaft. Ich habe kleine Ex. dieser Art immer wieder mal gesammelt und verwertet, aber nur, um sie in Essig einzulegen.
Da hierdurch sowieso jeder Eigengeschmack verloren geht, kann man Arten wie subdulcis oder quietus hierzu gut verwenden.

Gruß Werner2

Hallo Pilzfreunde !

Die heurige Artenvielfalt wirft wieder jede Menge Fragen auf - auf die unten
angeführten habe ich auch mit anderen Pilzkollegen bis jetzt noch keine
befriedigenden Antworten gefunden - ich hoffe ihr könnt mir da ein wenig
weiterhelfen :-)
1. Gibt es neben Cortinarius odorifer einen weiteren Klumpfuß mit braunem Hut
und oliv-braunolivfarbenen Lamellen in Nadelwäldern auf Kalk?
2. Gibt es Übergangsformen von Amanita muscaria zu Amanita regalis (Hatte
beide Arten direkt nebeneinander und im selben Waldstück Exemplare, die in
ihren Merkmalen zwischen den Arten zu stehen schienen).
3. Gibt es einen stattlicheren ähnlich gefärbten Milchling wie Lactarius
picinus in Nadelwäldern auf Kalk?
4. Ist Boletus subappendiculatus, wie ihn Dähncke beschreibt, nun eine eigene
Art - ich fand einen solchen Röhrling im reinen Fichtenwald diesesmal mit
seinem Anhängsel!
5. Inwieweit ist Lactarius subdulcis für Speisezwecke zu verwenden - wer von
euch hat ihn schon gegessen?
Vielen Dank im voraus für eure Meldungen
mfg
Markus H.

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Re: Danke

Markus H., (vor 9154 Tagen) @ Markus H.

Vielen Dank für eure Antworten-

Ich habe auch nicht studiert, interessiere ich aber eben für Pilze, die in meiner Region wachsen, und da dort eben Cortinarien nicht selten sind, werd ich mir vielleicht doch mal ein ordentliches Werk über diese Gattung zulegen müssen.
Betreffend des Milchlings bin ich mir doch eigentlich recht sicher, dass es L.picinus ist - der Mohrenkopf ist aufgrund seiner typischen Lamellen recht gut bestimmbar und alle anderen kommen wegen der Standortgegebenheiten nicht in Frage.
Interessant ist aber doch, dass der sonst als wärmeliebend geltende Anhängselröhrling dann doch in Tannenwäldern auf Kalk bis über 1000m NN auch wieder zu finden ist - er ist dort nicht häufig und wird leider immer seltener - vielleicht löst sich das Problem von alleine.
Amanita regalis fruktifiziert oft jahrelang nicht und tritt dann immer mit Massenvorkommen von A.muscaria in reinen Gebirgsfichtenwäldern auf Kalk auf (so heuer, zuvor 1994).

mfg

Markus H.